Beiträge von GermanLong

    Zitat

    Original von tomson


    Ich schlag mal diese Antwort vor: weil der Verschuldungsstand mittlerweile so hoch ist, daß nur fortgesetztes Wachstum die Räder am Rollen hält. Es ist kein Speckgürtel mehr da, der Puffer für den kleinsten Abschwung sein könnte.


    Hat jemand die nette Grafik zur Hand - Verschuldung als Prozentsatz des BIP über die letzten 100 Jahre? Wir haben die Lage von 1929 weit überschritten.


    Das US-GDP beträgt ca. 13 (angelsächsische) Trillionen p.a. lt. http://en.wikipedia.org/wiki/United_States#Economy
    Die Summe der Verschuldung des öffentlichen, industriellen und privaten Sektors beträgt ca. 53 (angelsächsische) Trillionen lt. http://mwhodges.home.att.net/debt-summary-table.htm


    Also: Gesamtverschuldung USA mittlerweile ca. 400 % der Wirtschaftsleistung.


    Edit: Chart Schulden:Wirtschaftsleistung (GDP) kann ich jetzt nachreichen. Sie unten.


    Nebenbei: Hat jemand mal die Zahlen für Europa zusammengetragen?


    Über die Interpretation im Detail mag man streiten. Aber solche Werte gab es in diesem Jarhhundert eben nur - Ende der 20er Jahre. Da dürfte eine Rezession unweigerlich zur Depression werden.


    Zitat

    Es gibt ja auch Leute welche behaupten Wirtschaftszyklen wie Boom und Rezession entstehen eben gerade durch das Zentralbanksystem (resp. FIAT Geld).


    Das sind die Hardcore Goldstandard Anhänger welche sagen mit einem Goldstandard (oder sonstigem Standard) würde es diese extremen Zyklen nicht geben. Und die Wirtschaftsentwicklung würde "schön" gleichmässig verlaufen.


    Kann das nicht wirklich einschätzen, vom Gefühl her dünkt mich das aber auch ein wenig weit hergeholt...?


    Ich glaube ganz so extrem - "nur schön gleichmäßig" - würden das die Wenigsten ausdrücken. Ein Kreditzyklus wird in der Österreichischen Schule klar beschrieben.


    Auch, daß gegen Ende des kreditinduzierten Booms Fehlallokationen von Kapital ("Fehlinvestitionen auf Pump") auftreten. Denk mal an 100 Mrd € (???) für die UMTS-Lizenzen. Das ist bis heute jedenfalls nicht lohnend ausgegangen.


    Der entscheidende Unterschied zwischen Goldstandard und Fiat ist der, daß nach den Fehlern, die im Überoptimismus kollektiv gemacht wurden, die Zinsen beim Fiatsystem gesenkt werden, und damit geht das Spiel weiter.


    Im Kreditzyklus eines freien Marktes/Goldgeld würde nach solchen Fehlinvestionen jeder Gläubiger wesentlich höhere Risikoprämien für sein Geld verlangen - die Zinsen würden steigen. Und dann würde alles an Kredit, was nicht hochprofitabel investiert wurde, sondern auf Sand gebaut ist, untergehen.... und die zahlungsunfähigen Schuldner auch... und / oder die Gläubiger, die Ihr Geld nicht zurückbekommen, auch.


    Wenn die Selbstreinigung "künstlich" verhindert wird, so die Theorie, wird der folgende Absturz um so heftiger. Also würde ich eher sagen: das Fiat-/Zentralbank-/Fractional Reserve-/Schuldgeldsystem (und nicht vergessen: die Kollusion von Banksystem / Wirtschaft / Regierung in der Demokratie eines Wohlfahrtsstaates) verhindert die frühzeitgie Selbstreinigung.


