Beiträge von Felix Krull


    Ich bin zwar wahrscheinlich nicht "repräsentativ", aber meine Kundenkontakte heute spiegeln eine ähnliche Meinungsverteilung wie in GB wieder.


    Etwa die Hälfte wäre besorgt um die wirtschaftliche Zukunft (Export etc.) weil sie der Propaganda glaubt. Bezeichnend fand ich, dass ich überhaupt niemanden getroffen habe, der für die "europäische" Idee geglüht hat. Die hatten alle nur die nackte Angst, es noch schwerer zu haben, als ohnehin schon.


    Die andere Hälfte beneidet die Briten grade massiv, dass sie den Irrsinn EU bald hinter sich haben.


    Ich hab keine Ahnung, wo Herr Güllner wieder umhergefragt hat (ich vermute im Lehrerkollegium einer Inklusionsschule oder sonst irgendwo wo es eine Hochkonzentration an gutesten Menschen hat), aber man muss nur regelmäßig die Kommentare auf welt online oder sogar auf spon lesen (die Pseudonyme die pro EU schreiben kennt man nach einer Woche...), um zu erkennen dass ein Referendum hierzulande genauso oder noch eindeutiger ausgefallen wäre.


    Die Profis wissen das und kaufen was das Zeug hält. Zur Not kauft die FED direkt DOW Jones Futures mit elektronischen Dollar.
    Das ist alles nur reine Verarsche, was da abläuft. Alles wie im Kino.


    Ich war mir gestern zu 100% sicher, dass so ein Ergebnis wie heute beim Brexit Votum niemals zugelassen wird. Ich dachte zur Not wird so oft neu ausgezählt, bis das Ergebnis passt.


    Es ist klar, dass wir zur Zeit auf dem Weg zu einer Art "Blade Runner" Szenario sind, mit irgendwelchen elektronischen "credits" statt € und $. Offensichtlich wird der Gegenwind gegen so etwas aber immer stärker, und das empfinde ich eher als positiv. Mal sehen wie es weiter geht.

    Klar wird die Lage "wieder unter Kontrolle gebracht", oder wie immer man das nennen mag. :) Diesmal :)


    Aber der grundlegende Mechanismus, was passiert wenn es 'rummst, wurde glaube ich ziemlich deutlich. Heute hat halt sozusagen mal wer ein Feuerzeug unter den Sensor der Sprinkleranlage gehalten. Meanwhile wird in Südeuropa sicherlich Nichts besser und die "politischen Veränderungen" im sonstigen Europa werden weiter laufen.

    Das nutzlose barbarische Relikt mit ca. 100€ im Plus heute...


    und das nur weil die deindustrialisierten Inselbewohner, die den € nichtmal als Währung hatten eventuell (!) aus dem übergeordneten Club austreten.


    Das beweist eindeutig:


    - dass Gold exakt macht was es soll
    - dass man an die aktuellen +96,20 durchaus ein paar Nullen dranhängen kann wenn es in den USA oder der EU mal wirklich nennenswert bummst
    - dass wir Forumsmitglieder offensichtlich von Anfang an nicht ganz so doof gewesen sind, wie es die letzten Jahre manchmal ausgesehen hat.


    Für mich ist der "Brexit" letztlich nur ein erster Windhauch, vor dem richtigen, reinigenden Gewitter, was eigentlich schon lange fällig ist....

    Bin gespannt auf die neuen Gründe von Frau Yellen, die Zinsen nicht zu erhöhen, wenn morgen dann der Brexit nicht gekommen ist :P


    Ansonsten hat GB etwa die Staatsverschuldung von Frankreich, sowie ein vergleichbares Pro Kopf BIP. Vollkommen gleichgültig, ob die drinbleiben oder nicht. Sind zwar nicht so marode wie die Südländer, aber auch nicht gerade in Hort der Stabilität.

    Und wem soll das interessieren ob es vorhanden ist oder nicht? Wer will eine genaue Kontrolle durchsetzen und das System, wovon sehr viele sehr gut leben, zum Einsturz bringen? Auch die 65.000 USD /Unze sind totaler Quatsch. So wird seit Jahren getrötet und nichts passiert.... Was hatten wir die letzte Zeit nicht alles für Krisen, aber der Goldpreis wird immer wieder gedeckelt. Egal was kommt, wer will das ändern? Und selbst wenn eines Tages solche Schwätzer einmal recht bekommen sollen dann wird auch ein Anzug 65.000 USD kosten :D :D :D :D


    Wenn man 'nen alten Double Eagle nimmt steht da 20 Dollar drauf. Für 20 Dollar konnte man damit auch was kaufen. Heutiger Unzenpreis : 1267,60 USD. Alle anderen Währungen aus dieser Zeit gibt es bereits nicht mehr.


