Beiträge von Felix Krull

    Vor allem, weil man genausogut den Weg übers Zollfreilager gehen kann, wenn man unbedingt vermeiden will, seinem Gold je persönlich zu begegnen, oder schlicht so reich ist, dass man die Menge nicht mehr selber schleppen oder lagern kann.


    Das hat zwar auch den Nachteil, dass man anderen Personen vertrauen muss, aber immerhin den Vorteil, dass das EM schonmal in einem anderen Land ist. (zumindest hoffentlich wahrscheinlich) Dann kann man immerhin hinterher flüchten, wenn man vor lauter Flucht selber fliehen muss :)


    Bei den ganzen angeblich physisch hinterlegten Goldkonstrukten gibt es viel zu viele Ausreden warum Dein Gold leider gerade heute nicht physisch da ist :). Ich meine, prinzipiell ist es ja da, aber leider im Moment grade nicht unmittelbar verfügbar... Sowas von verflixt auch :) Wirklich dummer Zufall, konnte echt keiner ahnen. (lol)


    Ich bin ziemlich sicher, dass dieses Thema in den nächsten Jahren noch sehr unterhaltsam wird :)

    Ich hatte in 2008 mal australische Bonds gekauft, wg. Rohstoffwährung und damals 5 % Zinsen. Am Ende schwankt es genauso herum, wie wenn man gleich aufs counterpart Risk verzichtet und sich EM hinlegt.


    Es scheint derzeit so, dass niemand Interesse an ,oder Kraft zu, einer starken Währung hat. Im Gegenteil wollen alle Wettbewerbsvorteile über die Schwächung des eigenen Geldes erreichen (siehe SNB). Wenn eine Finanzkrise kommt, wird sie umfassend und global sein. Niemand wird sich da entziehen können. Ich vermute dass unmittelbar danach Protektionismus und Zölle bis zum Abwinken einsetzen. Dann haben große, autarke Wirtschaftsräume deutliche Vorteile (USA, Russland, China).


    Die Preisfrage wird sein, wie deren Währungen sich NACH dem Ereignis darstellen. Die Chance zur Entschuldung werden die sich nämlich auch nicht entgehen lassen. Bis dahin wird auf dem Geisterpferd weitergeritten solange es möglich ist :)


    Ich persönlich habe es aufgegeben, aus dem € in anderes Papier flüchten zu wollen. Stattdessen Immobilien, EM und das Warenlager meiner Firma raufgefahren (sozusagen mein eigenes "Tagesgeld", das ich relativ schnell flüssig machen kann). Das sind meine 3 Speichen.

    Ich bin gerade auf ein interessantes Gedankenspiel gestoßen. Die Versicherungsbranche nimmt zur Berechnung von Gebäudeversicherungen immer noch die Goldmark aus 1914 als Basis (da dies die letzte "echte Währung" gewesen ist). Dies wird jährlich mit einem Faktor multipliziert, um die Inflation abzubilden.


    Quelle:


    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Gleitender_Neuwertfaktor


    Eine Goldmark enthält 0,358g Gold. Eine Unze Gold entspricht demnach 86,87 Goldmark.
    (was sich auch erstaunlich nah mit den gängigen Bullions deckt, die meist Nennwerte zwischen 50 und 100 Währungseinheiten haben)


    Der Umrechnungsfaktor für 2016 ist: 17,03


    Das bedeutet, dass die Finanzindustrie sozusagen selber eine Unze dieses Jahr mit € 1479,42 bewertet, wenn sie versucht, die Kaufkraft von 1914 abzubilden. Gold ist demnach ziemlich unterbewertet.
    Wenn man den Faktor auf Silber verwendet, ergibt sich ein Unzenpreis von ca. 95€ je Unze Feinsilber. (was auf eine noch stärkere Unterbewertung hindeutet)


    Ich weiss, dass das nur ein Rechenspiel ist. Trotzdem finde ich es hilfreich, speziell an so Manipulationstagen wie heute :) Besonders weil es nur um die Wiederherstellung eines Gebäudes geht (und nicht den Wert der Immobilie oder des Grundstückes) bildet der Faktor ziemlich zuverlässig einen großen Warenkorb ab. (Rohstoffe für das Haus, alles andere über die Löhne der Gewerke). Im Prinzip sagt das schon aus, was ein Stück Gold 1914 kaufen konnte, und heute kaufen sollte (!). Berechnet von wahrscheinlich ziemlich großen Rechenzentren. Hier wird ja öfter im Forum über die vergangene Kaufkraft von Gold in anderen Zeiten diskutiert. Dieser Faktor ist das, was "Profis" dazu meinen.

