Beiträge von Saccard

    Hallo nach langer Zeit,


    so ein Zufall, habe heute zum ersten Mal nach 2006 Avocet gekauft.


    1. Komplett neue Minen
    2. komplett neues Management
    3. ca. 1/2 des Kurses in cash
    4. 6.3p Dividende (wird die wohl wirklich ausbezahlt???)


    Ironie des Schicksals: das alte Management hatte wohl noch Optionen für 90p, wie es aussieht haben die ausgeübt als der Kurs noch über 150p war und 90p geblecht. Da der Kurs nun nur zwischen 90 und 67p war, dürften die mit ihren Optionen heftige Verluste gemacht haben.


    Durch die ganze Aktion hat sich Avocet mal wieder ans untere Ende der Bewertungen katapultiert. Noch billiger als Golden Star. Niedrigere cash costs, weniger $/reserve oz, weniger $/resource oz. Dazu solide Finanzen. Sieht also ganz gut aus.


    Ich kaufe ja keine Goldminen mehr. Ich mache nur Ausnahmen bei den besonders günstigen. In 2012 bisher Gold Fields, Iamgold (beide aber wieder draußen) und jetzt eben Avocet.


    Gruß
    S.

    Ich habe leider derzeit nicht viel Zeit, einfach nicht die Ruhe meinen Value Ansatz hier so auszubreiten wie es nötig wäre. Irgendwann vielleicht mal. An und für sich ist es auch nicht so interessant. Logisch daß ein gutes Unternehmen mit hoher Kapitalrendite mehr wert ist, da ja z.B. bei einem Verlust der Produktionsstätten der Neubau wesentlich billiger ist. Es ist ähnlich wie mit uns Europäern. Würde ein Bombenteppich Mitteleuropa zerstören, wäre der Wiederaufbau der deutschen Industrie sehr teuer, da sehr kapitalintensiv. Der italienische Tourismussektor würde dagegen einfach ein paar Strandliegen aufstellen und fertig.


    Im Tagesgeschäft geht es im Pachinkosektor weiter bergab. Vermutlich werden im laufenden Jahr weniger als 2.5 mio Geräte verkauft werden. Sammy möchte 455000 davon verkaufen, 1/3 davon neue Gehäuse, also 5% Ausweitung bei der Anzahl der aufgestellten Geräte im Markt. Das hieße evtl. knappe Marktführerschaft. Klar daß dieses Unternehmen mit ca. 800 yen netto cash pro Aktie (den noch nicht gebuchten Aufwertungserfolg bei den 14% Anteil an Sanrio ("Hello Kitty") mitgerechnet), 200 Yen Gewinn im Pachinko/Slotmaschinenmarkt und einer Spiele-/Arcadesparte, die für sich gelistet an der Börse wohl auch 700-800 Yen einbringen würde, absolut unterbewertet ist. Der Strommangel 2011 durch Fukushima wird für dieses Jahr allerdings erstmal etwas Zurückhaltung vorgeben.


    Ja, Gold und Rohstoffe sind in einer Blase. Trotzdem habe ich mir gestern und heute Gold Fields gekauft. Nachdem ich eigentlich statt Minen nur noch Franco-Nevada kaufen wollte eine seltsame entscheidung. Aber.. Der Rand ist extrem teuer. 2001 Waren wir bei knapp 14. Trotz allem war die Inflation in SA höher als in den USA. D.h. wenn der Goldpreis crasht, dann auch Öl - umso stärker- und vor allem der Rand. Zudem steigt die Produktion bis 2015-2018 im günstigsten Fall auf über 6 mio Unzen. Mit FSE könnte Gold Fields sogar einen Elefanten an der Angel haben mit dutzenden von Millionen Unzen an Reserven. Da muß man einfach zu Kursen unter 10 Euro einsteigen.


    Gruß,


    S.

    Weder FRO noch Pfleiderer können mich begeistern.. bzgl. der Bewertung habe ich natürlich nichts gesagt. Und wo der
    Nikkei in 3 Wochen steht kann niemand vorhersagen.


