GOLD : Märkte und Informationen

  • Alle erwarten steigende Notierungen 1.350$...5000$( diese kaufkraftwirksam !) bis sogar Zahlen bis 50.000$.


    Ebenfalls wird ein kleiner bis ordentlicher Rücksetzer erwartet, der alle zittrigen Hände rausschrecken soll.


    MEINE FRAGE: Wie können interessierte Kreise erreichen, das wir alle den Glauben an steigende Notierungen verlieren ? ;(


    Im Interview (zu finden unter PRESSESCHAU vom 12.September 2009) mit Hr.Hellmeyer und Hr.Saiger


    (welches mich persönlich sehr angesprochen hat), wird unter anderem die starke Dollarerholung (Euro auf 1,24$)


    von Hr. Hellmeyer damit erklärt, das aufgrund massiver Kreditabschreibungen (fast 500 Mrd. $) der Dollar stark nachgefragt wurde.


    Könnte uns ein solches, vielleicht absichtlich herbeigeführtes Szenario (ich denke dabei an die Billionen $ Derivate- Blase),


    mit unseren Long- Positionen alt aussehen lassen ? Wer hat ...mehr als ein Gefühl ? [smilie_denk]

  • Mach dir erstmal ´nen Tee, das beruhigt. Und nicht soviel Eichelburg mit in die Realität mischen, von uns hier plant kaum einer den unvermeidlichen Weltuntergang innerhalb der nächsten 6 Monate als realistisches Szenario.


    Lies weniger Verschwörungstheorien, das macht unnötig nervös. "Sie" werden keinen massivern Absturz veranlassen, um die "zittrigen Hände" rauszutreiben. Was wir im Moment sehen ist eine stetige Verschiebung der Machtverhältnisse. Diejenigen die Interesse an einem dauaerhaft niedrigen Goldpreis haben, verlieren Stück für Stück ihren Einfluss. Ja, es ist möglich dass nochmal eine "Machtdemonstration" versucht wird, nur ist sowas heute deutlich teurer und weit weniger erfolgversprechend als noch vor einem halben Jahr.

    2 Mal editiert, zuletzt von Fish ()

  • während eichelburg glaubt, dass Bankencrashs und staatsbankrotte den goldpreis treiben werden,
    geht hellmeyer von einer massiven gewollten reflationieurng des systems bis 2012 aus.
    bei null zinsen steigen alle sachwerte im vergleich zu papiergold.


    irgendwann sind die währungen so schwach, dass selbst die hundehütte in arizona,
    die bei freddy und fannie für 100.000 dollar in den büchern steht, tatsächlich 100.000 papierdollar wert ist.


    in diesem, vom system gewollten reflationierungsszenario steigt auch der goldpreis.
    da sich shorte eindecken müssen, steigt er mehr als gewünscht.


    für das system ist das ein kollateralschaden, aber derzeit läuft alles darauf hinaus, dass mit gewalt die nächsten blasen produziert werden.


    für hellmeyer und saiger war der damals diskutierte ausbruch knapp über 1000 dollar noch diskussionswürdig,
    da aus ihrer sicht zu viele zittrige kleinanleger im markt waren und zu viele profi anleger sich nicht positioniert hatten.
    für mich ist das aber nur ein kleiner schömheitsfehler:
    viele kleinanleger haben den markt mit 10% gewinn schon wieder verlassen.


    so lange die zinsen niedrig bleiben, gibt es für den golpreis nichts zu befürchten.


    die währungshüter haben noch gut in erinnerung, wie ein paar prozentpunkte zinserhöhung, damals den subprime markt gekillt haben.
    derzeit gibt es wieder genau so viele subprime finanzieurngen wie 2007.
    Mit dem Unterschied, dass sie diesmal zu 75% durch staatliche agencies garantiert werden.


    erst bei zinsen für staatsanleihen, die oberhalb der echten Inflationsrate liegen,
    käme der goldpreis unter druck, also zinsen für zweijähriuge US anleihen müssten bei mindstens 7% liegen,
    10jährige bei 10-12%


    die auf solch hohe Zinsen folgenden staatsbankrotte, würden den goldpreis aber wieder treiben.

