Beiträge von Saccard

    Royalties... sind auch nur ein Trugschluss. Franco-Nevada basierte auf sehr viel Glück
    1. Zufällig das Gold Strike Land gekauft
    2. Beim Verkauf der Royalty wollte Barrick nicht kaufen, sehr viel Glück für Franco-Nevada
    3. Glücksfund Ken Snyder Mine obwohl Exploration nur pro-forma betrieben wurde, damit US Fonds ohne Strafzahlungen Franco-Nevada halten konnten
    4. Kapitalbeschaffung in Frankreich durch Pierre Lassonde (50% des Kapitals war französisch)


    Und Barrick war im Bärenmarkt der 90er gehedgt.


    Was nutzt eine Royalty, die theoretisch linear mit dem Goldpreis sinkt, aber tatsächlich nicht mehr bezahlt wird, da der zugrundeliegende Operator bankrott geht?


    Gut, FNV hat gutes Management und Kapital, im Bärenmarkt können die Deals machen...


    Trotzdem suchen wir nur Minen, keine Royalty Gesellschaften. Eine Klasse für sich.


    Gruß
    S.

    Sibanye hat wirklich ein Riesenglück gehabt, daß mit dem spinoff auch alle Problemminen mit Gold Fields verschwunden sind.


    South Deep immer noch ein Kapitalfresser, Australien wegen der Währung zu hohe Kosten und Ghana wurschelt so vor sich hin. Südamerika mit pol. Problemen. Riesiger Schuldenberg. Das Philippinenprojekt sang- und klanglos untergegangen? Man hört nichts mehr.


    Bei Colossus fällt mir auf, daß sowohl bei wallstreet-online als auch bei stockhouse sich ziemliche Schwachmaten tummeln. Guyana Goldfields hat schon erheblich weniger postings auf stockhouse, aber immer noch etwas zu viele.


    Ich denke der Forenindikator ist sehr brauchbar. Ich selber verkaufe kein Stück von Sibanye. Auch wenn die politischen Risiken da sind. Sibanye ist nur halb sicher. Hohe Steuereinnahmen durch Mining und Bewußtsein der Politiker dafür, trifft auf ZA zu. Damit eigentlich geopolitisch sicher. Bis auf den Fakt, daß größere Pakete der Aktien nicht beliebig verkauft werden können und daß keiner Sibanye von außerhalb ZA übernehmen kann. Aber genau das hilft uns vielleicht jetzt gerade. Übernahmen außerhalb ZA braucht Sibanye nicht. Und übernehmen soll sie auch keiner.


    Ich bete schon fast, daß der Kurs auf jetzigem Niveau noch bis März verharren soll, um noch einmal eine Dividende zu reinvestieren.


    Gefahren:
    Goldpreis. $1200 ist sehr schlecht, da Sibanye wenig verdient, $1300 würde schon doppelte earnings bedeuten (bei den meisten Konkurrenten würde es schlicht weniger Verlust bedeuten). Längere Zeit, 1-2 Jahre, $1300-$1400 Goldpreis wäre ideal für Sibanye aus strategischer Sicht, da sie genug Dividende produzieren würden und die sonstigen Minen weiter absinken würden.
    Auch ein Goldpreis von ca. $900 wäre für Sibanye wahrscheinlich besser als $1200, da dann der Rand endgültig viel weiter abrutschen dürfte und sich die Gewinne vielleicht einigermaßen stabil halten würden. Außerdem kann Sibanye wahrscheinlich noch mehr Kreditlinie erhalten. Derzeit schuldenfrei mit $200 mio Kreditlinie. 35% einer gesamten Branche eines Landes läßt man nicht untergehen, in keinem Fall. Und $900 würden für Unternehmen wie Barrick wohl die Zerschlagung bedeuten. Das große Sterben würde einsetzen. Vielleicht auch für Gold Fields. Dann wäre auch South Deep früher oder später im Sibanye Stall.


    Zweite Gefahr: Übernahme durch Harmony oder Anglogold. Anglogold steht ja immer noch etwas unter Zwang, die ZA assets auszugliedern. Das werden sie aber m.E. niemals machen, da Mponeng das letzte Feigenblatt ist, das Anglogold die Reservengröße eines wirklichen Majors beschert. Der Anglogold Wasserkopf soll pro Jahr US$380 mio zum Überleben benötigen... Wenn sie Sibanye übernehmen würden, gäbe es wohl eine Revolte. Gold Fields Übernahme durch AU wäre evtl. auch mal zu überlegen.
    Harmony hat immer noch ihr Papua-Neuguinea Gold-/Kupfer Ungetüm mit irrsinnigen Kapitalkosten. Schwer einzuschätzen. Der Erfolg in ZA scheint im wesentlichen auf etwas niedrigeren Löhnen zu beruhen. Cash können sie nicht zahlen und der Kurs ist zum Glück für uns stark zurückgekommen, d.h. wenn sie übernehmen, wäre das Ratio viel besser als vor 3 oder 6 Monaten als Harmony noch deutlichst überbewertet relativ zu Sibanye war.


