Beiträge von GermanLong


    In der Anfangsphase kann man schön vom Hebel der Goldminen profitieren. Ab einem bestimmten Punkt ist es zumindest zeitweise sinnvoller ins Physische zu wechseln obwohl der Preis schon recht hoch ist.

    Sakura, Edel et al.:


    Wo ist diese Anfangsphase? Sind wir vielleicht gerade (wieder) dort?


    Ich sehe das so, erstens sind die Minen (RGLD mal außen vor) gerade gaaanz weit unten (bzw. zuletzt dort gewesen) - insoweit relativ niedrig bewertet. Klar bestehen Risiken, klar ist schwer vorherzusagen wer performt, aber da ergibt sich doch Einiges an Potential. Solange man nicht überwiegend als EM-Investment darauf setzt, interessant.
    Daß es Aktien sind, dürfte teilweise für einen übertriebenen Ausverkauf gesorgt haben.


    Zweitens - wenn physisches Gold tatsächlich knapp wird (und die betrügerischen EM-ETF´s längst hochgegangen sein mögen), sind Aktien funktionierender Minen bzw. erfolgreicher Explorationsgesellschaften der vielleicht einzig gangbare Weg, um wenigstens mittelbar eine Art Eigentum an EM zu erlangen. Privates Deep-Storage-Gold sozusagen. Das gekoppelt mit einer Goldkaufpanik der letzten Milchmädchen (2011?) oder einer panikgestreßten Bevölkerung (2015?)... o la la.


    Drittens gab es z.B. auf Gold-Eagle schon lange Charts von Minenaktien in der 30er Depression. Sah nicht schlecht aus.


    GL

    The Wall Street Journal
    OPINION FEBRUARY 11, 2009


    Capitalism Needs a Sound-Money Foundation
    Let's give the Fed some competition. Abolish legal tender laws and see whose money people trust.
    By JUDY SHELTON


    Let's go back to the gold standard.
    (...)
    Last month, Indiana state Sen. Greg Walker introduced a bill -- "The Indiana Honest Money Act" -- which would, if enacted, allow citizens the option of paying in or receiving back gold, silver or the equivalent electronic receipt as an alternative to Federal Reserve notes for all transactions conducted with the state of Indiana. It may turn out to be a bellwether. Certainly, it's a sign of a growing feeling in the heartland that we need to go back to sound money. We need money that works for the legitimate producers and consumers of the world -- the savers and borrowers, the entrepreneurs. Not money that works for the chiselers.
    Ms. Shelton, an economist, is author of "Money Meltdown: Restoring Order to the Global Currency System" (Free Press, 1994).



    Artikel hier: http://online.wsj.com/article/SB123440593696275773.html


    Gruß, GL

    ... mal in die Vergangenheit schauen. :wall:


    [smilie_blume] Those who do not learn from history are doomed to repeat it, oder wie hieß das?


    Zitat

    Nicht zu vergessen ist außerdem, dass er eine trügerische Sicherheit bietet. Die diversen Goldstandards
    in der Geschichte sind allesamt von den Regierenden wieder abgeschafft
    worden…


    Insbesondere haben m.W. alle Experimente mit Fiat Money in der Geschichte im Desaster geendet, und keins hat mehr als 30 Jahre funktioniert - bis auf das aktuelle, das läuft (weltweit) schon ein bißchen länger, seit ca. 1971.
    Gruß, GL

    Zur Klarstellung von ein paar Fakten:

    ... bevor der Dollar in Rente geht, kommt die DM wieder
    wer schwächelt denn zur Zeit? Dollar oder Euro
    der Euro geht doch momentan in die Knie,
    was da versucht wird den Dollar schlecht zu reden


    Competitive Devaluation


    den Dollar gibt es seit über 100 Jahren, seit Einführung ... welche Währung kann das von sich behaupten?


    In dieser Form gibt es den Dollar seit ca. 1971/72 - als die USA mit im Außenhandel goldkonvertiblen Dollars pleite waren, der Londoner Goldpool zerbrach, und Bretton Woods scheiterte


    Man sieht immer nur den Aussenwert des USD und des EUR
    In USA bekommt man heute noch fast genausoviel für seinen USD wie vor 5 Jahren,
    also nur wenig Kaufkraftverlust,

    Siehe Anhang:
    Glatter Irrtum. Durchschnittliche 10% Kaufkraftverlust p.a. seit 2001 (=Euro-Einführung) lassen beim USD eher noch weniger übrig als beim Euro!