    Einmal editiert, zuletzt von Dr_Meyer ()

  • Ausschnitte aus einem aktuellen Gold- und Rohstoffinterview.


    DER BÖRSIANER: Obwohl - oder gerade weil - der Goldpreis ein neues Rekordhoch erreicht hat, mehren sich die Stimmen, die vor einem Platzen der Gold-Blase warnen. Was entgegnen Sie den Kritikern?


    Michael Blumenroth: Im Gegensatz zu den beiden ersten Anläufen auf die Marke von 1.000 US-Dollar pro Unze im Jahr 2008 und im März 2009 findet die jetzige Aufwärtsbewegung sehr geordnet und ohne heftige Kursausschläge statt. Bemerkenswert ist auch, dass die auf dem Optionsmarkt gehandelten Volatilitäten eher sinken, was zeigt, dass der Markt sich an dauerhafte Preise über 1.000 US-Dollar pro Unze gewöhnt hat. Weitere Pro-Gold Argumente sind, dass Zentralbanken - ganz im Gegensatz zu den vergangenen Jahren - jetzt eher Käufer von Gold sind, um ihre Währungsreserven vom US-Dollar weg zu diversifizieren: Indien hat größere Mengen Gold gekauft, China, Russland und Argentinien sind ebenfalls als Käufer auf dem Goldmarkt aufgetreten. Produzenten sind sehr zurückhaltend auf der Verkaufsseite, da sie auf höhere Preise spekulieren, und über ETFs, Zertifikate und Commodity Baskets fließt beständig neues Geld auf der Nachfrageseite in den Goldmarkt.


    Eine große Rolle wird weiterhin die Furcht vor einer Inflation spielen. Allerdings bin ich persönlich der Meinung, dass generell das derzeitige Umfeld besonders geeignet ist für Anlagen in Gold: niedrige Zinsen, sodass dem Investor keine festen Zinsen "entgehen", wenn er in Gold investiert, er hat also niedrige Opportunitätskosten. Außerdem könnte das Gold erst dann eine starke Korrektur nach unten sehen, wenn die US-Notenbank beginnt, die Zinssätze wieder zu erhöhen.


    DER BÖRSIANER: Zu guter Letzt würde uns interessieren wo Sie den Goldpreis kurz-, mittel- und langfristig sehen?


    Michael Blumenroth: Kurzfristig ist die Goldrallye intakt, und es könnte zu sehr kurzfristigen, limitierten Korrekturen kommen. Sofern aber die Investoren weiter ruhig und geduldig wie bisher an ihren bestehenden Positionen festhalten, dürfte Gold durchaus bei 1.200 US-Dollar oder höher aus dem Jahr gehen. Mittelfristig erwarte ich persönlich weiterhin steigende Kurse, da die Nachfrage beständig höher sein dürfte als das Angebot und da Gold als Inflationsschutz weiterhin nachgefragt sein sollte, ebenso als Vehikel, um US-Dollar-Positionen gegen Wertverlust abzusichern. Fällt der Dollar, steigt Gold gewöhnlich - und umgekehrt. Außerdem ist Gold nicht wie Geld beliebig vermehrbar.


    Auf längere Sicht, insbesondere dann, wenn wir uns in einem Umfeld hoher Inflationsraten bewegen sollten, sind durchaus heftige Korrekturen zu erwarten. Dies könnte dann aber auch bedeuten, dass Gold gegen den US-Dollar fällt, aber gegen den Euro steigt. Auf lange Sicht könnte es sich meiner Meinung nach also lohnen, zu überlegen, gegen welche oder in welcher Währung man Gold besitzen möchte.