    Außerdem haben wir jetzt die Wits Gold Reserven und Resourcen. Bei einem Übernahmeangebot wird das jedem Aufkäufer mit diversen Analysen, DCF Berechnungen und Studien unter die Nase gerieben.


    Einziges Problem: Was kaufe ich sonst noch, in was diversifiziere ich sonst noch?


    Gruß
    S.

    Die kommen in Argentinien zurecht. Nicht vergessen, Casposo ist eine 3-4 Jahre Mine. Allerdings werden laufend Reserven ersetzt, darin ist Troy exzellent. Das Risiko ist also nicht soo wichtig.


    Andorinhas wird 2015 geschlossen. Trotz Ergebnissen von teilweise über 100 g/t. Vielleicht kann man da noch einige Jahre rausschlagen, sieht aber nach Schließung aus. Es kommt noch eine Eisenerz Royalty, die Troy so 10 - 15 mio US$ einbringen sollte, Kleinvieh macht auch Mist.


    Troy ist derzeit ganz klar eine Wette auf Ghana.
    -größtes Landpackage
    -ca 1.5 mio ozs resources (inferred)
    -gut 3 g/t average (mehr als Guyana Goldfields), aufgesplittet auf 2 deposits mit gut 2 g/t und ca. 4 g/t
    -100000 ozs in >6g/t in Oberflächennähe, ideal zum Start


    Das East Omai Projekt sieht so als, als wäre es nur eine Frage der Zeit bis dort etwas gefunden wird.


    Guyana ist nicht finanziert, aber ich denke die Troy vorgehensweise wird wieder el-cheapo sein. Die kaufen schon jetzt eine Mill. Niedrige Resourcen und schlechte Kategorien sind wohl nicht so das Problem, da muß aber noch drilling betrieben werden. Vielleicht alles mit den Casposo Gewinnen und dem bischen cash was sie haben (10 mio netto) zu finanzieren. Troy hat einen exzellenten Ruf und kann kleinere Bankkredite zu günstigen Konditionen ohne Schwierigkeiten erhalten.


    Wie ich sagte: von den Kennzahlen her unauffällig, aber eben qualitativeine Stufe besser als die meisten Explorer / Juniors.


    Gruß
    S.

    Also ich bin strikt dagegen NUR auf Kennzahlen zu achten. Gerade das hat ja bei Colossus in die Katastrophe geführt.


    SSRI ist vielleicht ein sehr guter Weg, um an der Pretium story zu partizipieren. Sie werden allerdings gleich mitverklagt.
    Iamgold hat Cambiors Niobium Mine, kann gutes Geld abwerfen. Auch Guyana finde ich nach wie vor interessant, sie sind nur teuer wenn man den Schuldenanteil mit einberechnet. M.E. billig, aber hohe Chance einer Pleite wenn der Goldpreis weiter sinkt oder es Probleme beim Bau gibt. Ansonsten noch Probleme mit Regen (2-3x soviel wie in Serra Pelada). Goro habe ich auch nach wie vor auf der Liste.


    Ansonsten mag ich derzeit Troy, die haben in Guyana das größte Gebiet.


    Gruß
    S.

    Ich habe mal die Liste durchgeschaut: Armenien, Norwegen oder Kalifornen... sind nichts finde ich. Genauso wenig 1.x g/t, es bleiben Guyana Gold. und PMI Gold.


    Wobei die Finanzierung bei Guyana Goldfields besser zu sein scheint. Vom theoretischen Plan her sind sie bereits finanziert. PMI Gold hat zu viel auf dem Teller. Irgendwie kein Fokus auf ein Projekt. Dafür aber $100 mio in cash bei nicht viel mehr market cap. Wie es wohl mit cash costs aussieht? Ghana hat extreme Probleme mit Stromversorgung und häufig auch Sulphides.


    Guyana interessiert mich derzeit mehr. Die haben auch niedrige Kosten.


    Gruß
    S.

    Wenn die Strathcona Aussagen wirklich so unbegründet sind.


