Gold und Silber... Informationen und Vermutungen I

  • an mir verdient cmc im prinzip fast gar nix. ich halte meine paar investments seit einem halben jahr. deswegen kann ich auch nicht viel zu pro und contra sagen: bisher habe ich gerade mal eine handvoll orders aufgegeben. keine ahnung, ob die plattform ansonsten gut läuft. info-veranstaltungen haben mich nie interessiert.


    und was heißt schon "werbung"? wo man viel gewinnen kann ist der ebenso große verlust natürlich auch möglich, liegt doch in der natur der sache.


  • Ich muss mich dem leider auch 1:1 anschliessen.


    Und, gut, GB, dass Du auf die verschiedenen hier angesprochenen und angeblich so vergleichbaren Arten von "Zufallsgeschehen" hinweist.
    Denn: Das derezitige Geschehen an den Märkten ist eine Kombination aus systematischen Fehlern - und Zufall.
    Das Thema Zufall ist dabei eher banal und bringt kaum das Blut in Wallung.
    Die systematischen Fehler aber - schon.
    Sie haben mit Zufall nicht das geringste zu tun. ...


    (Genau wie die Frage, ob ich möglicherweise vom Blitz getroffen werde, nicht an jedem Ort der Welt und zu jeder Zeit gleich auf sinnvolle Weise beantwortet werden kann. Wann und wie es genau geschehen könnte, ist aber dann wieder vom Zufall abhängig.)


    Mir scheint hier - unabhängig davon- auch eher mit etwas notdürftig geschickten Formulierungen an die Gier appelliert zu werden und Schleichwerbung gemacht zu werden, für eine in meinen Augen nicht ganz saubere Abzocke.


    Da lob ich mir einen weiteren 5 Kilo Silberbarren ... gleich schon strahlt er noch etwas heller im Abendlicht! :D :D :D


    Gruß!
    gutso

  • Zitat

    Original von gutso


    Mir scheint hier - unabhängig davon- auch eher mit etwas notdürftig geschickten Formulierungen an die Gier appelliert zu werden und Schleichwerbung gemacht zu werden, für eine in meinen Augen nicht ganz saubere Abzocke.


    jetzt ein für allemal: mit cmc habe ich nix am hut. ich hatte es lediglich erwähnt, weil wir auf die art und weise des investments zu sprechen kamen: nun, das ist eben meine art, am boom der edelmetalle zu partizipieren. das war alles.


    allein schon an den "notdürftig geschickten formulierungen" solltest du doch erkennen, dass ich keineswegs profi bin und das ganze lediglich als interssierter laie verfolge. ;) gebe ja zu, dass die zufallsbeispiele im nachhinein natürlich ein wenig dämlich klingen, da hat goldbaron ja völlig recht.


    insgesamt wollte ich in dieser diskussion ja eigentlich nur anmerken, dass mir der fetisch des "physischen besitzes" ein wenig suspekt, da übertrieben ist. das ist etwas für leute, die sich auch vor y2k gefürchtet haben oder 2012 vor dem maya-untergang nahrung bunkern, grob karikiert (auch wenn die zeichen für eure fixe idee natürlich unübersehbar sind, schon klar, goldbaron). es führt auf dauer nur zu paranoia, so logisch und durchdacht es sich auch anhören mag.

  • Zitat

    Original von Schablonski
    deine Überlegungen finde ich immer interesannt, eigenentwickelt und realitätsnah. Damit begeisterst du, wie autarcio, Eldo, Pauli um nur einige zu nennen.


    Danke Dir, schablonski, das ist ja sehr nett. ;)



    Zitat


    Ich bemühe mich immer an der "Gegenseite" zu orientieren.
    Welche Möglichkeiten haben EZB und Fed,.. mit welchen Maßnahmen erreichen sie welche Wirkung... welche Möglichkeiten benutzen die Medien und welche Vorhersagen treffen ein.


    Ich glaube, dass die Medien gezwungenermassen langsam etwas unabhängiger berichten, weil die Ereignisse mittlerweilen doch zu haarsträubend erscheinen, als dass man die hazardeurischen Wirtschaftslenker noch irgendwie als zu verteidigenden Mainstream bezeichnen könnte. ...


