Global Economic Collapse

  • Wirtschaftsblogger Chris Martenson hat errechnet, dass die US Einlagensicherung nach der Pleite der letzten 4 Banken letzzte Woche eigentlich im negativen Bereich ist.


    With this latest series of bank closings, the DIF ratio is now solidly in negative territory. Interestingly, we might also note that insured deposits have declined for the first time since at least 1999, which is as far back as I have found data.


    http://www.chrismartenson.com/blog/fdic-broke-now-what/25274

    Danke fuer den Hinweis. Habe zu dem Thema auch folgendes gefunden. Diese Meldung wird allerdings bisher von den Headlines gemieden.

    The FDIC Deposit Insurance Fund started 2008 with $53 billion. By March 31st of this year it had dwindled to approximately $13 billion. But there have been 56 bank and savings and loan failures since then. In fact, there were five bank failures last Friday.


    So, how much is left of the Deposit Insurance Fund? A report published by Saxo Bank Research two days before the Colonial failure suggested that the DIF was down to $648.1 million. Colonial is expected to take a $2.8 billion bite out of the fund. And Community Bank of Nevada, which also failed on Friday, took a $781 million slice from the pie.


    If that’s true, it means the FDIC insurance fund is technically bankrupt. But FDIC Chairman, Sheila Bair says it’s nothing to worry about. “The FDIC's guarantee is as certain as ever,” she says. “Our industry-funded reserves have covered all losses to date.”


    Fuer diesen Fall soll es aber einen Backup Fund mit $100 Mrd geben. Das duerfte nochmal grob fuer wenige Hundert Banken reichen, allerdings nicht fuer tausende Banken, die im Zuge dieser Finanzkrise noch pleite gehen werden.


    In May, Congress authorized the Treasury to set aside $100 billion as a “backup insurance” fund for the FDIC. And they’re going to need it. A Royal Bank of Canada report suggests that there will be “thousands” of bank failures in the U.S before this crisis is over.

    http://www.howestreet.com/arti…ndex.php?article_id=10496

    Ausser den realwirtschaftlichen Indikatoren und Daten gibt es keinen Grund fuer einen Aktiencrash.

  • US-Budgetdefizit soll geringer als erwartet ausfallen


    Das Budgetdefizit in den USA wird in 2009 mit 1,58 Billionen Dollar gegenüber der Schätzung von vergangenen Mai um voraussichtlich 262 Milliarden Dollar geringer ausfallen. Dies berichtete Bloomberg unter Berufung auf Regierungskreise. Das Budgetbüro von Präsident Barack Obama setze bald eine entsprechende Erklärung.


    Der vom Weißen Haus in der nächsten Woche erwartete Halbjahres-Budgetausblick dürfte mit einer verbesserten Sichtweise für das Ende September auslaufende Fiskaljahr einhergehen. Hiefür würden Kostenreduzierungen im Zusammenhang mit den Anstrengungen zur Konjunkturstabilisierung den Ausschlag geben. Dabei habe es sich die Regierung erlaubt, einen für die Finanzbranche vorgesehenen Notfallplan über den weiteren Einsatz von 250 Milliarden Dollar fallen zu lassen. Für die Defizitreduzierung zeige sich zudem eine geringer als erwartete Zahl an Bankpleiten verantwortlich. Dies bedeute, dass die Ausgaben des Einlagensicherungsfonds Federal Deposit Insurance gegenüber ursprünglichen Schätzungen um 78 Milliarden Dollar geringer ausfallen. Das Budgetdefizit betrage 11,2 Prozent des Bruttoinlandsproduktes. Dies entspreche dem höchsten Wert seit 1945.


    Die US-Regierung stellte ursprünglich für das laufende und nächste Fiskaljahr einen Fehlbetrag des Haushalts von 1,84 Billionen sowie 1,26 Billionen Dollar in Aussicht. Zu den Steuereinnahmen ist für das laufende Jahr ein Betrag von 2,074 Billionen Dollar geplant. Dies stelle gegenüber dem Vorjahr infolge des Konjunkturabschwungs einen Rückgang von 18 Prozent dar. Gleichzeitig sollen die Ausgaben gegenüber 2008 um 23 Prozent auf 3,653 Billionen Dollar anschwellen. Der Anstieg geht vor allem auf das Konto des 787 Milliarden Dollar schweren Konjunkturprogramms und der 700 Milliarden Dollar schweren Gelder aus dem TARP-Rettungsprogramm zum Finanzsektor sowie der Aufwendungen für die Übernahmen der beiden Hypothekenfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac. Darüberhinaus seien Kosten für soziale Sicherheitsprogramme wie etwa die Ausweitung der Arbeitslosenversicherung für den Defizitanstieg verantwortlich.