    GL

    Habe Schwierigkeiten das gut in meine Sprache zu übersetzen. Einsetzende Wiederbelebung? Was soll sich wiederbeleben, bevor das Vertrauen in Geld wiederhergestellt ist? Modernisiertes Gold Zertifkat Verhältnis. Das kribbelt ein wenig, denn wer ist der Emittent dieses Zertifkates, daß ein Verhältnis von Gold zu irgendwas(BSP) darstellt. Das Ganze soll nicht automatisch an Goldkonvertierung und an Zinsen angepaßt sein. Helf mir ein bißchen bei der Übersetzung.

    Theo,
    ich versuch es mal.
    Die Federal Reserve Gold Certificates dürften die alten Dollars mit Gold-Konvertibilität gewesen sein. (Auf denen steht, daß dem Einlieferer der Note eine bestimmte Menge Gold oder Silber übergeben wird. Die Banknote als "Quittung" für hinterlegtes Edelmetall).
    Die Gold Cover Clause ist die Golddeckungsklausel, also die gesetzliche Verpflichtung zur Deckung der Währung mit Gold.
    Das Gold Certificate Ratio ist schlicht das Verhältnis Dollar(note) zu Gold, also ein fixierter Preis.
    Diese würde, so Sinclair, wieder eingeführt (re-instated), in modernisierter und wiederbelebter Form, aber nicht als Automatismus mit dem Zinsniveau gebunden.


    Dies würde allerdings Marktmechanismus geschehen, nicht als direkte Konvertibilität.


    Es entfalle in der Form, die ihm vorschwebt, der Zwang, die Zinsen anzupassen, falls Geldmenge und Goldreserven auseinanderlaufen. Denn dies ist der bisherige Automatismus der Golddeckung unter einem Zentralbanksystem, daß die Geldnachfrage durch steigende Zinsen gedeckelt werden müßte, wenn sich die Geldmenge im Verhältnis zu den Goldreserven wesentlich erhöht. Dies führt zu monetärer Disziplin, um den Preis eines fixen Goldpreises in der Währung.
    Zu diesem Zins-Automatismus hier im 3. Absatz.


    Es würden, so derselbe Artikel, stattdessen Instrumente geschaffen, mit denen der Markt den Goldpreis in Dollar bestimmen, und zwar in Abhängigkeit von der antizipierten Geldmenge ( - woanders war, wie ich oben schrieb, von der Höhe der Auslandsschulden die Rede - aber das dürfte ja weitgehend parallel laufen).


    Wie ich das verstehe, macht Sinclair hier keineswegs eine Art "Vorschlag", sondern sieht diese Lösung als zwangsläufig einzige Möglichkeit an, den Dollar (und das Vertrauen darin) zu retten.


    Hier noch ein weiterer Artikel, ansonsten hilft es weiter "Federal Reserve Gold Certificate Ratio" in die liebe Suchmaschine einzutippen.


    GL


    PS Scheinen sich nicht viele Leute vorstellen zu können. Für mich ist das auch ziemlich "hoch". Selbst Sinclair scheint Anfang 2003 eine wesentlich schnellere Entwicklung erwartet zu haben. Daher rühren noch die 1600 Goldpreisprognose. Mittlerweile ist er bei 20.000 $ Gold, damit die Bilanz der USA ausgeglichen ist.



    EDIT:
    Theo : Romario hatte ja auch mit seiner Bullishness für breite Aktienfonds Recht. ;)
    Eine Währung zerschmeißt es genau dann nicht, wenn sie ans Gold gebunden ist. Deinen Einwand mit der Multiplikation unterstütze ich, Sinclair spricht eher von der breiteren M3.
    Hey, im Endeffekt wäre das die Gleichung: wir haben eine bestimmte Menge Dollars (oder Schulden), und eine bestimmte Menge Gold. Welchen Wert muß eine Unze Gold annehmen, daß der Wert des Goldhaufens gleich der Summe aller Dollars ist?

    Das verstehe ich nicht GermanLong,


    a) Die Auslandsschulden sind durch die fiktiven Goldreserven in den USA gedeckt?
    b) Nicht zu konvertieren? Soll die Welt glauben, die USA hätten das Gold? Sie müssen es ja glauben, denn in Gold kriegen sie es von der US Regierung oder wem sonst nicht eingetauscht.
    c) Wieso steigt der Dollarkurs nach der Kopplung an fiktive Goldreserven an? Also die Glaubwürdigkeit des US Finanzsystem ist doch erheblich erschüttert. Die Restwelt soll trotzdem wieder gute Ware und Rohstoffe gegen Versprechung liefern. Das funktioniert? Na, in letzter Zeit mußte ich so einiges meiner konservatischen Wertvorstellungen über Bord werfen.