    Die Möglichkeiten der EZB und der FED - ich denke da gibts eine ganz schön breite Palette, und bei weitem nicht alles muss auch sofort wirkungsmässig in eine Inflationierung eingehen.
    Wobei die aber sicher auch genutzt werden wird, parallel (= Zinssenkungen der Hauptzinssätze).


    Zur Palette der aktuell genutzten Möglichkeiten hatte ich gerade erst vorhin was gutes gelesen, ich suche mal, ob ichs nochmal finde.


    Jep. Da isses:


    http://www.handelsblatt.com/Ne…spx/noch-jemand-ohne.html


    Zitat

    HANDELSBLATT, Sonntag, 16. März 2008, 11:59 Uhr
    Die Fed in der Finanzkrise

    Noch jemand ohne?
    Von Richard Beales, breakingviews.com


    Darin werden verschiedene Werkzeuge, die zur verfügung stehen, endlich etwas ausführlicher genannt. ...
    Allerdings denke ich, ist da sogar einiges im Fluss.
    Denn, ich denke sie werden da sogar kreativ sein müssen und über Kooperationen neue Wege gehen (wie bei der seltsamen Zusammenarbeit der Fed mit JPM vorgestern ... .)



    Zitat


    Verfolgt man den Werdegang die letzen Jahre, dann empfindet man die laufenden Ereignisse nicht als sonderbar oder gar als Neuigkeit, zurückblickend wundere ich mich nur über den Weitblick mancher Analysten oder Beobachter ( wie eben die Forumsteilnehmer)


    Ja, aber es ist nie eine besondere Ausbildung, sondern am Ende immer nur der gesunde Menschenverstand ("was geht und was nicht geht"), der das Steuerrad fest hielt, und die Lebensweise auf Kurs, ich denke das ist bei den meisten die Du ansprichst, so ähnlich.
    Ich weiss von Leuten, die über die Immoblase in den USA schon 2003 und 2004 geschrieben haben.
    Das hat damals nur kaum jemanden interessiert.


    Zitat


    Was die Immo – Situation anbelangt, so rate ich dringend- sich unabhängig von einer Krisensituation- sich mit dem Mietrecht und mit Maklermodellen auseinanderzusetzen.


    Das stimmt, man weiss nie wann mans möglicherweise braucht & ein Überblick schadet ohnehin nicht.
    Kann manche böse Überraschung ersparen.



    Grüsse!
    gutso


  • Also, von mir ist das die letzte Antwort auf Deine Postings, egal was Du noch schreibst.


    Würde mal sagen: petersen's Mondfahrt, - und tschüüss. :D


    gutso.

  • ich verstehe nicht ganz, wieso jede meinung, die vom forumsmainstream abweicht sofort als lächerlich und abwegig gebrandmarkt werden muss. habe ich beim registrieren einen passus überlesen, der den physischen besitz, den vorgeschriebenen grundtenor und das anpassen an das gesamtgefüge der forumsmitglieder vorschreibt?


    naja, sei's und schade drum. bis bald.

  • gutso,
    eigentlich wollte ich den Entwurf zu diesem Post hier schon löschen. Aber jetzt passt er gut.




    Hallo gutso,


    danke für die Anregungen. Das Inflations-Deflationsthema ist bei mir noch nicht ganz rund. Ich halte es aber für wichtig, um sich nicht in der Inflations-Deflationsdebatte zu verirren.


    Ich stelle mal meine Thesen zur Diskussion.


    - Definition Inflation/Deflation: Ausdehnung bzw. Schrumpfung der Geldmenge (im ungedeckten Schuldgeld auch: Kreditmenge)


    - Wirtschaftsleistung = Geldmenge x Umlaufgeschwindigkeit


    - Notkredite an Banken, die unter Wertverdunstung ihrer Papiere leiden, erhöhen die Geldmenge kurzfristig (vorher: die Bank hat „Wert-„ Papiere; nachher: Die Zentralbank hat die Papiere und die Bank Geld auf dem Konto – jedenfalls solange wie der Kredit läuft.)


