Beiträge von wef

    Auch höhere Shortquoten haben bestanden ohne dass der Preis in nachhaltigen Korrekturmodus gegangen ist...solche bzw. noch größere Shortbestände haben beispielsweise auch bestanden als Silber Ende 2010 in die nahzu (exponentielle) parabolische Anstiegsphase übergegangen ist. So ca. alle 2 Jahre passiert sowas... :D


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    Woernie,


    sehe ich ganz genauso!
    Nur was mir neu ist, ist die Tatsache, dass die Shortposition der Commercials NICHT wesentlich zurückgeht, obwohl der Preis schon eine ganze Weile sinkt. Das dürfte einmalig sein?
    Nur ist das bullisch oder bärisch? Im Umkehrschluss heist es nämlich, dass auch die Longposition der Spekulanten nicht zurückgegangen ist. Die Spekulanten scheinen dieses Jahr ordentlich Margin mitgebracht zu haben, so dass sie auch solche Durststrecken überwinden können?
    Ausserdem sieht man in diesem Chart recht gut, dass die hohen Shortpositionen der Commercials normalerweise nicht lange Bestand haben.
    Ich halte die Situation im COT für einmalig. Und für völlig offen.


    Alleine niemals, so lange China kommunistisch ist. Dazu fehlt einfach das Vertrauen in das Regime,
    von daher alleine eher keine Weltreservewährung.
    Eine Art "Basket" aus Emerging Markets Währungen, dann eher schon, gemischt mit einigen Industrieländer-Währungen
    USD - CAD - AUD - CHF (EUR) - - BRL - INR - CNY - RUB - - ZAR - MXN - etc.
    Vielleicht bildet man einen % ual gewichteten Basket, wie immer der auch gestrickt sein könnte :hae:


    Wie kann ein Währungsbasket als Sicherheit dienen? Wenn ein Land zB RUB einnimmt, weil es eine positive Handelsbilanz mit Russland hat. Wie kann es vom Basket profitieren? Die Währungen des Baskets müssten dann doch feste Währungskurse haben! Diese Kurse müsste jemand garantieren! Wer sollte denn das sein?
    Ist das System der festen Währungskurse nicht völlig in die Hose gegangen? Oder habe ich das falsch in Erinnerung?

    Zur aktuellen Entwicklung bei Gold und Silber wollte ich noch sagen, dass die COTs leider wieder relativ enttäuschend waren. In Anbetracht der längeren Seitwärts-/abwärtsbewegung hätte ich mir deutliche Käufe der Commercials erwartet. Die Veränderungen der letzten beiden Wochen waren aber marginal.
    Die gute Nachricht dabei ist aber, dass die Spekulanten nicht panisch Gewinne mitgenommen haben, sondern sich immer wieder neue Käufer finden.
    Insgesamt ist also noch alles möglich.
    Mich hatte allerdings ein sehr sehr schlechtes Gefühl befallen. Weil die Entwicklung im Preis und im COT wirklich atypisch ist. Woernie's Chartanalyse der Minen hat mich aber umgestimmt.
    Die Situation laut COT ist schwierig zu beurteilen. Deshalb muss man sie aber nicht gleich rabenschwarz beurteilen.

    Poing,


    ich verfolge weder den Platinpreis noch die Platin COT Reports.
    Aber der Streik war ein extremes Ereignis, es rechtfertigt also auch extreme Positionen der Marktteilnehmer. Diese Positionen mit der Vergangenheit zu vergleichen, ist meiner Meinung nach in solchen Fällen witzlos.
    Was mir aufgefallen ist: es gibt keine Platin Futures! An der Comex wird praktisch nur ein Kontrakt gehandelt: der Januar 2013. Ein wenig noch der April 2013.
    Ein kurzfristiges Ereignis wie ein Streik würde normalerweise zu einem starken Spread zwischen kurzen und langen Laufzeiten führen (siehe z.B. Nahrungsmittel nach Ernteeinbruch in den USA). Bei Platin gibt es gar keine langen Laufzeiten. D.h. dieser Markt hat wieder andere Gesetze.
    Ich könnte mir vorstellen, dass der Platinpreis demnächst einbricht. Was am Freitag abgelaufen ist, war schon ein Menetekel. Aber ob das dann das Ende war? Der kurzfristige Platinpreis hängt am Streikausgang. Einen langfristigen Platin(futures)preis gibt es nicht?
    Finger weg! Die Situation stinkt danach, dass hier "Schlauberger" abgezockt werden.

