ZIJIN Mining Group / HK:2899, ZIJMF (HKG, OTC)

  • 2026-02-25 Kupfermarktbilanz: Ein Blick auf die Defizitprognosen für 2026


    Copper Market Balance: A Look at 2026 Deficit Forecasts
    For years, analysts modeling the global copper market were comforted by a reliable buffer of surplus supply. But as our latest data visualization reveals, that…
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    Die ICSG ändert ihre Meinung: Die International Copper Study Group hat ihre bisherigen Überschussprognosen aufgegeben und prognostiziert nun offiziell ein Kupferdefizit von 150.000 Tonnen für das Jahr 2026.


    Die Nachfrage nach KI verschärft das Defizit: JP Morgan prognostiziert einen noch deutlicheren Fehlbetrag von 330.000 Tonnen, der vor allem durch den enormen Materialbedarf neuer Hyperscale-Rechenzentren bedingt ist.


    Das Angebot schwächelt weiter: Die weltweite Produktion kann kaum mithalten, belastet durch anhaltende Minenschließungen und nach unten korrigierte Produktionsprognosen von großen Betrieben in Chile.

    Jahrelang beruhigte die Erwartung eines zuverlässigen Angebotsüberschusses die Analysten des globalen Kupfermarktes. Doch wie unsere neueste Datenvisualisierung zeigt, deuten die Marktprognosen auf einen drastischen Umschwung von einem erwarteten Überschuss zu einem Defizit im Jahr 2026 hin. Die International Copper Study Group (ICSG) hat ihre Überschussprognose für 2025 offiziell aufgegeben und rechnet nun mit einem Defizit von 150.000 Tonnen für 2026 – ein Hinweis auf den ersten strukturellen Mangel seit 2009. Die Wall Street bereitet sich auf eine noch düsterere Realität vor. Die Modelle von JP Morgan gehen von einem Defizit von sage und schreibe 330.000 Tonnen aus. Angetrieben durch einen beispiellosen Boom im Bereich hyperskalierbarer KI-Infrastruktur und die kaskadierende Schließung von Minen, hat dieser massive Umschwung der Prognose von positiv zu negativ die Preise bereits auf historische Höchststände getrieben und signalisiert, dass die Ära des Kupferüberschusses endgültig vorbei sein könnte.


    JP Morgans tiefes Defizit

    Der tiefste Balken im Diagramm, das Defizit von 330.000 MT, stammt aus den Forward-Modellen von JP Morgan. Dieser steile Rückgang ist größtenteils auf eine plötzliche Veränderung der globalen Recheninfrastruktur zurückzuführen.


    JP Morgan schätzt, dass Rechenzentren im Jahr 2026 rund 475.000 Tonnen Kupfer verbrauchen werden. Die Copper Development Association merkt an, dass neue Hyperscale-KI-Einrichtungen – die hochentwickelte, energieintensive Systeme wie Nvidias HGX beherbergen – jeweils bis zu 50.000 Tonnen Kupfer benötigen . Diese hochkonzentrierte, neuartige Nachfragequelle zieht die globale Bilanz tief ins Minus.


    Der Zusammenbruch der Angebotsseite

    Ein strukturelles Defizit erfordert sowohl steigende Nachfrage als auch ein unzureichendes Angebot. Die roten und orangen Balken in unserem Diagramm sind im Wesentlichen durch anhaltende betriebliche Ausfälle im globalen Bergbausektor bedingt.


    Zu diesem prognostizierten Defizit kommt hinzu, dass die Grasberg-Block-Höhle aufgrund höherer Gewalt bis zum zweiten Quartal 2026 stillgelegt bleibt , wodurch dem Markt wichtige Mengen entzogen werden. Darüber hinaus verdeutlicht die kürzliche Herabstufung der Produktionsprognose von Anglo American für das vierte Quartal 2025 (Senkung auf 390.000–420.000 Tonnen), wie problematisch der Ersatz der Produktionsausfälle geworden ist. Diese operative Realität besteht fort, obwohl Cochilco für 2024–2025 eine scheinbar stabile Gesamtproduktion von rund 5,5 Millionen Tonnen aus Chile meldet . Dies beweist, dass die Stabilität des Umsatzes die zugrundeliegende Angebotsschwäche verschleiern kann.


