Beiträge von Felix Krull

    Wieso wird immer so ausschließlich entweder Börsen Indizes ODER EM gesehen ?


    Wenn eine Firma 50% des Gewinnes für Dividenden aufwendet, 4% Dividendenrendite bringt ist das doch ok bewertet ?


    Ich meine, irgendwo müssen die Vermögen ja hin ? Ich sehe keinen Grund warum Gold und Aktien nicht parallel seitwärts mit Tendenz nach oben laufen sollten, da es eigentlich nur noch Immobilien, Aktien und EM gibt, um Geld irgendwo unterzubringen. Ich glaube, dass die negative Korrelation von Börsen und Gold in der heutigen Zeit nicht mehr anwendbar ist (Börsen müssen abstürzen, damit EM haussiert). Das Spiel ist doch eher, Kaufkraft irgendwo noch halbwegs sinnvoll unterzubringen... (was es in der Geschichte so noch nie gegeben hat)


    Künstlich gedrückt oder gepusht muss da überhaupt nix werden, es bleibt schlicht nix übrig.

    Sehe eigentlich kein Grund gross was anderes als Krügerrand 1 Unze damit zu kaufen.
    Robust, Macken spielen keine Rolle, Betatschen unbegrenzt möglich und vernünftige Kaufkraft in einem Stück gebündelt.
    Zudem international bekannt und leicht verkaufbar.


    Lunar ist grad kein Tiger/Drachenjahr, aber wenn man später beim VK gern diskutieren will ob irgend nen Plastik vielleicht ne Macke hat, oder nicht, kann man noch paar Pandas (30g)beimischen.


    Also wäre mein Kauf 9 * volle 10er Tube Krügerrand 1 Unze, Rest Bargeld in 50€ Scheinen. Wenn die 100k alleinige Reserve sind vielleicht auch nur 8 Tubes und mehr Bargeld. (Wäre weder in GR noch in Zypern sehr falsch gewesen, ein wenig cash Reserve zu haben)

    Also meine Investments im Minensektor waren bisher begrenzt erfolgreich.
    Hab z.B Tell Gold und Silber Fonds damals bei Beginn der Finanzkrise gekauft (5000€) sowie einige grosse Minenaktien (Barrick, Kinross etc.). Die haben sich dann alle schön verdoppelt, der Fonds hat teilweise bei 15000€ notiert.


    Weil die Finanzkrise niemals gelöst wurde, sah ich im zeitlichen Verlauf nie einen fundamentalen Grund, irgendwas davon zu verkaufen. Der Fonds ist liquidiert (0€) und einige Minen notieren immer noch 70% unter Einstand.


    Ich hab das zum Glück niemals mit Summen betrieben, die mich irgendwie kratzen. Trotzdem würde ich das als Warnung sehen.
    Klar gibt es grosse Gewinnchancen im Minensektor, aber es ist vor allem ein Spiel...


    (meine Krügerrands sind alle noch da, und Dividende von Nestle gabs auch jedes Jahr.... daher würde ich den Minensektor nicht primär zum Vermögensaufbau sehen. Auch wenn aktuell dort "jahrhundertchancen" lauern. diese "jahrhundertchancen" gibts dort seit ich gold buchstabieren kann...)


    Das ist jetzt keine Anlageempfehlung, aber immerhin ein Teilen von Erfahrung :)

    Gibts ausser den 100€ noch andere Anlagen ?


    Wenn sonst nix da ist, würde ich mit dem Geld einen Dividenden - Aristokrat ETF besparen und eher die Finger von Minen lassen. (hohe win chance, kann aber auch schnell mal 50% weg sein).


    oder versuchen alle 3 Monate eine halbe Unze Gold physisch zu kaufen. (wird aber teurer)
    kleinere Stückelungen würde ich sein lassen, Aufgeld zu hoch.

    Hi Lucky,


    es stimmt schon was Du schreibst... Vor diesem Hintergrund verstehe ich auch die Flüchtlinge. Das sind einfach Millionen neue Konsumenten für bestimmte Konzerne. Im Prinzip nichts anderes als QE. (Irgendwas werden die schon kaufen...) Ob Geld wirklich vor dem Konsum "verdient" wird, oder einfach gedruckt, scheint heutzutage keine Rolle mehr zu spielen. Hauptsache der nächste Quartalsabschluss passt... Insofern könnte die oben beschriebene, kurzfristige Denkweise des Westens auch richtig sein.


    Ich habe gestern der Wirtschaftspresse entnommen, dass Trump alleine seinen Nachnahmen mit > 3 Milliarden US Dollar "bewertet" (er hat sich erregt, dass er im Forbes Ranking zu tief angesetzt wäre). Vor diesem Hintergrund würde so jemand dann natürlich keinerlei Gold brauchen :wall:

    Das Thema ist hoch interessant, wobei mir nicht ganz klar ist warum das alles so passiert. Alleine schon der kanadische Goldverkauf macht für mich absolut keinen Sinn, da der Erlös volkswirtschaftlich unbedeutend erscheint.


