Wie jetzt, die Polizei ermittelt, wer hinter was steckt? Irgendwelchen Gerüchten? Ist sowas etwa strafbar? In zivilisierten Ländern doch bestimmt nicht, sowas kennt man doch eigentlich nur von totalitären Schreckensregimen. Naja, lieber nicht zu genau hinschauen, sonst erkennt man vielleicht auch noch in unserem Land Parallelen. Ach quatsch, alles nur Blödsinn sowas. Die Letten werden schon triftige Gründe haben, hier nach den Hintermännern solcher Schweinereien zu fahnden.
Erfahrung mit solchen Leuten haben sie ja schon sammeln dürfen, damals als man den BWL Dozenten eingelocht hat, weil er die Wahrheit gesagt hat. Dumm halt, wenn es in dem jeweiligen Land dann strafbar ist, “unwahre Daten oder Informationen” über die Lage des Finanzsystems des Landes zu verbreiten. Dann kann das Regime einen auch für Gerüchte um klamme Banken via Twitter drankriegen...Schade, daß das geheime CIA Gefängnis in Litauen aufgeflogen ist, sonst könnte man die Andersdenken dorthin verfrachten. Aber da geht noch mehr:
ZitatEin populärer Musiker wurde zur Vernehmung gebeten, nach dem er Witze über die instabilen Banken bei einem Konzert äusserte. Nur, die Tatsache ist so, die meisten spekulativen Gerüchte sind wahr. Nach dem es darauf bestand, der Bankensektor wäre gesund, hat Lettland im vergangenen Monat die grösste Bank Parex übernommen, um sie vor einem Zusammenbruch zu retten. Zuerst wies sie Behauptung zurück, das Land benötigt Hilfe, jetzt ist die Regierung in Verhandlungen mit dem IWF. Offizielle des Finanzministeriums haben bestätigt, die Geheimpolizei wird das Land nicht vor einer Wirtschaftskrise retten. Aber sie glauben, die Aufmerksamkeit der Sicherheitskräfte wird die Öffentlichkeit dazu bewegen, sich es zweimal zu überlegen, uninformiertes Geschwätz über Banken zu verbreiten. “Es ist eine Form der Abschreckung,” sagt Martins Bicevskis, Staatssekreter im Finanzministerium.