    Irgendwie hat es Pretium ja geschafft, unsere Überlegungen alle in eine Richtung zu lenken. Farquharson selbst hat ja auch einmal als junger Mensch eine Mine finanziert wo jeder behauptete, das könne nichts werden. Also ich halte ihn für sehr herlich und sehr kompetent. Allerdings ist er nicht mehr der jüngste.
    Quartermain strahlt immer so eine Selbstsicherheit aus, fast schon Arroganz. Pretium kommt das bei Finanzierungen sehr zugute. Auch bei den newsreleases der letzten Wochen hat man sehr gemerkt, wie professionell man vorgegangen ist.


    Noch einmal: das Snowden Modell ist quasi eine Art black box, wo nur rein statistisch vorgegangen wird. Es ist sehr gut gemacht, aber auch sehr ambitioniert. Hat uns die Erfahrung nicht gelehrt, daß man Statistiken eher mit vorsicht genießen muß. Bzw. daß Statistik sehr oft falsch hangewendet wird, nämlich z.B. voneiner Gauss Verteilung ausgeganten wird, wo keine ist? Steve Henley von Datamine geht ja sogar so weit zu sagen, daß die modernen Computermodelle die Minenindustrie schädigen.
    Bei den Aussagen von Strathcona geht es eben nicht um das abgebaute Material des bulk sample, es geht um die cross-cuts selbst. Mit einem Mal hat man nämlich ein Fenster in den Erzkörper, kann an den Wänden der cross-cuts klar ablesen wie die geologischen Strukturen verlaufen und daß eben diese Strukturen nicht kontinuierlich verlaufen. Als Gegenbeispiel hat ja das Erz von Serra Pelada ebenfalls eine hohe Variabilität. Variabilität, aber es hat keine Diskontinuitäten wie bei Brucejack. Roscoe hat z.B. in der Studie kein MIK angewendet, obwohl es eher anwendbar gewesen wäre als bei Brucejack. Und durch das fehlen von GPS Daten wurden alle alten Bohrergebnisse nicht einbezogen, es bleibt bei den infill drillings von Colossus, die das grid spacing im wesentlichen auf 25mx25m gebaracht haben, selbst also ohne die alten Bohrergebnisse 50mx50m spacing haben dürften. Auf diesen Bohrungen konnte Roscoe nicht einmal inferred resources berechnen. Und Snowden macht bei 20mx40m daraus indicated resources? Kein top-cut? Roscoe hat 150 g/t verwendet. Also ich wage zu behaupten, daß bei 150 g/t top-cut und Anwendung von normalem Kriging die Brucejack Resourcen nur bei unter 2 mio ozs inferred liegen würden, damit also auch keine Reserven möglich wären. Aber darüber streiten sich eben die Gelehrten.


    Auch die 4000 vs 5800 ozs spielen keine so große Rolle. 4000 ozs war das estimate des bulk sample, das Strathcona aus dem sample tower berechnet hat. Es war zu erwarten, daß das bulk sample deutlich darüber liegen würde, da der sample tower eben nicht alles Gold findet. Aber diese 4000 ozs Erwartung haben sich nie aus dem block model ergeben.


    Für uns bleibt maßgeblich, daß weiterhin eine high-grade Mine nur durch tatsächliche Produktion ihre Reserven bestätigen kann. Daß auf den Modellen also eine gewisse Unsicherheit liegt, die evtl. bei einem Betrag von $700 mio problematisch sein kann. Trotzdem sehe ich darin kein Problem, im Gegensatz zu Colossus sind bei Pretium nicht nur keine Clowns am Ruder, sondern sogar Profis, die gerade dieses Problem gut lösen können sollten. Auch der höhere Goldpreis sollte helfen, wenn die FInanzierung in 1-2 Jahren kommt.


    Eine Klage gegen Strathcona wird aussichtslos sein, da Strathcona wohl vertragsgemäß zurückgetreten ist - nicht auf eine elegante Weise zugegeben - und da Pretium selbst die Ausschnitte aus Strathconas Brief veröffentlicht hat. Danach kamen noch einige unglückliche Kommentare von Thalenhorst und Farquharson, aber für eine Klage reicht es nicht.


    Die jetzigen Klagen werden mit Sicherheit vor eine US Jury gehen und dort wird Farquharson noch einmal aussagen. Da beide Parteien über wesentlich mehr Informationen verfügen als wir hier, wäre ich sehr vorsichtig wie es ausgeht. Ein Warnsignal ist z.B., daß Pretium anscheinend eine Ansammlung von 1000t 400-500 g/t Erz findet, nicht in einem 0.5m Vein sondern mit 2-4m Breite, und darüber keine news release herausgibt.