    Westliche "Golddrückungen", die von weitsichtigen Chinesen zukunftsträchtig ausgenutzt werden, würden nämlich implizieren, dass bei NSA, CIA und Konsorten im Prinzip Idioten sitzen (und das glaube ich ganz sicher nicht). Die wissen wahrscheinlich sehr viel besser als wir, wer genau auf der Welt was besitzt. Das Bild vom klugen Chinesen, der irgendwann dem mehr oder weniger verblödeten Hegemon die zuvor langjährig abgeluchsten Goldreserven um die Ohren haut ist mir zu simpel.


    Die haben über Jahrzehnte die Mittelschicht (hier wie drüben) komplett abgeschafft, die Leute in drei prekäre Jobs gleichzeitig getrieben und maximal von unten nach oben umverteilt. Oder wie sagte Warren Buffet so schön: "Es ist meine Klasse, die Klasse der Reichen die Krieg führt, und wir gewinnen." Dies geschieht planvoll und gezielt in vielen kleinen Schritten, und läuft nonstop immer weiter. Kette statt Einzelhandel, Zeitarbeit statt Fachverkäufer usw. Daran ist überhaupt nichts "hilflos" oder "schwach".


    Keine Ahnung, vielleicht ist es für ein irgendwann (zwangsläufig notwendiges) neues Währungssystem zwingend erforderlich, dass dort (Russland,China) ausreichend Goldreserven vorhanden sind.

    Mir ist bei diesen ganzen chinesischen und russischen "Zentralbank - Goldkäufen" eines immer nicht so ganz klar:


    - woher genau stammt das Gold ? Werden einfach die Produktionen eigener Minen der Zentralbank geliefert und verbucht, oder wird das wirklich auf dem Weltmarkt gegen Dollar eingekauft ?


    Theoretisch könnten doch sowohl Putin als auch die kommunistische Partei in China quasi gratis kontinuierlich ihre Bestände erhöhen, ohne dass das auch nur den geringsten Einfluss darauf hat, wann es wo welche Goldmenge zu welchem Preis auf dem Weltmarkt gibt ? Die Chinesen hätten wahrscheinlich sogar ausreichend Dollar dafür, Putin gerade aber wahrscheinlich nicht...


    Vielleicht handelt es sich bei all diesem Gold aus den Pressemeldungen a la "Russische Zentralbank erhöht Bestände um xy Tonnen" quasi um Gold aus einer Art markttechnischem "Parallel-Universum" welches mit dem Krügerrand den vielleicht jemand von uns unterm Kopfkissen hat in keiner Weise verknüpft ist ?
    Ähnlich der (hypothetischen) Aktie eines superprofitablen chinesischen Staatskonzerns, die jedoch nirgends gelistet ist, oder gekauft werden kann, und daher vollkommen irrelevant für uns als Anleger ist?


    Ein kleinerer Wirtschaftsaufschwung in China kann locker die Lieferzeit für einen neuen Ferrari um mehrere Monate nach hinten verschieben, aber wenn China und Indien quasi die "Weltgoldproduktion" alleine zusammenkaufen hat das keinen Einfluss auf Angebot oder Preis ?
    Erklärbar wäre das nur mit Verschwörungstheorien. Dem widerspricht aber, dass es in den letzten Jahren im Handel meist alles immer sofort zum mitnehmen gegeben hat....

    Das hat aber auch eine beruhigende Komponente.


    Vergangene Regierungen, die zB ein Goldverbot verhängt haben, hatten so etwas wie eine Weltanschauung und eine "Vision". (ich meine das wertneutral) Das jetzige Regime ist rein Großkapital - gesteuert und ansonsten weitgehend gleichgültig. Sollte Gold sich als Investment wirklich durchsetzen, sehe ich ziemlich schnell Kapitalertragssteuern auf den Verkauf und MwSt auf den Erwerb.


    Jemand wie Frau Merkel und die schwarze Null werden keinen "new deal" etc. ausdenken, um die Lebenssituation ihrer Bevölkerung zu verbessern, sie werden überlegen wie sie maximal abgreifen können, sobald irgendwo nennenswert Gewinne anfallen.