    Das ganze Interview: http://www.derboersianer.com/m…ael-blumenroth116012.html


  • Könnte uns ein solches, vielleicht absichtlich herbeigeführtes Szenario (ich denke dabei an die Billionen $ Derivate- Blase),

    der große dollarbedarf ende 2008 entstand, weil weltweit Spekulanten ihre gehebelten investments auflösen mussten, nicht nur immobilien, sondern auch aktien und rohstoffe.


    sowas kann wieder passieren, wenn die zinsen wieder erhöht werden.
    damit spekulanten sich einstellen können, werden zinserhöhungen ja monatelang mit kleinen bemerkungen angekündigt.


    bei der derivate blase ist ein anderes problem: da werden vor allem unternehmens und staatsanleihen versichert.
    es gibt besonders viele versicherungen für den staatsbankrott der usa.
    falls die usa bankrott gehen, müssten die counterparts hunderte mrd dollar aufbringen, um versicherte Bonds auszuzahlen.
    ich vermute, dass niemand ernsthaft dann dollars nachfragen wird:
    dass ist als ich eine Versicherung dafür abschließe, dass der Planet Niru auf die Erde stürzt:


    Bei mir kann jeder für 2 Mio euro eine versicherung für den Fall abschließen, dass der Planet Niru auf die Erde stürzt.
    Falls im Vertragszeitraum das Ereignis eintritt, bekommt der Vertragsnehmer 2 mrd dollar ausgezahlt.

    Einmal editiert, zuletzt von Dr_Meyer ()

  • falls die usa bankrott gehen, müssten die counterparts hunderte mrd dollar aufbringen, um versicherte Bonds auszuzahlen.
    ich vermute, dass niemand ernsthaft dann dollars nachfragen wird:




    Stimmt nicht ganz im Derivatehandel.... Bei Credit Default Swaps auf USA schliesst man in der Regel (>90%) in EURO ab und nicht in USD. Ob bei einer Pleite des USD / USA nicht alles an Papiergeld platzt sei mal dahingestellt

  • MEINE FRAGE: Wie können interessierte Kreise erreichen, das wir alle den Glauben an steigende Notierungen verlieren ?

    Garnicht, ich bin bibelfest. :D

    Demokratie ist die Diktatur der Dummen (Friedrich von Schiller)
    Das Grundprinzip der Parteien-Demokratie ist, die Bürger von der Macht fernzuhalten (Michael Winkler)
    Wer die Zeichen der Zeit nicht erkennt, wird von ihr überrollt werden. 8o
    Wer Banken sein Geld überlässt, macht sich mitschuldig :!:


  • @ Luxomania: Worauf gründet Deine Theorie? Ich selbst arbeite bevorzugt mit Kaffeesatz und Hühnerknochen. :D

    Naja, Runen sollten es mindestens sein, sonst funktioniert es nur Samstags und Mittwochs [smilie_happy]


    Nein, ich gehe davon aus, daß die Manipulationsmechanismen noch teilweise funktionieren und daß sie nächste Woche eingesetzt werden.

    luxman alias luxomania

  • Stimmt nicht ganz im Derivatehandel.... Bei Credit Default Swaps auf USA schliesst man in der Regel (>90%) in EURO ab und nicht in USD. Ob bei einer Pleite des USD / USA nicht alles an Papiergeld platzt sei mal dahingestellt


    Danke für die interessanten Antworten aller ! Und lieber Fish: Ich kann keinenTee mehr sehen ! Das 1. Jahr Haltedauer ist schon mal rum.


    Ohne die Verschwörungstheorien bemühen zu wollen, könnte in einem solchen Platzer doch eine,


    wenn auch vorübergehende, Flucht in den Dollar einsetzen.


    Müssten wenn die Euro-papiere hochgehen Euros gekauft werden ? Oder würden Sie gnadenlos abverkauft ?


    Sorry für meinen Betonkopf, vielleicht hat jemand eine Antwort und spielt jemand dieses Szenario 1. für physisches Gold


    und 2. für Goldminen (Produzenten) mal durch ?


    Diese ganze Währungsgeschichte ist ja ziemlich bedeutsam für einen Anlageerfolg.