    Wie gesagt, die Eigenfinanzierung wird wohl nichts, da das was uns als durchschnittlicher Cleopatra Vein verkauftwurde (400-500 g/t) so nicht existiert. Die 60000 ozs Cleopatra Vein Erz abzubauen wird vielleicht das 20-50 fache dessen kosten was man für die 15000 ozs super-high grade ausgeben mußte. Aber das ist auch nicht schlimm, schlimmer wäre es gewesen Cleopatra mit 400 g/t zu haben aber kein Brucejack.


    Warten wir es ab, Pretium steht nicht unter Zeitdruck und hat kompetentes Management, kurzfristige Risiken bestehen also nicht - bis auf die Klagen, die wohl keiner einschätzen kann. Ich denke aber nicht, daß die Kläger Erfolg haben werden. Es wird höchstens noch einmal eine Phase geben, wo dreckige Wäsche gewaschen wird und die man für Nachkäufe evtl. nutzen kann.


    Gruß
    S.

    Ein von den Kennzahlen her unauffälliger Wert, der aber ein sehr gutes Management hat.


    Philosophie
    •Focus on high grade
    •In prospective ground where we can add ounces
    •Start with small scalable plant
    •Use second hand equipment where possible
    •Minimise capex
    •Use appropriate levels of debt
    •No hedging
    •Minimise dilution to existing shareholders
    •Continue to pay dividends when we can


    Der Plan ist, kleine Projekte mit zu hohen Kapitalkosten zu erwerben, das Projekt dann viel billiger zu bauen als im Originalplan gedacht (40-50% weniger sind nicht selten) und dann per Exploration das volle Potential der Projekte zu erschließen.


    Kürzlich wurden sogar performance rights vor Ablauf gecancelled (waren weit out of the money).


    Bohrergebnisse mit > 100g/t in einem Projekt das 2015 geschlossen werden soll, werden mit "interesting" kommentiert, aber nicht weiter promoted.


    In meinen Augen einer der qualitativ besten Werte überhaupt.


    Gruß
    S.

    Ich denke erst in den letzten Tagen habe ich Colossus wirklich verstanden. Ich habe mal etwas im Sandstorm royalty agreement gestöbert. Der Plan ist eigentlich ganz gut, es waren wohl so 300000 ozs Jahresproduktion unter $400 cash costs geworden, wenn es geklappt hätte. Kann man sehr gut aus den Zahlen schlußfolgern. Das Potential war also eher noch größer als zunächst gedacht.


    Im Rahmen dieses Agreements hat sich Colossus verpflichtet, pro Jahr 4800 ozs Gold zu $400 zu liefern. Bei einer 1.5% Royalty macht das 320000 ozs pro Jahr. Wenn Colossus in 2014 nicht liefern kann, fallen statt des Goldes Ersatzzahlungen in cash an.
    Außerdem haben sie sich verpflichtet, in den ersten 48 Monaten seit September 2012 min. eine 12-monatige Phase mit 260000 ozs Jahresproduktion zu haben. Falls nicht:
    (260000 - höchste Jahresproduktion) / 260000 * 75 mio zurückzuzahlen an Sandstorm im September 2016.


    Warum scheitert das financing? Ich denke wegen Sandstorm. Rechnen wir mal nach: bei dem resource estimate ist vielleicht wegen grades und Diskontinuitäten nur noch eine Jahresproduktion von 160000 ozs selbst nach financing möglich. Sandstorm soll nur noch 0.8% Royalty erhalten. Also 1280 ozs zu $400. Beim derzeitigen Goldpreis nur noch $1 mio für Sandstorm.
    In einer Pleite aber hat nur Sandstorm direkte Forderungen an Colossus Brazil bis in Höhe von $10 mio. Die Noteholders haben $86 mio Forderung direkt gegen Colossus ebenso wie Sandstorm $65 mio im Fall der Pleite. Die Mill und die Infrastruktur gehören Colossus Brazil, nicht SPCDM (das 75/25 jv mit Coomigasp). Sandstorm hat also wohl lieber $10 mio + x sofort haben wollen anstatt $1 mio pro Jahr (+ Pt/Pd).