    Hallo wef.
    sollte der BP3PXD unter 4,00 Euro fallen... was ich aber fast nicht glauben kann...zieh ich die Reissleine...


    sh.auch Post 1223


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    Hallo Justin,


    ich hoffe Du wurdest nicht ausgestoppt!


    Die momentanen Kursbewegungen sind wirklich unvorhersehbar.Mein Primärszenario ist nicht eingetreten. Mein Sekundärszenario auch nicht... usw...
    Das was ich aus dem COT Report lesen kann, bedeutet so oder so. Das was ich aus den Kommentaren der Chartartisten rauslese, war auch so oder so und Beides ist nicht eingetreten. Die Elliot wave Prognosen zeichnen sich IMHO durch völligen Schwachsinn aus!
    Also was bleibt...? Fundamental? Fundamental ist kurz bis mittelfristig gar nichts wert. Ein Kurs kann sich sehr weit und sehr lang von seiner logischen Grundlage entfernen. Irgendwann kehrt er dann zurück. Wobei sich die logische Grundlage inzwischen sehr weit weiterbewegt haben kann.


    Vorsicht!


    Ich hoffe, dass der COT am Freitag abend ein eindeutig positives Bild abgibt... Ansonsten würde ich mittelfristige OS Positionen vorsichtig räumen..nicht panisch verkaufen...sondern zu halbwegs tragbaren Kursen verkaufen


    PS: ich rede immer nur von Long! Ich werde niemals ungedeckte Shortpositionen gegen meine fundamentale Überzeugung eröffnen!

    Die Eröffnung einer Futuresposition stellt keinen Kauf oder Verkauf dar, sondern den Abschluss eines Vertrags (Contract). Es wird kein Preis bezahlt oder erhalten. Lediglich eine Sicherheitsleistung (Margin) muss hinterlegt werden. Nur wenn der Vertrag bis zum Ablauf des Futures besteht, folgt daraus ein Kauf/verkauf. Circa 99,99% aller Kontrakte werden vorzeitig gekündigt.
    (Grobe Abschätzung: Beliefert werden jeweils etwa 1000-2000 Kontrakte in den 5 grossen Auslieferungsmonaten = 10.000. Eröffnet werden etwa 40.000 pro Tag, bei 200 Börsentagen macht das 8 Mio.)
    Man kann also davon ausgehen, dass ein Eröffner eines Long Kontrakts keinerlei Absicht hat, sich das Silber physisch ausliefern zu lassen. Genausowenig wie die Shorts Silber liefern wollen.


    Wenn ich die Begriffe Kaufen oder Verkaufen verwende, geschieht das um den Nachfrageeffekt der Futures auf den Preis darzustellen. Das Öffnen oder Schliessen von Positionen hat natürlich einen Preiseffekt, da ja immer ein Gegenpart gefunden werden muss. Dies erfordert uU eine Preisanpassung.


    Dabei darf man nie vergessen, dass der COT die Vergangenheit zeigt. Die Preiseffekte der erfolgten Transaktionen sind also bereits vorbei. Es bleibt schwierig aus vergangenen Preiseffekten auf die zukünftigen Preise zu schliessen...

    ...Anders als in London und an der COMEX, dürfen Anleger das an der Börse erworbene Gold sofort in Besitz nehmen. Es wird in Tresoren der Börse gelagert, Investoren erhalten physisch zugeordnete Barren mit Seriennummern. Bezeichnend ist … die Aussage des Börsenchefs Thomas Coughlin: „Wenn wir es nicht machen, dann wird es jemand anders tun.“
    ...