    Gruß, GL


    Edit: Hier kommt Ludwig von mises "persönlich":
    Hier der Link - eine "vorzügliche Adresse": http://www.mises.de/texte/mise…/gegner_goldwaehrung.html


    Zitat

    II. GOLDWAEHRUNG UND ZINSFUSSPOLITIK
    Selbst in einem isolierten Staate, der keinerlei wirtschaftliche Beziehungen mit dem Auslande hat, stünde es nicht im Belieben der Notenbank, den Diskontsatz ohne Rücksicht auf die Gestaltung des Zinssatzes auf dem unbehinderten Geldmarkte festzusetzen. Vorübergehend ist es zwar möglich, durch zusätzlichen Kredit – das heißt durch Erweiterung des Umlaufes unbedeckter Noten und Giroguthaben – den Zinsfuß des Marktes zu unterbieten und dadurch eine allgemeine Zinsfußermäßigung herbeizuführen. Durch ein solches Vorgehen, das ja in der Tat immer wieder versucht wurde, gelingt es unzweifelhaft, zunächst gute Konjunktur auszulösen. Doch früher oder später muss die Krediterweiterung zum Stillstand kommen; sie kann nicht endlos fortgesetzt werden. Die fortschreitende Vergrößerung der Umlaufmittelmenge führt zu fortschreitenden Preissteigerungen.


    Inflation aber kann nur solange fortgehen, als die Meinung besteht, daß sie doch in absehbarer Zeit aufhören wird. Hat sich einmal die Überzeugung festgesetzt, daß die Inflation nicht mehr zum Stillstand kommen wird, dann bricht eine Panik aus.


    Das Publikum eskomptiert in der Bewertung des Geldes und der Waren die erwarteten Preissteigerungen, so daß die Preise sprunghaft über alles Mass hinaufschnellen; es wendet sich von dem Gebrauche des durch die Umlaufmittelvermehrung kompromittierten Geldes ab, flüchtet zum ausländischen Geld, zum Barrenmetall, zu den Sachwerten, zum Tauschhandel, kurz, die Währung bricht zusammen.

    Um Mal ein paar Vermutungen zu äußern... das Wort steht ja im Threadthema ;)


    bis zur nächsten Panikmeldung aus dem Bankendschungel könnte 1030 USD Gold erstmal die Spitze gewesen sein....


    Derzeit steht die Wahrnehmung der Rezession noch im Vordergrund, mit der Schlußfolgerung der Beobachter: "wenn alle Pleite gehen, kann keiner mehr Gold kaufen, im Gegentiel müssen alle es sogar verkaufen".


    Soll heißen: bis auf den letzten Pfennig ins Gold, zumal mit Geld das man in den nächsten 6 Monaten braucht, wäre schon ziemlich riskant (dochdoch, fragte mich doch eine Bekannte...)


    Wenn später mal die Inflation erst wahrgenommen wird.. dann obacht! Dann sollten wir wirklich im Boot sitzen...


    @ Fundistephan: Recht haste. Wenn man es sich leisten kann, sind zwei bis drei Monatsbedarfe in Bar-Euros nicht ganz blöd. Stichwort "Die Bank hat zu".


    Gruß, GL


    PS danke für die Zweifel. Wenn die hier KEINER mehr hat, dann verkauf ich was!

    Zitat

    Original von terekest
    Es ist so offensichtlich, dass Gold (und Silber) eines (vielleicht sogar das einzige) Investment sind, mit dem man irgendwie durch die Krise kommen kann.


    E-ben. Wahrscheinlich kapieren das die Meisten erst, wenn Wirtschaftskrise und/oder Inflation täglich mehrmals nicht mehr zu übersehen sind.


    Die Anfragen der lieben Verwandten nehmen aktuell deutlich zu... "Ich weiß ja daß Du das schon vor 5 Jahren gesagt hast.... Aber jetzt ist Gold schon so teuer.... Was soll ich nur machen?" :rolleyes: Aber immerhin fragen sie schon mal... die sind noch zu retten :)


    Zitat

    Aber so einfach kann die Lösung doch nicht sein!?


    Warum nicht? ;)


    Gruß, GL

    Reicht es nicht zu wissen, wie das Spiel ausgeht?