    Nu komm, da läßt irgendwer einen rosaroten Luftballon und wir diskutieren ernsthaft drüber. Wieso profitiert der verrotte Dollar und der MehrAlsSchein Euro geht runter? Erklär's mir bitte mit einfachen Worten.

    OK jetzt noch mal zu Deinen Fragen, so wie ich das verstehe...


    a) JA, damit sind Aktiva = Passiva in der Bilanz der USA Inc. ausgeglichen. Die Frage von "fiktiv" , echt, und deep storage mal außen vor :S


    b) Der Mechanismus erreicht einen Marktpreis für Gold in Dollar so, daß obiges Gleichgewicht bestehen bleibt. Es geht nicht um Konvertierbarkeit, sondern um einen Mechanismus, der ungehemmte Verschuldung und Geldmengenwachstum stoppt. So brutal, daß sich der Dollarwert bei Verdoppelung der Auslandsschulden, in Gold gemessen, eben halbiert.


    c) Damit wäre die Glaubwürdigkeit des US Finanzsystems wieder hergestellt, die Depression beendet, Ausgeglichene Jahresbudgets der Regierung und ausgeglichene Zahlungsbilanzen im Außenverhältnis werden quasi erzwungen, deshalb... (JS Vorhersage) Anstieg des USDX von ca. .51 auf .71.


    Hey, ich weiß es auch nicht. Aber dieser Mann hatte schon so oft recht...

    Das verstehe ich nicht GermanLong,


    Hier in JS´ Worten:

    Hier dann als Zitat ein ganzer Artikel in Kopie, Quelle: http://www.greenenergyinvestors.com/index.php?showtopic=4022 , die haben es von JSMineset. Soweit reicht das Archiv von JSmineset aber nicht zurück. Habe auch eine Papierkopie.
    Ein anderer Autor hat Sinclairs Idee nochmal ausgearbeitet, das hat JS veröffentlicht.
    (Die 1650$ sind mittlerweile überholt...)
    Jetzt aber:

    Goldstandard ... Sollte man vorher aussteigen, oder wirkt sich das für uns sogar eher vorteilhaft aus?


    Muhaha... bei echter Golddeckung ist Gold = Geld = fixer Preis ... da gibt es dann nix mehr auszusteigen. Nur, daß Du das neue Geld quasi heute schon in Händen hältst.


    Überwiegend wird in diesem Forum vertreten, daß eine private Goldreserve nach dem Knall den größten Nutzen hat, also beim Neustart nach dem Währungszusammenbruch. Es ist theoretisch fast das Einzige, das nicht entwertet würde.


    Davon abgesehen, prognostiziert Jim Sinclair ziemlich präzise


    - eine "Quasi-Golddeckung" des USD, aber nicht durch direkte Konvertibilität noch durch rechnungsmäßige Golddeckung, sondern über einen Marktmechanismus, der die Auslandsschulden der USA im Gleichgewicht mit dem Wert der US-Goldreserven hält. Damit bliebe der USD-Goldpreis weitgehend fix bei seinem Top. Und weiterhin,


    - daß der USD-Index von seinem Tiefpunkt nach dieser vollzogenen Koppelung mit dem Gold um knapp 50% ansteigen würde.


    Sollte es so kommen, würde man eben nicht vorher und nicht zum Zeitpunkt dieser Goldkoppelung des Dollar aussteigen, sondern den weiteren Anstieg auf Eurobasis noch abwarten.


    Gruß, GL

    Jetzt haben wir 2 Reklamationen am Laufen, so macht das echt keinen Spaß :thumbdown:

    Wenn es Dir so ähnlich geht wie mir mit einer anderen Münze, werden Sie Dir


    1. erzählen, daß es sich nicht um Sammler-, sondern um Anlagemünzen handelt, deshalb beim Kratzer kein Reklamationsgrund vorliegt, aber


    2. Dir großzügig erlauben, die Münze zurückzuschicken. :S Dann hast Du wieder den schwarzen Peter.


    Viel Glück, GL

    was wäre die Menschheit ohne Vertrauen?

    Davon abgesehen daß der eine Aspekt das Vertrauen in die handelnden Personen und Institutionen bei ETF´s bzw. EKG´s ist,


    die andere Sache ist das Vertrauen in den staatlichen und rechtlichen Rahmen, in dem sich die Sache abspielt.


    EKG´s und ETF´s dürften sich wesentlich leichter besteuern, verbieten, mit Zwangsanleihen belegen, als terroristischer Akt deuten, meinetwegen auch konfiszieren oder sonstwas lassen, als Tausende oder Millionen Privatbesitzer. Habe hier gelesen, daß manche Leute wohl aus solchen Gründen nicht nur auf physischen Direktbesitz, sondern auch auf anonymen Kauf gegen Bar Wert legen. Das klappt mit ETF und EKG jedenfalls nicht.