    Und das Wasserproblem:
    Ursprünglich war geplant das Wasser bis 320m abzupumpen. Zeit dafür wären wohl 1-2 Jahre gewesen. Probleme gab es schon Anfang bis Mitte 2013, dem wurde aber keine große Bedeutung zugemessen. Es wäre ohnehin unmöglich gewesen, das Projekt vor Produktionsbeginn trockengelegt zu haben, was auch gar nicht notwendig war. Der komplette Sandstein ist mit Wasser gesättigt, das Tuffgestein, in dem die Tunnel gegraben werden, ist nicht betroffen. Deswegen gab es wohl auch keine Meldung zu dem Wasserproblem / Zeitplan vor Sommer 2013. Die plötzlichen Kapitalerhöhungen Mitte 2013 scheinen einen sehr plötzlichen Grund gehabt zu haben, das Geld wurde auch sehr schnell verbraucht.
    In diesem Zeitraum wurde auch das bulk sample von 3000t abgebaut. Die excavation durch die CMZ (50x70x??m) wurde in einem 4x4m Stollen durchgeführt. Rechnet man einmal nach hat jeder Meter eines 4x4m Stollens bei 2.5t/cbm 40t. 3000t sind also 75m, einmal quer durch die CMZ.
    M.E. hat man bis ins wasserführende Sandgestein gegraben, so daß nun plötzlich das dort vorhandene Wasser eine große spielt und es de facto nicht weitegehen kann bis das Wasser abgepumpt ist. Eine Verzögerung von 1 Jahr... Tja und das hat dann eben bei einer burnrate von 4.5 mio pro Monat und Produktionsverschiebung zur finanziellen Katastrophe geführt.


    Die ganzen Tricksereien mit Arias sind dann nur noch Gefechte um die Überreste.


    Gruß
    S.

    Ich habe mich von meinem letzten PVG Bestand getrennt.


    Nach den letzten News ist endgültig geklärt, wie das bulk sample abgelaufen ist.


    Einen Cleopatra Vein mit 400-500 g/t hat es so nie gegeben, trotz aller Spekulationen. Die haben einfach irrsinnig Glück gehabt und quasi 1000t mit 400-500 g/t auf einem Haufen gefunden... Der Vein selbst hat ca 40 g/t und die Frage ob die Ergebnisse im bulk sample enthalten sein sollten oder nicht, stellt sich gar nicht. Brucejack IST eine Ansammlung von Cleopatra Veins.


    Derzeit hat man 60000 ozs in dem vein. 200-300000 vielleicht NACH der exploration. Die Kosten werden sicherlich viel viel höher sein als die jetzigen 1000t, so sowohl Erzgrad als auch Beschaffenheit (größere Breite) sehr positiv waren. Wenn man den Vein abbaut, erhält man vielleicht 1/4 40 g/t und den Rest waste mit 1-10 g/t. Also nicht viel mehr als Brucejack als Erzgrad ohnehin schon hat.


    Damit ist Pretium wieder am Ausgangspunkt: Cleopatra wird nicht viel zur Finanzierung beitragen. Das restliche Vorkommen ist gut, hat aber immer noch die negativen Strathcona Äußerungen als Damoklesschwert über sich, also eine nicht ganz leichte Finanzierung.


    Und Brucejack hat ein Problem: Der Bereich des bulk sample, ein weiterer Bereich in Oberflächennähe und ein weiterer Bereich etwas tiefer haben extrem gute Erzgrade. Der Rest des deposits hat sehr häufig 5-10 g/t Bereiche.
    D.h. im späteren Abbau wird es teilweise jahrelange Phasen mit niedrigen grades und hohen Kosten geben: Ein Unternehmen, das keine hohen Cashbestände vorrätig hält, und Brucejack abbaut droht in solchen Phasen die Pleite.


    Trotzdem, unterm Strich nicht schlecht wenn die Finanzierung nicht wäre. Nach dem Colossus Abenteuer ist mein Bedarf an solchen Finanzierungen erst einmal gedeckt. Hat aber mehr mit meiner persönlichen Präferenz zu tun.


    Allen Investierten jedenfalls viel Erfolg. Wenn der Goldpreis wie erwartet 2014 steigt, wird es auch kein Problem mit der Finanzierung geben.


    Gruß
    S.

    Fast hätten sie ja mit Gold Fields fusioniert. Wurde aber nichts wegen Staatseingriff. Südafrika ist ja ebenfalls geopolitisch sicheres Gebiet nach der Definition von FNV, nur daß eben Übernahmen nicht möglich sind und man u.U. seine Aktien nicht verkaufen kann (bei größeren Posten). Daran ist damals die Anglogold/Normandy Übernahme gescheitert.


    FNV hatte als policy, bei 40-50% Kursanstieg IMMER eine Kapitalerhöhung zu machen: wer schnell einen Scheck ausschreiben kann, dem werden die Gelegenheiten zufliegen.


    Ich erwarte von FNV nicht mehr viel. Sie waren ja 2000/2001 schon am Ende, weil die royalties nicht mehr groß genug für ihr Unternehmen waren. Daher der Einstieg in Minen. Und wem bei Minen als die beiden ersten und besten Werte Normandy und Gold Fields einfallen, der kann keinen schlechten Geschmack haben.
    Lassonde ist eben sehr alt geworden. Vielleicht können sie nochmal einen strategischen Hit landen?


