Global Economic Collapse

  • ...bin auf Meinungen dazu gespannt!

    Also mir persönlich, der jetzt Münzen nicht vorrangig sammelt weil er sie schön findet, sondern wegen dem reinen Material-Wert (Buillion-Münzen), kann es relativ egal sein, ob jemand den Besitz von von Goldmünzen verbietet oder nicht? Schließlich ist es zwar ein wenig aufwändig, aber doch kein größeres Problem die Münzen einzuschmelzen und einen Barren draus zu machen. Es müsste also schon ein absolutes Goldverbot sein, Münzen verbieten bringt ja nu mal nix und bei Silber wird man ja den Besitz von Silber nun mal nicht verbieten können.

    "70% Warscheinlichkeit, dass uns der ganze Laden hier um die Ohren fliegt", Dirk Müller (alias Mr. Dax) auf DAF - 08.10.2008

  • Eine beschraenkte Geldmenge wuerde letztendlich die Privatvermoegen auf Null schrumpfen lassen, weil die Banken irgendwann die gesamte Geldmenge besitzen wuerden, da sie naturgemaess mehr Geld einnehmen (Kreditrueckzahlung + Zinsen) als ausgeben (Kredit).

    Aber nur, wenn kein Gold mehr gefördert würde. Ansonsten würde sich das mögliche Wachstum an der Minenproduktivität orientieren. Hatten wir aber alles schon mal.

    "Wer nichts weiß, muß alles glauben" (M. v. Ebner-Eschenbach)

    Einmal editiert, zuletzt von Königswasser ()


  • Allerdings ist es einfacher die goldgedeckte Währung in Form von Papier herzustellen, als tatsächlich Tonnen von EM zu Münzen zu prägen. Das macht man nicht.


    Es kommt darauf an, in wie weit das Vertrauen in der Krise erschüttert ist. Und darauf, welche Geldvolumina nachher benötigt werden. Bei einem großen Reset wird ersteres hoch sein, und letzteres niedrig.


    Der Jahresarbeitslohn der meisten Menschen nach einer solchen Reform wäre wohl ca. 1 Unze Gold oder 10 Unzen Silber = 1000 Amero. Man kann nun mit der Umlaufgeschwindigkeit, die in dem Fall sehr hoch sein dürfte, weil keiner mehr was sparen kann, in etwa ausrechnen, welche Gesamtgeldmenge mit den vorhandenen Reserven theoretisch prägbar wäre. Sicher wird man Gold in erster Linie zur Hinterlegung hernehmen und nicht verprägen, bei Silber sieht es schon anders aus.


  • Ein Goldbesitzverbot könnte nur eine Begleiterscheinung der schlimmsten aller Krisen sein und da ist dann wieder alles möglich, auch der Goldbesitz.


    Dies ist ein guter Satz. Mir gefällt auch Dein neuer Avatar. Sieht so kämpferisch aus... So einer passt auch auf mein Metall auf, hockt direkt vor dem Terrarium mit den Vipern und Skorpionen... :D

  • Aber nur, wenn kein Gold mehr gefördert würde. Ansonsten würde sich das mögliche Wachstum der Minenproduktivität orientieren. Hatten wir aber alles schon mal.

    Genau, dann muesste man immer mehr Gold bereitstellen. Bloss ueberleg mal. Glaubst Du, die Minen verkaufen 2 Unzen Gold, wenn sie nur eine Unze (in der Goldwaerung) dafuer bekommen ? Die werden natuerlich 2 Unzen verlangen bzw. das Gold gleich behalten. Und dann werden sie selbst zu Banken, da sie ihre angehaeuften Goldreserven durch Zinsen noch mehren koennen. Also gelangt kein einziger Zehner mehr in den Wirtschaftskreislauf, die Banken und die Minen wuerden letztendlich alles Gold aufsaugen. So eine reine Goldwaehrung funktioniert unter den heutigen Bedingungen einfach nicht.


    Es wuerde nur funktionieren, wenn man:
    1. Banken verstaatlicht
    2. Minen verstaatlicht
    3. Zinsen abschafft
    4. Die Goldmenge staendig an das Bruttosozialprodukt anpasst


    Unter diesen Bedingungen werden irgendwann alle Ressourcen zur Gewinnung von Gold eingesetzt, weil die Kosten (abgerechnet in Energie und Arbeitskraft) der Foerderung von Gold geologisch bedingt exponentiell steigen werden. Die Goldfoerderung macht dann 99.9% von der Bruttosozialproduktssteigerung aus, 0.1% bleiben fuer den Lebensstandard uebrig. Zwar ist dann Ziel 4. erreicht aber wir haben eine programmierte Stagnation fuer den Rest. Eine Gesellschafft, die nur noch mit der Goldgewinnung beschaeftigt ist, ist wohl nicht das Ziel.


    Also ist die reine Goldwaehrung eine Sackgasse.

    Ausser den realwirtschaftlichen Indikatoren und Daten gibt es keinen Grund fuer einen Aktiencrash.