    Quelle: Bloomberg

    ,,Nicht was wir sehen, wohl aber wie wir sehen, bestimmt den Wert des Geschehenen'' Blaise Pascal

  • US-Budgetdefizit soll geringer als erwartet ausfallen


    Das Budgetdefizit in den USA wird in 2009 mit 1,58 Billionen Dollar gegenüber der Schätzung von vergangenen Mai um voraussichtlich 262 Milliarden Dollar geringer ausfallen. Dies berichtete Bloomberg unter Berufung auf Regierungskreise. Das Budgetbüro von Präsident Barack Obama setze bald eine entsprechende Erklärung.


    Alles klar? [smilie_happy]

    Hinab in die Hölle, hinauf auf den Thron, am schnellsten empfängt man alleine den Lohn.

    Einmal editiert, zuletzt von Silberfinger ()

  • Alles klar? [smilie_happy]

    Genau diese regierungskreise machen die sache ja so verdächtig: wenn es belastbare Aussagen gäbe, dann hätte es eine offizielle Mitteilung gegeben.
    Dass schon mal vorab eine Info kommt sieht eher nach einer Beruhigung der Gläubiger aus.


    1. Bei der Versteigerung der letzten 7jährigen Anleihen spricht die treasury von einem "strong demand" der anleger
    2. Innerhalb einer Woche erwirbt die FED 47% dieser Anleigen
    3. Bei der als sehr kritisch angesehenen Versteigerunge der 30 jährigen Anleihen gibt es eine über alle Maßen starke nachfrage,
    die nochmal deutlich höher ist als bei den vorangegangenen Versteigerungen


    wenn bei den 7 jährigen Staatsanleihen gelogen wurde, dann bei den 30jährigen erst recht.
    Der US Bankensicherungsfonds ist wahrscheinlich alle: konkrete rgeht es eigentlich nicht.


    Es kann sein, dass sich das System mit Lügen und gelddrucken rettet und dass das noch sehr sehr lange gut geht.
    Aber es kann auch sein, dass es nächste Woche kracht.
    In diesem Kontext ist die überraschende Mitteilung, dass das Defizit 250 mrd Dollar geringer ausfällt nicht wirklich vertrauenerweckend.


    Wir als Normalbüger sind da in der Situation einer betrogenen Ehefrau: mal wünschen wir uns, dass alles kracht und die Lügerei ein Ende hat.
    Mal wünschen wir uns, dass dass Lügengebäude noch hält - weil wir Angst vor der Zukunft haben.
    So eine Situation wie derzeit stellt ein erhöhtes betriebsrisiko für alle beteiligten dar, da zu jedem Zeitpunkt auch ein zufälliges Ereignis einen meltdown auslösen kann.


    Wenn die USA in den kommenden 12 Monaten Abnehmer für ihre Schrottanleihen finden und die kreditausfälle nicht zu einem bankensterben geführt haben, lege ich mir gerne eine andere Anlagestrategie zu, in der auch papierwerte wieder eine größere Rolle spielen.
    Aber für die kommenden Monate verzichte ich gerne auf 2% Zinsen und rechne mit dem Schlimmsten.


    Wenn ich Gold in 12 Monaten mit 20% Verlust verkaufen müsste? So what...
    Ich muss eine Familie absichern - und dass schafft man nicht mit 4 von Opa geerbten Krügerrands.
    Hilf Dir selbst, dann hilft Dir Gott.
    Und dass meine ich ernst: Eine Marienerscheinung, die einen vor Gefahr warnt und eine ausgedruckte Anlageempfehlung hinterlässt,
    gibt es nicht.

    Einmal editiert, zuletzt von Dr_Meyer ()

  • Und dass meine ich ernst: Eine Marienerscheinung, die einen vor Gefahr warnt und eine ausgedruckte Anlageempfehlung hinterlässt,
    gibt es nicht.