    Daher gilt, jeden Liquiditätsübeschuß dem System zu entziehen durch Kauf von Gold und Silber ohne Unterbrechung.[/url]


    Hier möchte ich widersprechen. Der Kauf von Gold unterscheidet sich nicht, vom Kauf anderer Güter, da das Bargeld ja der Händler bekommt, der wiederum damit alles bezahlt, von A wie Azubi bis Z wie Zewa Wisch und Weg ;)
    Ob jemand nun ne Unze Gold ausgegraben hat, oder in Korea 'nen Flachbildfernseher zusammengeklebt wird ist dafür egal, es tritt eine Wertschöpfungskette in Gang. Wollte man rein systemschädigend "investieren", müsste man einfach Bargeld horten. Das ist aber aus bekannten Gründen auch nur in begrenztem Maße sinnvoll.


    Zur Frage:
    Ich beschäftige mich nicht umfangreich mit Unternehmensbewertungen, daher bin ich in dieser Thematik sicher nicht "up to date"


    @ Lexus: diese Entwicklung sehe ich auch mit größter Sorge. Im Endeffekt sägt die Volkswirtschaft hier permanent ihren eigenen Ast ab, weil irgendwann schlicht niemand mehr da ist, der die neue E Klasse leasen kann (geschweige denn kaufen). Wenn das Monopoly Spiel weiter unbegrenzt fortschreitet, ist irgendwann Rolls Royce die letzte Autofirma auf dem Planeten, und beide übrig gebliebenen Oligarchen bestellen alle 4 Jahre einen Neuwagen. :thumbsup: (Nein ich bin alles, aber kein "Linker")

    Draghi hat heute wohl alles gegeben, um den Euro zu schwächen. Gebracht hat es überhaupt nix, Der Dax ist kurz hoch, und taucht grade ab.
    Dafür Euro und Goldpreis in Dollar steil nach oben ?


    Ist das der Anfang vom Endspiel ? Was passiert eigentlich, wenn niemand die Niedrigzinspapiere der Südländer mehr kauft ?


    Also ich hab ja zweimal in meinem Leben einen Kredit in Anspruch genommen. Einmal bei Übernahme meiner Firma, und einmal weil ich ein Eigenheim brauchte.


    Für beide Entscheidungen hat der jeweilige Zinssatz nur eine untergeordnete Rolle gespielt. Damals hypothetisch niedrigere Zinsen hätten halt den Kaufpreis des Unternehmens verteuert (Ertragswertverfahren), genauso wie den Kaufpreis der Immobilie.
    Ich verstehe nach wie vor die Logik: niedrigerer Zinssatz -> mehr Kreditnachfrage nicht im mindesten. Man braucht normalerweise einen Kredit, wenn man ihn halt braucht.... und sieht zu, dass er in absehbarer Zeit getilgt werden kann. Variabel ist dann eher der Kaufpreis des Gegenstandes.
    Was nutzen billige Kredite ohne Geschäftsidee ? Wieviel Wert hat ein Geschäftsmodell, das nicht z.B. 5% Zinsen nachhaltig tragen kann ?


    Ich verstehe weder den Aktionismus von Herrn Draghi, noch die Reaktion der "Märkte" darauf. Beides erscheint sinnlos.


    Mein "Sentiment" sagt mir aber, ich brauch mehr Gold :D

    Gilead hat aber mit Einführung von Truvada (2001) praktisch den Backbone von jeder modernen HIV Therapie im Markt platziert. Die allermeisten Patienten haben das als Bestandteil ihrer Therapie.
    Im Gegensatz zu Krebs Patienten sind das dauerhafte Umsätze, da in der westlichen Welt niemand mehr an HIV stirbt. (normale Lebenserwartung). Sovaldi (Hepatitis C Therapie) ist nur von Gilead aufgekauft worden, und heilt die Krankheit vollständig.
    (Umsätze bleiben nicht so)


    Unabhängig von Charttechnik halte ich die Umstände, die Gilead so profitabel gemacht haben, für unwahrscheinlich durch andere Unternehmen reproduzierbar.
    Einerseits hat hier ein lebensbedrohliches Virus die hohen Arzneimittelpreise gerechtfertigt, andererseits sind die Patienten(Kunden) eben nicht, wie bei anderen Krankheiten weggestorben, sondern blieben dauerhaft erhalten, da das Präparat auch nicht heilt.


    Sorry für off Topic, finde Gilead nur aufgrund der o.g. Umstände schlecht als Biotech Beispiel geeignet. Die Frage ist auch, inwieweit westliche Gesellschaften weiter in der Lage sein werden, solche Preise dauerhaft zu tragen. Ich halte Gilead (und in begrenztem Maße auch Alexion) für den Zenit im hochpreisigen Arzneimittel Business.

    Hm ich trau dem ganzen Spiel noch nicht so richtig....


    Hat eigentlich jemand ne Idee, warum die kanadische Zentralbank den kümmerlichen Rest ihres Goldes nun auch noch rausgehauen hat ? Diese Aktionen passen so überhaupt nicht zum "Traum - Fluchtziel" vieler Deutscher, wo alles soviel stabiler und zukunftsträchtiger erscheint wie in der Refugee Volksrepublik BRD. Es sei denn die wüssten mehr als wir.