    Alles was die "Schwätzer" also machen, ist, die Geldentwertung abzubilden. Heutiger Unzenpreis wieder mit 63 multipliziert gibt halt knapp 80000 USD. Das bedeutet natürlich nicht, dass Du für 3 Unzen bald 'nen Ferrari kaufen gehen kannst [smilie_happy]


    Es ist nur das, was schlicht schon immer mit Papiergeld passiert ist. Da wir derzeit das zweifelhafte Vergnügen erleben, einem noch nie dagewesenen Verschuldungsexperiment beizuwohnen, ist die Möglichkeit, dass diese Entwertung von Papiergeld in Zukunft rascher abläuft, als in der Vergangenheit, zumindest nicht vollkommen abwegig. Könnte ja diesmal schneller gehen mit der Geldzerstörung als nochmal 80 Jahre. Wieso sind also Leute, die so etwas diskutieren, "Schwätzer" ?


    Wenn jemand 1930 einem Neugeborenen zur Taufe den oben zitierten double eagle geschenkt hätte, mit den Worten: "das Ding kostet mal 800 Dollar bevor das Kind tot ist", hätten den wahrscheinlich alle damals Anwesenden für vollkommen bekloppt erklärt. Es war aber schon in den 80ern so weit...


    Und wenn es Puderzucker schneit kann man Pfannkuchen/Krapfen zum Fenster raushalten.


    So gerne ich wieder mit Goldmuenzen bezahlen wuerde, ein Goldstandard wird in einer Gesellschaft wie unserer nicht funktionieren und kann nur Augenwischerei sein weil das Bargeld durch das Bankensystem vervielfacht wird. Das war schon in der Kaiserzeit so. Ich frage mich, warum Leute sowas schreiben. Was haben die fuer einen Vorteil davon?


    Cepasaccus


    Geldmengenausweitung gab es unter dem Goldstandard natürlich auch. Allerdings nicht in der Hand der Politiker und Banken, sondern abhängig von der Leistungsbilanz (erfolgreicher Export -> Zufluß von Gold, Außenhandelsdefizit -> Abfluß von Gold), sowie der Minenproduktion. Bitcoins sind im Prinzip nichts anderes als ein virtueller Goldstandard, deswegen nennt man die Gewinnung von dem Zeug auch "mining".


    Der Goldstandard ist auch sicher nicht wegen dem "normalen" Wirtschaftskreislauf gescheitert (gab es damals nicht höhere Zinsen als heute? ), sondern letztlich weil Staaten Kriege führen, und das Geld dazu drucken wollten, ohne es jemals wirklich eingenommen zu haben. Hier unterscheidet sich das römische Imperium mit fortwährenden Münzverschlechterungen kaum von den USA unter Nixon. "Moderner" ist da überhaupt nichts geworden, es ist derselbe Betrug.


    Die Frage ist auch, ob der fortwährende Export gegen Target Salden und US Staatsverschuldung als Wirtschaftsmodell wirklich tragfähiger und zukunftsfähiger ist, als irgendwann wieder irgend eine Form von echter Bezahlung zu installieren.

    Durch die wieder her gestellte Spiegelkraft kommen diese Kratzer in Natura allerdings mehr zur Geltung, konnte es auf den Bildern nur sehr schwer einfangen...wer auch immer die Münze so schöner machen wollte...es war kontraproduktiv.



    Die aktuelle "Patina" - Versessenheit ist ein relativ junges Phänomen. Was ich gelesen habe, war es noch vor einigen Jahrzehnten auch unter Numismatikern relativ üblich, die Münzen vor Messen etc. zu reinigen (natürlich nicht "abzuschmirgeln"). Auch um den Zustand besser bewerten zu können. Letztlich ist immer dann, wenn es um einen "Sammleraufschlag" geht, sehr viel der aktuellen Strömung unterworfen, die sich auch immer wieder ändern kann. So ist so manche einst "wertvolle" Briefmarkensammlung inzwischen nahe am Altpapier, weil schlicht zu wenig Käufer noch leben.