    - dies wirkt nicht inflationär auf allgemeine Preise, da die Bank ja nicht mit dem Geld shoppen geht. Sie füllt nur ein Loch damit auf, um nicht illiquide zu sein.
    Das kommt quasi nicht „in Umlauf“. Eine andere Art von „Schwamm-Effekt“.


    - selbst der direkte Kauf von wertlosen Papieren zum vollen Nennwert durch eine Zentralbank dürfte lediglich eine Deflation der Geldmenge verhindern, aber keine zusätzliche inflationäre Geldmengenausweitung bedeuten.


    - echt inflationär dürften lediglich Zinssenkungen oder direkte Monetisierung liquider Papiere wirken, bei der die Zentralbank z.B. Staatsanleihen direkt aufkauft. Außerdem noch der Abwurf von Geld aus Hubschraubern / Schecks vom Staat an Privthaushalte.


    - Preise / Nachfrage können entweder bei Geldmengenausweitung oder bei Erhöhung der Umlaufgeschwindigkeit des Geldes steigen. Müssen sie aber nicht. Beide Faktoren können in eine Richtung oder gegeneinander wirken, sowie lokal auf bestimmte Märkte beschränkt sein.


    - Wenn Geld gehortet wird (Umlaufgeschwindigkeit sagen wir mal nahe Null) steigt die Nachfrage nach Gütern sowie die Preise und auch die Wirtschaftstätigkeit nicht – eher fallen die Preise, selbst bei steigender Geldmenge.
    In Japan war das auch bei genügend Liquidität und Nullzinsen der Fall. Geld im Sparstrumpf ist am Markt „nicht da“.


    - Wenn die Umlaufgeschwindigkeit steigt, also Geld schneller ausgegeben wird, erhöht sich die Nachfrage und die Wirtschaftstätigkeit. Bei steigenden Preisen ist es auch rational, sich schnell Sachgüter für sein Geld zu kaufen – in einem Monat ist es teurer. Möglicherweise noch angeheizt durch steigende Geldmengen, kommt erst mal ein inflationärer Boom...


    Ich komme also zu dem Schluß, dass ausser den Zinssenkungen (zur Deflationsbekämpfung) noch gar keine besonders inflationären Maßnahmen auf Geldmengenebene stattgefunden haben. Vorerst bleibt es bei den weltweit ca. 10-15% Geldmengenausweitung, wie in den letzten Jahren, oder sie werden durch Wertverfall an anderer Stelle kompensiert.


    Schecks an die US-Haushalte sind das Nächste.


    Gruß GL

    Das Publikum... wendet sich von dem Gebrauche des durch die Umlaufmittelvermehrung kompromittierten Geldes ab, flüchtet zum ... Barrenmetall, zu den Sachwerten, zum Tauschhandel, kurz, die Währung bricht zusammen. (Ludwig von Mises)

  • Jeder weis, was ein Tsunami ist.


    Bevor die große Welle kommt, weicht das Meer zurück.


    Da sind wir momentan.


    Und der Katastrophenschutz (Zentralbanken), was macht er?


    Er ersetzt das zurücklaufende Wasser durch neues Wasser, damit die am Strand badenden Menschen nichts vom Tsunami merken sollen.....


    Und jetzt kommt die Preisfrage:


    Was machen sie wohl, wenn die große Welle kommt?


    Das ganze, ankommende Wasser, das sie selbst ins Meer gekippt haben zuzüglich des Wassers, was ohnehin gekommen wäre wieder abpumpen?


    Und wohin damit?


    Ich sage euch, was sie machen:


    Sie machen sich selbst aus dem Staub und sorgen dafür, daß es zu keinen Verekehrsbehinderungen kommt.


    Und die Masse: die lassen sie absaufen.


    Für die allermeisten von denen hätte es eh keine Rettung gegeben.....


    Und: Tote stellen keine dummen Fragen mehr.


    So genau schauts aus.

    Was ist an dem Begriff "Bankrott" denn nur so schwer zu verstehen?.