    Eines der wichtigsten Kriterien für ein gutes Unternehmen ist eine hohe Kapitalrendite (ROIC = Return on invested Capital oder auch ROC = Return on Capital genannt). Warum?


    Aktionäre wünschen sich ja immer Wachstum für ihre Unternehmen. Doch ist Wachstum gut oder schlecht? Und wenn Wachstum schlecht ist, kann man dann darauf verzichten, also Wachstum bewußt verhindern?
    Das wichtige am Wachstum ist, daß ja nicht nur der Umsatz und Gewinn wachsen, sondern auch die Produktionsanlagen, Maschinen, Fabriken, Investitionen genauso wachsen müssen. Wenn ein Automobilkonzern seinen Absatz verdoppeln möchte, müssen logischerweise neue Werke gebaut werden = Investitionen. Daran wird auch deutlich, daß sogar für den Fall daß Wachstum gar nicht vorhanden ist die Produktionsgüter trotzdem irgendwann aufgrund von Verfall oder technologischem Überholtsein ersetzt werden müssen, Wachstum sich aus Sicht der Sachmittelinvestition also gar nicht verhindern läßt. Daher hat unsere Sicht auf das Wachstum für alle Unternehmen Gültigkeit, egal ob sie wachsen oder nur auf status quo Sachanlagen ersetzen.


    Diese Investitionen kann ein Unternehmen nur aus Gewinnen oder Fremdkapital tätigen. Nehmen wir der Einfachheit halber an, Fremdkapital würde immer von Aktionären zur Verfügung gestellt und niemals von Banken. Wenn die langfristige Aktienrendite real 7% beträgt und die Inflation 3%, dann liegen die Opportunitätskosten für einen Aktionär bei 10%. Egal ob das Unternehmen Gewinne für Investitionen zurückstellt oder der Aktionär über eine Kapitalerhöhung neues Geld in das Unternehmen investiert.


    Und hier kommt die Kapitalrendite ins Spiel: Nehmen wir als Beispiel ein Unternehmen mit 10% und eines mit 30% Kapitalrendite. Nehmen wir weiter an, daß beide Unternehmen 10 Jahre lang mit 10% pro Jahr wachsen. 10% Wachstum pro Jahr ist wesentlich mehr als man langfristig je von einem Unternehmen erwarten kann, sehr positiv sollte man denken, aber die Rechnung zeigt etwas anderes. Wir gehen dabei davon aus, daß nach den 10 Jahren kein Wachstum mehr stattfindet und ab dann alle 30 Jahre die kompletten Produktionsgüter über Kapitalausgaben erneuert werden müssen.


    (Rechnung folgt im nächsten Posting)


    Gruß
    S.

    Das stand doch alles in den alten Threads.. gestiegen sind die Minen natürlich. Vor allem dank der Roosevelt'schen Aufwertung von 20 auf 35 $ je Unze, Produktionskosten blieben gleich oder fielen sogar (Lohnsenkungen, Deflation).


    Ja mit der Krise habt ihr Recht, die wird erst irgendwann in den 20ern enden.


    Und aufgrund der Krise sehen wir auch keine Inflation. Unmöglich, ausgeschlossen. Oft liest man ja das Wörtchen "(Hyper-)Inflation" hier. Das ist der größte Quatsch den man sich nur denken kann. Hyperinflation und Inflation haben nichts, aber auch gar nichts miteinander zu tun. In den 70ern hatten wir jede Menge junge Leute, die dazu noch auf einem Selbstfindungstrip waren. Hoher Verbrauch, wenig bis keine Produktivität (kulturelle Errungenschaften mal ausgenommen).


    Heute genau das Gegenteil. Daher werden wir noch viel mehr Deflation sehen. Richtige Deflation und nicht die zahme aus Japan. Hyperinflation ist aber genau das gleiche wie Deflation. Ob nun eine Immobilie von 250000 auf 150000 fällt oder aber auf 10000000 steigt, die dann aber nur noch die Kaufkraft von 150000 haben läuft ja auf's gleiche hinaus. Marc Faber "Tomorrow's Gold" erklärt es. Fahrplan wie in Südamerika. Hyperinflation ist also ein rein monetäres Phänomen, das eine zugrunde liegende Deflation überdeckt. Von außen gesehen in fixer Währung wird alles billiger, da ja Lohnerhöhungen den Preisen hinterher hinken.