  • Diese ganze Währungsgeschichte ist ja ziemlich bedeutsam für einen Anlageerfolg.

    da sagst Du was...


    selbst Kostolany, der sein leben lang extrem erfolgreich mit aktien und anleihen spekuliert hat,
    hat vom devisenhandel die finger gelassen.


    es gibt 1000 faktoren, die eine aktie beeinflussen.
    bei einer devise ist es schlichtweg alles, was eine währung beeinflusst,
    wetter, politik, sparquote, aussenhandelsbilanz, zinsniveau, mentalität der bevölkerung....


    das ist auch der grund, weshalb ich bei gold und devisen nie mit gehebelten investments handeln mag:
    es kann sein, dass man mit einem call auf gold kurzfristig alles versenkt, während man langfristig gewinnen würde.


    jim rogers, der mit george soros in diversen währungen spekuliert hat ist für dollar und pfund langfristig extrem bärisch.
    Kurzfristig haben viele experten, darunter auch marc faber eine dollar zwischen rally für möglich gehalten.


    falls gold wenig sinkt und der dollar stark steigt, könnten wir während einer dollar zwischenrally bei Gold sogar neue euro höchststände sehen.


    ingesamt kein markt für trader.

    Einmal editiert, zuletzt von Dr_Meyer ()

  • Was wir im Moment im Bereich Devisen sehen ist Schach, Stellungsgefechte in einem verdeckten Wirtschaftskrieg. Wer die Akteure alle einschätzen und deren Handlungen samt Konsequenzen zuverlässig prognostizieren will braucht mehr als ´ne Glaskugel, meine Hühnerknochen und der Kaffeesatz reichen da auch Samstags und Mittwochs nicht aus. Vermutlich nichtmal Luxomania´s Runen. :D
    Allerdings ist Gold in dem Gerangel nur ein (wenn auch nicht unwichtiger) Nebenschauplatz. Und ich gehe davon aus dass Gold mittelfristig von dem Gerangel weiter profitieren wird, wenn auch nicht gleich in Eichelburg´schen Dimensionen. ;)

    Einmal editiert, zuletzt von Fish ()

  • Also, ich weiß nicht so recht ...


    irgendwie kommt es mir so vor, als ob sich hier nur noch "Trader" und "Spekulanten" im Forum befinden ... :hae:


    Gibt es hier eigentlich auch noch "User", die die "echten Werte" zu schätzen wissen? Denn ich hätte mal als nicht "Day Trader", einige Fragen zum "physikalischen" Gold bzw. Goldmarkt.


    1. - Ist es möglich ... dass wir tatsächlich in "naher Zukunft", einen Goldpreis z.B. von unter 650 oder gar 500 €uro die "physikalische" Oz sehen werden? Ist so etwas überhaupt realistisch?


    2. - Sollte es tatsächlich so sein ... dann gebe ich gerne zu, dass ich die Lage völlig falsch eingeschätzt habe. Allerdings frage ich mich dann aber auch, warum dann die ganzen Betriebe schließen müssen und Millionen von Arbeitsplätze, vernichtet und abgeschafft werden.


    3. - Und weiter Frage ich mich ... warum ganze Staaten "Hunderte von Tonnen Gold", auf den "physikalischen" Märkten aufkaufen (als gäbe es kein Morgen), dass macht doch dann überhaupt keinen Sinn.


    4. - Außerdem stellt man ja auch hier im "GSF" sehr leicht fest, dass sich die "User" wie die "beklopften", von ihren "physikalischen" Gold und Goldmünzen trennen ...


    5. - Habe ich da jetzt irgendetwas verpasst (ich lese doch ständig mit)? - Wo ist denn nun der "Aufschwung" und was hat sich denn nun verbessert bzw. geändert?


    Ich "schätze" die Lage eher so ein: Denn an und für sich ... ist die "BRD" pleite, nein noch viel schlimmer als das ... die "BRD" hat die Zukunft ihrer Bürger verwirkt! Zumindest sehe ich das so ...