    Ich finde es im Moment gar nicht so sehr interessant, wie weit Gold und Silber irgendwann steigen könnten. Das ist jetzt noch lange nicht der Moment über sowas nachzudenken.


    http://www.welt.de/finanzen/ar…uro-Zone-entschuldet.html
    (btw der mit Abstand dümmste Artikel, den ich in diesem Jahr gelesen habe)


    Wie es aussieht wird die Finanzvoodoo - Zauber - Illusion noch einige Zeit weiterlaufen, bis irgendwann eine ziemlich harte, schnelle "Lösung" für das ganze Thema kommt :D
    (Oder alle über ein Jahrzehnt hin quälend und schleichend enteignet wurden).


    Daher ist im Moment eher die Fragestellung, bis zu welchem Gold-/Silber Preis man zukaufen sollte. 1500 € ? 2500 € ? oder gar bis man sich nix mehr leisten kann, ohne andere EM zu verkaufen ?
    Wie habt ihr das geplant ?

    Aus amerikanischer Perspektive macht der Vorschlag aber überhaupt keinen Sinn. Es würde bedeuten, dass, sofern in Fort Knox überhaupt was ist, ganz sicher relativ schnell nix mehr ist.


    Glaubwürdig wäre der Vorschlag nur in Verbindung mit massiven Strafzöllen bei Import in die USA in Verbindung mit allen amerikanischen Flugzeugträgern vor der chinesischen Küste. Dann könnte man Fort Knox mit chinesischem Gold wieder füllen, UND gleichzeig kostenlose Waren abgreifen. (lol)


    Echte Bezahlung für Waren konnten schon Roosevelt und Nixon nicht anbieten. Die bezahlen ihre Einkäufe seit 100 Jahren nicht... und Trump fängt damit an ?


    Das hier ist die zweitbeste Antwort, die man den Amis geben kann:


    http://m.welt.de/wirtschaft/ar…n-Teil-der-US-Boerse.html


    Noch sinnvoller wäre es, sich selber ebenfalls zu verschulden, dass es knallt, und damit Infrastruktur, Krankenhäuser, Militär und Forschung aufzublasen bis es weiter nicht mehr geht (reale Werte statt Buchwerte). Stattdessen lassen wir alles verkommen und verteidigen "die schwarze Null". Wir sind Sparta :wall

    Nein, das sind immer die gleichen Leute.


    Journalisten werden Gold so lange "doof" finden, bis pro aurum ein grössere Anzeigenkunde ist, als Commerz- und Deutsche Bank. Also für immer. Leute, die vom Finanzsystem leben werden es ähnlich lange nicht mögen, wie ein Metzgermeister Sojawürste. Das liegt in der Natur des Broterwerbs dieser Menschen :)

    Naja vor 20 Jahren war die "Reichweite" der Ölreserven genauso hoch wie heute. Kann mich noch gut an meine Schulzeit und den "club of rome" erinnern. Hätten die recht behalten, würd ich wohl jetzt Fahrrad fahren...


    Ich hab zwar Silber, bin mir aber nicht so sicher, dass in 20 Jahren die dann verfügbaren Reserven nicht auch wieder 20 Jahre sind.
    Die Hauptstory bei Silber ist ja immer : Kauft es, bald gibts keins mehr. Da bin ich zumindest skeptisch.

    Ich hab nur eine niedrige zweistellige Mitarbeiter Anzahl, trotzdem würde es direkt Protest geben, da manche das Geld auch direkt ausgeben. (was mich auch nix angeht, und deren gutes Recht ist. immerhin haben sie dafür gearbeitet)


    Kommen wir doch mal zum Thema zurück bitte :)


    Ich wollte nur meinen Eindruck der silberhaarigen EM Kunden wiedergeben, jetzt läuft das ganze Thema aus dem Ruder :D

    Ich hörte von einem Freund das sein Chef jedes Jahr als Weihnachtsgeld ne Rolle Maples oder Philis spendiert.


