Ich habe mal alte Beiträge auf den GS nachgelesen. Beim "Rauchenden ColtII" bin ich hängen geblieben. Ted hat sich ja immer sehr stark mit dem Anteil der 4 grössten Händler beschäftigt. Für Larry Williams ist das uninteressant. In diesem Beitrag rechnet Ted die Spreads raus. Er sagt, dass die Spreads für die Preisprognose uninteressant sind, weil sie sich selbst eigentlich nicht engagieren. Ich begreife sie jetzt nur als Art Arbitrage Händler, die dafür sorgen, das der liquide Kontrakt im richtigen Verhältnis in die anderen Fälligkeiten übertragen wird.
Ich habe mal begonnen, die Spreads rauszurechnen und die Konzentration der Big 4, Ted nennt sie glaube ich TREX, auszuwerten. Im Silber ist sofort offensichtlich, dass die Zeiten sich drastisch geändert haben. Das Konzentrationsniveau sinkt ständig.
Es wirft aber einige grosse Fragen auf, die mich wirklich sehr an Ted zweifeln lassen. Aktuell halten die TREX im Silber 32,6% Netto der gesamten Short Position. Das sind rechnerisch 50194 Kontrakte. Es sind kleiner gleich 4 Händler, d.h. 12500 Kontrakte pro Händler. Aktuell ist die Rechenschaftsgrenze bei 5000, Ted will unbedingt 1500 Kontrakte. Was soll der Scheiß, wenn jetzt mindestens 4 Händler weit über die Rechenschaftsgrenze raus sind? Beim Gold ist es noch viel krasser. 4 Händler halten über 200.000 Kontrakte. Das sind 50.000 im Schnitt. Erlaubt sind ebenfalls 5000. Sie sind also Faktor 10 drüber?
In einem muss ich Ted uneingeschränkt Recht geben: die CFTC bemüht sich um Intransparenz. Ihre Daten sind so schlecht aufbereitet, dass es wirklich viel Mühe macht, sie auszuwerten.