    Einmal editiert, zuletzt von Tollar ()

  • Ein Goldbesitzverbot könnte nur eine Begleiterscheinung der schlimmsten aller Krisen sein und da ist dann wieder alles möglich, auch der Goldbesitz.

    Ohne eine goldgedeckte Waehrung, macht Goldverbot einfach keinen Sinn.

    Ausser den realwirtschaftlichen Indikatoren und Daten gibt es keinen Grund fuer einen Aktiencrash.

  • Ohne eine goldgedeckte Waehrung, macht Goldverbot einfach keinen Sinn.

    Und welchen Sinn macht ein Goldstandard, wenn ich die Deckung nicht in Anspruch nehmen kann. Dann ist dem Missbrauch wie im Fiat-System genauso wieder Tür und Tor geöffnet.

    Demokratie ist die Diktatur der Dummen (Friedrich von Schiller)
    Das Grundprinzip der Parteien-Demokratie ist, die Bürger von der Macht fernzuhalten (Michael Winkler)
    Wer die Zeichen der Zeit nicht erkennt, wird von ihr überrollt werden. 8o
    Wer Banken sein Geld überlässt, macht sich mitschuldig :!:

  • Und welchen Sinn macht ein Goldstandard, wenn ich die Deckung nicht in Anspruch nehmen kann. Dann ist dem Missbrauch wie im Fiat-System genauso wieder Tür und Tor geöffnet.

    Du hast es erfasst. Ein Goldverbot ist die Aufhebung des Goldstandards durch die Hintertuer (hatte ich hier schon mal vor ein paar Monaten geschrieben).

    Ausser den realwirtschaftlichen Indikatoren und Daten gibt es keinen Grund fuer einen Aktiencrash.

  • Finanzexperte Krahnen zur Finanzkrise: "Europas Banken sind die Gewinner"


    Zitat von Handelsblatt

    Kann alles noch viel schlimmer kommen?


    Das kann wirklich niemand voraussagen. Es gibt noch ein großes Risiko: der Kreditversicherungsbereich mit seinen CDS-Produkten. Dort war auch die amerikanische Versicherungsgesellschaft AIG ein wichtiger Spieler. Bricht der Markt hierfür auch noch ein, dann könnte die Krise eine ganz neue Dimension erreichen.

    Einmal editiert, zuletzt von Peter7 ()


  • Allesklar das Szenario hast Du präzise beschrieben.


    Sollte es wie geschildert ablaufen, was denkt Ihr, bei Pkt. 5 (Goldpreisexplosion) raus aus Gold und rein in Immobilien, oder das Gold halten bis zur Währungsreform, trotz Goldverbot?


    Für den Kollaps habe ich bestmöglich vorgesorgt (vermutlich wie die meisten auf GS), aber meine größten Zweifel habe ich, ob ich/wir den richtigen Absprung schaffen.


    Schon klar, einen Restbestand an EM werde ich immer behalten, AU ist einfach zu schön.


    Also was meint Ihr, an welchem Punkt raus aus AU/AG?


    Gruß meggy

    Mad in Germany

    Alter weißer Mann mit neuer Gas- und Holzheizung

    Bis $1000/oz ist Gold superbillig, bis $3000 ist es billig, erst ab $10000 wird es teuer.

    Bis $50/oz ist Silber superbillig, bis $150 ist es billig, ab $500 wird es teuer. W.E.

  • Selbst wenn es letztendlich nur 500 Mrd. (0,5 Bio.) tatsächliche Kosten für die Regierung (den Steuerzahler) werden. Bei einer derzeitigen Staatsverschuldung von 11 Billionen, macht das adhoc 5% INFLATION.

    "Congressional leaders said after meeting Thursday evening with Treasury Secretary Henry Paulson and Federal Reserve Chairman Ben Bernanke that as much as $1 trillion could be needed to avoid an imminent meltdown of the U.S. financial system. "
    http://www.politico.com/news/stories/0908/13602.html


    Wenn man heute bereits Kosten fuer den Steuerzahler von 1 trillion offen ausspricht, werden es bestimmt $2..3 trillion. Allerdings wird diese Geldmenge NICHT gedruckt, sondern langfristig der Wirtschaftskreislauf in Form von Steuern entzogen. Ich sehe da immer noch ein deflationaeres Szenario, es wird nur in die Laenge gestreckt.


    $2,674,007,818,000 betrugen die federal Steuereinahmen in 2007. Man muesste die Income-Tax um 10% auf 10 Jahre erhoehen, um diese Summe wieder reinzuholen.

    Ausser den realwirtschaftlichen Indikatoren und Daten gibt es keinen Grund fuer einen Aktiencrash.