    Gruß
    S.

    Im Buch von Seymour Schulich (get smarter oder wie es heißt) steht einiges zur Gründung von Franco Nevada.


    Auch ein paar lustige Anekdoten. Z.B. hieß der Entdecker der Ken Snyder Mine vorher "Dry Hole Snyder".


    Im wesentlichen hat FNV viel Glück gehabt: zufällig das Land gekauft, auf dem der größte Goldfund außerhalb Südafrikas gemacht wurde. ZTufällig eine $100/oz cash costs Mine entdeckt.


    Aber auch die Definition von geopolitischem Risiko ist einleuchtend:
    Da wo hohe Steuereinnahmeanteile aus dem Minensektor stammen und sich die Politiker auch dessen bewußt sind, herrscht wenig Risiko.


    Gruß
    S.

    Hallo isognix,


    keine Angst, ich kann damit umgehen, schließlich habe ich hier ja ewig lange alles ausgebreitet und vielleicht dadurch den einen oder anderen zum Kauf veranlasst.


    Ob das ein Fehler war kann man selbst nachdem die Insolvenz eingetreten ist nicht so genau sagen. Wie gesagt, eine sehr hohe Chance auf einen kompletten Verlust, eine kleine Chance auf einen sehr hohen payoff. Risiko-/Chance Verhältnis ist also positiv. Um Durchschnitt, wenn man genug dieser Situationen kauft, dann sollte man unterm Strich ein Plus haben.


    Mit der Colossus Situation bin ich noch nicht durch. Da sind so viele Faktionen am Werke, so viele Interessen, Inkompetenz, Gier etc. Noch ist es ja nicht vorbei. Entweder Pleite oder Super-Verwässerung durch irgendein Strohmann-Kartell, hinter dem Arias oder sonstwer steht. Colossus hatte zeitlich viel Pech, Ein halbes Jahr früher oder später und sie wären nicht pleite gegangen bzw. hätten Geld zu normalen Konditionen erhalten.


    Wegen Great Basin würde ich auch nicht sagen, daß du da eine gravierende Fehleinschätzung gemacht hast. Kenne ich im Detail nicht, insbesondere den Ablauf der letzten Tage vor der Insolvenz, ich weiß aber daß Great Basin mit Burnstone das Pech hatte gerade Geld zu benötigen und gleichzeitig auf einen fault zu treffen, wo eben temporär keine Einnahmen mehr kamen.
    Burnstone gehört ja wahrscheinlich bald auch zu Sibanye, wird also noch in Produktion gehen. Und diese Mine hat einen komplett neuen Bereich im Witwatersrand erschlossen.


    Du solltest erstmal eine solide Basis schaffen, vor allem darauf achten, daß Dividende gezahlt wird, da hat man schon jede Menge Spreu vom Weizen getrennt.


    Und wenn es Juniors sein sollen: Ich mag Troy Resources aus Australien. Das ist jetzt kein Tip, aber ich bitte dich dir den Wert anzusehen, da sie dort einige wichtige Regeln beachten, die sehr aktionärsfreundlich sind: Dividenden wenn möglich, keine Verwässerung bzw. so wenig wie möglich, geringe Ausgaben für capex (Sertao haben sie für $9 mio gebaut), soviele Informationen wie möglich. Zuletzt wurden sogar Optionen gecancelled obwohl noch nicht abgelaufen. Für mich ist das Management von Troy in punkto Ehrlichkeit und Kompetenz das beste was es überhaupt bei juniors gibt.


    Und ansonsten: Immer frei raus mit der Meinung, wir nehmen hier kein Blatt vor den Mund und das ist gut für eine objektive Betrachtung der Welt.


    Schönes Fest & Gruß
    S.

    Avocet Mining, durchaus wieder interessant, heute auf unter 9p abgerutscht.


    Nachdem man sich noch 30 Mrd. CFA Franc Kredit bei der Ecobank Burkina Faso leihen konnte (klingt etwas skuril, ist in $ aber ca. 60 mio) und vor allem für den Rückkauf der Hedges verwendet hat, fehlen für 2014 noch 20-30 mio.


    Wie es aussieht kann es auch hier knapp werden und die Pleite steht bevor.


    Wenn sich 2014 nicht deutlich etwas am Goldpreis ändert, werden wir eine Pleitewelle im Juniorsektor sehen.


    Gruß
    S.

