Bear Stearns verschiebt Preisstellung bei Zertifikaten
Von Ralf Drescher
Die Krise der Investmentbank Bear Stearns geht auch an deutschen Zertifikate-Anlegern nicht spurlos vorbei. Für die gut 300 Zertifikate und Hebelprodukte, die die Bank in Deutschland zum Verkauf anbietet, werden seit heute morgen keine Preise gestellt.
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„Zunächst mal ist es gut, dass eine Pleite von Bear Stearns verhindert wurde, das hätte sicherlich am Vertrauen in Zertifikate gekratzt“, sagt ein Emittentenvertreter. „Aber es ist auch noch etwas ganz anderes, ob ein kleiner Player in Schwierigkeiten gerät oder ein großes Haus wie die Deutsche Bank oder die Commerzbank.“
Bei Bear Stearns selbst geht man davon aus, dass der Zertifikate-Handel im Laufe des Tages wieder aufgenommen werden kann. „Wir überprüfen im Moment, wie sich das veränderte Bonitätsrisiko nach der Übernahme auf die Preise unserer Zertifikate auswirkt“, sagt ein Derivate-Experte der Bank. „Sobald wir alle relevanten Informationen haben, werden wir auch wieder in der Lage sein, Preise zu stellen.“