Thai Guru's Gold und Silber ... (Informationen und Vermutungen)

  • @edelman

    Zitat

    schuldenblase


    Och, muß man das wissen? Ich weiß es so nicht.


    schuldenblase schuldenblase


    Dann beantworte ich meine Frage selbst:


    Als "silver-thursday" ging der 27. März 1980 in die Geschichtsbücher ein.
    Er brachte das Finanzsystem an den Rand eines Fiaskos.


    Für gut 2 Monate nach dem Hoch bei über 50 S %Unze war der Silberpreis bereits stark gefallen und die Hauptspekulanten, die alle long waren, die Gebrüder Hunt (und andere, meist aus Saudi-Arabien) hatten kräftige Verluste erliiten. Viele 100 Mio Dollar waren bei margin calls fällig geworden und konnten nur mühsam zusammengekratzt werden.
    Eines.der größten brokerhäuser damals, die Firma Bache, hatten den Hunts bereits 233 Mio $ Kredit gegeben und zitterte um die Rückzahlung.


    Ein Tag vorher war Nelson Bunker Hunt von einer Arabien- und Europareise zurückgekehrt, bei der er erfolglos versucht hat, seine Mitstreiter in dem Spekulationsspiel zu neuen Geldzuflüssen zu bewegen.


    In einem Telefonat teilte er der CFTC und Bache mit, daß keine künftigen Verluste und Zahlungsverpflichtungen mehr bezahlen könne.
    Die Pleite von Bache stand im Raum, und möglicherweise noch anderen Brokerhäusern. Das hätte eine Kettenreaktion im System ausgelöst. In der Zeit zuvor hatte es bereits spektakuläre Bankenzusammenbrüche gegeben (hat nicht mit dem Silber zu tun). Wietere Pleiten hätten das ganze System destabilisiert.


    Die Gerüchte darum waren zum Handelsbeginn durchgesickert - der Silberkurs stürzt ab: an diesem Tag von 15,80 auf 10,40 Dollar (35%).


    Das Fiasko drohte und bei der CFTC und FED jagte eine Krisensitzung die nächste....


    Daß es dann doch nicht eintrat, lag daran, daß in den Folgetagen der Silberkurs stieg und Bache die Hunt'schen Kontrakte sowie die auch als Sicherheit hinterlegten Aktienpakete noch so gut verkaufen konnte, daß die Hunt'schen Schulden damit einigermaßen ausgeglichen wurden.

  • Hallo, Edel-Man,


    ich greife den Vorschlag mal auf.


    - es kommen die einezelnen Perioden als Charts ...
    - dann der Gesamtbereich Januar 1984-gestern ...
    ...danach ein paar bemerkungen zu den Veränderungen im Verhalten.


    Germoney


    Hier 1987:

    Bilder

    As a general rule, it is foolish to do just what other people are doing,
    because there are almost sure to be too many people doing the same thing.
    William Stanley Jevons (1835-1882)

    Einmal editiert, zuletzt von germoney ()

    • Offizieller Beitrag

    Danke schuldenblase.


    Hatte mich nicht getraut,zaghaft "Hunt" zu fragen. :)
    Die ganze Huntgeschichte ist ein ganzes trauriges Kapitel an sich.
    Aber das hatten wir schon vor vielen Monaten.........


    Moin und Gutenacht

  • Das bestätigt meine Vermutungen:


  • 1987:
    zuerst stetig steigend, dann zunehmend steigend, schliesslich auf hohem Niveau verhungernd.


    1993:
    Aufschwung in Wellen.


    1997/1998:
    Aufschwung in Wellen, flacher und stetiger als in '87, zum Schluss
    geradezu senkrecht.


    2003/2004:
    der Aufschwung wird einer Tangens-Funktion ähnlicher


    2005/2006:
    die Tangens-Funktion wird klarer, eindeutiger.


    Gesamtbild 1984-2006:
    (mal aus der Sicht der Regelungstechnik)


    1987: war eine reine Störgrösse, grundlegend änderte sich nichts.
    1993: war eine minimale Änderung der Stellgrösse,
    Veränderung des Stellwertes von abnemend auf unveränderlich.
    1997/1998: eine erneute Störgrösse (Buffet-Spike).
    2003/2004: grundlegende Stellwertänderung. Verhalten der
    Regelung: typisch (siehe Grafik unten)
    2005/2006: erneut grundlegende Stellwertänderung, Reaktion der Regelung (bzw. des Marktes ist erst am Anfang)


    Eine Regelung hat ein typisches Verhalten auf Änderungen des Stellwertes: sie läuft nach, sie übertreibt, sie korrigiert die Übertreibung
    durch Untertreibung ... usw ... usw... mit abnehmender Amplitude,
    bis sie sich auf einen neuen Regelwert eingestellt hat.


    Das war auch das Verhalten vom Silber von 2003-2005, bzw. bis in 2005
    ein erneutes Verändern der Stellgrösse erfolgte.


    Es folgt das typische Einschwingverhalten: (freihandgezittert, habe gerade keine Grafik einer gedämpften Schwingung gefunden)

    Bilder

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    3 Mal editiert, zuletzt von germoney ()

    • Offizieller Beitrag

    Nochmals vielen Dank für diese Arbeit,germoney.


    Da sich eben Muster irgendwie wiederholen,kann man vielleicht den einen oder anderen Schluß daraus ziehen.
    Auch mal Fibonacci hinzuziehen; gucke das mal in Ruhe durch.


    Wobei das heutige Umfeld wiederum ein anderes ist als vorhergehende.


    Grüsse

  • Was du da malst, ist ein typisches "Dreieck" (hier ein Wimpel), an dessen Ende eine neue "Stellwertänderung" erfolgt, auch in der Charttechnik!
    Also käme danach eine neue Max-Amplitude oder der sogenannte Schub.... (in die eine oder andere Richtung, denke bei Silber mal nach oben!)


    Geht dein Mittelwert dabei schräg nach unten, haben wir einen Bullenkeil, weil meistens der Kurs wieder zur Anfangshöhe zurückkehrt. Schräg nach oben =Bärenkeil, Ziel untere Anfangshöhe.

    Gold wirft auch nach[s]18[/s] 26 Jahren noch immer keine Strafzinsen ab! :thumbsup:
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  • Falls jemand eine Quelle für die Tageskurse
    beim London Silver Fixing vor 1984 nennen kann,
    entsprechend London Gold Fixing vor 1976
    wäre ich für die Informationen ausserordentlich
    dankbar.


    Gruss


    Germoney

    As a general rule, it is foolish to do just what other people are doing,
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    William Stanley Jevons (1835-1882)


  • silber 1984


    Bei YEARLY SILVER CHARTS 1984 Häckchen setzen und view data =)


    Gruß Darkangel

    Wer verzichtet und nachgibt, der ist immer beliebt bei denjenigen, die davon profitieren!
    W.S. Churchill

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