    Danke für die Rosen und ja elpollo, ich schwanke sehr stark in meiner Meinung, liegt vielleicht in meiner Natur. Andererseits braucht man wohl so eine Natur für die Börse, wo man als Anleger immer nur über Teilausschnitte der Wahrheit informiert wird.


    Noch ist das financing ja nicht vorbei, klar ist aber daß die Aktionäre entweder durch Pleite oder Verwässerung ruiniert werden. Am 31. fehlt das Geld für die Gehälter falls niemand mit einer kurzfristigen Finanzierung einspringt, dann muß die Insolventz angemeldet werden. Falls Colossus bis zum 10.01. fröhlich weiter macht, ohne Insolvenz anzumelden oder ohne weitere News, dann wissen wir ja was abgeht.


    Ich jedenfalls habe mich schon in Australien umgesehen und dort erste Zukäufe von vernünftigen Unternehmen getätigt. Von Nordamerika/Kanada lasse ich erstmal für eine Zeit die Finger.


    Gruß
    S.

    Nachdem ich gestern nacht noch den alten prospectus von 2007/2008 studiert habe, möchte ich einen Bogen zum Beginn der ganzen Geschichte spannen:
    Colossus Brazil mußte 6 mio $ für 51% an SPC ausgeben, dann nochmal 6 mio $ investieren, um den Anteil auf 75% zu erhöhen. Investments direkt in das Projekt. Diese Investment enthalten keine Zahlungen an SPC, keine Verbindlichkeiten von SPC an Colossus Brazil und für Investments über $12 mio sieht das agreement keine Erhöhung des Anteils mehr vor. D.h. diese Investments hat Colossus Brazil ohne Verpflichtung getätigt, einzige Motivation war, daß es sonst eben nicht voran geht.


    D.h. nichts anderes als daß Colossus Brazil nur den 75% Anteil an SPC hält. Sonst nichts. Keine sonstige Verbindung zu Serra Pelada.


    Und dieses Agreement enthält noch weitere Dinge, z.B.
    - mehr als 20t in Reserven definiert (643000 ozs): $32 mio Zahlung an COOMIGASP
    - mehr als 64t in Reserven (2 mio ozs): $72 mio Zahlung an COOMIGASP


    Bei Nichteinhaltung irgendwelcher Verpflichtungen oder Zahlungen fällt der title wieder zurück von SPC zu COOMIGASP.


    Gruß
    S.

    Wie auch immer, klar geht es mir hier um den Austausch von Ideen. Alleine ist man nichts. Jetzt davon zu schreiben, das Forum hätte schlechte Tipps gegeben ist absurd. Hier wird doch über fast jeden Wert geschrieben.


    Ich selber habe meinen Ratschlag befolgt und den Depotanteil gering gehalten, Schaden daher "nur" im oberen vierstelligen Bereich.


    Genau genommen hat man hier aber nicht sein Kapital verloren, sondern das was Colossus bei Produktionbeginn wert gewesen wäre, also viel mehr.


    Mies ist jedenfalls, daß am Donnerstag höchstwahrscheinlich schon jemand wußte was passieren würde. Auch den Arias Plan, der wohl nicht mehr zum tragen kommt, kennen wir jetzt: möglichst konservatives NI43-101, eigentlich zum Schutz der Aktionäre gedacht, um mit einer lachhaft niedrigen Resource einen möglichst billigen Kurs zu bekommen. Ich denke weniger als 230000 ozs konnte man gar nicht definieren. 1.5-2.5 mio ozs wären durchaus drin gewesen, natürlich nicht als indicated resource, sehr wohl aber als inferred. 25mx25m reicht da, wenn es bei Brucejack auch reicht. Jedenfalls hätte ich so eine Zahl erwartet, wenn man nicht mit böser Absicht handelt.


    Besser eine Pleite als 1:10 Arias Verwässerung. Aber wer weiß was noch kommt, CSI ist noch nicht insolvent, vielleicht erwirbt man ja über einen Strohmann jetzt die neuen Aktien und gibt nochmal 2 Mrd. Stück aus.


    Wie gesagt, mit einem rights issue wäre alles gar kein Problem gewesen.


    Gruß
    S.

    Oder auch nicht eingesetztes Kapital. Was ich bei solchen Geschichten nie verstehe ist, daß man nicht per rights issue ohne Verwässerung für die Altaktionäre weiter finanziert.


    Die ewigen Kapitalerhöhungen mit irgendwelchen units, 1 Aktie + Warrant dann noch zu Discount, das kann es ja wohl nicht sein. Andererseits, japanische Verhältnisse wo 20 Jahresgewinne für Notfälle aufgespart werden und die Aktionäre nie Dividenden sehen, das kann es ja auch nicht sein.


