Beiträge von Rhein-Main-Gebiet

    @ Marbod: es geht nicht um den persönlichen Geschmack, ich betrachte es rein von der kaufmännischen Seite und da genügt ein Blick in die Verkäufe der Bucht der letzten Monate. Es ist ein Jammer, was selbst an Jugendstilbestecken mit Mono im Ofen landet, aber wenn es keine besonderen Entwürfe für Sammler sind, interessiert es keine Sau mehr.

    Das Monogramm macht den Verkauf schwer. Die wenigen Leute, welche heute noch mit Silberbesteck essen, sind meistens nicht arm und haben es nicht nötig, sich mit einem nicht passenden Monogramm abzufinden. Zudem ist 800er out, fast alle Hersteller verwenden inzwischen nur noch Sterling. Das ist dann wesentlich leichter zu verkaufen.
    Ich glaube nicht, dass Du das Besteck deutlich über Schmelzpreis los wirst.

    Die Griffe sehen seltsam aus. Wenn Du Pech hast, ist da noch Füllung drin (oder sind sie hohl? Kann es auf dem Bild nicht genau sehen).
    Hildesheimer Rose und andere Rosenbestecke sind in riesigen Mengen produziert worden. Ganz selten gibt es auch mal Modelle mit Sammelcharakter, das wird bei Albert Bodemer aber nicht der Fall sein, der hat Massenware produziert. Also ohne schlechtes Gewissen ab in den Tiegel ....


    Was ich nicht verstehe. Die ZA Produzenten sind doch marktbeherschend und auch noch Nachbarn. Wieso sprechen die sich in Preis und Produktionsmenge nicht ab?
    Gruss


    Genau diese Frage stelle ich mir auch schon längere Zeit. Ggf. ein Pd/Pt-Kartell mit den Russen gründen und alle Probleme wären behoben (zumindest meine bei den Buchverlusten :rolleyes: )

    @ Saccard / all
    Was bedeutet es denn für die Pt-Produktion, wenn Lonmin pleite geht?
    Wird weiter produziert oder werden die betroffenen Schächte dicht gemacht?


    Ich denke, das Hauptproblem bei Pt (und auch Ag) ist, dass trotz des physischen Überangebots fröhlich weiter produziert wird .... eben mit Verlust.
    Ohne physische Knappheit keine steigenden Kurse..... wäre also für die Metallkurse ggf. durchaus positiv, wenn der eine oder andere Produzent aus dem Markt gekegelt wird.

    @ Saccard: verbilligst Du endlos oder hast Du einen Stop? Habe mich das heute schon mal gefragt, als ich den Kurs von Lonmin sah.
    Hoffe, die 140 000 Harmony sind nicht mehr als 10 % Deines Depots :) .... es ist richtig ärgerlich, wenn man eigentlich genial, aber pleite ist.....


    P.S.: ich hab zu meiner aktiven Zeit auch fast immer ohne Stop gearbeitet und verbilligt. Hat mich 2 mal einen Jahresgehalt gekostet, das war mein Limit für Einzel-Positionen. Schwarze Schwäne sind nicht so selten, wie man glaubt.

    @ Jerome
    So dumm ist der Tipp von ziemer nicht.
    Als ich mit der Börse angefangen hatte, war nach 1 Jahr die Hälfte meines Kapitals verbrannt. Meine einzige "Leistung" war damals, meine eigene Unfähigkeit zu erkennen, den Blindflug zu stoppen und so lange zu suchen, bis ich davon überzeugt war, einen "Guru" gefunden zu haben, der eine hohe Trefferquote hat und die auch noch freizügig kommuniziert. Und dann einfach das nachmachen, was der auch macht. Hat geklappt :rolleyes:
    Den richtigen "Guru" muss sich jeder selber aussuchen, aber im Forum könnest Du durchaus fündig werden.

    http://www.onvista.de/news/gol…rsen-erholen-sich-8982995
    "Es sieht so aus, als wenn jemand das Umfeld niedrigerer Liquidität im Moment ausgenutzt hat", sagte der Analyst Victor Thianpiriya von der ANZ Bank in Singapur. "Da gibt es gerade spekulative Verkäufe." An der Goldbörse von Shanghai lagen die Umsätze um ein Vielfaches über dem Durchschnitt. Die Aktienbörsen in Japan waren wegen eines Feiertags geschlossen und die Handelsaktivität in Asien daher gering.


    Also alles "Spieler", kein Anleger würde ausgerechnet an einem japanischen Feiertag ohne Limit in dünnem Handel sein Metall verschleudern.
    Der Schuß kann aber auch nach hinten losgehen, wenn genügend Leute dies als "final sell off" interprätieren. Beim Silber siehts danach aus, Kursverluste wieder wett gemacht. Könnte gefährlich für die shorties werden.

    Das kam in den letzten Jahren ja öfters vor, dass der umsatzschwache Handel in Asien dazu genutzt wurde, charttechisch ein paar Pflöcke einzuschlagen ..... auch wenn der Kurs nun zurück springt, die "Markierung" 1070 bei Au steht. "Manipulateur" klingt so hässlich .... ich würde es einfach als das Spiel der Spiele betrachten. Irgendeine große Adresse hat heute früh eine Menge Geld gesetzt, um den Flashcrash zu kreieren. Angesichts des bereits wieder erholten Kurses war diese "Markierung" nicht billig .... und jetzt wartet diese Adresse adrenalisiert darauf, ob die Traderhorde mitspielt und das Metall weiter nach unten prügelt.
    Irgendwann dasselbe Spielchen in die Gegenrichtung, nur keiner weiß, wann.