    Abschließende Synthese

    Ein Defizit von 150.000 bis 330.000 Tonnen entspricht zwar nur etwa 0,5 % bis 1,1 % des globalen Marktvolumens von 28,7 Millionen Tonnen, doch die Rohstoffpreise werden gnadenlos von den Angebotsgrenzen bestimmt . Auf physischen Märkten mit unelastischer Nachfrage bestimmt die „marginale Tonne“ des Angebots den Preis für den gesamten Markt; daher führt selbst ein geringfügiges strukturelles Defizit typischerweise zu einem überproportionalen Anstieg der Spotpreise, um das Defizit auszugleichen.


    Weiterhin gutes Gelingen, Gruss RS


  • Goldaktien 2026: Newmont, Barrick & Agnico Eagle verlieren Dynamik – AngloGold Ashanti und Zijin Mining holen auf


    Goldaktien 2026: Newmont, Barrick & Agnico Eagle verlieren Dynamik – AngloGold Ashanti und Zijin Mining holen auf
    Goldaktien 2026 im Vergleich: Newmont, Barrick und Agnico stagnieren AngloGold und Zijin holen auf. Die Goldproduzenten im Überblick.
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    Der Goldpreis notiert weiterhin in der Nähe historischer Höchststände. Doch während viele Anleger vor allem auf den Goldpreis blicken, verändert sich im Hintergrund eine entscheidende Entwicklung: Die Kräfteverhältnisse unter den größten Goldaktien verschieben sich in 2026.

    Die traditionellen Branchenführer Newmont, Barrick Mining und Agnico Eagle verlieren an Produktionsdynamik. Gleichzeitig gewinnen internationale Goldproduzenten wie AngloGold Ashanti und Zijin Mining an Bedeutung, vor allem durch aggressive Expansion, neue Projekte und strategische Übernahmen.

    Für Anleger könnte diese Entwicklung entscheidend sein. Denn oft sind es genau solche Verschiebungen im Goldsektor, die die nächsten Outperformer unter den Goldaktien hervorbringen.


    Ein Blick auf die aktuellen Produktionszahlen macht die Entwicklung deutlich:

    Newmont: Starke Ergebnisse – aber Produktion bleibt strukturell unter Druck

    Newmont bleibt zwar der weltweit größte Goldproduzent, doch die operative Entwicklung zeigt ein zunehmend klares Bild: Die Produktion sinkt, während Cashflow und Kapitaldisziplin steigen. Im vierten Quartal 2025 übertraf das Unternehmen die Erwartungen deutlich und erzielte einen bereinigten Gewinn von 2,52 USD je Aktie. Dies war deutlich über dem Konsens. Treiber waren vor allem hohe realisierte Goldpreise von über 4.200 USD je Unze sowie eine starke Kostenkontrolle.


    Gleichzeitig bleibt die Produktionsseite unter Druck: Für 2026 stellt Newmont nur noch rund 5,3 Millionen Unzen Gold in Aussicht und das nach knapp 5,9 Millionen Unzen im Vorjahr. Dieser Rückgang ist jedoch weniger Ausdruck operativer Schwäche, sondern Teil einer klaren Strategie: Nach der milliardenschweren Übernahme von Newcrest konzentriert sich Newmont auf die Integration hochwertiger Assets und die Optimierung des Portfolios.


    Allein für die Weiterentwicklung der übernommenen Projekte (u. a. Cadia, Tanami und Red Chris) plant das Unternehmen 1,4 Milliarden USD an Investitionen. Zusätzlich fließen knapp 2 Milliarden USD in Sustaining Capital, unter anderem zur Lebensverlängerung zentraler Minen.

    Damit wird deutlich: Newmont ist aktuell weniger ein Wachstumswert in der Produktion, sondern vielmehr ein Cashflow-getriebener Konsolidierer im Goldsektor.