    Was für ein Blödsinn!
    Wenn ich einen Long Future eröffne, will ich kein Gold "physisch in Besitz nehmen". Weder sofort noch irgendwann!!!!!!!
    Was nützt mir denn bitte ein Barren mit Seriennummer in Brisbane :wall: :wall: :wall: :wall:
    ..wenn ich hier in Oberbayern sitze und von der höchst wahrscheinlichen Preissteigerung bei EM profitieren will?


    Solche Konstrukte sind eher mit ETFs zu vergleichen. Das hilft sicherlich auf die Dauer "einen besser fundierten Edelmetallpreis" zu erzielen. Da es ETFs (und Missbrauch dieser) aber schon einige Zeit gibt, war das nur ein sehr langsamer Fortschritt!

    Nach meiner Erkenntnis/Verständnis kann sich der Spotpreis gar nicht vom Futurespreis lösen. Beide sind technisch miteinander verknüpft! Vermutlich mit starker Präferenz des Futurespreises!
    Wenn sich der physisches Markt also vom Futurespreis(=Spotpreis) lösen will, ist er komplett orientierungslos. Das verkraften momentan weder Händler noch Käufer/Verkäufer. Ich glaube nicht, dass sich das grundlegend ändern wird.


    Man müsste die Preisfindung bei den Edelmetallen grundlegend ändern! Da habe ich aber überhaupt noch keinen vernünftigen Ansatz dafür gelesen/gehört!
    Wie korrupt die ganze Geschichte ist, zeigt doch längst das Londoner Goldfixing. Einige Grossbanken, denen wirklich kein Mensch mehr über den Weg traut, setzen den Preis fest. Aktuell schielen sie dabei wohl immer mit 2 Augen auf den Futurespreis!

    Hallo wef und *edelweisss*,
    gern verfolge ich Eure Überlegungen, kann hier leider nur wenig beitragen. Was ich mir vorstellen kann: In nicht allzuferner Zeit, wird sich der physische vom Papiermarkt völlig abkoppeln. Ähnlich, wie zu Zeiten als es den Schwarzmarkt gab - moderate Lebensmittelpreise mit Bezugsschein/Lebensmittelmarke, oder was auch immer für eine Einschränkung, und dem Schwarzmarkt, mit höheren Preisen, aber SOFORTIGER Lieferung.


    Einen schönen, flüssig zu lesenden, Beitrag hat unserer ehemalige Forumler "Dr_Meyer" geschrieben:


    Goldmarkt-Bericht vom 10.10.12


    Performer,


    mit Verlaub, Du bist seit August 2009 hier Mitglied. Ich lese seit Ende 2005 hier immer Prognosen (bzw. Behauptungen absoluter Gewissheit), dass sich die beiden Preise abkoppeln werden. Passiert ist per Saldo NULL KOMMA NULL. Es gab wohl kurze Phasen in denen physisches Metall schlecht verfügbar war.
    Ich kann das Theam nicht mehr hören und warte endlich auf Fakten! Preise lassen sich zum Glück sehr leicht nachvollziehen. Da haben die Lügenmärchen der "Einpeitscher" sehr schnell ein Ende!

    Ich habe schon öfters gesagt, dass ich die klassische Chartechnik für Futures für völlig ungeeignet halte.


    Mein jetziger Stand ist, dass das vielbeachtete OI eben sehr stark vom Zyklus der grossen Auslieferungsmonate abhängig ist. Bei Silber ist das Dezember, Juli, Mai, März, September..
    Z.B: einen Moving Average in einen Chart des Gesamt OI einzeichnen zu wollen, ist totaler Quatsch, weil sich das OI allein aufgrund dieser Zyklik total verändert. Ein OI vom September trägt eine andere Aussage, als eins vom Oktober, als eins vom November oder eins vom Dezember.
    Preischarts von Futures sind natürlich komplett ungenau, weil sie ja einen mehr oder weniger grossen Contango/Backwardation Effekt innehaben. Aktienkurse kennen sowas nicht!