    GL

    Ohne konkreten Bezug auf eine der oben erwähnten Möglichkeiten, seine Edelmetalle lagern zu lassen... 8)
    also vielleicht nur von allgemeinem theoretischen Interesse.... :hae:
    folgender Artikel von Jim Sinclair heute....

    Hallo Fabian,


    da Du mich direkt ansprichst:


    Weißt Du, wieviel Geld ich in Papierspar-/versicherungsverträgen habe bzw. laufend einzahle, welches Einkommen ich habe, wieviel Cash und wieviel in physischen Edelmetallen? Vom Verhältnis der Beträge hängt einiges ab... unter Anderem die Antwort auf die Frage, wie ernst ich die Situation nehme. (Die EM-Quote des Threaderöffners wäre mir persönlich zu gering.)


    Hast Du gelesen, daß es sich bei den Aktien um EM-Aktien handelt? Kennst Du meinen durchschnittlichen Einstandspreis? Vielleicht gehen unsere Prognosen zur zukünftigen Entwicklung ja auseinander, sowas kommt vor.


    Kann es sein, daß Prechter in Bezug auf Edelmetall und -bezogene Anlagen seit Jahren falsch liegt?


    Wie wir sehen, gibt es bei Threaderöffner noch andere Bestandteile z.B. Unfallversicherung, sicherlich auch noch mehr. Ohne genaue Kenntnis lassen sich die beste Optimierungsstrategien und Ansätze nur erahnen, es sei denn man basiert einseitig auf 100% Crash-Erwartung. Diese Erwartung hat in sich aber auch wieder ihre Risiken, nämlich das Risiko, daß es nicht genau so kommt wie erwartet.


    Danke sehr, habe ich schon vor Jahren meinem Bank"berater" gesagt, ich habe Quellen zur laufenden Bewertung und Meinungsbildung, und keinerlei Ladehemmung bei der Umsetzung .


    Sorry, wenn´s eine zu ausgewogene oder vorsichtig klingende Ansicht für ein Goldforum gewesen ist ;)


    GL


    Ich bin auch noch auf der Suche nach ETF für Gold oder Silber, wenn möglich in der Schweiz. Könnt ihr mir da Infos geben ?


    Bei den ausländischen EM-ETF ist es nach flüchtiger Erinnerung steuerlich eine reichlich unangenehme Behandlung. Genaues habe ich leider nicht mehr parat.
    GL

    Ich bin zwar ein Goldverfechter, dennoch sage ich mal ein ABER....
    Persönlich habe ich mich entschieden, flüssiges Kapital weitgehend in Edelmetall und auch -aktien unterzubringen. Konten sind so gut wie leer, Bausparverträge aufgelöst etc.


    Dennoch meine ich, daß man nicht unbedingt alles auf eine Karte setzen muß / sollte. D.h. für mich, ich zahle soweit relativ mühelos leistbar weiter in meine (noch steuerfreie) Fondsgebundene Rentenversicherung ein, die glücklicherweise EM-Aktienfonds zur Wahl anbietet. Daneben für meine Frau private RV konventionell, die schon länger besteht (4%Garantieverzinsung, noch Steuerfreie Auszahlung), sowie Riestergeförderte RV mit kleinen Beträgen. Ich habe noch etwas mehr als 11 Jahre vor mir....


    Die kleinen Beträge in den RV reichen nicht als Altersvorsorge aus. Sie werden aber durch die EM-Investments ergänzt, und die Edelmetalle würden mögliche Totalverluste im Fall der Fälle mehr als absichern.


    Zwischenlösungen wie z.B. Teilrückkauf der LV oder 30% Entnahme der "Zusatzrente" für EM-Kauf, ggf. den Rest beitragsfrei gestellt falls kalte Füße, würde ich erst einmal mit in Betracht ziehen.


    Natürlich ist staatliche Förderung, Steuerfreiheit usw. nicht Alles, Versicherungen sind Abzocker und können pleite gehen usw., dennoch meine ich... auf einem Bein kann man nicht stehen, und flexibel bleiben für veränderte Lebenslagen ist auch wichtig.


    Gruß, GL

    Eine tolle Einstandsarbeit des Neumitglieds "cedros"!

    Na klar sollte er sich Mühe geben. Steht schließlich eine GmbH hinter der Website mit der Händlerliste von cedros, die an jedem Deiner Klicks auf ihre Liste prächtig verdienen dürfte. Da kann man schon Vollständigkeit verlangen, oder?
    GL