    Da Gold eigentlich überhaupt nicht wirklich "patinieren" sollte (höchstens die sonstigen Metalle in der Münze), würde es mich persönlich überhaupt nicht stören, einen weniger "verdreckten" Eagle zu besitzen. Finde die Münze zu dem Preis einen schönen Kauf. Nur weil bestimmte US Grading Agenturen aktuell so eine Münze mit dem Vermerk "cleaned" zurück schicken würden, würd ich persönlich mir da überhaupt keinen Kopf drum machen. Kein Mensch weiß, ob es diese Agenturen in 10 Jahren überhaupt noch gibt. Aber ich weiß, dass der Eagle dann immer noch aus Gold ist :)

    Hm ist ja auch nicht wirklich teurer als ein Krügerrand. Weiß nicht, ob es mir den Stress wert wäre, da hin und herzuschicken. Hab mir allerdings nur eine goldene Unze hingelegt, welche ich bei Degussa gekauft hab. Die hat keine Kratzer.
    Begeisterung über das Stück ist bei mir wieder ziemlich abgeflaut (gibt viel, viel schönere Münzen), und ich werde davon nix weiter kaufen als eine im Jahr. Mach die Serie halt voll, mal sehen. Große Sammlerzukunft sehe ich jedoch nicht., ich denk mal es wird beim Wert von 31,1g AU bleiben.

    http://m.spiegel.de/wirtschaft/soziales/a-1097860.html


    Nichtmal ein viertel prozentchen ist drin :)


    Ich glaub ich könnte den Job von der Tante auch machen. Ich mach einfach nix, sag aber immer, dass ich dann nächstes Mal was mache. In der Zwischenzeit guck ich mir alles ganz genau an. Aber so richtig streng.


    Angeblich wegen den pösen Briten, und weil die Chinesen soviele Schulden haben....


    Wenn ich da Chef wäre hätte ich bessere Argumente. Zum Beispiel gibt keine Zinserhöhung, weil ich grad Migräne hab. Tabletten sind aber schon runtergeschluckt. Oder geht jetzt ned, weil grad Fußball. Is aber bald vorbei.

    Schön angedacht, Lucky.
    Aber diese Multimilliardäre unter einen Hut zu bringen ist wohl unmöglich. Bereits vor Jahren hatte Sinclair ähnliches versucht, um die Comex in Probleme zu versetzen und schaffte nicht einmal, 2 Milliarden $ oder so zusammen zu bringen.


    Naja, ich denke mal es ist alles letztlich Psychologie. Sollte irgend ein großer Player anfangen credit default swaps gegen die Comex zu positionieren, und würde gleichzeitig lautstark darüber kommunizieren, kann sowas auch in wenigen Monaten einstürzen. Den US - Häusermarkt haben auch praktisch alle für quasi unkaputtbar gehalten.


    Gelogen, manipuliert und dreifach in Derivate verpackt, und hinterher mehrfach beliehen ist wahrscheinlich jeder Markt, den es auf dem Planeten gibt.

    Das ist nicht der Gegenwert, für hunderte Jahre Bankschliessfach und Versicherung, sondern der Grund das nichtmehr zu brauchen.
    Sogar ohne jedesmal jemanden um Erlaubnis zu bitten, an Dein Eigentum zu gelangen, oder zu viele Mitwisser zu haben ;)


    Dein Post ist ungefähr das gleiche wie: "vom Kaufpreis eines Autos könnte ich ja hunderte Jahre einen Esel durchfüttern"

    Schließe mich da Lucky vollumfänglich an. In der Zeitung steht zwar öfter was von Einbrüchen und Tresoraufbrüchen, aber nie, welches Modell denn da aufgebrochen wurde. Meistens sind es irgendwelche Baumarktteile beim Frisör um die Ecke oder irgend 'nem Autohaus.


    immer wieder gerne in dem Zusammenhang zitiert:


    https://www.youtube.com/watch?v=PVhYhLQ4Y64


    Ein richtiger Tresor wiegt ne Tonne oder mehr, und ist auch für einen Spezialisten ein längerer Job. Osteuropäische Einbrecherbanden (Profis) wollen schnell wieder auf die Autobahn, und auch 99,999 % der übrigen Einbrecher haben meist keine Lichtlanze dabei, und wenn sie sie hätten, ist es fraglich ob sie sie unterwegs benutzen würden :D


    Ich glaube, Schließfachraube bei Banken sind statistisch häufiger, als in Wohngebieten herumliegende, aufgebrochene VdS IV und V Tresore mit Kernbohrschutz :)
    (Hab jedenfalls auf dem Weg zur Arbeit noch keinen im Rasen liegen sehen)

    Man könnte noch anfügen, dass allerdings wohl niemand versucht hat, in Gold zu flüchten. Rubel hatten alle ausreichend auf dem Bankkonto, und die Summe hat nicht großartig interessiert. Der Lebensstandard hat sich über die Position im Beruf und den Familienstand definiert.