    ---


    Nun aber zu den Aktien. Vielleicht jetzt nicht gerade das Thema für Goldanleger, früher oder später aber schon. Gold zahlt keine Dividende. Minen sind kapitalintensiv. Langfristig (>30 Jahre) keine Erfolgsstrategie, Exploration ausgenommen.


    Als frischgebackener Aktienanleger. Muß man eine Strategie haben, eine die uns vor den Tücken der Börsen bewahrt. Eine der wichtigsten Regeln ist daher


    Niemals verkaufen


    Die Vorteile klar. Die Börse liefert uns langfristig 7% real. Die Duration (=Kapitalbindung) von Aktien liegt bei ca. 24 Jahren, wenn ich das Kapital über Dividenden wieder einnehmen / verzinst haben möchte. Anleihen liefern 1-2% bei 8 Jahren Duration. Spielsucht ist ein Thema an der Börse, viel hin und her macht die Taschen leer. Wenn wir niemals verkaufen, haben wir diese 7%. Zudem haben Aktien eine hohe Volatilität, d.h. wenn wir Kapital investieren und dann doch wieder benötigen sind die Kurse meist schlecht. Nicht der Spielsucht zu verfallen, Transaktionsspesen zu sparen, Steuern zu sparen (kein Verkauf = kein Gewinn), kein Geld zu investieren, daß wir doch kurzfristig brauchen könnten, und nur in Qualitätswerte zu investieren sind also die logischen Folgen einer Strategie des "niemals verkaufen". Wenn ich nie verkaufe, habe ich nur die Dividendenausschüttungen meiner Aktien, die ich reinvestieren kann. D.h. abwarten und nur bei guten Kaufchancen investieren ist dann die Devise.


    Das ist unsere Grundhaltung. Das ist der Grund warum wir nur in gute, extrem gute Firmen investieren, darum geht es im folgenden. Wenn ich mich auf exzellente Firmen konzentriere, habe ich weniger Research zu betreiben und langfristig eine höhere Rendite. Doch was macht ein gutes Unternehmen aus? Das ist des Pudels Kern.


    Gruß


    S.

    Melde mich nach langer Abwesenheit zurück, bald geht es hier weiter.


    Kurzer Rückblick:
    Sega Sammy damals viel zu teuer gekauft
    ->permanent nachgekauft, dadurch heute immerhin 6-stellig im plus
    Takefuji PLEITE, durch Urteil an der Gesetzeslage vorbei (Sie haben nach geltender Gesetzeslage Kredite zu 29% vergeben, mußten dann aber aufgrund einer Gerichtsentscheidung erst die "zuviel" gezahlten Zinsen der letzten 10 Jahre, dann rückwirkend ganz ohne Grenze zahlen), immerhin haben sie Jahre durchgehalten dank eines Hebels von 3, unsere Banken wären binnen Wochen Pleite bei 10 fachem Hebel.


    Ich werde bald etwas schreiben zu Makroökonomie:
    A
    1. Gold (macht immer noch Sinn)
    2. Kondratieff Zyklus und die Ursachen !!
    4. Generationentheorie von Strauss / Howe
    3. Warum eine Inflation unmöglich ist (Unsinn von "(Hyper-)Inflation"), Deflation ODER Hyperinflation
    4. Währungen


    B
    Besitzstruktur bei Investitionsentscheidungen


    C
    Aktienanlage langfristig
    1. ROIC
    2. Wettbewerbsvorteile
    3. Economies of scale / gross margin /stickiness
    4. Beispiele aus Bereichen Halbleiterindustrie / Rasierklingen / Casino


    Nur erstmal als Gedankenstütze für mich..


    Zu Sega-Sammy:
    Nach 2007 ist der Pachislot Markt von 2 Mio Geräten auf 700000 eingebrochen, weil aufgrund der kleineren Jackpots die Kassen nicht mehr gestimmt haben. Gleichzeitig waren viel innovativere Pachinko Geräte möglich geworden. Sammy hat zeitweise die Pachislot Marktführerschaft abgegeben.