    Wenn man während des Spiels versucht, das Hintergrundrauschen mitzuinterpretieren, besteht die Gefahr, daß man die Augen nicht auf dem Ball hält. Zuviel Noise.


    "Erklärungen" gibt es für Alles. Und zwar ganz viele. (Wäre der Goldpreis nach der Zinssenkung nun gestiegen, hätten das Dir auch fünf Leute heir erklärt. Und die Zeitung auch.)


    Ein Problem bekommt man, wenn man glaubt, daß es für jede Kleinigkeit eine lineare Ursache oder Folge gibt. Aus A muß B folgen. Wenn C herauskommt, wurde das duch A und B erzwungen. Da dürfte aber nicht allzu viel linear sein, umso weniger, je kurzfristiger und kleiner die Details werden.


    Erst recht klappt das nicht bei selbstrückbezüglichen Systemen. Wenn einer "kauft" oder "verkauft" wiel er glaubt, daß die Anderen wegen der Zinssenkung soundso handeln.
    Oder wenn er A tut, weil er glaubt, daß die Anderen vermuten, daß er B täte, aber nur weil sie glauben daß er glaubt, daß sie von Ihm das Gegenteil erwarten. Verstehste? :D


    Wenn man aber einfache Ursache-Wirkungs-Relationen sucht, glaubt man sie auch zu finden. Und wenn man sie gefunden glaubt, fühlt man sich erstmal besser. Und fängt an und will die Zukunft vorhersagen. -> Das normale menschliche Bedürfnis nach Kontrolle.


    Und ich glaube das ist der Moment, wo man anfängt zu verlieren.


    Gruß, GL

    Zitat

    Original von bangles
    Würdest du denn eher kleinere Mengen kaufen oder direkt die 1000er Brocken kaufen ?


    Größere Einheiten wie Silberkilomünzen, ebenso wie Goldbarren, zum Kapitalschutz in größeren Dimensionen. Kleine Einheiten taugen evtl. als Krisenwährung, auf jedem Fall aber zum schrittweisen Wiederverkauf.


    Die Silberunzen sind manchmal gar nicht teurer (je Unze) als die Siberkilomünzen. 1 Kilo = 32,15 Unzen.


    Heute morgen z.B. Preise Westgold: 501 €/Kilo entspricht 15,58 € je Unze, das Unzenstück Silber kostet dort 15,80 €.... Da würde ich nicht von so horrendem Aufpreis sprechen, daß nicht ein Teil des Silbers in Einunzenstücken angelegt werden könnte... oder?


    Gute Angebote suchen lohnt immer =)


    Gruß, GL

    Zitat

    Original von Frank Wiechmann
    Sobald indessen die Fed die amerikanischen Leitzinsen wieder anhebt und die Inflationserwartung in den USA sinkt, wird der fundamental durch nichts begründete Goldpreis auf seinem Weg nach unten keine Widerstandsbereiche mehr kennen, ...


    Sie sind ja immer noch hier, Herr Wiechmann. X( X( X(
    ... und mit dem identischen Sermon wie in den von Ihnen begonnenen und bereits vom Mod geschlossenen Threads.


    1) Erzählen Sie vollkommenen Schwachsinn:
    - "Wir" gehen nur fundamental ran
    - Goldpreis ist fundamental nicht begründet, s.o.
    - im Musterdepot haben Sie am 14.3.08 Gold Calls 1000 USD aufgenommen. ?(


    2) Versuchen Sie dieselbe Masche auch in anderen Boards. Z.B.:
    http://www.boersenforum.de/boe…tik-der-chartanalyse.html
    http://www.aktienboard.com/vb/showthread.php?t=106116&page=1
    http://www.aktienboard.com/vb/showthread.php?t=106113&page=1
    Das enthüllt, daß es Ihnen offenbar einzig um das breite Promoten einer Website geht. Daran ändert es auch nichts, daß Sie den direkten Link nun weglassen, schließlich gibt es Suchmaschinen.


