Beiträge von Felix Krull

    Hm klingt für mich ähnlich realistisch wie "Weltraumtourismus" oder "Gold aus Meerwasser" oder "Bergbau im Weltraum".
    Hauptknackpunkt dürfte sein, dass die geförderten Rohstoffe nicht die Energiekosten decken können. Dementsprechend Nautilus Aktie immer näher in der Nähe von Null. Wahrscheinlich fehlt auch Innovationsdruck, erforderliche Technologien zu entwickeln, gibt ja alles noch oben.

    Hm Tesla ist neben Apple ein weiteres Beispiel für eine neue amerikanische Industrie, die hauptsächlich über Emotionalität funktioniert. Tesla hat ja alle Patente quasi verschenkt, weil es schlicht keine "Geheimnisse" oder technologischen Fortschritt in dem Produkt gibt. Musk hat das E Auto begehrenswert gemacht, das ist sein eigentlicher Verdienst. (im Vergleich zu den Pseudo - Feigenblatt EAuto Krücken der sonstigen Hersteller, die schon optisch "kauf mich bloss nicht" quasi herausbrüllen)


    Trotzdem kann so etwas grossen wirtschaftlichen Erfolg bringen. Es gab auch vor dem Iphone Taschencomputer in Form eines Handys, zB den Nokia Communicator. Nur wollte den halt ausser paar Hardcore Nerds niemand wirklich haben...


    Insofern werden die nächsten Jahre hier wirklich sehr spannend.

    Bist Du in Lithiumwerte eingestiegen, weil Du für Tesla (und Elektromobilität) generell eine glänzende Zukunft siehst, oder wolltest du konkret den aktuellen Hype ausnutzen ?


    Also buy and hold oder schnelle Gewinnmitnahme in absehbarer Zukunft ?


    Ich frag das rein interressehalber. Hab ne Steckdose in der Garage, könnte ein Model S leisten und es würde den Alltag wohl meistern... Allerdings alle die Fahrten, auf die ich mich wirklich freue, wohl eher weniger. Es sind wenige Fahrten um die es hier geht, aber essentielle... Wochenendtrips nach Paris, Urlaubsfahrten, Ausflüge... alles eher zäh. Es sei denn man ist BurgerKing Fan, und mag da immer ne Stunde rumsitzen bis es wieder weiter geht. Das IPhone hat zum Nokia Knochen eine Fülle von "Nutzen" hinzugefügt. Ohne Verzicht. So ein Model S gefällt mir. Aber es würde mir auch viel wegnehmen...


    Kommt ja immer das Leihwagen Argument dann. Aber wer kauft schon ein 100k € Gefährt um damit im November-Regen ins Büro zu kommen, aber auf ein Leihfahrzeug angewiesen zu sein, wenn es mit der Liebsten z.B. nach Florenz geht ?

    Ja das ist total Geschmacksache. War mal 2 Wochen auf den Malediven und hab nach 6 Tagen Koller gekriegt.


    Hab auch Auswanderungspläne, aber würde immer den Moloch wählen, damit ich Einkaufen, Kino, Essen gehen, Gesundheitsdienstleistungen usw hab. Strand eher übers WE. Phuket für immer könnte ich mir niemals vorstellen ;)

    "in 10 Jahren kann es zu spät sein" ist genau das Problem das ich sehe.
    Und wenn in 10 Jahren die Mallorca Blase geplatzt ist, und der Ferien Immo Markt mit Immos in entwickelten Gegenden geflutet ist, wer kauft dann noch etwas, wo die Gegend nicht entwickelt ist?


    Ein Alterssitz in Rio, Bangkok oder Chiang Mai wird einen Markt haben, da Grossteil der Nachfrage durch Einheimische, und nicht primär touristisch geprägt. Ich persönlich würde mir rein überhaupt nichts kaufen, wo mehrere Monate im Jahr die Bürgersteige hochgeklappt werden.


    Bedenke bitte auch, dass derzeit albanische Feriendomizile eventuell (ich bin überhaupt kein Experte) vielleicht nur DESHALB einen Markt finden, WEIL der Rest von Europa heilos überteuert ist. Das bedeutet nicht zwangsläufig, dass die Geschichte sich hier genauso wiederholt....


    Im Gegenteil hat die Eurokrise überhaupt noch nicht richtig angefangen, und vielerorts (Türkei, Spanien) stehen jetzt schon massiv Großprojekte im Feuer... Keine Übersättigung im touristischen Immo Markt in Sicht?