    Durch die Einführung von Pachinko CR Hokuto No Ken 2008 ist Sammy jetzt ein großer Player dort. Marktfüher nach wie vor Sanyo, danach Sankyo (sehr schwach zuletzt), dann Kyoraku / Newgin / Sammy mit deutlichem Abstand.
    Bei Pachislot jetzt wieder Marktführer mit >35% Marktanteil.


    Durch innovativeres Gameplay stimmen die Kassendaten jetzt wieder bei Pachislot, die Geräte können aber 2 Jahre statt 1 Jahr bei Pachiinko stehen bleiben, daher ist ein Umschwung von Pachinko zu Pachislot zu erwarten.


    Markteinführung eines neuen Pachinko Modells Hokuto No Ken diesen Sonntag/Montag.
    Markteinführung neuer Pachislot Hokuto No Ken im nächsten Geschäftsjahr.


    37 Mrd. Yen Nettogewinn, 14 Mrd. unrealisierter Gewinn bei Sanrio Beteiligung ("Hello Kitty").


    Zur Bewertung: Sega Sammy hat ca. 700 Yen pro Aktie in liquiden Mittel - Schulden, Sega wäre nach Umsatz und im Vergleich zu anderen Firmen der Branche ca. 900 Yen, Sammy macht ca. 150-200 Yen Nettogewinn pro Jahr, 1900 Yen Börsenkurs daher moderat, aber nicht überragend billig.


    Sega Sammy ist derzeit nach Umsatz größte Firma der Welt im Bereich Slotmaschinen / Geldgewinnspiel.


    Ich kaufe derzeit weiter nach in Firmen die Pachinko UND Pachislot Geräte herstellen. Sega Sammy, Heiwa und Taiyo Elec.


    Soviel erstmal dazu.. bald gibt es mehr. Sorry wenn es etwas konfus ist.


    Gruß
    S.

    Nach Bandulet:
    Euro 107%
    Yen 80%


    80%/107% = 75%, also 25% unterbewertet.


    Das Problem an Bandulets Zahlen ist, daß der Yen in den 70ern massiv unterbewertet war (auch in den 80ern noch) und das den Schnitt nach unten zieht.



    "5) Ein Hauptproblem ist auch der Yen. Ich hab das anfangs anders eingeschätzt. Ich glaube der Yen fällt noch weiter und das macht Domestic werte unantraktiv, da ihr Gewinn in anderen Währung gesehen immer weniger Wert werden. Wer will den solch eine Aktie kaufen ?"


    Halt halt. Durch den Kurssturz hat sich noch eine weitere Option eröffnet. Bei weit über 3% Dividendenrendite kannst den carry-carry trade versuchen, d.h. Yen Kredit, den aber dann wieder in Yen anlegen, eben in Sammy. Trotzdem Vorsicht, Sammy kann auch meinetwegen auf 800 fallen, mit Krediten ist das so eine Sache..


    Keine Ahnung wo mein Schnitt liegt, durch die kürzlichen Zukäufe wohl bei 2400, aber spielt das eine Rolle? Historische Kurse sind unwichtig. Preis und Wert zählen. Sankyo habe ich längst in Sammy getauscht.


    Die Sankyo-Zahlen sind im übrigen draußen. 2 Mrd. Gewinn, -80% auf jahressicht. Pachinko Absatz -80%. Meine Einschätzung war also goldrichtig. Bei Pachislot etwas stärker als erwartet, vielleicht werden sie in diesem Jahr sogar auf Platz 2 nach Sammy landen wenn es weiterhin gut läuft.


    Trotzdem wird niemals jemand eine Chance gegen Sammy haben, im Pachislot Bereich sind sie unschlagbar. Wenn man die Preise abschätzt (Umsatz Pachislot durch Pachislot Geräte teilen):
    Sankyo (Marke = Bisty) 230,000 Yen pro Maschine
    Sammy (Marken = Sammy, Rodeo, Ginza, Unit Supply für IGT und Aristocrat) 303,000 pro Maschine (trotz Preissenkung).