    Denke ich auch,
    zunächst sollte man seinen Instinkten folgen, sich einfach nur fragen : "Ist die Situation, so wie sie nun sich heute darstellt, der richtige Weg ?" Laufen die Sachen national und auch global so wie sie sein sollten ? Sind sie nachhaltig? Ein großes Problem dabei scheint mir zu sein, das viele sagen, oder denken, "hier stimmt was nicht" ! Doch dann kommt wahrlich die Psychologie ins Spiel, wo man sich sagt, "Das kann doch nicht sein"! Ein Effekt, der durchaus von den "Eliten" ( ich mag diese Bezeichnung eigentlich nicht, sehe das dann doch eher als Verantwortliche ) erkannt wird und auch beschwichtigt wird, es liegt in der Natur des Menschen lieber zu glauben als zu wissen! Doch schlimm ist, je mehr man sich mit der Materie beschäftigt, was nur die Wenigsten überhaupt sich antun, umso konfuser stellt sich die Situation dar..., es wird damit nicht einfacher, sondern unendlich komplizierter, daher meine Meinung: Wenn man schon ahnt, das etwas verkehrt läuft... das warum und wieso...ist nett zu wissen, doch letztendlich irrrelevant, es wird darauf ankommen, wie man damit umgeht... dieses hat jeder in seiner eigenen Hand, einige mögen die Augen verschließen, andere hoffen auf eine Selbstheilung von Problemen, wieder andere versuchen möglichst unbeschadet und aktiv durchzukommen.
    Man muss wohl nicht alles verstehen, doch wenn Entwicklungen offensichtlich in falsche Richtungen abgleiten... ist sich jeder selbst der nächste! Daher Augen auf und vor allem nicht einlullen lassen, selber Denken ist meist besser als mit Gedanken und Vorstellungen von Anderen dann leben zu müssen.


    Nein, es wird keine helfende Hand gereicht werden... nicht für "normale Menschen" die müssen wie schon immer seit Jahrtausenden zusehen wie sie klar kommen werden. Darauf stellt Euch ein, denkt selber als den vermutlichen Experten an den Lippen zu kleben.
    Wünsche
    ...einen goldigen Tag
    Tut

    "Um klar zu sehen genügt oft schon eine geringe Veränderung des Blickwinkels"

  • Die Exporte in die USA fielen um 43.5% im Jahresvergleich. Die Gesamt-Exporte Japans gingen um 36,8%, die -Importe um 31,9% zurueck. Auch das Import-Export-geschaeft mit China entwickelt sich stark ruecklaeufig (Exporte -25,3% Importe -17,8% im Jahresvergleich). Das Export-Geschaeft nach Deutschland fiel um 37,6%, die Japaner importierten im Juni 2009 Waren im Wert von $7,7 Mrd aus Deutschland, 27% weniger als im gleichen Monat 2008.


    http://www.zerohedge.com/artic…-japans-top-trade-partner

    Ausser den realwirtschaftlichen Indikatoren und Daten gibt es keinen Grund fuer einen Aktiencrash.

    Einmal editiert, zuletzt von Tollar ()

  • Das sind Worte, die man in den letzten Tagen immer wieder hört & liest: #####Spekulationen über die Nachhaltigkeit des Wirtschaftswachstums in China, dem neuen Hoffnungsträger der Weltwirtschaft#####Vor allen die letzten drei Worte sind der Hammer, oder. Ich persönlich traue den offiziellen Wirtschaftsdaten aus dem roten China, nicht über den Weg, genauso wie den anderen aus dem Rest der Welt. Und wenn alle glauben China rettet uns, glauben sie bestimmt verkehrt.

    ,,Nicht was wir sehen, wohl aber wie wir sehen, bestimmt den Wert des Geschehenen'' Blaise Pascal

  • UK Staats-Defizit im Juli 16mal höher als erwartet.
    Staatseinnahmen um 37,37 % gegenüber dem Vorjahr gesunken


    Der Juli its in UK der stärkste Monat für die Staatskasse: hier zahlen die großen Konzerne ihre Quartalssteuern.
    ( July is traditionally a strong month for public finances, as it includes a quarterly corporation tax bill.)


    Im letzten Jahr nahm der Schatzkanzler im Juli 2008 noch ca. 5,2 Mrd Pfund netto ein und konnte Staatsschulden zurückzahlen.