    Es wäre genau das (utopische) Ziel dieses Thread wesentlich bessere Indikatoren zu entwickeln, die das Verhältnis von OI zu Preis und Position der Commercials vergleichbar machen.
    Aktuell würde ich aber sagen, dass jeder denkbare Indikator nur eine begrenzte Lebensdauer hat. Die fundamentalen Veränderungen verschieben die Skalen permanent sehr stark.

    Edelweiss,


    Ich denke Du sprichst ein sehr wichtiges Thema an. Futures verhalten sich wirklich gänzlich anders als Aktien. Deshalb haben wohl viele Foristen sehr seltsame Vorstellungen über den Markt und können durch populistische Aussagen sehr leicht völlig irregeleitet werden.


    Beim Öffnen einer Position wird ja kein Kaufpreis fällig (oder ein Verkaufspreis bezahlt!!!!). Sondern nur die Margin. Aber für Long und Short!


    Allerdings muss jemand der eine Position schliessen will, auch einen Gegenpart finden. Das übernimmt aber die CME (bzw. der CME Computer) indem es den Preis solange verändert bis sich ein Partner findet. Wieder wird kein Kauf oder Verkaufspreis fällig (und schon gar nicht an den Counterpart!!!!). Sondern nur die Differenz zur Eröffnung wird durch/an die CME ausgeglichen(unter Rückzahlung der Margin).


    Aber grob abstrahiert, nämlich als Auswirkung von Angebot und Nachfrage für den Gesamtmarkt, kann man schon sagen, dass die Eröffung einer Long Position etwa dem Kauf von Silber entspricht. Und das Eröffnen einer Short Position dem Verkauf von Silber. Umgekehrt ist Schliessen einer Long Position eben ein Verkauf und das Schliessen einer Short Position ein Kauf.


    Nur wenn zB ein kleiner Spekulant einen Kontrakt Silber shortet, denkt er nicht im Traum daran 5000 Unzen Silber zu verkaufen!!!
    Und wenn dann alle kleinen Spekulanten zusammen 10.000 Kontrakte shorten, verkaufen sie natürlich keine 50 Mio Unzen Silber!
    Nur könnte sich das in der Konsequenz für den Preis irgendwann ganz ähnlich auswirken.

    IMHO kann man Kurse nur dann vergleichen, wenn gleiche (oder zumindest vergleichbare) fundamentale Verhältnisse vorliegen!


    Was interessiert mich also das G/S Verhältnis von 1720, 1920, 1940, 1980 oder 2008? Es haben sich immer wieder aus verschiedenen fundamentalen Gründen Extremwerte ergeben!


    Kursmuster kann man vergleichen. Da sich der Mensch als Verursacher dieser Muster relativ langsam verändert. Aber keine absolute Kurse!


    Ich glaube nicht, dass man aus irgendeinem historischen Kurs eine Vorhersage für einen zukünftigen Kurs machen kann!
    Allerdings glaube ich sehr wohl, dass man aus der Vergangenheit lernen kann, wie sich Muster entwickeln. Allerdings nur so lange wie sich Dich die fundamentalen Voraussetzung nicht ändern. Das Muster endet dann, wenn sich die fundamentale Änderung voll entfaltet hat. Danach beginnt ein neues Muster...


    Beispielsweise wurden in der Aktien Blase 1999/2000 KGVs von 40 bis unendlich akzeptiert. Wer deshalb glaubt, dass Aktien aktuell völlig unterbewertet sind, leidet ja wohl unter Wahnvorstellungen?!

    Sorry Goldwing! Da hatte ich Dich falsch verstanden.