    3) Da Sie inhaltlich Unfug reden, Gespräche anfangen wollen und Leistung und Gegenleistung Ihrer gewerblichen Website weiter im Unklaren lassen, muß weiter davon ausgegangen werden, daß es Ihnen um das reine Promoten einer Website geht, die
    Herrn Manfred Rouhs http://de.wikipedia.org/wiki/Manfred_Rouhs (bzw. seinem gleichnamigen Verlag) gehört.
    Über Herr Rouhs´ aktivistische Tätigkeit in als rechtsextremistisch bezeichneten Organisationen wurde z.B. hier berichtet:
    http://www.beucker.de/artikel/taz00-08-14.htm
    http://europenews.dk/de/node/1575
    http://www.spiegel.de/schulspiegel/wisse...,432253,00.html


    Jetzt reicht es doch wohl!?


    Gruß, GL

    Guten Tag Herr Wiechmann,


    Sie möchten hier offenbar etwas verkaufen, Ihren Arbeitgeber bekannt machen oder Hits auf die Website Ihres Unternehmens generieren?! Von diesem Ansatz halte ich recht wenig.


    Ansonsten bin ich gegen Ratgeber sowieso allergisch. Meine Fehler verantworte ich lieber selber.


    Ansonsten zum Textinhalt: nichts Neues, noch weniger Klares, wechselnder Grad der theoretischen Auflösung. Nicht hilfreich.


    Bitte machen Sie doch Ihre Interessen einmal deutlich.


    Ihre Firma schlägt im Musterdepot u.a. Gold Calls 1000 USD vor. In welcher Weise sind Sie persönlich, andere Mitarbeiter/-innen oder Geschäftsinhaber/-innen an den Kapitalmärkten investiert, die mit den gegebenen Ratschlägen in Interessenskonflikt stehen könnten? Welche Leistungen erbringen Sie gegen welche Gegenleistung?


    MfG
    GL


    PS:
    Handelt es sich bei Ihrem Chef, Herrn Rouhs, Foto auf http://www.gewinnbereich.de/?page_id=20
    um diesen Manfred Rouhs aus der "Bürgerbewegung pro Köln", über den Folgendes berichtet wird:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Manfred_Rouhs
    http://www.beucker.de/artikel/taz00-08-14.htm
    http://europenews.dk/de/node/1575
    http://www.spiegel.de/schulspi…sen/0,1518,432253,00.html ?
    Die Fotos weisen große Ähnlichkeiten auf.

    Guten Tag Herr Wiechmann,


    Sie möchten hier offenbar etwas verkaufen, Ihren Arbeitgeber bekannt machen oder Hits auf die Website Ihres Unternehmens generieren?! Von diesem Ansatz halte ich recht wenig.


    Ansonsten bin ich gegen Ratgeber sowieso allergisch. Meine Fehler verantworte ich lieber selber.


    MfG
    GL


    PS:
    Handelt es sich bei Ihrem Chef, Herrn Rouhs, Foto auf http://www.gewinnbereich.de/?page_id=20
    um diesen Manfred Rouhs aus der "Bürgerbewegung pro Köln", über den Folgendes berichtet wird:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Manfred_Rouhs
    http://www.beucker.de/artikel/taz00-08-14.htm
    http://europenews.dk/de/node/1575
    http://www.spiegel.de/schulspi…sen/0,1518,432253,00.html ?
    Die Fotos weisen große Ähnlichkeiten auf.

    Ich biete mal diese Charts für Metalle an:


    http://www.mrci.com/pdf/charts.asp (Rohstoff- und EM-Langfristcharts die aktualisiert werden)
    http://www.the-privateer.com/g-charts.html (Kürzer, dafür auch in €)
    http://www.infomine.com/investment/metal...eur&r=15y#chart (massenweise Währungen und Metalle zur Auswahl)
    http://www.research.gold.org/prices/ (Seit 1971, viele Währungen, teils Excel-Daten verfügbar)


    Auch nett, hier gibt es was auf die Augen, und unten gibt es Zugriffszahlen auf EM-Webseiten von Kitco:
    http://www.nowandfutures.com/metals.html