    Auf jeden Fall kann Sammy höhere Preise verlangen, das sagt alles.


    Sankyo sitzt jetzt zwischen allen Stühlen, Platz 3 Pachinko im letzten Jahr.. das kann böse enden wenn der Absatz heuer noch geringer ist. Zudem kann der Pachinko Markt auch mal eben um ein knappes Drittel zusätzlich wegbrechen wenn Absatz/Bestand auf den gleichen Level wie im Pachislot Bereich fällt. Zudem schrumpft Pachinko und Pachislot wächst seit Jahren.


    Quintessenz ist also, daß Sammy höchstwahrscheinlich wirklich zum Glücksspielautomatenmonopolisten aufsteigen wird, wenn man mal 10 Jahre vorausdenkt. Bisher hatten sie 1/9 vom Gesamtumsatz, können also noch dramatisch wachsen. Allein eine Verdreifachung des Gewinns in 10 Jahren würde reale 11% jährliches Wachstum bedeuten. Unter diesen Voraussetzungen wäre etwas im Bereich 30 als KGV fair.


    Fallen SegaSammy jetzt Montag eigentlich wieder wegen der schlechten Sankyo Zahlen? Wahrscheinlich. Oder auch nicht.


    Aber vielleicht ist es jetzt auch Zeit für die Übernahmen? Wenn Sanyko Sammy übernimmt, kriegen sie per cash 50% gleich wieder rein, den Rest durch Sega verkauf (an z.B. Microsoft, die in Japan sonst kein Bein an die Erde bekommen). Sammy wiederum würde 60% der Sanyko Bewertung durch cash zurückbekommen. Ungelöste Fragen sind:
    1. Kann in Japan eine Gesellschaft unter feindlcihem Übernahmeangebot selbst für eine Gesellschaft bieten?
    2. Wieviele Prozent Stimmrechte an Sankyo haben die Busujimas?
    3. Wie schnell kann Sankyo Anleihen zu Geld machen?


    Gruß
    S.

    Ein GAU zerstört vielleicht 30km Umkreis für einige Zeit, und? Dramatisch aber kein Weltuntergang.


    Derzeit stocke ich meine Bestände Sega Sammy auf, das nur zögerliche Kaufen hat sich sozusagen ausgezahlt.


    Keine Ahnung wo die Bewertungstechnisch hinwollen. Ca. 50% der Bewertung ist cash, selbst cash + Sega sind inzwischen günstig. Sammy wird derzeit ein Wert von -200 Yen zugesprochen. Abwarten. Sie haben extrem gute Quartalszahlen herausgebracht, aber ich warte noch auf Sankyo. Sammy hat sehr schwach im Pachinko Bereich abgeschlossen aber auch nur einen Titel auf den Markt gebracht. Kein Vernünftiger Betreiber dürfte jetzt Pachinko Geräte kaufen, da Pachislot getauscht werden muß und Kapital eben nur begrenzt ist. Ab September dürfte es dagegen genau umgekehrt sein: Praktisch 0 Absatz bei Pachislot, dafür Normalisierung bei Pachinko. Sankyos Zahlen sollten also erstmal extrem schlecht ausfallen, d.h. Sammy ist mehr wert und Gerät durch Sankyo noch einmal unter Druck, was eine bessere Kaufgelegenheit darstellen könnte.


    2006 hat sich die Zahl der aufgestellten pachinko geräte im übrigen zum ersten Mal reduziert (unter 3 mio) während jetzt über 2 mio Pachislot Geräte aufgestellt sind. Sammys Marktanteil liegt derzeit bei 50% (zuvor 33%), von den 2 mio geräten müssen noch 880000 auf Reg.5 umgestellt werden und das bis September (zu erwarten sind also 400-440000 Pachislot Geräte im nächsten Quartal von Sammy). Ab Oktober verlangt Sammy dann wieder die normalen Preise, derzeit sind sie ca. 20% gesenkt.