    Der mittlere Forcast der Analysten sah für den Staatshaushalt von GB im Juli 2009 ein Defizit von 0,5 Mrd Pfund vor.
    Das tatsächliche Defizit betrug jedoch 8 Mrd Pfund.


    Ein Analyst von BNP sagt: "This is worse than bad,"


    Sollte der Trend beständig sein, dürfte der Plan für den Staatshaushalt Makulatur sein und die Staatsschulden weitere 25 Mrd Pfund höher ausfallen als die 175 Mrd Pfund Planung.
    soweit Telegraph.co.uk


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  • Das sind Worte, die man in den letzten Tagen immer wieder hört & liest: #####Spekulationen über die Nachhaltigkeit des Wirtschaftswachstums in China, dem neuen Hoffnungsträger der Weltwirtschaft#####Vor allen die letzten drei Worte sind der Hammer, oder. Ich persönlich traue den offiziellen Wirtschaftsdaten aus dem roten China, nicht über den Weg, genauso wie den anderen aus dem Rest der Welt. Und wenn alle glauben China rettet uns, glauben sie bestimmt verkehrt.

    Die Import-Statistiken der Importlaender von Guetern aus China melden starke Rueckgaenge, die Produktion von Elektrizitaet in China faellt um ca. 10% ...ich bin bei den offiziellen Wachsums-Statistiken ebenfalls vorsichtig,

    Ausser den realwirtschaftlichen Indikatoren und Daten gibt es keinen Grund fuer einen Aktiencrash.

  • Habs mal durchgerechnet:


    UK Staatshaushalt 2009
    http://www.hm-treasury.gov.uk/…9_completereport_2520.pdf


    Ausgaben : 671 Mrd Pfund
    geplante Einnahmen: 496 Mrd Pfund
    geplantes Defizit: 175 Mrd Pfund
    von Analysten derzeit kalkuliert: Defizit wohl 200 bis 225 Mrd Pfund.


    geplantes Defizit: 26% des Staatshaushalts durch Schulden gedeckt


    Falls das Defizit auf 225 Mrd anschwillt werden 33,5 % des Staatshaushalts durch Schulden gedeckt.


    Dass kritische: die "Schulden" werden derzeit zu 100% durch die Bank of England aufgekauft,
    d.h.
    100% des britischen Defizits wird durch Gelddrucken gedeckt,


    und (Zeitpunkt Juli 2009): 26 % des Britischen Staatshaushalts wird durch Gelddrucken gedeckt.


    Falls Ausländer ihr Geld aus UK abziehen und/oder britisches Kapital flieht, würden die Pfund-anleihen des Staates und der Firmen im Wert sinken: Zinsen würden dadurch steigen.


    Sehr hohe Zinsen könnten das Pfund stabilisieren, d.h. falls die BoE nicht eingreift, würden bei 25% Junk-Bond Zinsen wohl Anleger das Risiko eingehen und britische Papiere zurückkaufen.
    Die Wirtschaft würde jedoch durch eine sehr schwere Rezension gehen.


    Falls die BoE eingreift und weiteres Geld druckt und Unternehmensanleihen aufkauft, würde Kapital komplett fliehen.
    und eine Hyperinflation einsetzen.


    Falls es Kapitalexport-Verbot gibt, wie beim französischen Franc in den 80er Jahren, würde das in UK verbliebene Kapital alle restlichen UK Sachwerrte in die Höhe treiben.

  • Falls Ausländer ihr Geld aus UK abziehen und/oder britisches Kapital flieht, würden die Pfund-anleihen des Staates und der Firmen im Wert sinken: Zinsen würden dadurch steigen.


    Sehr hohe Zinsen könnten das Pfund stabilisieren, d.h. falls die BoE nicht eingreift, würden bei 25% Junk-Bond Zinsen wohl Anleger das Risiko eingehen und britische Papiere zurückkaufen.
    Die Wirtschaft würde jedoch durch eine sehr schwere Rezension gehen.


    Falls die BoE eingreift und weiteres Geld druckt und Unternehmensanleihen aufkauft, würde Kapital komplett fliehen.
    und eine Hyperinflation einsetzen.

    Dass ist ja das Dillemma. Langfristig werden die Zinsen so oder so explodieren (muessen).