    Wohnung, Auto oder wo man Urlaub machen konnte bekam man ja quasi zugeteilt. Das heißt man hätte mit Krugerrands ungefähr soviel kaufen können, wie mit Rubeln die man ohnehin ausreichend hatte. Gold war wohl wirklich Schmuck für Frauen, sonst nichts. Den schwarzen Wolga und die "Luxuswohnung" in Moskau konnte man nicht "kaufen". Das bekam man, oder halt nicht. Retrospektiv hätten die Leute wohl einen Teil ihrer Ersparnisse halten können, hätten sie die kommunistisch erworbenen Rubel in Schmuck getauscht. Das scheint aber keiner auch nur auf dem Radar gehabt zu haben.


    In der mir bekannten Familie ist ein Mitglied zur See gefahren, und hat Dinge wie Adidas Turnschuhe und ein Sony Kassettengerät von den Reisen mitgebracht. Das waren viel größere Statussymbole, als eine goldene Halskette.

    So, hab jetzt jemand gefragt der in der Sowjet Union geboren wurde. Als der Kommunismus noch "funktionierte", konnte man soviel davon kaufen (Schmuck) wie man sich leisten konnte, und es Auswahl gab. Allerdings in relativ geringwertigen Legierungen (333er und 585er) mit viel Kupfer drin.
    Aber alle Frauen hatten definitiv Goldschmuck. Nach dem Zusammenbruch des Systems gab es ein Coupon System, und man durfte nur noch einmal im Jahr eine limitierte Menge Schmuck kaufen (so etwa in den 90ern). Das betrifft aber bereits die Ukraine als eigenständiges Land. Keine Ahnung wie es in Russland gewesen ist.


    Ich denke so krass mussten Stalin und Lenin da gar nicht enteignen da es ja nur eine kleine Aristokratie war und fast keine Bourgeoisie. Die wenigen Reichen, die nicht abhauen konnten, haben die Oktober-Revolution wahrscheinlich nicht überlebt... 99% hatte schon vorher kein Gold, und dann in Sowjet Zeiten wahrscheinlich sogar mehr als vorher. Kann man wahrscheinlich mit der Situation in den USA in den 30ern (oder uns heute) kaum vergleichen.


    Verboten war es also als Metall nie (genau wie in der DDR, wo es nur so gut wie nie welches zu kaufen gab). Ging beim Verbot ausschließlich um Devisen und Zar Symbolik.

    Also ich fliege mindestens 3 mal im Jahr in Urlaub, und da ist noch nie irgendwas gewogen worden.
    Hat sich noch nie wer für Schmuck interessiert. Man kanns auch über dramatisieren. Zur Not färbste die Kette schwarz ein dass es wie Modeschmuck aussieht und trägst abgerissene Kleidung.


    Das war auch lediglich ein Beispiel, warum ich nicht glaube, dass Goldverbote superviel bringen. Gibt unbegrenzte Alternativmöglichkeiten ... zumindest solange die Gesellschaft rudimentär frei bleibt.


    Wir diskutiren ja nur hypothetisch.... :)

    Ich denke diese Frage hängt ganz massiv davon ab, wie die Entschädigung aussieht, und welches Geldsystem danach entsteht.


    Es wäre zB ziemlich einfach, seine Unzen beim Goldschmied seines Vertrauens in dicke Goldkettchen umbauen zu lassen und dann mal nach Asien oder so in Urlaub zu fliegen (kaufen eh nach Gramm bzw Spotpreis an..), wenn die Entschädigung drastisch vom tatsächlichen Wert abweicht.


    Also vermute ich, die Bereitschaft zum "Ungehorsam" steigt mit dem Grad des Beschisses. Bzw muss der Deal gut sein, damit der Staat überhaupt von einem Verbot profitieren würde (mehr Reserven zur künftigen Deckung). Bei der derzeitigen Polit Landschaft halte ich jedoch ein ganzes Arsenal an Steuern für wahrscheinlicher, als ein Verbot (Vermögenssteuer, MwSt., Ertragssteuer bei VK usw.).

    Du hast immerhin verstanden, dass Gold NACH den Lebenswünschen kommt, und gar nicht verhindern soll, dass man sich diese erfüllt ;)


    Auf die Strassenzüge pro Unze zu warten ist auch zu unbefriedigend, und wenn es die wirklich irgendwann dafür gibt, will man sie wahrscheinlich gar nicht mehr haben...