    Newmont überzeugt mit starkem Quartal – Ergebnis 2025 – Milliardeninvestitionen trotz sinkender Produktion

    Barrick Mining: Produktion unter Druck – während Kapital an Aktionäre zurückfließt

    Auch Barrick Mining steht im Zentrum der aktuellen Verschiebungen im Goldsektor, allerdings mit einer deutlich anderen Dynamik als Newmont. Die Goldproduktion des Unternehmens ist zuletzt spürbar zurückgegangen und lag 2025 bei rund 3,26 Millionen Unzen. Für 2026 zeichnet sich erneut eine eher stagnierende bis leicht rückläufige Entwicklung ab. Hintergrund sind operative Herausforderungen in mehreren Kernregionen sowie eine zunehmende strategische Neuausrichtung.


    Ein zentraler Belastungsfaktor bleibt das milliardenschwere Reko-Diq-Projekt in Pakistan, das ursprünglich als eines der wichtigsten Wachstumsprojekte im Gold- und Kupfersegment galt. Doch steigende Kosten, Sicherheitsrisiken und eine insgesamt komplexere Umsetzung führen dazu, dass Barrick die Entwicklung inzwischen spürbar verlangsamt und den Zeitplan neu bewertet. Das Projekt gilt zwar weiterhin als strategischer Eckpfeiler, wird aber zunehmend zu einem Langfristvorhaben mit erhöhtem Risiko.

    Barrick tritt auf die Bremse: Milliardenprojekt Reko Diq wackelt – Kosten könnten explodieren

    Parallel dazu bleibt auch die Situation in Teilen Afrikas angespannt, insbesondere in Mali, wo es in den vergangenen Jahren wiederholt zu regulatorischen Eingriffen und operativen Unterbrechungen kam. Diese Faktoren wirken sich direkt auf die Produktionsstabilität des Konzerns aus.

    Gleichzeitig vollzieht Barrick einen klar erkennbaren Strategiewechsel. Der Konzern positioniert sich zunehmend als Gold- und Kupferproduzent, wobei Kupferprojekte wie Reko Diq trotz der Herausforderungen langfristig stärker in den Fokus rücken. Dieser Umbau erklärt auch, warum die kurzfristige Goldproduktion unter Druck steht, während Kapital verstärkt in Entwicklungs- und Transformationsprojekte fließt.

    Trotz schwächerer Produktion: Barrick bleibt Cashflow-Maschine der Goldaktien in 2026


    Bemerkenswert ist jedoch die finanzielle Seite. Trotz rückläufiger Produktion profitiert Barrick massiv vom hohen Goldpreisumfeld. Der Konzern generiert weiterhin starke freie Cashflows und nutzt diese konsequent für Aktionärsrenditen statt für aggressives Produktionswachstum. Allein im Jahr 2025 flossen rund 1,5 Milliarden US-Dollar in Aktienrückkäufe, begleitet von steigenden Dividenden und erweiterten Rückkaufprogrammen.


    Damit setzt Barrick ein deutlich anderes Signal als viele Wettbewerber. Nicht Wachstum um jeden Preis, sondern Kapitaldisziplin und direkte Rückführung an die Aktionäre stehen im Vordergrund.



    Einordnung im Gesamtbild

    Damit positioniert sich Barrick aktuell zwischen zwei Welten:

    operativ unter Druck durch Projektverzögerungen und geopolitische Risiken

    finanziell stark durch hohe Goldpreise und Cashflow-Generierung

    strategisch im Umbau hin zu einem stärker kupfergewichteten Rohstoffkonzern

    Im Vergleich zu Newmont wirkt Barrick damit weniger wie ein klassischer Wachstumsführer, sondern vielmehr wie ein transformierender Value-Player im Goldsektor.

    Immer ein Blick wert, unser Wochenrückblick: KW 14 2026 Gold stark, Silber stark, Markt nervös und dazu ein Blick auf Goldaktien Barrick, Newmont, Northern Star, Gold Fields, Agnico Eagle Mines

    Agnico Eagle: Stabilität trifft auf selektive Expansion und Deal-Strategie

    Im Gegensatz zu Barrick und Newmont zeigt sich Agnico Eagle weiterhin mit einer Produktion von rund 3,4 Millionen Unzen im Jahr 2025 als einer der stabilsten Produzenten im Goldsektor. Dies wird gepaart mit einer insgesamt weitgehend stabilen Prognose für die kommenden Jahre.

