Ich würde da sogar noch weiter gehen Goldflöckchen.
Ich finde es muss trotz Immobilie Diversifizierung bei den eigenen Geldanlagen möglich sein.
Also Häuschen in absehbarer Zeit voll zurück zahlen + andere Anlagen besitzen und in der Zeit der Rückzahlung weiter ausbauen.
Ist ja wieder das Beispiel mit dem Rentner aus der Zeitung, der in seinem kompletten Berufsleben 100000€ ansparen konnte und nun zB für 250000€ eine Wohnung kaufen will. Ich bin der Meinung:
- er kann sich die Wohnung nicht leisten(gesamtes Berufsleben hat nicht dafür ausgereicht)
- er sollte die Finger davon lassen, weil er dann nur noch Schulden und 0 Sicherheiten hat
Ich finde weiterhin dass die niedrigen Zinsen überhaupt keine Rolle spielen. Im Gegenteil ist es vollkommen idiotisch, sich zu verschulden, weil es gerade "billig" ist.
Es ist genauso schwer 400000€ mit Niedrigzinsen zurück zu zahlen, wie 300000€ mit höheren Zinsen. Und die Buden sind einfach das teurer geworden, was man bei den Zinsen spart. (sofern kein Problem bei Bausubstanz und Lage besteht).
Andersrum kann ich vielleicht mit derzeitigem 0 Guthabenzins mit Miete eine bessere Rendite erwirtschaften. Sobald es bessere Zinsen gibt geht aber der komplette Vorteil durch dann niedrigere Kaufpreise verloren. Ausserdem wird immer was von Wertsteigerung gefaselt, dabei ist eine Immobilie eine Sache die benutzt wird. Dass eine solche Sache nach 20 Jahren Benutzung weniger wert ist, als im Neuzustand erscheint mir da wesentlich wahrscheinlicher.
Genauso könnte ich jetzt einen sehr hohen Kaufpreis für meinen Betrieb erzielen, wenn ich aufhören würde.Mein potentieller Nachfolger könnte ja aus dem Gewinn einen lächerlichen Kaufpreis finanzieren. Von den Zinsen privatisieren könnte ich allerdings nicht, da ich gar keine kriege. Würde ich wesentlich weniger bekommen, gäbe es aber wahrscheinlich wieder deutliche + Zinsen.
Deswegen sind in einer Welt, in der sowieso schon konsumiert wird, was gerade noch irgendwie geht, Draghis Maßnahmen auch so erbärmlich unwirksam.