    Jedenfalls halte ich die Anti Gold Liga (zentralbanken, politik, banken) noch keineswegs für "geschlagen".
    Bin derzeit unsicher, ob man aus Kostengründen mittelfristig höhere Goldlevels zulässt, oder ziemlich bald mal so richtig draufhaut... Auf der anderen Seite sind wir Goldbugs wahrscheinlich bei weitem nicht so wichtig, wie wir manchmal denken.
    Bei 1200 € für nen Krügerrand sind 95% der westlichen Bevölkerung überhaupt nicht in der Lage, nennenswert in Gold zu "flüchten".
    (dazu muss man nur die media markt werbung in der zeitung betrachten. offensichtlich werden sogar toaster mittlerweile über jahre "finanziert"). Insofern kann es auch sein, dass man den Goldpreis irgendwann ignoriert, da wir wohl kaum "systemrelevant" sind.


    Weiter zukaufen werde ich trotzdem, da ich auch derzeitige Preise immer noch für völlig irrelevant halte, wenn es mit den Währungen richtig ernst wird. Das dauert aber noch.

    Was würde denn im Verbotsfall dagegen sprechen, das Zeug in Halsketten umzuschmelzen, nach Asien zu fliegen und da zu verkaufen ?


    Bin zum Beispiel ziemlich sicher, dass die Goldhändler in Bangkok / Chinatown einen Maple Leaf genauso schmelzen würden, da dort mit dem Begriff "Unze" niemand Handel treibt... von daher dürfte denen Krügi oder Kette ziemlich egal sein...

    Hm die aktuellen Pandas kosten bei Westgold 14 € mehr als nen Krügi, die man teilweise sogar deutlich abgeranzt (bankenüblich) angedreht bekommt. Dann kommt irgendwer mit nem Uralt Panda um die Ecke....


    Ich finde einfach es sollte um die Münze gehen, nicht um das Plastik aussenrum. Sonst sind wir ganz nahe an dem "grading" Schwachfug der Amis... find das einfach kindisch.

    Sammler bei Bullion Massenware ? Leute, Leute... da ist ein wenig Plastik im Wert von 0,1 cent beschädigt. Es geht um die Münze, und die ist nix ausser dem enthaltenen Gold wert :)


    Finde es ja nett, dass erwerbbares EM in hübsche Form gebracht wird, aber zuviel Drama sollte man auch nicht drum machen.
    Schliesslich ist genau der Sinn von Gold, dass es nicht altert oder sich sonstwie ändert. Auch dann nicht wenn die Plaste aussenrum längst vergilbt oder undurchsichtig geworden ist ....

    Ich meinte mit Krieg einen solchen, der mich unmittelbar persönlich bedroht, und dazu führen würde, dass ich mit nem Gewehr durch den Wald rennen muss. Dazu sehe ich das Risiko gering.


    Vom Dritten Reich gab es massiv Schlüsseltechnologien zu erbeuten (Jet Flugzeuge, Raketentechnik, Geschütztechnologie usw.). Im Nahen Osten gibt es Rohstoffe etc. Europa wird im wesentlichen von Großkonzernen regiert, die von korrupten Finanzplätzen abhängen. Überhaupt kein Grund, das anzugreifen. (ausser vielleicht per Terrorismus).


    Es gibt hier schlicht nichts, was man für ein paar selbstgedruckte Dollars (oder Yuan oder ...) nicht sowieso nachgeschmissen bekommt. Daher TTIP statt Sherman...

    Diese ganzen "Walking Dead" Katastrophen Szenarien sind völliger Blödsinn.


    Ebenso ist ein längeres Dahinsiechen eines größeren Wirtschaftsraumes eher unwahrscheinlich. Straßen, Arbeitsplätze, Produktionsanlagen etc. bleiben ja stehen, und das Kriegsrisiko war wohl den ganzen Kalten Krieg hindurch höher als jetzt.
    Irgendwann wird's halt 'nen Währungsreset geben müssen. Guthaben und Staatsschulden werden irgendwie entwertet und es gibt halt neue bunte Zettelchen. Passieren dürfte sowas eher plötzlich und für viele auch unerwartet.
    Dann gibt's neue bunte Scheinchen und eine neue Runde Monopoly (nur dass wahrscheinlich wieder die gleichen Leute die Schloßallee mit 2 Hotels drauf haben wie jetzt auch.)


    Wenn man den EM Besitzern dann ihren Kram lässt, wäre die Wette aufgegangen, und wir hätten etwas hinübergerettet. Was das dann wert ist, ist unklar, aber es wird mehr als "nichts" sein.