    Ich kann den Wunsch nach einer Ferienwohnung verstehen...


    Wenn Du sie unbedingt willst, verkauf Dein EM und machs halt. Es ist eben Konsum und nicht Investment...
    Klar kanns teurer werden muss es aber überhaupt nicht. Auf dem Foto passen noch 1000e solche Einheiten da hin....


    Wertsteigerung langfristig ?
    Mittelschicht in Europa (Zielgruppe für kleine Ferienwohnungen) wächst grade massiv ?


    Wie gesagt, ich finde es vollkommem legitim, mit seinem Geld sowas haben zu wollen. Wenn Wert bei rumkommt umso besser.
    Irgendwie damit rechnen oder planen würde ich nicht. Vielleicht wäre es sogar besser, die Kohle erst 100% anzusparen. Aber ist nur meine Meinung....


    Mein Vater hat mal in den 70ern einen Bootsliegeplatz an der Cote d'Azur für Mini Geld gekauft und massiv gewonnen als er 30 Jahre später wieder verkauft hat. war 20fach oder so. Sein Spezi hat mit nem Ferienhaus an der ital. Riviera ziemlich verloren weil das Ziel out wurde (Mallorca kam auf usw...) Urlaubsverhalten und Kaufkraft kann man unmöglich so weit voraus sagen. Bauwüsten an der Costa Brava sprechen Bände hierzu...

    Wo liegt denn die Immobilie?


    Kannst Du die Sprache? Wer kümmert sich um die Vermietung?
    (Hast Du Rücklagen wenn der falsche Urlauber Dir die Bude niederrockt?)


    Brauchst Du die Mieteinnahmen um Kredit zu bedienen ?


    (keiner garantiert irgendwie steigende Immobilien- Aktien- oder EM Preise. kann alles auch ganz anders laufen..... Schulden aufnehmen, weil einem sonst fiktive (!) Rendite durch die Lappen geht macht mir Sorgen)


    Da es Ausland Immo ist, bezweifle ich, dass Banken da begeistert reagieren.
    Selbst im optimalen Fall:


    - Du Kriegst nen Kredit mit 3 %
    - Das Ding ist wirklich in 10 Jahren 30% mehr wert


    kommt unterm Strich nix raus da du auch 30% mehr bezahlt hast über Zinsen. Zusätzlich Nebenkosten, zusätzlich Nerven ohne Ende.
    Da ist selbst 10 Jahre Festgeld besser.... In der Realität wird das Ding nach 10 Jahren so fertig sein, dass die gleiche Summe nötig ist, den Ursprungsszustand wiederherzustellen....


    Sorry, ich finde den Plan nicht gut.

    Die Wertsteigerung bei Immobilien hast Du, wenn Du jemanden findest, der sie Dir bezahlt. UU braucht so ein Verkauf auch Zeit.
    Sollte die Bank aber im ungünstigsten Fall zwangsversteigern, hast Du ganz sicher keine Wertsteigerung, sondern ziemlich sicher EM weg, Immo weg und Schulden übrig.


    Ohne sonstige Rahmendaten zu kennen halte ich eine monatliche Maximal-Belastbarkeit von 300€ für zu gering für Immobilienspekulation. Ein Mietnomade oder eine dumme Reparatur in dem Objekt, und der Plan zerbröselt....

    Man kann das Klingeln auch erzeugen, indem man je einen Krugerrand auf die Kuppe seiner Zeigefinger legt, und die Münzen dann sachte zusammenschlägt. Der Ton hält relativ lange und ist sehr charakteristisch.


    Wenn nun das Geräusch das richtige ist, die Abmessungen der Münze stimmen und das Gewicht passt, ist das schonmal dem ganzen Anti-Fälschungs-Firlefanz auf modernen Banknoten überlegen. :)

    Ein solches Deflationsszenario ist aufgrund der galaktischen Staats- und Konzernverschuldung rein mathematisch unmöglich. Sofortiger Zusammenbruch innerhalb weniger Tage.


    EU und USA sind wie zwei riesige Schuldenkraken die sich gegenseitig und alles andere in die Tiefe ziehen. Würde irgend ein Land ernsthaft die Aufwertung der eigenen Währung zulassen, wäre es wirtschaftlich erledigt, da es heutzutage fast alles überall gibt.
    1$ zu 2€ und DuPont ist erledigt, 1€ = 2$ und BASF hat fertig :D . Das kann man auch schön an der Schweiz beobachten...