  • 1/3 davon ist für die Zeit nach dem Börsencrash reserviert - wird dann getauscht und in Aktien investiert, wenn dieselbigen am Boden liegen ;) Versorger, Nahrungsmittel, erneuerbare Energien und vielleicht ein paar Monsanto

    Einmal editiert, zuletzt von freefly ()

  • Eine beschraenkte Geldmenge wuerde letztendlich die Privatvermoegen auf Null schrumpfen lassen, weil die Banken irgendwann die gesamte Geldmenge besitzen wuerden, da sie naturgemaess mehr Geld einnehmen (Kreditrueckzahlung + Zinsen) als ausgeben (Kredit).

    Warum? Sie können ja den unterschied durch dividende auszahlen.

    ---The Tidal Wave will come---


    144.000

  • 7. Goldverbot und Währungsreform


    Kannst Du dafür mal ein eventuelles Zeitfenster vorgeben ?


    Was macht es denn dann für einen Sinn in Gold zu investieren, wenn mit einem Goldverbot gerechnet wird, macht es dann nicht mehr Sinn gleich in ausgewählte Aktien und Grund und Boden zu investieren ?
    Wie ließe sich das Goldverbot den Weltweit durchsetzen, ich kann mir vorstellen das ein Goldverbot im nordamerikanischen und im europäischen Raum durchsetzbar ist, aber bei allen anderen wird es sehr schwierig werden.


    Wenn ein Goldverbot, dann für immer und ewig oder für eine bestimmtes Zeitfenster ?

  • 1/3 davon ist für die Zeit nach dem Börsencrash reserviert - wird dann getauscht und in Aktien investiert, wenn dieselbigen am Boden liegen ;) Versorger, Nahrungsmittel, erneuerbare Energien und vielleicht ein paar Monsanto


    In diese Richtung gehen auch meine Überlegungen:


    1/3 Aktien


    1/3 Immobilien, mal schaun wieviele Unzen dafür benötigt werden


    1/3 halten trotz Goldverbot

    Mad in Germany

    Alter weißer Mann mit neuer Gas- und Holzheizung

    Bis $1000/oz ist Gold superbillig, bis $3000 ist es billig, erst ab $10000 wird es teuer.

    Bis $50/oz ist Silber superbillig, bis $150 ist es billig, ab $500 wird es teuer. W.E.

  • Ich komme nur auf 4 Jahre bei 10% Erhöhung - dann haben sie 1 Trillion (deutsch 1 Billionen) - reden wir von derselben Summe? :hae:
    10% von $2,674,007,818,000 = $267,400,781,800
    mal 4 Jahre = 1 trillion

    Ich gehe von meiner geschaetzen Summe aus (2..3 trillionen, vereinracht habe ich dann 2.7 angenommen). Wenn heute schon oeffentlich ueber $1 trillion Kosten gesprochen wird, werden auf jeden Fall mehr draus. Denn die Leichen in den Buechern der Banken, die bisher verschwiegen werden, werden alle durch dieses Signal vom Rettungsplan ploetzlich geweckt und wie eine Zombieplage auf diesen Topf zumarschieren.

    Ausser den realwirtschaftlichen Indikatoren und Daten gibt es keinen Grund fuer einen Aktiencrash.

    Einmal editiert, zuletzt von Tollar ()


  • http://www.welt.de/finanzen/ar…ueffelt-US-Regierung.html

  • Sollte es wie geschildert ablaufen, was denkt Ihr, bei Pkt. 5 (Goldpreisexplosion) raus aus Gold und rein in Immobilien, oder das Gold halten bis zur Währungsreform, trotz Goldverbot?


    Für den Kollaps habe ich bestmöglich vorgesorgt (vermutlich wie die meisten auf GS), aber meine größten Zweifel habe ich, ob ich/wir den richtigen Absprung schaffen.


    Schon klar, einen Restbestand an EM werde ich immer behalten, AU ist einfach zu schön.


    Sollten EM überproportional steigen, werde ich für meinen Teil zu 90% raus gehen und wandeln in einen kleinen Bauernhof, mit eigenem Brunnen, und etwas Wald. 1-2 Hektar reichen locker, Zustand egal, wird durch die Krise nicht besser. Ich bin der Meinung, dies ist der beste Weg, Phase 2 zu überstehen (Defllation, Zwangsmaßnahmen, etc.). Für Phase 3, Hyperinflation, in der richtige Vermögen geschaffen werden, sind wir einige Nummern zu klein. Mir reicht es, mit der Familie gesund über die Krise zu kommen und am Ende noch etwas EM zu besitzen. Riesenvermögen bedeuten mir nichts, ich bin nicht wie der Misanthrop... :D


    Lieber zu früh abgesprungen und das selbst gesteckte Ziel sicher und frühzeitig (Zeit ist eine der wertvollsten Währungen in der Krise) erreicht, als wegen eventueller Riesengewinne unter die Räder zu kommen. Solche Leute wie der "Dottore" vom Gelben, der munter den DAX rauf und runter zockt im Auge der Krise, werden trotz ihrer Intelligenz alles verlieren, selbst das Leben (und sei es wegen des Alters), einfach weil sie nicht daran denken, einen Plan B zu haben.

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