    Kann sich vielleicht mal jemand dazu äußern, der auch etwas vom "physikalischen" Goldmarkt/Geschehen versteht?


    Vielen Dank in voraus. [smilie_blume]


    Gruss euer


    bettel

    Important information of the German "Propaganda Ministry":


    - Gold ist ein barbarisches Relikt und man kann es nicht essen!
    - Gold bringt keine Rendite und auch keine Zinsen!
    - Gold kann fallen und außerdem ist Gold böse!
    - Gold kann verboten werden, um das Volk zu schützen!


    - Mehr als 1000 Gründe die für Geld sprechen: "Hier ist Ihr Geld sicher (FBL)!" :D

  • wenn jemand meint, Dass Kenntnisse im Währungsmarkt ihm für das Verständnis der Edelmetallmärkte helfen könnten,


    so ist das weder blöd noch hat es irgendetwas mit day-trading zu tun.


    auch würde mich mal interessieren, wieviele und welche Staaten dieses Planeten in, sagen wir mal, den etzten hundert Jahren bankrott gegangen sind.


    in froher Erwartung


    Hawn

  • auch würde mich mal interessieren, wieviele und welche Staaten dieses Planeten in, sagen wir mal, den etzten hundert Jahren bankrott gegangen sind.


    Guckst Du hier mal rein für den ersten Überblick.


    Wünsche


    ...einen goldigen Tag


    Tut

    "Um klar zu sehen genügt oft schon eine geringe Veränderung des Blickwinkels"

  • Münzhändler als die neue Betrügerkaste im Goldbullenmarkt? 25 Millionen $ hat nicht einmal das Haus von Madoff gekostet:


    US-Münzhändler in Konkurs
    Münze Österreich bangt um 500.000 Euro


    19. November 2009, 19:20Wien - Wegen der Pleite eines US-Münzhändlers bangt offenbar auch die Münze Österreich: Wie die "Kronen Zeitung" (Freitagausgabe) berichtet, hat die Tochter der Nationalbank dem Händler 1.500 Philharmoniker in Kommission übergeben. Dann ging er in Konkurs, die Münzen wurden vom Gericht beschlagnahmt. Gegen den Pleitier besteht Betrugsverdacht. Er musste dem Bericht zufolge ein 25 Millionen Dollar (16,8 Mio. Euro) teures Anwesen in Florida räumen. (APA)


    mfG Goldcore


  • Erst mal Dank für den Link, TUT


    mir fällt auf, dass es sämtliche Staaten noch gibt, wenn auch teilweise mit veränderten Grenzen, Namensgebung, Rechtsform.


    Und den Unterschied zwischen Bankrott und (vorübergehender) Zahlungsunfähigkeit darzulegen, überlasse ich den Spezialisten im Forum.


    wenn Island pleite ist, sollte man doch den EU-Beitritt ablehnen.


    Wenn Deutschland schon so oft pleite war, haben sie sich bis zur Finanzierung der Wiedervereinigung gut gemausert.


    Brasilien, Argentinien, Russland, warum nicht noch das hochverschuldete Japan, alle spielen sie eine nicht unbedeutende Rolle in der globalen Wirtschaft.

  • Also, ich weiß nicht so recht ...


    irgendwie kommt es mir so vor, als ob sich hier nur noch "Trader" und "Spekulanten" im Forum befinden ...




    Warum Gold und Silber ?


    Schutz von Immobilen und damit einer Einkommensgrundlage.


    Jeder Besitzer und besonders Darlehnsnehmer ist bei folgenden Punkten betroffen.


    Denkt mal ein paar Jahre weiter. Hoffentlich kommt es so nicht. Dann wird jeder verlieren.


    Es kommt darauf an nicht zu denen zu gehören, die ALLES verlieren.


    Darlehnsfestschreibung läuft aus..... bestes Angebot z.B. 37 % Jahreszinsen.