    Dann noch http://www.bigcharts.com , mit Indikatoren wählbar:
    - 38099902 (Gold London Nachmittags Fixing, ab 1971)
    - 38099901 (Gold London Vormittags Fixing, ab 1978 )
    - 82799W01 (Silber Fixing, leider nur ab 1994)


    GL

    Prophet


    Mannomann, der zusammengeflickte Silberchart auf der uralt-Internetseite ist schon ein Hit. :rolleyes: ;)


    Ich biete mal diese hier an:
    http://www.mrci.com/pdf/charts.asp (Langfristcharts die aktualisiert werden)
    http://www.the-privateer.com/g-charts.html (Kürzer, dafür auch in €)
    http://www.infomine.com/invest…y+Chart&x=eur&r=15y#chart (massenweise Währungen zur Auswahl)
    http://www.research.gold.org/prices/ (Seit 1971, viele Währungen, teils Excel-Daten verfügbar)


    Auch nett, hier gibt es was auf die Augen, und unten gibt es Zugriffszahlen auf EM-Webseiten von Kitco:
    http://www.nowandfutures.com/metals.html


    Dann noch http://www.bigcharts.com , mit Indikatoren wählbar:
    - 38099902 (Gold London Nachmittags Fixing, ab 1971)
    - 38099901 (Gold London Vormittags Fixing, ab 1978 )
    - 82799W01 (Silber Fixing, leider nur ab 1994)


    Vielleicht springen die Kristallkugeln dann ja wieder an.... :)


    Gruß, GL


    Barton Biggs hat in seinem Buch scheinbar auch geraten, sich vor allen möglichen Katastrophen zu schützen und sich eine abgelegene Farm und Vorräte aller Art anzulegen.


    "Biggs's Tips for Rich: Expect War, Study Blitz, Mind Markets
    Review by James Pressley
    Jan. 30 (Bloomberg) -- Barton Biggs has some offbeat advice for the rich: Insure yourself against war and disaster by buying a remote farm or ranch and stocking it with ``seed, fertilizer, canned food, wine, medicine, clothes, etc.''
    The ``etc.'' must mean guns. "
    http://www.bloomberg.com/apps/…d=aImBVle3OMyo&refer=home


    Die beiden Ratschläge müssen ja kein Widerspruch sein... ;)


    GL

    Hallo bangles,


    Silber wird über Spotpreis gehandelt bzw. verkauft, weil
    - relativ schwer für den Wert (teure Logistik)
    - relativ hohe Verarbeitungskosten relativ zum Wert
    - Mehrwertsteuer bei Silber im Ggs. zu Gold anfällt (19% Barren, 7% Münzen)
    - ... und der Markt es halt hergibt :rolleyes:


    Edit: Privat wird dann meist nahe der Händler-VK-Preise angeboten. Beim Händler gibt es einen großen Spred zwischen Ankauf und Verkauf.


    Sieh doch mal bei den seriösen Händlern nach Preisen. Bei den Mengen wäre es mir schon wichtig, daß nicht irgendwer meine Adresse in die Finger kriegt...


    Internet-Händler für EM
    http://www.westgold.de
    http://www.proaurum.de (auch Filialen in München und Berlin)
    http://www.mp-edelmetalle.de
    http://www.argentarius.de
    http://www.coininvestdirect.com
    wären mal die größten bzw. am längsten etabliertesten Adressen für den Anfang... auf das Risiko daß wer über die "Werbung" oder sein Vergessenwordensein meckert... es gibt ja noch Werbebanner hier, die man sich ansehen kann...


    3. Edit: hab mal weiter gesucht, weiter geht´s.
    http://www.geiger-edelmetalle.de/
    http://www.muenzkauf.de/
    http://www.beutler-weltmuenzen.de/
    http://www.edelmetalle-münzen.de/


    Hier gibts was (auch) in Düsseldorf:
    http://www.exchange-ag.de/MoneyService.html


    Belgien, nur Gold
    http://www.eurogold.be/UK/main.htm
    http://www.gold4ex.be


    Berlin, nur Gold:
    http://www.euro-change.de/gold.phtml


    Edit: oder Du fragst Deine Bank.