    Doch auch hinter dieser Stabilität verbirgt sich eine zunehmend klare Strategie. Denn Agnico entwickelt sich vom reinen Goldproduzenten zu einem selektiven Wachstums- und Deal-Player mit Fokus auf hochwertige


    Erweiterungsoptionen.

    Ein wichtiger Baustein dieser Strategie ist die zunehmende Ausrichtung auf Kupfer-Gold-Projekte, die langfristig zusätzliche Wachstumsoptionen eröffnen. Im Yukon etwa treibt Agnico Eagle die Entwicklung neuer Projekte voran, die perspektivisch als eigenständige Minen entwickelt werden könnten. Besonders interessant ist dabei das Upper-Beaver-Projekt, das neben Gold auch signifikante Kupferanteile enthält und damit in das neue strategische Raster des Unternehmens passt.


    Diese Projekte zeigen klar: Agnico sucht nicht nach kurzfristigem Produktionswachstum, sondern nach langfristig skalierbaren, hochwertigen Ressourcenbasen.

    Kapitalfreisetzung statt Kapitalbindung: Der Barsele-Deal

    Parallel dazu setzt Agnico konsequent auf Portfoliooptimierung. Ein Beispiel ist der Verkauf des Barsele-Projekts in Schweden, mit dem das Unternehmen seine Beteiligung reduziert und Kapital sowie zukünftige Royalty-Strukturen freisetzt.

    Der Schritt ist typisch für die aktuelle Strategie, in der nicht jede Mine gehalten wird. Sondern man unterscheidet gezielt zwischen Kernassets und Non-Core-Projekten. Damit stärkt Agnico seine Bilanz weiter und schafft gleichzeitig Spielraum für neue Investments in höherwertige Projekte.


    Damit positioniert sich Agnico Eagle klar zwischen den beiden Polen im Goldsektor:

    Newmont: Integration & Cashflow-Fokus

    Barrick: Transformation Richtung Kupfer + Kapitalrückflüsse

    Agnico Eagle: stabile Produktion + selektive Expansion + Exploration

    Das Unternehmen bleibt damit der „ruhige Anker“ unter den Majors – jedoch mit zunehmenden Optionswerten durch


    Kupfer, Exploration und selektive Deals.

    AngloGold Ashanti: Rekordzahlen, steigende Dividende und neues Tier-1-Potenzial

    Während viele nordamerikanische Goldproduzenten stagnieren, zeigt AngloGold Ashanti eine klare Wachstumsdynamik. Der Konzern konnte zuletzt nicht nur seine Produktion steigern, sondern auch neue finanzielle Bestmarken setzen.


    2023: rund 2,6 Mio. Unzen

    2024: rund 2,9–3,0 Mio. Unzen

    2025/2026: weiteres Wachstum erwartet


    Besonders bemerkenswert: AngloGold Ashanti konnte zuletzt Rekordzahlen bei Cashflow und Gewinn erzielen. Der starke Goldpreis kombiniert mit operativen Verbesserungen führte zu einer deutlich steigenden Profitabilität und einer Rekorddividende.


    Treiber dieser Entwicklung sind mehrere strategisch wichtige Projekte:

    Sukari-Mine in Ägypten mit steigender Produktion

    Expansion bestehender Minen in Afrika

    Neue Entwicklungsprojekte in Südamerika


    Besonders interessant für Investoren ist zudem ein mögliches neues Tier-1-Projekt, das langfristig eine zusätzliche Wachstumsbasis schaffen könnte. Tier-1-Assets gelten im Goldsektor als besonders wertvoll, da sie große Ressourcen, lange Minenlaufzeiten und niedrige Produktionskosten kombinieren.

    Damit entwickelt sich AngloGold Ashanti zunehmend wieder zu einem globalen Wachstumsplayer unter den großen Goldaktien — und rückt gleichzeitig näher an die Branchenspitze heran.

    AngloGold Ashanti setzt neue Maßstäbe – Rekordzahlen, Rekorddividende und mögliches Tier-1-Projekt



    Leider Überlänge, bitte Teil II beachten, Danke.


    Gruss RS

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