    Der Ressourcen-Bericht ist nicht schlecht. 250000 ozs heißt nicht, daß dort nur 250000 ozs liegen. Bei Minen wie Serra Pelada, mit sehr hoher Variabilität geht man nach den geologischen Strukturen. Und die besagen ganz klar, daß dort knapp 3 mio ozs neben dem open pit in Area A liegen. Erzgrad 20 g/t + weniger Pt/Pd. Dazu geht es weiter auf Area B, wo noch nicht das Ende der Mineralisierung entdeckt wurde. Dazu gibt es weitere Bereiche (upper limb, lower limb).


    Colossus hat dummerweise sehr viel step out drilling betrieben, neue Bereiche exploriert, das Cutia Projekt erworben. Infill drilling in der CMZ wurde ausgelassen. 5x5m wären nötig gewesen. Und diese Entscheidung war gut, denn Exploration kostet sehr viel Geld und wenn ich einfach abbauen kann, spare ich mir das Geld und gebe es für etwas sinnvolles aus.


    Das Problem war auch nicht der Ausfall einiger Pumpen. Da wurde nur Zeit verloren. Letzten Endes hat der Markt einfach das Vertrauen verloren, hat die letzten 10% nicht mehr gezahlt, die durch den Zeitverschub nötig gewesen wären. Interessant auch, daß einige jetzt wirklich denken, es wären nur 1/4 mio ozs Resourcen vorhanden und Klagen androhen. Selbst das alte Vale estimate hatte 1.8 mio ozs ohne die neuen Bohrergebnisse.


    Ich würde mir nur die Frage stellen, ob der die Situation schlecht darstellende Bericht nicht so geplant war. Denn ohne den Ausstieg Arias aus dem financing.. wäre der Kurs nicht sehr viel höher als jetzt und wir wären sowieso ins Nirvana verwässert worden.


    Man war wohl zu gierig. Anstatt die Situation realistisch darzustellen, hat man alles immer negativer dargestellt, um Sandstorm und die noteholders zur Aufgabe von 60% ihrer Forderungen zu bringen. Dazu 80% Enteignung der Aktionäre per Verwässerung.


    Anscheinend war die Resourcenstudie dann aber so schlecht, daß der von Arias auserkorene Käufer, der die letzten 50 mio aufbringen sollte, abgesprungen ist und damit auch Arias das financing aufgeben mußte.


    Klar ist, daß hier keiner etwas bekommt. Auch die notes und Sandstorm gehen leer aus. Statt in Arias Hände geht es jetzt in die Insolvenz, letzten Endes wohl wieder zurück an COOMIGASP (die einzigen Gewinner über die letzten Jahre).


    Wir haben hier auch eine Menge Pech gehabt: Was wäre ohne den Aquifier gewesen? Der Wasserpegel wäre fast doppelt so schnell gesunken. Und so eine Chance, daß man mit einer geringen Chance das 0x, 20x, 30x erzielen kann, kommt nicht häufig.


    Mein Fehler war es, nach dem Ankündigen des financings anzunehmen, daß man statt einer 10% oder 20% Chance auf das 10x oder 15x eine 70% oder 80% Chance auf das 5x hätte. Totalverlust in Kanada, da dort vom Handel ausgesetzt.


    Gruß
    S.

    Da jetzt die Pleite sicher ist, noch eine Betrachtung der einzelnen Firmen:


    Colossus:
    Cash: 15 mio Ende September, jetzt vielleicht 5-10? Schulden: 86 mio (die notes)
    hält 100% an Colossus Brasilien


    Colossus Brasilien:
    Cash: -30 mio
    Sculden: 65 mio an Sandstorm (10 mio sind schon in den secured debt Zahlen), 170 mio an Colossus, haftet wohl auch für die notes mit
    hält 75% an SPC


    SPC (75% Colossus Brasilien, 25% COOMIGASP)
    Schulden an Colossus Brasilien: ?
    Schulden an Vale: ?
    Schulden an COOMIGASP: ?
    Schulden an Zulieferer: ?
    Hält 100% von Serra Pelada


    COOMIGASP:
    min. $200 mio aus der Zahlung von Caixa für damals nicht bezahltes Gold.


    Für die Noteholder wird das eine böse Ünberraschung.


    Mich würde es nicht wundern, wenn die 75% von SPC von Colossus Brasilien zu COOMIGASP wandern und die Garimpeiros ihre eigene Mine haben.
    Oder Arias kauft sich mit 51% in SPC ein.


    Wobei die Frage ist, ob SPC jetzt auch Pleite geht, in diesem Fall würden die assets direkt verschachert.


    Gruß
    S.