    Was mich immer wieder ärgert ist, dass gerade "die Einpeitscher" absolut jeden Kursrückgang als Manipulation bezeichnen. Kurssteigerung ist dagegen ganz normal. Dabei weiss jedes Kind, dass nach einem starken Anstieg eine Korrektur droht.
    Ich bestreite die Manipulation auch überhaupt nicht. Nur ist sie wesentlich subtiler als die Einpeitscher das behaupten...


    Und einige der "dummen Spekulanten" die immer wieder an der Comex abgezockt werden, haben etwa 30.000 USD pro Kontrakt gewonnen. Das verführt natürlich zur Dummheit.

    ....die Minen könnten somit von mittelfristig fallenden Preisen ausgehen ....


    Edelweiss,
    mit Deiner Theorie kann ich mich im Grossen und Ganzen anfreunden, nur würde ich nicht zwingend diesen Schluss ziehen.


    Ich bin auch der Meinung, dass die Minen den Sommer über gehortet haben, vielleicht sogar zugekauft haben (wo wären sonst die vielen Long Positionen hergekommen). Nun dürfte ihnen aber einfach Cash fehlen und sie müssen ihre Lager leeren. Dabei wird ein Minenbesitzer nicht grossartig mehr mit dem Preis spekulieren. Der Gewinn müsste höchst auskömmlich sein und die Lage ist ja sehr schwer zu durchschauen.


    Dabei stört mich nur wieso die Minenbesitzer ausgerechnet jetzt zu den Non US Banken gelaufen sind um erstmalig Swap Geschäfte mit diesen zu machen???????? Laut allen vorliegenden BPRs gab es das noch nie!


    Dabei muss man auch die Zeitebenen beachten! Die 24.000 Kontrakte sind bereits verkauft! Die grossen und kleinen Spekulanten haben diese Menge einfach geschluckt. Ohne dass der Preis wesentlich gefallen wäre! Aber das gehegded Silber hat vermutlich noch nicht den physischen Markt erreicht. Nur - wenn das der Fall ist, werden die Swap Dealer ihre Short Positionen auch wieder zurückkaufen. Was also marktneutral sein sollte?


    Für mich ist jetzt die grossen Frage, ob bzw. wann die Gier der Spekulanten zu Angst wird? Viele haben ja zu Kursen um die 34 gekauft. Wenn sie den Charttechnik Thread lesen, haben sie massiv Stop Loss Aufträge um die 33 plaziert. Solch eine Situation wird von JPM natürlich gerne ausgenutzt...bisher ist das aber noch nicht gelungen.


    Andererseits dürften bei 35,5 massiv Stop Buy Aufträge liegen.
    Es bleibt spannend.

    "Der klare Blick" wiedermal völlig frei von Fakten, aber voll von Phrasen. Ohne charttechnische Analyse! Eine reine Meinungsäusserung, die ich absolut nicht interessant finde.

    Nur zur Abgrenzung:


    Ob die Mehrwertsteuererhöhung kommt, sollte eigentlich nicht Gegenstand dieses Threads sein! Dazu gibt es bereits einen älteren Thread. Nach dem Diskussionsstand dort bin ich davon ausgegangen, dass sie kommt. Deshalb interessiert mich ihre Auswirkung auf den Silbermarkt und speziell eben auf die Lunar Münzen, da sie ein Zwitterdasein zwischen echten Sammlermünzen und reinen Anlagemünzen geniessen.

    Edelweiss,


    wenn die Silber Erzeuger Swap Geschäfte mit den NON US Banken getätigt haben sollten, fragt man sich schon, wieso sie dies in der Vergangenheit nie in vergleichbarem Umfang getan haben??? (keiner der noch vorliegenden BPRs zeigt auch nur annähernd vergleichbare Werte...).
    Jetzt hätten sie innerhalb eines Monats 75 Mio Unzen gehedged. Nur bei Non US Banken? Das passt von der Grössenordnung gar nicht und vom prozentualen Anstieg erst recht nicht. Ausserdem können Silber Erzeuger ja auch direkt über Short Futures hedgen...