    Einmal editiert, zuletzt von mesodor39 ()

  • Zitat

    Original von mesodor39


    Und wohin damit?
    Ich sage euch, was sie machen:
    Sie machen sich selbst aus dem Staub und sorgen dafür, daß es zu keinen Verekehrsbehinderungen kommt.
    Und die Masse: die lassen sie absaufen.
    Für die allermeisten von denen hätte es eh keine Rettung gegeben......


    deshalb braucht man die von Hr. Eichelburg favorisierten "Rettungsbote" :D

    ärgern, verhandeln, handtuchwerfen, zustimmen
    Goldkartell, "Drückung", etc. ist doch alles Augenwischerei von den "Gurus", die von nichts ne Ahnung haben oder wieso konnte Gold seit Dez 2001 von 255 USD auf über1900 Dollar steigen? Eine "Drückung" sieht anders aus,denn dann hätte es von 255 USD auf 25 USD gehen müssen.

  • Also ich habe keine Angst vorm y2k gehabt und einen fehlerfreien PC Test gemacht.
    Nach 2k lief dann mein Firmenrechner als Einzigster den ich kenne pünktlich nicht mehr. Das Booten und mit dem Datum 1970 ging das gar nicht mehr. :P


    Unerwartet aber nicht unmöglich.
    So ist das auch mit dem FED System.


    Die Verschuldung ist zu hoch. Die Zinslast kann nicht mehr gestemmt werden.
    Das ist kein Zufallsprinzip sondern systembedingt und die FOLGEN absehbar.


    Nein, eine Deflation darf es um keinen Preis geben, wie "witzig".



    Gegen PHYSISCH wird abgewertet, weil es "keiner braucht", wie cool. 8)

    Ende gut alles gut.



  • Sehr gutes Bild.


    Sie versuchen noch was anderes. Wenn es Ihnen gelingt das Wasser hoch genug zu fluten gibt es an der eigentlich vorgesehen Stelle keinen Tsunami. Der wirkt sich dann weiter 'landeinwärts' aus, nämlich dort wo sich die Wellen brechen. Die Grossbanken und Banker dümpeln dann wie die Korken nur ein wenig auf und ab.

    Delphin
    --------------------------------------------------------------------------------------------------------------
    "Whee! This investing stuff is easy!"
    (Mogambo Guru)


  • Hallo GL,


    danke für die ausführliche Antwort auf meinen (zugegebenermassen etwas verworrenen) Versuch, das aktuelle Geschehen besser zu verstehen.

    Zitat


    (...)
    - echt inflationär dürften lediglich Zinssenkungen oder direkte Monetisierung liquider Papiere wirken, bei der die Zentralbank z.B. Staatsanleihen direkt aufkauft. Außerdem noch der Abwurf von Geld aus Hubschraubern / Schecks vom Staat an Privthaushalte.


    - Preise / Nachfrage können entweder bei Geldmengenausweitung oder bei Erhöhung der Umlaufgeschwindigkeit des Geldes steigen. Müssen sie aber nicht. Beide Faktoren können in eine Richtung oder gegeneinander wirken, sowie lokal auf bestimmte Märkte beschränkt sein.


    Ich stimme, soweit ichs nachvollziehen konnte, allen Deinen Gedanken zu, aber eine Sache, nämlich die, um die es mir dabei im Kern ging, war nicht dabei, nämlich folgende Überlegung, ich versuche das nochmal so zu formulieren, dass es rüberkommt (bin leider kein Wirtschaftler, insofern formuliert es sich da manchmal schwer):


    Wenn M3 und das eigentlich in Umlauf befindliche Geldvolumen voneinander zu unterscheidende Pools darstellen, hat eine Erhöhung der M3 meines Verständnisses nach keine oder kaum Auswirkungen auf die umlaufende Geldmenge - und damit auf die Umlaufgeschwindigkeit - bzw. die Inflation nach gängiger Definition.


    Wenn aber relativ abrupt aus dem M3 Pool Gelder in Umlauf gebracht werden sollen, - meinetwegen aufgrund einer allgemeinen Marktunruhe oder sogar Marktpanik - muss es dann nicht so sein, dass diese Assets einen schlagartigen Effekt der Erhöhung der Inflation bedeuten?
    Weil viel zu viel da ist, von dem, was keiner will ... .


