du hast natürlich recht. Das Leben ist ein unberechenbares Abenteuer. Um Kinder in die Welt zu setzen und sie zu erziehen, hat man immer schon Gottvertrauen benötigt.
Aber es besteht ein gewaltiger Unterschied zwischen der früheren und der heutigen Zeit.
Früher war das Leben in erster Linie körperlich beschwerlich. Die Leute sind deshalb im Durchschnitt auch längst nicht so alt geworden wie heute. Aber ihr Leben war in jeder Hinsicht überschaubar. Es gab eine gewachsen geistige Tradition, auf die sich die jeweilige Gesellschaft gründete. Es gab also viele Dinge in ihrem Leben, über die ein stillschweigender Konsens bestand, der nicht erst mühselig erstritten werden musste.
Dieses Problem ist erst durch den Multikultiquatsch mutwillig heraufbeschworen worden, indem man inkompatible Gesellschaftsformen vermischt hat, insbesondere die islamische mit der „christlichen“.
Im Islam ist das Gottvertrauen größer. Man setzt die Kinder in die Welt, wie es Allah gefällt und überlässt ihm auch die Verantwortung für sie. Wir hingegen machen uns Gedanken um das Schicksal, das unsere Kinder voraussichtlich erleiden werden. Wir übernehmen selbst die Verantwortung für die Familienplanung und schaffen ein aufwändiges Sozialsystem, um für uns und unsere Kinder solche Schicksalsschläge abzumildern, die wir nicht allein bewältigen können. Ich will jetzt gar keine Wertung vornehmen, sondern nur feststellen, dass beide Systeme nicht kompatibel sind.
Das Sozialsystem kann nur in unserer Gesellschaftsordnung funktionieren, nicht in einer, die von dem Vertrauen auf Allah geprägt ist. Dort wird es in kürzester Zeit kollabieren, weil ein Missverhältnis zwischen denjenigen besteht, die das System finanzieren und denen, die es in Anspruch nehmen. Letztere werden es Allah danken, dass er andere beauftragt hat, für sie ein soziales Netz zu schaffen.
Wir hätten eben darauf achten müssen, dass diejenigen, die zu uns kommen, nicht nur körperlich sondern auch hinsichtlich ihrer Mentalität in dieses Land einwandern. Dies gilt insbesondere dann, wenn der einzige Grund ihrer Einwanderung darin besteht, dass sich ihr Gesellschaftssystem als nicht tragfähig erwiesen hat.
Wir importieren also nicht nur gescheiterte Menschen, sondern auch eine zum Scheitern verurteilte Mentalität. Und jetzt kommt der Clou.
Wenn dann unsere Gesellschaftsordnung zwangsläufig kollabieren muss, erweist sich die primitivere Gesellschaftsstruktur der Einwanderer als die überlegenere und wird am Ende alles beseitigen, was wir für einen Fortschritt gehalten haben.
Nun gut, wenn wir weit genug in der Geschichte zurückgehen, werden wir auf unsere Vorfahren stoßen, die in ähnlichen Strukturen gelebt haben. Auch sie bekamen ihre Kinder, wie es Gott gefiel. Kinder waren auch unbedingt notwendig, um die Versorgung ihrer Eltern im Alter zu gewährleisten.
Inzwischen haben wir wirklich alle geistigen und kulturellen Errungenschaften dieser Gesellschaft einem Moloch von Finanz- und Wirtschaftssystem geopfert. Jetzt bricht auch dieses Götzenbild vor unseren Augen zusammen und lässt uns nackt und frierend im Regen stehen. Sich vorzustellen, was jetzt geschehen wird, dazu bedarf es keiner großen Phantasie. Das wird jedenfalls keine kuschelige Welt für Kinder sein.
Gruß von Tom