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16.04.2004 18:17
Wachstumspause in Österreich
Erste Bank
Den großen Wirtschaftsräumen USA und Asien inklusive Japan winken aktuell kräftige Wachstumsraten, so die Analysten der Erste Bank.
In Europa dürfte das laufende Jahr hingegen nur eine sehr moderate Erholung bringen, da die Wachstumsbremsen noch nicht ganz gelöst sein dürften. Österreich könne sich den internationalen Tendenzen zwar nicht entziehen, dürfte aber stärker als der EU-Durchschnitt vom Zuwachs der Beitrittsländer profitieren.
Das WIFO erwarte eine stockende Konjunkturerholung und revidiert seine Prognose von zuletzt 1,7% auf 1,5% herunter. Das optimistische IHS gehe weiter davon aus, dass die 2,1% aktuell erreicht werden könnten, allerdings bei höherem Abwärtsrisiko. Der Hauptgrund für die deutliche Wachstumslücke sei die unterschiedliche Einschätzung der deutschen Konjunktur, die für das österreichische Wachstum stets große Bedeutung habe. Während das IHS Europas größter Volkswirtschaft ein Wirtschaftswachstum in der Höhe von 1,5% zutraue, rechne das WIFO bestenfalls mit 1%. Indes werde die Jobkrise in Österreich prolongiert. Den aktuell 16.000 neu entstehenden Jobs stünden 25.000 neue Arbeitsuchende gegenüber. Um weitere Jobs zu schaffen, müsste das Wirtschaftswachstum bei ca. 2,5% liegen.
Bei den Vorhersagen für 2005 werde angenommen, dass sich der kräftige Anstieg der Rohstoffpreise nicht mehr fortsetze, die expansive Geldpolitik im Wesentlichen beibehalten werde und die weltweiten Ungleichgewichte wie Defizite in den öffentlichen Haushalten sowie der amerikanischen Zahlungsbilanz nicht weiter ausufern würden. Der wichtigste Rohstoffindex CRB habe den höchsten Stand seit 1981 erreicht. Seit Oktober 2001 seien die Preise für Rohstoffe wie Rohöl, Kohle und Naturgase, Industriemetalle wie Kupfer, Nickel, Blei und Edelmetalle wie Platin, Gold und Silber um durchschnittlich 55% angestiegen. Ein Fragezeichen stehe hinter dem Konsumentenvertrauen, das unter der Hartnäckigkeit des Abschwunges, der Einkommensunsicherheit und zuletzt den Anschlägen von Madrid gelitten habe
Quelle: http://www.aktiencheck.de