    Oder sogar eine gegenläufige Deflationserscheinung wäre hier im Anschluss an eine solche Überflutung aus M3 herüber denkbar.
    Wenn, ähnlich wie bei manchen Papieren derzeit - keine Kurse mehr gestellt werden, und damit ein grosser Teil der ursprünglich "estimierten" M3 plötzlich fraglich wird und als potentielle Luftnummer schief im Raum hängt - von der niemand mehr weiss, was davon überhaupt noch mit halbwegs realen Hinterlegungen versehen ist.
    Und für die dann auch keine guten Marktpreise zu erwarten wären, in absehbarer Zeit ... .


    Zitat


    - Wenn Geld gehortet wird (Umlaufgeschwindigkeit sagen wir mal nahe Null) steigt die Nachfrage nach Gütern sowie die Preise und auch die Wirtschaftstätigkeit nicht – eher fallen die Preise, selbst bei steigender Geldmenge.
    In Japan war das auch bei genügend Liquidität und Nullzinsen der Fall. Geld im Sparstrumpf ist am Markt „nicht da“.


    Genau, aber um dies nochmal mit den Gedanken eben zu verknüpfen: was, wenn viele Marktteilnehmer gleichzeitig durch die Tür wollen, und an gewichtige Teile ihres gehorteten Geldes real ran wollen?
    Einerseits ist dies doch auch ein Geldmengenschock für die in Umlauf befindliche Geldmenge, - da doch zumindest Anfangs noch ein Teil der Assets zu halbwegs realen Preisen umgesetzt werden kann ... .
    Andererseits dürften die Preise dann zügig fallen, oder der Markt praktisch komplett ausfallen - wenn das Angebot zu gross wird und vorübergehend kein beteiligter Spieler mehr Vertrauens ins System hat, und sich zurückzieht. ...



    Zitat


    (...)
    Ich komme also zu dem Schluß, dass ausser den Zinssenkungen (zur Deflationsbekämpfung) noch gar keine besonders inflationären Maßnahmen auf Geldmengenebene stattgefunden haben. Vorerst bleibt es bei den weltweit ca. 10-15% Geldmengenausweitung, wie in den letzten Jahren, oder sie werden durch Wertverfall an anderer Stelle kompensiert.


    Schecks an die US-Haushalte sind das Nächste.


    Gruß GL


    Ja, das sehe ich auch so ... mir gings - einen Schritt weiter - um die Frage, was passiert eigentlich, wenn "der Funke aus der M3 Welt in die Welt des umlaufenden Geldes überspringt" ... .


    Grüsse,
    gutso


    PPS: Ich habe vor diesen Inflations oder Deflationsdiskussionen nicht so grosse Sorge - man sollte nur vorsichtig ran gehen, ich glaube langsam, dass nie eins alleine auftritt, sondern immer irgendwie eine Kombination in der Realität vorkommt.
    Vor allem: es hängt alles daran, was letztendlich von den zentralen Spielern getan und verabschiedet wird!


    Denn: Die Papierwelt ist gemacht, und sie wird immer weiter gemacht werden!

    9 Mal editiert, zuletzt von gutso ()

  • http://www.japantoday.com/jp/news/431262


    OKYO — The Bank of Tokyo-Mitsubishi UFJ is going to lose at least 1 billion yen in bad loans linked to the same Tokyo real estate agency that has allegedly caused more than �10 billion in losses at Sumitomo Mitsui Banking Corp, banking industry sources say.



    BTMU is though to have extended billions of yen to companies it was introduced to by Koshi Trust. The major bank estimates that more than 1 billion yen of the loans are irrecoverable. On Friday, SMBC officials said it extended 17 billion yen in loans to about 60 firms introduced by Koshi Trust, and that around 10 billion yen of that appears irrecoverable. A senior BTMU official said the bank had concluded Koshi Trust was a legitimate company when it decided to give it loans.


    Founded in July 2000, Koshi Trust had offices in Fukuoka and in Funabashi, Chiba Prefecture. The privately held company has become dormant since its dubious activities were discovered and its president has disappeared, the sources said.


