Woernies Grabbelkiste.

  • Wie zielführend ist eine solche Betrachtung denn wirklich?

    Mitnichten soll dies eine Kritik sein, im Gegenteil, denn ich finde die charttechnische Darstellung der jeweiligen Entwicklungen äußerst interessant, von daher ein dickes Dankeschön!


    Heißt im Umkehrschluss aber auch, in 11-3=8 Fällen lief es wohl konträr, ergo in einer relativen Mehrzahl aller Fälle.

    Welchen Schluss soll ich a) demnach daraus ziehen und b) welche Faktoren gilt es jeweils noch zu betrachten um die höchstmögliche Wahrscheinlichkeit des weiteren Verlaufs abschätzen zu können?


    Ich bin entweder zu blöd (mea culpa!) um die Erklärung zu sehen, oder sie fehlt (in Teilen oder respektive ganz).

  • Heiner, ich bin großer Fan was die Betrachtung historischer Verläufe aus technischer Sicht anbelangt. Insofern ein dickes Dankeschön an Dich. [smilie_blume]


    Aktuell bin ich , besonders was die Metalle anbelangt, tendenziell fundamental ’geprimed‘ . Warsh hat das ’Inflation-fighter‘ Narrativ versucht wieder salonfähig zu machen und Zinserhöhungsfantasien geschürt. Ich persönlich würde ( beinahe ) jede Wette halten , dass wir keine oder nur eine symbolische/halbherzige Erhöhung sehen werden. Die FED hat die Inflationsbekämpfung m. E. aufgeben müssen (Pest/Cholera-Syndrom) zu Gunsten eines , ich würde es ’Debt-management‘ nennen. Die Aktionen des Finanzministeriums verströmen Panik. Die FED wird sich, über verbales ’Unabhängigkeits-Geplänkel‘ hinaus, nicht gegen 'das System‘ stellen können.

    Mit ihrer Weigerung, die Zentralbankzinsen auf das Niveau des Kapitalmarktzinses zu heben, stellt sie sich aber gegen das System.


    Mir sind zwar die Auswirkungen solchen Tuns ,von der Mechanik der Geldströme her gesehen, nicht vollständig klar. Aber es wird seinen Grund haben, warum es bislang tunlichst vermieden wurde, dass am Markt quasi ein Zweiklassenzinsregime Einzug hält. Ein imaginärer Zins, der nur wenigen zugedacht wird. Und ein realer Zins, mit dem alle anderen leben müssen.


    Ich sage, sie kommen in Teufels Küche, wenn sie diese Schere weiter aufrecht erhalten oder tendenziell sogar weiter aufgehen lassen.


    Wie und warum genau kann ich nicht rational fassen, weil mir der Einblick in diese obere Ebene des Finanzmarkt nicht vollständig gestattet wird.


    In diesem Sinne gehe in der Tat davon aus, dass sich die Fed nicht lange gegen das System stellen kann und früher oder später dem Markt folgen muss. Oder aber erneut selbst Anleihen aufkauft.


    Nichtstun wird sie jedoch nicht lange durchhalten, denke ich.

  • In diesem Sinne gehe in der Tat davon aus, dass sich die Fed nicht lange gegen das System stellen kann und früher oder später dem Markt folgen muss.

    Warum?

    Es gibt Zeiten (Jahrzehnte!) der fortgeführten Insolvenzverschleppung ...


    ...und es gibt Zeiten (wenige Jahre) in denen sich Staaten - auch irgendwann der großartigste Größtschuldner aller Zeiten - ihrer Schulden entledigen!
    (und der genannte hat gerade einen Serial Bankrotteur als POTUS!)

    Ironie, Sarkasmus und Zynismus werden nicht extra gekennzeichnet und sind selbst zu erkennen

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