    Mal sehen Wie Daito Giken, Olympia und co. die Preissenkung, geringeren Marktanteil und Einführung extrem großer LCDs (noch kein Recycling möglich) verkraften.


    Dividendenrendite 3.75% ist im übrigen für Japan spitze. Es gibt einige wenige andere Gesellschaften die ähnlich viel zahlen, das aber nur aufgrund von Sondereffekten und nicht als geringen Prozentsatz des laufenden Gewinns.


    Gruß
    S.

    Leider falsch der Artikel.


    Gelddrucken ist keine Währungsabwertung.


    Seit 2000 hat die Eurozone die Geldmenge um 50% erhöht. Japan hat praktisch dieselbe Geldmenge.


    Resultat: Yen verliert 40% an Wert gegenüber Euro.


    Gelddrucken ist also eine Währungsaufwertung, ist ja auch logisch: Gelddrucken = Inflation = höhere Zinsen = starke Währung.


    Das ist zumindest der aktuelle Zeitgeist.


    Wer sich einen Spaß machen will, kann ja unter http://www.honda.co.jp die Preise in Euro umrechnen und dann damit durch die Gegend laufen. Bei Bedarf kann man dann an Parkplätzen beiläufig erwähnen "dieses Fahrzeug kostet in Japan xx Euro", dank 40% (Jazz) bis 50% (Accord) niedrigeren Preisen dort macht das viel Spaß.


    Gruß
    S.

    murphy


    8:1 ist sogar weniger risikoreich als 1:1, einfach nur 1/8 investieren und den Rest in cash.


    Bei Zertifikaten und co. kann ja auch der Kontraktpartner ausfallen.


    Optionen sind immer unterbewertet, pleite gehen nur die STillhalter bei diesen Geschäften.. ganz im Gegensatz zur in Börsenkreisen verbreiteten Meinung. Ja, normalerweise verfallen 90% dieser Scheine wertlos, es ist aber eine Frage um wieviel die restlichen 10% steigen. Klar daß die Stillhalter Profit machen. Normalerweise. Rechnet man aber Ereignisse wie 1987, 1990, 1994, 1997/98, 2001 etc. hinzu, dann sieht es anders aus.


    Du kannst als Optionskäufer immer nur 100% verlieren, der Stillhalter kann aber unbegrenzt verlieren.


    Gruß
    S.

    Es kommt darauf an, was die Japaner mit ihrem Auslandsvermögen machen wollen.


    4.6 Billionen haben sie.


    3 Billionen halten Ausländer in Japan. Netto 1.6 Billionen.


    Legt nun der Yen gegenüber dem US$ 50% zu, so ist Japans Auslandsvermögen verschwunden. Unter der Annahme, daß jap. Auslandsvermögen nur in US$ und ausländischen Vermögen in Japan nur in Yen denominiert ist.


    Gruß
    S.

    Übertreibung?


    Ich würde nicht darauf setzen. Aktien sind NICHT teuer, psychologisch gibt es wohl keien Übertreibung. Die Wirtschaft selbst befindet sich in einer Übertreibungsphase auch Konjunkturboom genannt.


    Ich setze auf den Yen, ca. 50% unterbewertet (findet man bei Aktien selten), 1% Geldmengenwachstum statt 11% in der Euro-Zone. Kracht der Dax, dann legt auch der Yen zu. Kracht der Dax nicht, wird der Yen trotzdem zulegen. Insbesondere dann wenn der Dax aufgrund von Inflation steigt.


    Das ist das letzte I-Tüpfelchen was uns fehlt: Inflation bei den Verbraucherpreisen und Löhnen, dann bricht das Luftschloß zusammen.


    Gruß
    S.

    Hausfrauenhausse


    http://www.bloomberg.com/apps/…d=asGCOUapuCyg&refer=home


    "Japanese businessmen, housewives and pensioners betting against the yen in their spare time are wrecking the forecasts of the world's biggest currency traders."


    "Japanese individuals, who are borrowing money like never before to buy currencies with higher yields. They tripled their trading in the year ended March to a record $11 billion a day,"


    "``Japan's interest rates are too low,'' said Hiroshi Ono, a 40-year-old sales clerk at a telephone company in Tokyo. Ono said he has made about $17,000 since March by borrowing $200,000 of yen and buying U.S. dollars to take advantage of the 4.75 percentage-point difference between Japanese and U.S. interest rates."