    Der Betrag von 1.000.000.000 JPY entspricht 6.430.000.0000 EUR


    also haben sie 6,43 Milliarden EURO Miese gemacht... ganz einfach

    Einmal editiert, zuletzt von Jürgen ()

  • Du meine Güte, das mit der Anlage SO war doch nur ein schlechter Scherz, wer weiss wie der Staat sich diese Einnahemquelle unter den Nagel reissen wird vielleicht über staatlich lizensierte Gold- an und Verkaufsstellen oder die Banken.....

    Hört auf dem dem Gekicher, eure Rente die ist sischä !

    Einmal editiert, zuletzt von ps tester ()

  • Nach meinen Informationen überarbeitet zur Zeit eine eifrige kleine Schar gemeiner Referenten im Bundesfinanzministerium tatsächlich die Anlage SO.


    So soll unter anderem ein Kästchen vorgesehen sein, welches bei versehentlichem Ankreuzen eine strafbefreiende Selbstanzeige zur Folge hat :D


    Zusätzlich sollen Fragen zum Besitz und / oder Eigentum von Edelmetallen vorgesehen sein, welche der vermeindliche Edelmetallliebhaber natürlich niemals beantworten könnte, weil es sich hierbei eindeutig um barbarische Relikte handeln würde, welche ja nach dem neuen Waffengesetz ab 1.4.2008 verboten werden sollen 8)


    Alles klar ;)


  • Rette sich wer kann! :D :D :D

  • Zitat

    Original von gutso
    Wenn M3 und das eigentlich in Umlauf befindliche Geldvolumen voneinander zu unterscheidende Pools darstellen, hat eine Erhöhung der M3 meines Verständnisses nach keine oder kaum Auswirkungen auf die umlaufende Geldmenge - und damit auf die Umlaufgeschwindigkeit - bzw. die Inflation nach gängiger Definition.


    Also...
    Ich bin mir nicht sicher, was Du mit „umlaufende Geldmenge“ oder “eigentlich in Umlauf befindliches Geldvolumen“ meinst, insbesondere wenn Du diese mit M3 in Kontrast setzt.


    EZB-Definition lt. Wikipedia:


    - M1 = Sichteinlagen (tägliche Fälligkeit), außer denen von Banken, zzgl. Bargeldumlauf (wiederum ohne Kassenbestände der Banken).
    Also alles das Geld in Bar oder elektronisch, mit dem jemand sofort etwas kaufen und bezahlen könnte.


    - M2 = M1 plus Einlagen mit vereinbarter Laufzeit bis zu 2 Jahren sowie Einlagen mit gesetzlicher Kündigungsfrist von 3 Monaten (also Sparbücher und Festgeldeinlagen bei Banken)


    - M3 = M2 plus Anteile an Geldmarktfonds, Repoverbindlichkeiten, Geldmarktpapieren und Bankschuldverschreibungen mit einer Laufzeit bis zu zwei Jahren.


    Meinst Du mit „umlaufende Geldmenge“ M1? Die ist ein Teil von M3.


    Zitat

    Wenn aber relativ abrupt aus dem M3 Pool Gelder in Umlauf gebracht werden sollen, - meinetwegen aufgrund einer allgemeinen Marktunruhe oder sogar Marktpanik - muss es dann nicht so sein, dass diese Assets einen schlagartigen Effekt der Erhöhung der Inflation bedeuten?
    Weil viel zu viel da ist, von dem, was keiner will ... .


    Du meinst, wenn Alle ihre Sparkonten räumen und ihre Geldmarktpapiere etc. verkaufen?


    Ja, das ist natürlich grob unmoralisch, weil dann das System erst recht kaputt geht... aber: if panic, panic first. ;)


    Zitat

    Oder sogar eine gegenläufige Deflationserscheinung wäre hier im Anschluss an eine solche Überflutung aus M3 herüber denkbar.
    Wenn, ähnlich wie bei manchen Papieren derzeit - keine Kurse mehr gestellt werden, und damit ein grosser Teil der ursprünglich "estimierten" M3 plötzlich fraglich wird und als potentielle Luftnummer schief im Raum hängt - von der niemand mehr weiss, was davon überhaupt noch mit halbwegs realen Hinterlegungen versehen ist.
    Und für die dann auch keine guten Marktpreise zu erwarten wären, in absehbarer Zeit ... .