    Ich persönlich glaube, daß ein wenig Gold bei der Menge nicht schadet... aber da gibts andere Threads, und sowieso tausend Meinungen. Silber hat generell das etwas größere Achterbahnpotential.... in beide Richtungen.


    Schönen Abend, GL


    Noch´n Edit: für 510 € solltest Du derzeit eine Kilomünze beim Händler bekommen. Besser als Ebay auch im Preis.

    Zitat

    Original von gutso


    "Sichteinlage" könnte glatt mein neues Lieblingswort noch vor "Finanzkauf" werden. :D [--> Girokonto?]


    Ich fasse mich kurz: Die Sache bezüglich der verschiedenen Szenarien (übrigens der Thread heisst "Gold und Silber... Informationen und Vermutungen") bleibt trotz gut informierter Diskutanten für mich noch ziemlich undurchsichtig.


    N´abend gutso,


    und ich dachte Du hättest eine Kristallkugel 8o!!! *haaresträub*


    Die Freude über engagierte und informierte Diskutanten kann ich zurückgeben, verdoppeln und bestätigen, für gute Fragestellungen, Statements und Zuhören (nicht daß ich von dem Kompliment nicht auch was behalten würde :] ... Fractional Kompliment-Lending eben :) )


    Ich für meinen Teil habe solche Gespräche gerne, um einigermaßen die eigenen Gedanken zur Abschätzung von dem-was-kommt zu ordnen und zu prüfen. Hilflosigkeitsprävention sozusagen.


    Und danke für den Greenspan-Link... war ein anstrengender Tag.


    Gruß, GL


    Warum bzw. wozu sollte eine Bank mit genug "Geld auf der Hand" eine Notinjektion oder einen Notkredit nehmen? Ich glaube nicht zum "Anlegen".


    - Entweder sind sie illiquide, dann bezahlen sie damit ihre fälligen Rechnungen. Das hätten sie sonst aus anderen Mitteln getan, wenn sie die hätten.
    Ergebnis: dem Gläubiger bleibt es erspart, seine Forderng abzuschreiben.


    - Oder die Bank ist quasi insolvent, hat keine ausreichenden Reserven mehr. Dann nimmt sie (z.B. im Austausch gegen Luftpapiere) das Geld von der Zentralbank. Ich würde vermuten, daß es dann als Sichteinlage bei der ZB liegt. Aber vielleicht kann uns jemand dazu aufklären, der sich wirklich auskennt?
    Ergebnis jedenfalls: die Kreditvergabe braucht nicht eingeschränkt, Kredite müssen nicht gekündigt werden. Der Gang zum Insolvenzverwalter wird verschoben.


    GL


    "Geht der Schuldner allerdings Pleite, so bleibt das Geld bestehen. Konkurse sind daher viel inflationärer als normale Kreditgeschäfte."


    Das ist ein sehr interessanter Gedanke. Rekapituliere ich das richtig wie folgt?
    Wenn die Geldschöpfung daraus besteht, daß eine Geschäftsbank aus "Nichts" plötzlich zwei Dinge erzeugt:
    1) eine Summe Geld, die sie Dir überweist, und
    2) einen Schuldschein, den sie behält,
    sollte bei der Schuldnerpleite die Forderung abgeschrieben werden - der "Schuldschein wird zerrissen", das Geld bleibt aber in Umlauf, weil es schon ausgegeben ist. Aha.


    Trotzdem werfe ich ein Argument dagegen ein: Der Schuldschein gilt ja als Asset, als Wertpapier. Zumal, wenn er gebündelt und verbrieft und verkauft wird. Damit ist er ein Teil der Bankreserven, auf deren Basis neue Kredite vergeben werden. Das ist ja mit dem Begriff "Schattenbankensystem" gemeint, wo auf Schulden neue Kredite geschaffen werden.


    Wenn der Schuldschein wertlos wird und damit die Bankreserven schrumpfen, können die Banken weniger Kredite vergeben und Geld schöpfen.