    "``They are the bane of professional currency traders,'' said Masanobu Ishikawa, general manager of foreign exchange at Tokyo Forex & Ueda Harlow Ltd., who has been trading in Japan's capital city for 25 years. ``It's becoming hard to make money as the dollar-yen doesn't move as it used to, because of their constant buying on dips.''"


    "In Japan, individuals have opened 600,000 so-called margin trading accounts at brokerages that lend money for currency bets, 80 percent more than a year ago, according to Yano Research."


    Gruß
    S.

    "Die Privatleute sind zum Großteil noch nicht im Boot!"


    Ein Irrglaube.


    In globalen Zeiten muß man global denken. Natürlich sind die deutschen Anleger eher skeptisch dem Dax gegenüber, aber gerade die Deutschen haben Rohstoffe, Emerging Markets, China, Indien usw. gekauft.


    Im Dax ist vor allem der angelsächsische Raum engagiert.


    Die Japaner sind dann wieder im angelsächsischen Raum engagiert usw.


    Der Witz ist, daß bei entsprechenden Währungsbewegungen die Kurse nominell zwar steigen können, aber ALLE Anleger trotzdem Verluste machen.


    Gruß
    S.

    Es mag hier ja keinem aufgefallen sein, die jüngsten Allzeittiefs beim Yen (trotz 11% Geldmengenwachstum bei uns und 0,8% in Japan und halben Preisniveau dort) sind auf die letzte Woche herausgegebene 30-jährige KfW Anleihe in Yen zurückzuführen. 50 Mrd. in Euro, 2.6% Zinsen. 50 Mrd. ist am Devisenmarkt wenig, wenn es aber längerfristige Verschiebungen sind verdammt viel (das meiste Volumen stammt von den Bank-Azubi-Zockern, die nur hin und her switchen).


    Das sind die "carry-trades", nicht irgendwelche hedge-fonds sondern schlciht Adressen wie die KfW oder Unternehmen die eben in Yen finanzieren. Die japanischen Anleger, die wie verrückt ihr Geld ins Ausland schaufeln, gehören genauso dazu.


    Gruß
    S.

    Erinnert sich noch jemand an 1999/2001 als der Goldpreis bei 255 lag?


    Seit 1995 hat man sich wie verrückt Gold geliehen. gold zahlt keine Zinsen.. und das ganze in US-treasuries gesteckt. Carry trade #1.


    Wie wissen ja wie es - bis jetzt - ausgegangen ist. Gold verdreifacht.


    Was mich aber das gesamte letzte Jahr irritiert, und eigentlich schon seit Ende 2004, ist die Mentalität der Goldshortverkäufe die geblieben ist.


    Es wird blind auf die Zinsen geachtet, alles was keine Zinsen zahlt ist Schrott und wird geshortet oder zur Finanzierung genutzt. Die Mentalität hat also überlebt, neues Opfer ist nun statt Gold der Yen.


    Berechnet man mal das relative M2 Geldmengenwachstum seit 2000, damals wäre der faire Wechselkurs Euro/Yen 125 gewesen und nun bei 88. Er lag wegen der Überbewertung des Yen bei 90 und liegt nun bei 165. Der Goldpreis liegt interessanterweise Geldmengenbereinigt bei gerade mal 330 Euro. Damals lag er bei 300 Euro, ein Anstieg von gerade mal 10% und somit verbleibt zumindest in Euro gerechnet noch sehr viel Unterbewertung relativ zur Geldmenge. Wobei man nicht vergessen darf, daß Geldmenge noch nicht Inflation ist. Es bleibt abzuwarten ob sich die Geldmenge in einer Inflationsorgie entläd oder in einem deflationären Crash wieder verbrannt wird.