    Nein! Eine derartig abnormale Bewegung lässt am ehesten durch Regeländerungen der CFTC erklären. Oder durch abnorme Bewegung im Silbermarkt???
    Die COT reports dieses Jahres sind durch unglaubliche Extremwerte gekennzeichnet. So haben wir jetzt den 12 Anstieg der NSP der Commercials in Folge.
    Die vorher erwähnte Anzahl der Long Spekulanten beim Gold ist seit dem Sommer übrigens von 149 auf 224 angestiegen. Solange diese Anzahl steigt, muss der POG/POS nicht sinken. Auch wenn die COT Daten immer extremer werden...

    Wenn man den detaillierten COT vom 4.9. mit dem vom 2.10. vergleicht, also jeweils die Stichtage für den BPR fällt vor allem auf, dass die Swap Dealer ihre Short Position massiv erhöht haben: von 9830 auf 26700. Das war auch schon im letzten COT sehr auffällig.
    Die Swap Dealer dürften fast identisch mit den Non US Banken sein. Laut COT sind es 14 Trader, laut BPR sind es 15 Non US Banken.


    Grosse Käufer waren MM mit 7000 long und -1500 short und die kleinen Spekulanten mit 7000 long. Die PMs haben ihre Shorts um 7000 verringert aber Long um 4000, also per Saldo haben sie 3000 Kontrakte gekauft.


    Also bleibt eigentlich die Frage von letzter Woche: was treibt die Swap Dealer (=Banken) ihre Short Positionen derart massiv zu erhöhen?

    Wir hatten ja auch wieder einen BPR zum 2.10. 2012.


    Dieser ist einfach unglaublich, sensationell und noch nie dagewesen! Bitte selbst nachlesen, das geht relativ schnell!


    http://www.cftc.gov/dea/bank/deaOct12f.htm


    Beim Silber waren bisher die Non US Banken nebensächlich. Nun haben sie ihre Long Position verdoppelt und ihre Short Position verdreifacht. Insgesamt haben sie im September 15.000 Kontrakte Silber verkauft. Enorm!!!!
    Dabei haben auch die US Banken nochmal 9000 Kontrakte Silber verkauft.
    Jetzt sind die Banken mit satten 48,2% des Gesamtmarktes Short! So stellt man sich Futures vor. Was macht eigentlich die CFTC, während ich ihre Berichte lese?
    Beim Gold ist es sogar noch obszöner, die Banken sind mit 54,1% des OI Short.


    Nun werden Einige sagen, das ist doch nichts Neues, dass Banken short sind.


    Doch! Die NON US Banken haben sich noch nie so stark engagiert und vor allem waren sie noch nie auch nur annähernd so stark short wie jetzt. Vor allem beim Silber!


    Die Position der TREX laut COT ist auch kräftig angestiegen. Nur sind wir damit wieder im normalen Fahrwasser. Etwa auf Stand Oktober 2010. Aber die NON US Banken waren im Oktober 2010 nur nebensächlich. Jetzt sind sie auf einmal Voll dabei???


    Festzuhalten bleibt auch, dass Banken im Verlauf des September 24.000 Kontrakte Silber (= 120.000 Mio Unzen) Netto verkauft haben. Dass sich das mit den Regeln der CFTC verträgt, kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen?
    Doch wer hat die 24.000 Kontrakte gekauft?


    Romario,


    Dein Vergleich hinkt ganz gewaltig. Wieviele Autofahrer sammeln wohl Audi A4 Avant nach Zulassungsjahr?


    Die Überlegung ist, dass ein Anteil der neuen Käufer einer Lunar Münzen auf die Idee kommt, Lunar Münzen zu sammeln. Und damit zum Nachfrager nach alten Lunar Münzen wird. Wenn weniger neue Lunar Münzen verkauft werden, sinkt zwangsläufig dieser Anteil an neuen Sammlern. Das ist definitiv nicht auf Autos übertragbar!