    Kreditkontraktion ist aber im Schulgedeckten Papiergeld definierend für Geldmengenkontraktion - damit für Deflation.


    Korrigiert mich, wenn ich es falsch sehe.



    Zur Inflation: Ja, NATÜRLICH gibt es seit Jahren hohe Raten der Geldvermehrung, und daraus die berühmte "Überschußliquidität". Diese hat Preisaufblähungen in einzelnen Assetklassen verursacht.
    Wenn dieses Geld nun die nächste gewinnversprechende Assetklasse - Rohstoffe - überschwemmt, können wir uns anschnallen. :D


    Das ist aber m.E. auf keinen Fall eine Folge der aktuellen "Geldinjektionen". Diese ersetzen lediglich die Löcher in den Reserven, welche durch verdunstete Luftpapiere auftauchen. Sie sorgen nur dafür, daß die Kredit-/Geldmenge nicht kontrahiert. Nicht mehr und nicht weniger.


    GL

    Zitat

    Original von Förster


    Zusätzlich würde ich gerne noch wissen warum der CPI (ist doch das gleiche wie bei uns der "Warenkorb"?) angeblich inakurat und manipuliert ist. Kann man das mal jemand klarstellen?


    Hier: http://www.shadowstats.com/alternate_data
    gibt es z.B. die Preisinflation in den USA nach offiziellen Daten vs. der Methodik vor 1990 berechnet. Macht einen Unterschied von 4 vs. 12% p.a.


    Die 'Erklärung von einem anderen User oben stimmt.


    GL

    Zitat

    Original von higgins T
    Greenspan: Schwerste Finanzkrise seit 1945
    (...) Die Krise werde vorüber sein, wenn sich die Immobilienpreise stabilisierten und damit der Preis für Finanzprodukte, die an Hypothekendarlehen gekoppelt sind.


    Das dürfte noch ein Weilchen dauern.
    GL

    Ganz schön voll hier übrigens... :D
    Neuer Rekord: 972 Benutzer am 17.03.2008 11:15.



    Nun macht doch mal halblang, was die Diskussion mit Petersen angeht. Oder ist das hier eine Veranstaltung zur Massenpsychose?


    Wir sehen gerade die Deflation bestimmter Assetklassen... öhm, genauer gesagt, des Kreditmarktes und wahrscheinlich auch seiner Derivate. Das ist ein dicker Brocken, und das Bankensystem dürfte in der Tat in unbekannter Größenordnung illiquide bis insolvent sein. Fakt ist, das System aus Kreditmarkt und Geschäftsbanken ist so gut wie kaputt.


    ABER:


    Einstweilen erleben wir, daß Institutionen von Notenbanken / Zentralbanken bis hin zum Staat mit Liquiditätsgewährung einspringen, damit die Geschäftsbanken nicht umgehend hops gehen. Oder, um die Phrase mal woanders auszuleihen, der "Deflationäre Rückfall" wird mit frischem Geld und Liquidität bekämpft.


    Die Geschäftsbanken kreieren die Kredite für die Realwirtschaft. Wenn bei den Banken die Lichter ausgehen würden... dann gute Nacht für die Unternehmen. Ließe man eine Bank pleite gehen, wäre bei deren Gläubigern (z.B. auch anderen Banken) sofort auch, sagen wir mal, "hoher Abschreibungsbedarf". Also "darf" keine Bank pleite gehen, weil sich das Problem dann zum Schachmatt fortsetzen würde.


    Nach den derzeitigen Beobachtungen (Bear, Northern Rock, WestLB) scheint tatsächlich damit zu rechnen zu sein, daß das Karussel sich erstmal in dieser Weise weiter dreht, indem der Staat oder staatsnahe Institutionen einspringen.