    Nee, Edel, so schnell werde ich nicht böse. Und ich schätze Deine Arbeit hier sehr, genauso wie von vielen anderen ... .
    Zu jeder short-Position gibt es eine long-Position und was der eine gewinnt, verliert der andere .... und jeder versucht natürlich dabei, den Kontrahenten zu täuschen. Das läuft bei mir aber unter Volatilität, genauso wie der Herdentrieb einer Hausse oder Baisse keine "Manipulation" ist. Dass ein enger Markt dadurch ordentlich an Volatilität gewinnt, ist logisch und für mich ein weiterer Investitionsgrund.
    Die große Verarschung findet woanders statt, nämlich dass das Silber komplett demonetarisiert wurde und praktisch weltweit durch annähernd wertlose Metalle und Baumwollefetzen substituiert wurde. Klar, dass durch diese Demonetarisierung der Kurs über viele Jahrzehnte am Boden gehalten wurde. Das könnte man schon als "Manipulation" durchgehen lassen ;)
    Auf der anderen Seite gibts genügend Gründe, warum wir die 1:15 in den nächsten Jahrhunderten nicht mehr sehen werden .... oder höchstens beim Peak einer Hausse wie zu Hunt-Zeiten.
    Les Dir mal Bücher über den Silberbergbau in Deutschland im 15 - 17 Jahrhundert durch. Was da in einem ganzen Bergwerk in einem Jahr abgebaut wurde, haben einige Foristen im Tresor. Wenn man das mit den Abbaukosten und Produktionsmengen von Mexiko etc. vergleicht, verliert man den Glauben daran, dass man mit 50 mg Silber in der Wirtschaft eines Tages wieder ein Bier kaufen kann (das war so ein nettes Beispiel aus meiner Literatur zur Kaufkraft von Silber im Mittelalter).

    @ Saccard: danke
    Es stellt sich die Frage, ob die Zukunft ein besseres "Minenklima" aufweist. In Südafrika glaube ich das nicht, von daher würde ich hier auch nicht mehr investieren. Platin kommt für mich daher nur noch physisch in Frage, besser auf den Hebel verzichten und dafür kein Risiko. Zumal ich in SA auch die Verstaatlichung der Minen für nicht völlig abwegig halte ....Folge wäre Totalverlust bei gleichzeitiger Explosion des Pt-Preises ... da bleibt als Aktionär nur der Strick. Lieber ruhig schlafen [smilie_love]
    Dir weiterhin ein gutes Händchen bei Deinen Trades und schreib ab und zu mal wieder was im Forum .... schätze Deine Beiträge sehr [smilie_blume].

    @ Edel: ich kann mit Deinem Mitleid leben und dass ich eine gegenteilige Auffassung wie 99 % der hier versammelten Foristen hab, halte ich genauso aus.
    Zu Statistiken kann ich nur ein altes Zitat anwenden: solange ich sie nicht selbst erstellt habe, traue ich ihnen nicht.
    Ein Hauptgrund, warum ich die Statistiken für Hokuspokus halte: die "Nachfrage" ist Definitionssache. Alles Silber, was von Investoren eingesammelt wird, kommt früher oder später in den Markt zurück. Das Silber ist also nicht "verbraucht". Ähnlich der "Silberverbrauch" durch Schmuck/Tafelsilber und teilweise auch Industrieverbrauch ... ein Großteil kommt zurück. Inzwischen wird ja selbst das Auflagesilber zu einem großen Teil recycelt. Und das um so mehr, je höher der Preis steht.
    Ich zitiere ich Deine Quelle World Silver Survey 2015: Angebot dank Primärsilberminen gestiegen. Auf der Angebotsseite sorgten im vergangenen Jahr die Primärsilberminen für eine gestiegene Produktion des Edelmetalls. Insgesamt stieg die weltweite Minenproduktion um fünf Prozent auf 27.293 Tonnen (877,5 Millionen Unzen). Der Ausstoß der Silberminen hat damit das zwölfte Jahr in Folge zugenommen.
    Das ist m.E. ein Hauptgrund für die niedrigen Kurse. Bei Silber als Nebenprodukt wird das Bild kein anderes sein. Die hohen Metallpreise der vergangenen Jahre haben die Kapazitäten erhöht und hier ist es wie mit einem Ozeandampfer, bis die niedrigen Kurse zu einem deutlich niedrigeren Angebot führen, dauert es etliche Jahre. Der übliche Scheinezyklus, die Saat für die nächste Hausse wird dann gelegt.
    Deswegen bleibe ich trotzdem Silberbug, mir fallen keine Anlagealternativen ein :S

    Was ist daran bullisch, wenn ETF und US Großaufkäufer Silber horten, ohne dass sich das auf den Preis auswirkt? ?
    M.E. zeigt das ausschließlich: der Markt ist immer noch überversorgt, die industrielle Nachfrage ist zu schwach, um den Preis anzutreiben. Was passiert mit dem Kurs, wenn diese spekulativen Bestände wieder in den Markt zurückfließen?
    Wenn die physische Ware knapp ist, steigt der Kurs .... das ist nicht der Fall .... mehr Angebot als Nachfrage ...nix kriminelle Kabale.
    Die Erlösung für die Silberbugs kommt erst, wenn das Vertrauen in die bedruckte Baumwolle schwindet und die Spekulation aufkeimt, dass die neue Währung auf Silber basiert ...dann explodiert die Nachfrage. Dauert leider länger, als ich dachte ;(