    Ich halte bedingungsloses Grundeinkommen und Helikoptergeld für wesentlich wahrscheinlicher, als Deflation.

    Ich glaub nichtmal, dass wirklich Zentralbanken da aktiv manipulieren.
    In den letzten Jahren dürften eher Investmentbanken mit Leerverkäufen Geld verdient haben.


    Es gab nur ganz kurz mal eine Situation, wo die Krise so ausgesehen hat, als würde es wirklich ernst werden. Dann gabs auch ganz schnell keine Krügerrands mehr.... Seitdem köchelt das ganze Finanzsystem immer kurz vorm Siedepunkt vor sich hin. Deswegen glaub ich auch nicht, dass im Moment "zentralbanktiefe" Taschen notwendig sind, mit ein wenig Manipulation Kasse zu machen.


    Wenn man bedenkt, wieviel die Gebrüder Hunt am Silbermarkt als quasi Privatleute bewirken konnten, sollte J.P. Morgan & Co hier deutlich mehr Power haben, auch wenn diese in die andere Richtung benutzt wird.

    Denkst du, an den Rohstoff-future-märkten agieren Dummköpfe, die sich etwas vorgaukeln lassen?



    Ursprünglich sind ja Terminmärkte dazu da gewesen, der Realwirtschaft die Möglichkeit zu geben steigende oder fallende Preise abzusichern, um überhaupt kalkulieren zu können. Beispiel Airline/Kerosinpreis oder von mir aus der Juwelier der sich einen fixen Goldpreis "sichert" um Preise für seine Schmuck- Kollektion festlegen zu können. Ich bezweifle mittlerweile stark, dass diese Funktion überhaupt noch ansatzweise eine Rolle spielt. Es wäre in der Tat interessant, zu beobachten, was passieren würde, würden die Akteure tatsächlich physisches Gold für ihre Kontrakte verlangen, und nicht einfach nur eine Kontobuchung mit Dollars.


    Es schwirren für jede Währungseinheit, die in der Realwirtschaft bewegt wird, Vielfache davon im Finanzsystem herum, auf der Suche nach Rendite. Insofern ist hier Ursache und Wirkung quasi vertauscht. Nicht das Finanzsystem dient der Wirtschaft, sondern die Wirtschaft kann sehen, wie sie mit den so ermittelten Preisen zurecht kommt. Und das betrifft ganz sicher nicht nur Gold.


    Thema Knappheit:
    Tesla Aktien sind auch keineswegs "knapp" (höchstens der "Gewinn" von Tesla ist knapp bis nicht vorhanden :D ). Es geht nur darum welchen Gütern die Menschen "Wert" zumessen. Sollte das irgendwann "Sand am Meer" sein, dann ist "Sand am Meer" ganz schnell zu Ende....
    Bei Gold würde ein mikroskopischer Anteil der globalen Geldblase ausreichen, der versucht da hineinzufließen (physisch), um das "Angebot" vollkommen verschwinden zu lassen. Knapp ist ein sehr relativer und zeitlich eng begrenzter Begriff. Wenn irgendwann in einer fiktiven Zukunft niemand mehr eine Mona Lisa will, dann ist eine genau eine zu viel und das Bild um Überfluss vorhanden.

    Um "Knappheit" geht es bei der Investition in Gold und Silber überhaupt nicht.
    2010er Chateau Margaux ist vielleicht "knapp", trotzdem kriegt man jederzeit ne Flasche, wenn man denn bereit ist, den Preis zu zahlen. (ironischerweise sollte ne Unze Gold reichen...)


    Es geht um die Frage, was ist Geld, und vor allem was bleibt auch Geld.
    Wieviele Flaschen von etwas "knappem" kann ich kaufen, wenn das derzeitige Geld über die Wupper geht, und sehr viele Leute ganz andere Probleme als 2010er Chateau Margaux haben?


    Gold muss nicht knapp sein, sondern es müssen genug daran glauben.
    Da Menschen nunmal überhaupt gar nicht knapp sind, und die, die erwiesernermassen daran glauben sich am drastischen reproduzieren, bin ich zumindest für die mittlere Zukunft sehr entspannt, was die Kaufkraft von Gold angeht.


    Man sollte bei der ganzen Diskussion nicht außer Acht lassen, in welchem Alter sich die Protagonisten des westlichen Finanzsystems bereits befinden. Allen voran die kinderlose Greisin Merkel...