    Scenario A: BoE stuetzt nich den Anleihemarkt, Anleihen sinken im Wert -> Flucht aus britischen Staatsanleihen -> Anleihen kollabieren -> Zinsen explodieren
    Scenario B: BoE kauft mit gedruckten Geld Staatsanleihen auf, haelt den Marktpreis hoch -> Inflation -> Banken werden Kredit-Zinsen drastisch anheben -> Zinsen explodieren


    Man kann es drehen und wenden wie man will, die Zinsen werden explodieren, nicht nur in England, sondern auch in den USA. Sehr schoen zu sehen bei en 10-Year-US-Treasury-Yield. Es gibt einen 27 jaehrigen Zyklus, wir sind am Ende dieses Zyklus angelangt (soweit zur zyklus-theorerischen Unterstuetzung der Zinsexplosion).


    [Blockierte Grafik: http://4.bp.blogspot.com/_B7bSes0OqMM/SY9139e7NGI/AAAAAAAABG0/Ajx_MwJtcPg/s1600/10%2Byear%2Byield%2Bsince%2B1962.png]

    Ausser den realwirtschaftlichen Indikatoren und Daten gibt es keinen Grund fuer einen Aktiencrash.

  • Dass ist ja das Dillemma. Langfristig werden die Zinsen so oder so explodieren (muessen).

    ... es geht doch auch anders:
    print . :thumbsup: . print . :D . print . :) . print . :huh: . print . :S . print . X( . print . :wall: ...............

    "Wer nichts weiß, muß alles glauben" (M. v. Ebner-Eschenbach)

  • Scenario B: BoE kauft mit gedruckten Geld Staatsanleihen auf, haelt den Marktpreis hoch -> Inflation -> Banken werden Kredit-Zinsen drastisch anheben -> Zinsen explodieren

    Wenn die Geschäftsbanken die Kreditzinsen infolge Inflation anheben (müssen), heisst das noch lange nicht, dass die Leit- und andere Marktzinsen folgen (müssen). Seit wann wedelt der Schwanz mit dem Hund?

    "Wer nichts weiß, muß alles glauben" (M. v. Ebner-Eschenbach)

    Einmal editiert, zuletzt von Königswasser ()

  • ... es geht doch auch anders:
    print . :thumbsup: . print . :D . print . :) . print . :huh: . print . :S . print . X( . print . :wall: ...............

    Genau die Folge davon habe ich doch hier erklaert:

    Wenn die GB-Banken die Kreditzinsen infolge Inflation anheben (müssen), heisst das nicht, dass die Leitzinsen folgen (müssen). Seit wann wedelt der Schwanz mit dem Hund?

    Seit wann leihst Du Geld von der Bank zum Leitzins ? Er ist nur ein Minimum-Zins. Der Marktzins bestimmt das Zinsniveau von Krediten fuer Verbraucher und Wirtschaft, der wesentlich hoeher liegen kann. Mittelfristig mag der BoE oder auch der FED der Balance-Act gelingen, die Marktzinsen ueber den Aufkauf von Staatsanleihen kuenstlich unten zu halten. Langfristig muessen die Marktzinsen aber so oder so explodieren, im deflationaeren wie auch im inflationaeren Szenario. Der Leitzins kann dagegen wenig ausrichten.

    Ausser den realwirtschaftlichen Indikatoren und Daten gibt es keinen Grund fuer einen Aktiencrash.

  • Seit wann leihst Du Geld von der Bank zum Leitzins ? Er ist nur ein Minimum-Zins. Der Marktzins bestimmt das Zinsniveau von Krediten fuer Verbraucher und Wirtschaft, der wesentlich hoeher liegen kann. Mittelfristig mag der BoE oder auch der FED der Balance-Act gelingen, die Marktzinsen ueber den Aufkauf von Staatsanleihen kuenstlich unten zu halten. Langfristig muessen die Marktzinsen aber so oder so explodieren, im deflationaeren wie auch im inflationaeren Szenario. Der Leitzins kann dagegen wenig ausrichten.

    Du hast mich falsch verstanden. In deinem Szenario B ist die Schlussfolgerung inkonsistent.
    ... Banken werden Kredit-Zinsen drastisch anheben -> Zinsen explodieren
    Der erste Teil stimmt, der zweite Teil ist unlogisch oder zumindest unklar. Was, wenn nicht die Leitzinsen, meinst du mit "Zinsen explodieren"? Die Leitzinsen und die Zinsen für Staatsanleihen werden nämlich nicht exorbitant ansteigen dürfen, obwohl die Kreditzinsen bei den GB "explodieren". Und das hat Folgen für die Währung ...