    Zitat
    Zitat


    Solche Luft-Papiere dürften eigentlich nicht zu M3 gerechnet werden.


    Sog. Geldmarktfonds, die auch ABS halten, lassen wir hier vielleicht mal außen vor.


    Zitat


    (...) um dies nochmal mit den Gedanken eben zu verknüpfen: was, wenn viele Marktteilnehmer gleichzeitig durch die Tür wollen, und an gewichtige Teile ihres gehorteten Geldes real ran wollen?
    Einerseits ist dies doch auch ein Geldmengenschock für die in Umlauf befindliche Geldmenge, - da doch zumindest Anfangs noch ein Teil der Assets zu halbwegs realen Preisen umgesetzt werden kann ... .
    Andererseits dürften die Preise dann zügig fallen, oder der Markt praktisch komplett ausfallen - wenn das Angebot zu gross wird und vorübergehend kein beteiligter Spieler mehr Vertrauens ins System hat, und sich zurückzieht. ...


    Ich versuche mir das mal vorzustellen:
    GS-Leser heben ihr Geld von der Bank ab, um damit „Sachwerte“ zu kaufen. Kündigen auch ihren Bausparvertrag, ihr Sparkonto, vielleicht das Festgeld – oder legen es jedenfalls nicht wieder fest - , verkaufen ihre Geldmarktfonds.


    Nun haben sie Bargeld im Banktresorfach. Geldmengenschock? Nur wenn sie damit losziehen und was kaufen.
    Nun ist M3 gleich gebleiben, aber M1 gestiegen, weil das abgehobene Geld ja als Bargeld „in Umlauf“ gezählt wird?


    Anderseits beschreibst Du einen Bank-Run, bzw. das Austrocknen bestimmter Marktsegmente für Kreditpapiere/Obligationen/Renten/Geldmarktpaperie etc., die illiquide werden.


    Genau das Verhalten zeigen ja die Banken seit August/September 2007: sie leihen einander nichts, sie kaufen bestimmte Papiere nicht mehr, horten Liquidität (ich vermute mal in Form von Sichteinlagen bei der EZB?).


    Die Folge? Der Interbanken-Geldmarkt ist ja schon eingefroren..., der Pfandbriefmarkt war es zumindest auch...


    Und wenn Privatpersonen Geld horten, entziehen sie den Banken ebenfalls (mindestens) Liquidität (wenn nicht sogar Kapital, mit dem sie arbeiten könnten).


    Zitat

    Ja, das sehe ich auch so ... mir gings - einen Schritt weiter - um die Frage, was passiert eigentlich, wenn "der Funke aus der M3 Welt in die Welt des umlaufenden Geldes überspringt" ... .


    Grüsse,
    gutso


    Da muß ich mich jetzt vielleicht teilweise revidieren bzw. weiter pointieren:
    Die Not-Kredite an die Banken sind möglicherweise vollkommen ohne Auswirkung auf die Geldmenge, jedenfalls im Sinne von M3 nach EZB-Definition. Ich glaube nicht, daß sich irgendeiner davon etwas kaufen kann.



    Es scheint zur Zeit einzig darum zu gehen, die Banken überhaupt irgendwie flott zu halten, da sie Kredite kreieren, und ohne Kredite die Realwirtschaft zusammenbricht. Hier ist noch keine Inflation im Sinne einer Kredit- und Geldmengenexpansion zu fürchten! Das Gegenteil wird ja gerade eher zum Problem, wenn in USA Hypotheken viel schwieriger zu bekommen sind, die Hauspreise deshalb fallen, und die ABS deshalb noch schneller verdunsten, worauf die Banken bei weiter dezimiertem Eigenkapital noch knickeriger mit Krediten werden.


    Die Preissteigerungen bei EM und Rohstoffen, die wir gerade sehen, dürften vorwiegend durch Kapitalverlagerung von anderen Anlageklassen in Rohstoffe ausgelöst werden (egal ob nun real steigender Bedarf oder Spekulation dahinter steht).