    Auch keine schlechte Idee, und noch besser so ein Chef.... der weiß was los ist. ;)


    So bekommen seine Arbeiter erstmalig Bezug zum EM.


    Hm ich glaube das würde bei mir maximalen Aufstand geben. Immerhin würde man ja dann (wenn ich das volle Weihnachtsgeld "versilbere", und die Leute dann im November direkt verkaufen) weniger Weihnachtsgeld rauskriegen. MwSt und Händlermarge sind erstmal weg -> wird als Kürzung empfunden.
    Ich will die auch nicht "erziehen", ich wollte nur "etwas besseres" als ein Allianz Produkt (Latte liegt ziemlich tief...) herausholen, und bin damit gescheitert :wacko:


    Brauch bestimmt kein Gerede über mich, dass ich EM Bug bin oder sonstwas. Erwachsen sind die selber... Nur finde ich, muss man auch innerhalb des Finanzsystems nicht das maximal dämlichste machen. Anscheinend aber doch.


    Naja es ging ja um einen VWL Sparplan wo man dann in 30 Jahren überhaupt erst was rausnehmen kann, und in der Zwischenzeit massiv Provision abgegriffen wird. Ich finde das einen Wahnsinn, und würde selber sowas niemals machen.
    Denke schon, dass Leute die regelmäßig, jahrzehntelang in sowas hier:


    http://www.finanzen.net/etf/SP…end_Aristocrats_UCITS_ETF


    ein paar Groschen reinmachen am Ende besser dastehen, als mit einem "Versicherungsprodukt".


    Über EM rede ich nur hier :)

    Bei der "unter 50" Hälfte der Gesellschaft ist schon so eine Art Biedermeier Mentalität sehr verbreitet. Eine Art massiver Unwillen über Probleme oder Zukunft überhaupt nachzudenken. Dann lieber Flucht in bunte Pokemon Welten.


    Stelle ich auch in meinem Betrieb so fest. Der kleinere Teil der Belegschaft fühlt sich beunruhigt, und lässt sich von Finanzdienstleistern belabern um so "vermögenswirksame Leistungs Fonds" von mir bezuschusst zu kriegen. Wenn ich die dann frage, warum sie nicht wenigstens selber ein paar Nestle Aktien oder sowas jeden Monat kaufen, um selber (!) die Kontrolle über das eigene Geld zu behalten, blicke ich in völlig ausdruckslose Gesichter. Ich hab meine Leute gerne, und hatte sogar Gehaltserhöhungen angeboten, um vergleichbares netto zur Verfügung zu stellen, damit die selbst erbrachte Anlage gleich groß sein kann.. das wurde nicht gewünscht. Es muss unbedingt der dämliche Allianz Fonds sein, damit man sich zwar selber einerseits einreden kann, man hätte "vorgesorgt", andererseits aber möglichst schnell wieder vergessen kann, dass die Rentenzukunft nicht so pralle aussieht.


    Ich will ja mein Umfeld gar nicht zum EM Bug bekehren... aber ich schaffe nichtmal, dass die was Grundsätzliches machen. Selber Kontrolle behalten. Dass ich dann beim EM Händler nur ziemlich "gesetztere" Personen treffe, stimmt für die Zukunft nicht gerade hoffnungsvoll.

    Ich war heute bei pro aurum in Düsseldorf. Ist mein monatliches Ritual, erst pro aurum, dann Frühstück an der Kö, dann Lieblings Cabrio Strecke nach Hause :)


    Betrieb dort war hoch, ich musste 10 Minuten warten. Allerdings beunruhigt mich zunehmend, dass alle anderen Kunden deutlich älter waren als ich (50+).