    (Türkei Mitte der 90er lagen Kredite bei 88%, selbst erlebt, später dann noch höher)


    Neue Heizung wird benötigt ............günstigstes Angebot 345.000€. Andere Reparaturen müssen warten,


    nur die Heizungsreparatur kostet schon z.B. 7 fache Jahresmiete. Wer beauftragt dann noch Handwerker ?


    Leerstand ............ bei massiv steigenden Hausneben und Heizkosten.


    Mieten werden zum Schutz vor "bösen Vermietern" eingefroren.


    Das sind sie eigentlich heute schon bei 20% Mieterhöhungmöglichkeit alle 3 Jahre. Auf dem Lande geht das eh nicht.


    Mieter können auch gar nicht mehr zahlen.


    Verkauf ist schon möglich, aber ohne jeden Kaufkraftausgleich.


    Kaufkraft erhalten und Darlehn tilgen zu können darauf kommt es mir an.


    Wenn ich das Gold und Silber nicht brauche ,behalte ich es natürlich.




    Gefunden bei www.Spiegel.de EINESTAGES unter Suche : Hyperinflation


    HIER NUR AUSZUGSWEISE !!!


    Was dem Journalisten Eugeni Xammar widerfuhr, darf man wohl Reporterglück nennen. Im Herbst 1922 schickte ihn Barcelonas Tageszeitung "La Veu de Catalunya" in einem geschichtlichen Moment nach Berlin: Die deutsche Finanzordnung kollabierte, und die Mark begann sich in Luft aufzulösen. In den folgenden Monaten gab es von keinem anderen Ort der Welt Aufregenderes zu berichten.


    "Jede Woche steigen die Preise für Straßenbahn und Rindfleisch, Theater und Schule, Zeitung und Friseure, Zucker und Speck", schrieb Xammar im Februar 1923. "Das hat zur Folge, dass niemand weiß, wie lange das Geld reichen wird, das er in Händen hält, und die Menschen in ständiger Unruhe leben, dass niemand an etwas anderes denkt als ans Essen und Trinken, ans Kaufen und Verkaufen, und dass es in ganz Berlin nur ein Gesprächsthema gibt: den Dollar, die Mark, die Preise ... Haben Sie das gesehen? Hören Sie bloß auf! Ich habe eben Wurst, Schinken und Käse für die nächsten anderthalb Monate gekauft."


    Fast jeden Tag sandte der Katalane neue Geschichten von der Hyperinflation in seine Heimat - Berichte vom alltäglichen Wahnsinn in einem Land, dessen Währung verrückt spielte. Zu Kriegsbeginn 1914 hatte ein Dollar noch 4,20 Mark gekostet. Danach verlor die deutsche Währung stetig an Wert, vom Herbst 1922 an sackte sie ins Bodenlose. Im November 1923 gab es für einen Dollar 4,2 Billionen Mark. Bald darauf war der Spuk vorbei, ein Dollar kostete wieder 4,20 - nun aber Rentenmark.


    Kaum jemand begriff, was da geschehen war. Vieles klingt auch heute, drei Generationen später, geradezu unglaublich.


    Da verkauft eine Familie ihr Haus und will nach Amerika auswandern, muss aber am Hamburger Hafen feststellen, dass ihr Geld nicht mehr für die Überfahrt reicht, ja nicht einmal für das Ticket zurück nach Hause. Da trinkt ein Café-Besucher zwei Tassen Kaffee für je 5000 Mark, erhält aber eine Rechnung über 14 000 Mark, Begründung: Dann hätte er beide Tassen gleichzeitig bestellen müssen, in der Zwischenzeit sei der Preis gestiegen. Da kommen Theatergänger mit ein paar hundert Millionen Mark an die Abendkasse, aber die Geldbündel genügen nicht: Die Eintrittskarte kostet mittlerweile eine Milliarde Mark.


    Zigtausend Prozent betrug damals die Inflationsrate - im Monat. Und das zu einer Zeit ohne Taschenrechner.