    Auf einer anderen Karte steht, wie der Staat später seine Schulden wieder los wird, die nicht zuletzt durch Bankenrettungen auf Pump weiter wachsen.


    DANN dürfte die eigentliche Inflation kommen – wenn die Notenbank z.B. Staatsanleihen aufkauft, damit nicht mangels Nachfrage danach die Zinsen zur Refinanzierung des Staates ansteigen.


    DANN nimmt jeder lieber Bargeld / Giro und kauft an Sachwerten, was er kriegen kann...


    Ich glaube, dass wir da noch lange nicht sind. Bisher wird z.B. Gold eher als Schutz vor einem deflationären Systemzusammenbruch gekauft, damit man wenigstens etwas in der Hand hat, sollte
    - der Derivateberg von über 500 Billionen USD entsprechende Zahlungsverpflichtungen auslösen,
    - die Klagewelle gegen Banken diese weiter ruinieren etc...


    Gruß, GL

    Das Publikum... wendet sich von dem Gebrauche des durch die Umlaufmittelvermehrung kompromittierten Geldes ab, flüchtet zum ... Barrenmetall, zu den Sachwerten, zum Tauschhandel, kurz, die Währung bricht zusammen. (Ludwig von Mises)

  • Hallo GL,


    :D


    danke Dir, - ja, ich bin froh, dass es am Ende doch einfacher ist, als ich dachte.


    Zitat

    Du meinst, wenn Alle ihre Sparkonten räumen und ihre Geldmarktpapiere etc. verkaufen?


    Ja, das ist natürlich grob unmoralisch, weil dann das System erst recht kaputt geht... aber: if panic, panic first.


    genau. Und klar ist, dass M1 Teil von M3 ist ... die Luftpapiere gehören nicht zu M3, ja, die waren auch nur ein anschauliches Beispiel meinerseits, wie M3 wider Erwarten doch zu Nichts zerfallen könnte, in meinen Augen.




    Jetzt wirds wirklich interessant ... ja genau, M3 würde sogar gleich bleiben, weil ja nur eine Umschichtung von M3 auf M1 passiert.
    Aber die "messbare umlaufende Menge" würde nur steigen, wenn sie losziehen und was kaufen.


    Ja was?


    Edelmetalle in physischer Form???


    :D :D :D


    Entschuldigung, ich musste das jetzt und hier einfach mal sagen.
    Interessante Selbsterfahrung, sowas einfach mal in diesem Zusammenhang auszusprechen. 8)


    Naja, ausgeschlossen ist es nicht. Aber ernsthaft weiter gedacht ... solange das Geld also nur auf der Konto-Planke liegt, aber noch nicht den Sprung ins Wasser wagt, ändert sich messbar noch nichts an der Umlaufgeschwindigkeit.
    Plausibel.


    Es müsste eben irgend etwas geben, was extrem interessant wäre, als zu kaufendes Asset.


    :D :D :D


    ( Neeiiin, ich sags nicht nochmal. )



    Ok. Das würde eine genaue Umkehrung der Abläufe bedeuten, gegenüber dem was ich geschrieben hatte.


    Allerdings bedeutet


    Zitat

    Kapitalverlagerung von anderen Anlageklassen in Rohstoffe


    in etwa, was ich meinte - nur dass es wohl sinnvoll ist, nicht nur die M3 dabei zu betrachten. Soviel ist jetzt klar, denke ich.
    Was das Problem am langen Ende volumenmässig allerdings wieder eher vergrössert, oder? ;)
    Ahh, ich sehe schon. 500 Billionen Derivatehimmel, - alles klar. :rolleyes:


    Egal, - ich finde das so jedenfalls erst mal plausibel, was da steht - dankeschön Dir für die aufklärerische Mühe.
    Und ich denke, wir werden vielleicht nicht gerade viel Zeit aber doch intensiven Anlass haben, hierüber demnächst weiter etwas nachzudenken.




    Gruss & eine erfolgreiche & angenehme Woche.
    gutso


    PPS: Hier noch die praktikabelste Lösung ... die Fed kauft tatsächlich alles an derzeit Unverkäuflichem auf & lässt es im Blinddarm schlummern ... na, hoffentlich gibt das keine Verstimmungen! :]

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