    Meine Generation und jünger (20 - 40) hockt apathisch auf den Kö Brücken in großen Horden auf dem Bürgersteig, und fängt kleine Seifenblasen Monster mit dem Smartphone ;(
    Keine Ahnung ob das mit dem Goldsparen hinhauen wird... sieht im Moment nicht so aus, als könnte man denen Münzen verkaufen wenn man mal alt ist ;(

    Es ist auch naturwissenschaftlich "selten". Wenn unsere Sonne hier irgendwann die Grätsche macht, kann sie z.B. gar kein Gold erzeugen, weil sie zu klein ist. Sie kann halt Wasserstoff zu Helium fusionieren, aber nicht so schwere Elemente "machen". Das heißt, das alles Gold in unserem Sonnensystem von außen hereingeschleudert wurde, und daher gleichmäßig selten ist. Außer ein paar instabilen Isotopen in Form von Einzelatomen werden Menschen das niemals künstlich herstellen können, da es überhaupt nicht genug Energie dafür gibt.


    Jede Zuschreibung von "Wert" zu einer Sache die nicht unmittelbar zum Überleben benötigt wird ist irrational. Noch irrationaler ist aber zu versuchen, Dingen die beliebig von Menschen als bloße "Idee" reproduziert werden, höheren Wert als natürlich seltenen Dingen beimessen zu wollen.


    Es läuft immer auf das Grundproblem der Wertaufbewahrung in einer arbeitsteiligen Gesellschaft hinaus. Buffett bringt immer wieder das alte "Gold kann man nicht essen" Argument in leicht abgeänderter Form. Trillionen von Dollars oder Aktien kann man aber nicht einmal anfassen. Was noch weniger als nicht essen zu können ist. :)

    Nein Du hast es nicht verstanden. Wenn jemand wirklich den kompletten Würfel haben könnte, hätte diese Person eine solche Preismacht, dass sie problemlos sämtliche Minengesellschaften unter Kontrolle bringen könnte. Danach volle Kontrolle über den Goldpreis für immer. Sehr viel umfassender als alles was De Beers bei Diamanten auch nur träumen kann.


    Damit als Ausgangsbasis kann man auch die gesamte Industrie von Nord- und Südamerika komplett sukzessive aufkaufen.


    Ob der Stoff jetzt Gold ist, oder irgendwas anderes spielt keine Rolle. Wenn wirklich eine Person die totale Kontrolle über ein chemisches Element haben könnte, ist das extrem viel mächtiger als alle Geld- oder Aktienwerte jemals sein können. Daher ist die Aussage doof.


    Er kann höchstens alles Ackerland auf der Welt mit allem Gold vergleichen. Dann würde Ackerland gewinnen.


    Thema innerer Wert: Der ist bei Gold vielleicht irrational. Aber aufgrund der Seltenheit und der physischen Existenz viel eher gegeben, als bei Aktien und Trillionen von Dollar. Für ein so schweres Element muss zunächst eine ziemlich große Sonne in einer Supernova verglühen, was Milliarden von Jahren dauert, und nur in homöopathischen Dosen wirklich Gold produziert. Aliens würden wohl eher das mitnehmen, als ein paar Festplatten mit humanerzeugten Dollars oder Aktien drauf...

    “You could take all the gold that’s ever been mined, and it would fill a cube 67 feet in each direction. For what it’s worth at current gold prices, you could buy — not some — all of the farmland in the United States. Plus, you could buy 10 Exxon Mobils (XOM), plus have $1 trillion of walking-around money. Or you could have a big cube of metal. Which would you take? Which is going to produce more value?”


    -Warren Buffett, 2010



    Auf den ersten Blick ist das Zitat ja scheinbar logisch. Wenn man länger darüber nachdenkt, ist die Äußerung jedoch unfaßbar dämlich.


    Was bitte ist die Kontrolle über Farmland oder einen austauschbaren Vorstand wert im Vergleich zur Kontrolle über genau ALLES von einer Sache ? Herr Buffett möchte also lieber mit dem Traktor aufs Feld fahren, als die Tatsache geniessen, dass jeder der auch nur einen Ehering haben will bei ihm betteln kommen müsste ?


    Da könnte man auch schreiben: "wozu brauch ich alles Salz auf der Welt, wenn ich für den Gegenwert auch McDonalds kaufen könnte?"


    oder


    "wieso soll ich mit der Hälfte zufrieden sein, wenn ich auch ein Viertel kriegen kann?"


    :D