    "Wer nichts weiß, muß alles glauben" (M. v. Ebner-Eschenbach)

  • Was, wenn nicht die Leitzinsen, meinst du mit "Zinsen explodieren"?

    Marktzinsen.


    Die Leitzinsen sind kuenstlich festgelegt, aber als Marktteilnehmer kann ich mir davon nichts kaufen.


    Zinsen fuer Staatsanleihen werden auf dem Markt ermittelt, genauso wie fuer Unternehmensanleihen. Die Zinsen fuer Staatsanleihen koennen sich daher nicht vom Markt abkoppeln. Warum sollte ich Staatsanleihen fuer 2% kaufen, wenn mir sichere Unternehmensanleihen 10% (hervorgerufen durch Inflation) bringen ? Der Staat muss mir mehr Zinsen bieten, damit ich Staatsanleihen kaufe ... folglich steigen die Zinsen fuer Staatsanleihen Ich verstehe den Wunsch der Regierungen, Zinsen fuer Staatsanleihen niedrig zu halten. Aber genau das Gegenteil wird langfristig dennoch passieren, so oder so, denn das ist ein Markt, der zwar hier und da kurzfristig manipuliert werden kann aber am langen Ende wird der Markt sich durchsetzen. Es sei denn man schafft den freien Markt ab: Zwangsanleihen zu Wunschzinsen des Staates.

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  • Zinsen fuer Staatsanleihen werden auf dem Markt ermittelt ...

    Darf man lachen? Die Fed und die BoE kaufen wie blöde Staatsanleihen auf und du willst uns erzählen, dass das Markt ist? Nein, der Markt ist längst keiner mehr. Und wenn keiner mehr das Zeugs nachfragt, dann führen sie halt Zwangsanleihen ein. So wird es kommen. Es gibt keinen Spielraum für Zinserhöhungen in einem sterbenden System. Zumindest das sollte man in der letzten Dekade gelernt haben.

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  • Crash der U.S. Staatsanleihen:


    ich wollte mir mal selbst ein Bild machen:


    also: am 13. August standen die Versteigerungen der gefürchteten 30jährigen US Staatsanleihen an:


    Angeblich sollen die 30jährigen super weggegangen sein;
    http://www.bloomberg.com/apps/…20601087&sid=aT7NRK.uhuC8


    also:


    Hier ist die Original-Site beim US Schatzamt: hier kann man sehen, welche Anleihen verkauft wurden:
    http://www.treasurydirect.gov/RI/OFGateway


    auf der Seite hier kann man sehen, welche US Staatsanleihen von der New York FED im Rahmen des Quantitative Easings aufgekauft wurden:
    http://www.newyorkfed.org/mark…?showmore=1&opertype=orig


    Also: am 13.7.2009 wurden 30 jährige Anleihen für 15 Mrd dollar versteigert,
    2 tage davor die 10 jähreigten für 22,7 Mrd Dollar


    die Fed hat sich die peinlichkeit erspart, die 30jährigen gleich komplett aufzukaufen:
    von den 30 jährigen Anleihen wurden "nur" 500 Mio Dollar Anleihen zwei Tage später von der FED gekauft.


    In der gesamten Zeit vom 21.7. bis jetzt gab es hektische kauftätigkeit, vor allem bei langen und mittleren Laufzeiten.


    Unmittelbar vor und nach der versteigerung der 15 mrd Dollar an 30jährigen Anleihen hat die FED Langläufer in Höhe von 19 Mrd Dollar vom Markt genommen.


    Und vom 21.7. bis 20.8. wurden Anleihen für 52,4 Mrd aufgekauft (das gesamte Quantitative Easing Programm umfasst 300 mrd dollar).


    Im Gegensatz zu UK, wo derzeit 100% der Staatsverschuldung aus der Notenbankpresse kommt,
    ist das US-Programm noch weit darunter, aber es gibt für lang laufende US Staatspapiere praktisch keinen Markt mehr:


    Die FED konzentriert sich bei den Aufkäufen auf Langläufer. Wer mag, kann die aufgekauften papiere nach Laufzeiten durchrechnen.
    Für mich sieht es so aus, als ob bei den Langläufern nur noch die FED kauft.

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