    Die mittelmäßig spannende Frage im Einzelfall ist, welche Bank genau denn nun hops geht, bzw. welche diejenige ist, die ihre Geschäfte übernimmt. (Sehr interessant ist die Frage in der Tat für Zertifikatebesitzer)


    Am Ende jedenfalls landen die Schulden der Rettungsaktionen zum großen Teil beim Staat, so wie es aussieht. Oder bei der Zentralbank, die wertlose Papiere als Sicherheiten für Liquidität annimmt.


    DANN erst dürften diese ernsthaft weginflationiert werden. Ein erster Ansatz sind die Schecks im Mai für die US-Haushalte. Ein nächster ist direkte Monetisierung, wenn Wertpapiere (d.h. Schuldpapiere) also nicht mehr als Sicherheit für Kredit hinterlegt, sondern von den Zentralbanken direkt aufgekauft werden.


    Die Geldmengensteigerungen von gut 10-15% global in den letzten Jahren sind zwar eine starke, aber keine absichtlich herbeigeführte Hyperinflation, sondern dürfte an diesem Punkt im Lebenszyklus des Schuldengedeckten Papiergelds schlicht normales Erfordernis sein. Großenteils kommt das Geld aus dem "Schattenbankensystem", wo mit derivativen Instrumenten Liquidität vermehrt wird, ohne daß es auf die reale Wirtschaft entsprechend große antreibende Effekte hat.


    Statt durch Geldmengenwachstum angetriebener Wirtschaft gab es ja die bekannten Asset-Blasen in den einzelnen Anlageklassen - erst die Aktien bis 2000, dann die Immobilien im angelsächsischen Bereich und einigen europäischen Ländern. Dasselbe schickt sich offensichtlich auch für die Rohstoffe und Edelmetalle an.


    Was wir derzeit an Preisanstiegen bei Rohstoffen sehen, ist wahrscheinlich erst ein laues Lüftchen. Wir hatten bis vor ca. 2001/2002 Jahren inflationsbereinigt historisch niedrige Rohstoffpreise. Chart siehe: http://www.gr-invest.de/pdf/ka…tinformation/q-2-2004.pdf
    Mit der wahren Geldmengenausweitung adjustiert, dürften die Rohstoffpreise real noch weit tiefer liegen. Zusätzlich auf Eurobasis, dürfte alles noch halb so wild für uns in Europa sein. (Hat jemand einen Chart: Rohstoffe indexiert seit 1950, normalisiert an Geldmengenwachstum, Eurobasis?)
    Natürlich beginnen auch Kapitalflüsse zu den Rohstoffen in Erwartung von Inflation, aber das dürfte zur Zeit noch beinahe gemäßigt sein!


    Dazu paßt der Artikel von Hr. Baader im (ansonsten igittigitt) Rohstoff-Spiegel 01/06, ab Seite 12: http://www.investment-ideen.de/pdf/rs_01.pdf
    Der Totentanz beginnt, wenn die Umlaufgeschwindigkeit des Geldes exponentiell steigt, weil Käufe aufgrund steigender Preise vorgezogen werden. Das führt über kurz oder lang zum inflationären Kollaps - wenn dem nicht wie 1980 ein Ende bereitet wird. Diese Methoden - Zins auf 20% - kann sich heute aber keine Regierung oder Zentralbank leisten.


    Fazit:


    Außer "geretteten Bankenpleiten" sehe ich derzeit keinen umgehenden - deflationären - Kollaps des Bankensystems. Die Gefahr ist da, wird aber derzeit durch Liquiditätszufuhr oder auch direkte Verstaatlichung zumindest selektiv abgewehrt.


    Längerfristig dürfte das zu offensichtlicher Verschlechterung der Staatsfinanzen und "absichtlicher" starker Inflation zwecks Schuldenentwertung führen.


    Die Preis"inflation" bei Rohstoffen und den Verbraucher am Ende seiner finanziellen Fahnenstange haben wir allerdings jetzt schon.


    Gut für Alle die in Rohstoffe /EM investiert sind. Schlecht für alle Sparer in konventionellen Formen. Hunger für Alle, die jetzt schon kaum hinkommen und nichts gespart haben. Ein ziemliches Trauerspiel.


    Gruß, GL