    GEKÜRZT ! UND WEITER .....



    Im Dezember 1922 gab es für einen Dollar noch 2000 Mark, im April 1923 waren es schon 20 000 Mark, im August über eine Million. Die Republik trat den "Weg über den Abgrund" an, so der damalige Innenminister Wilhelm Sollmann: "Es kann auch den Beherztesten schwindeln, wenn er die Brüchigkeit des Steges und die Ferne des jeweiligen Ufers der Rettung abwägt."


    Neben der Reichsdruckerei waren zeitweise über 130 weitere Betriebe damit beschäftigt, Geldnoten herzustellen, 1783 Pressen waren im Einsatz, sofern nicht gerade das Papier knapp wurde. Angestellte brachten Rucksäcke mit zum Gehaltsbüro, um das Geld zu verstauen - und setzten es sofort in Ware um.


    Viele Ärzte akzeptierten als Honorar nur noch Naturalien: Wurst, Eier oder Briketts. Geschäfte verzichteten wegen ständiger Erhöhungen auf die Preisauszeichnung in Schaufenstern; als sie von den preußischen Behörden dazu gezwungen wurden, trieb dies die Preise nur noch höher, weil die Händler künftige Steigerungen vorwegnahmen.


    Selbst die Feuerbestattung wurde für viele Bürger unerschwinglich, weil ihr Preis an den von Koks gekoppelt war. Also beerdigte man die Toten wieder konventionell, beliebt war ein nur 50 Zentimeter hohes Sargmodell, im Volksmund "Nasenquetscher" genannt.


    Paradoxerweise war ja genügend Ware vorhanden. Aber es fehlte das stabile Geld, um sie zu kaufen. Deutschland drohte, wie der spätere Reichskanzler Hans Luther 1923 bemerkte, "bei vollen Scheuern zu verhungern".


    Andererseits ist die Zeit gekennzeichnet von unfassbarer Verschwendung. Eine regelrechte Kaufpanik erfasste die Bürger. Die Menschen prassten und lebten in den Tag hinein. "Wir versaufen unser Oma ihr klein Häuschen", lautete der Gassenhauer jener Tage.


    Überhaupt nahm die Kleinkriminalität sprunghaft zu. Es wurden Kartoffeläcker geplündert, Bäckereien gestürmt, Schaufenster eingeworfen. Nicht nur die Preise waren außer Kontrolle geraten, alle Werte schienen nun verrückt. In den großen Städten öffneten Tanzlokale oder Nacktbars, Kokain fand reißenden Absatz. Die Menschen vergnügten sich, als gäbe es kein Morgen. Der Ökonom Joseph Schumpeter beobachtete die "desorganisierenden Wirkungen der Währungszerrüttung auf den Volkscharakter, die Moral und auf alle Verästelungen des Kulturlebens".


    Die Dummen waren all jene, die über Geldvermögen verfügten: die Sparer, die Inhaber öffentlicher Anleihen, vor allem aber die Rentiers, die Bürger also, die Ei


    Der katalanische Deutschland-Korrespondent Xammar erlebte das Spektakel hautnah mit - kurz zuvor hatte er ein Interview mit dem "zukünftigen Ex-Diktator von Deutschland" geführt. "Das wichtigste Problem heutzutage sind die hohen Lebenshaltungskosten", erklärte Hitler darin und versprach: "Wir wollen das Leben billiger machen." Dazu müssten die Kaufhäuser, die vielfach in jüdischer Hand seien, unter staatliche Führung gebracht werden, forderte Hitler und betonte: "Von diesen nationalen Kaufhäusern erwarten wir alle möglichen Wunder."


    Der Journalist aus Barcelona äußerte damals unverblümt, was er von seinem Gesprächspartner hielt: Hitler sei, so Xammar, "der dümmste Mensch, den wir jemals das Vergnügen hatten kennenzulernen". Fatalerweise sahen die meisten Deutschen den Mann bald ganz anders.

Schriftgröße:  A A A A A