    Durch die extreme Übertreibung beim Yen haben wir nun zum ersten Mal eine Alternative zum Gold. Egal was Japan macht, Gold wird in Yen gerechnet nicht mehr steigen. Wenn Japan inflationiert, müssen sie die Zinsen erhöhen und der Yen steigt sogar durch repatriiertes Kapital und Auflösung von carry trades. Wenn nicht inflationiert wird bleibt der Yen eben so stabil wie er in der Vergangenheit war. 1% Geldmengenwachstum.


    Mir ist es unverständlich, warum die Leute nur wegen des Köders Zinsen in irgendwelchen Schrott investieren. Schrott bleibt Schrott egal wie hoch die Zinsen sind. Seit 1995 ist das nicht in die Birne reinzubekommen. Konsequent ist man dann aber auch wieder nicht: in Zimbabwe sind die Zinsen am höchsten.


    Für mich bleiben Gold und Yen die einzigen Währungen die sich vermehrfachen können, etwas im Währungssektor sehr seltenes.


    Gruß
    S.

    Vorsicht vor falschen Dollarbullen.


    Ja, fundamental ist der US$ unterbewertet. Der reale Wert wird aber erst dann realisiert, wenn in den USA wieder Normalität einkehrt, spricht weg von dem blinen Verbraucherkonsum. Starkler Dollar bei sinkenden Zinsen, so ist es logisch.


    Derzeit habe nwir nur einen festen Dolalr, weil die Zinsen so gestiegen sind. Sie sind wegen Inflation gestiegen.


    Deswegen kann man kaum Dolalr positiv sein, es ist wie bei Kindern die zum ersten mal Kaufmannsladen spielen: es wird einfach alles mit hohen Zinsen gekauft. Warum nicht gleich in Zimbabwe investieren?


    Sentiment ist ebenfalls leicht Dolalr positiv: Animusx.de, war bisher ein sehr gut funktionierender Indikator.


    So gesehen würde ich eher 1.345-1.35 demnächst sehen, dann kann man weiter sehen.


    Aus Währungssicht sollte Gold also zulegen.


    Gruß
    S.

    Implikation wäre natürlich, daß man sich keine billige Kohle am langen Ende leihen kann.


    Die Zentralbanken der Länder müssen dann entscheiden - entweder Geld kurzfristig zur Verfügung stellen (niedrigere Zinsen) oder Geldhahn abdrehen und Zinsen mit den Langfristigen (die ja vom Markt gemacht werden) steigen lassen.


    Die Steilheit der Zinskurven gibt dann an wie wahrscheinlich es ist, daß ein Land in die Hyperinflation abgleitet.

    Na ich weiß nicht Eldo, mit C$ und SF wäre ich vorsichtig. Ich glaube schon daß die Rohstoffwährungen krachen könnten, dann aber vor allem A$.


    Swissy würdesich anbieten, weil man davon ausgehen kann daß wenn er steigt auch Gold steigen wird und umgekehrt.


    Ich konzentriere mich auf Euro/Yen/US$.


    Spannend ist derzeit im übrigen der Bondmarkt in den USA. Jetzt sind die lows aus 2006 nach unten durch.. kommt jetzt der Crash? Vielleicht schon.


    Ein US-Crash mit Abzug der Gelder ausländischer Investoren würde einen stärkeren US$ bringen.. pervers aber wahr.
    Das Problem ist nämlich zu wissen wer was hält.


    Ich stelle mir das so vor:
    Japaner halten US$ Assets. Amerikaner Europa-Titel, Europäer kaum USA mehr wegen Amihass, vor allem Emerging Markets. Chinesen eben chinesische Titel.


    Kommt nun der Crash ziehen die Ausländer das Geld ab. D.h. der US$ verliert gegen Yen, durch die niedrigeren Bondkurse sind aber die Zinsen höher und somit der US$ attraktiver. Kapitalmangel in USA, Repatriierung und vermehrt Europäer. Also sträkerer Dollar zum Euro. Die Europäer ziehen Geld aus Emerging Markets ab, d.h. EM Währungen und Peripherie krachen nochmal stärker (womit auch der globale AUfschwung vorbei ist).


    Die Zinsen steigen so ziemlich überall. Was Gold macht in dem Szenario? Kommt darauf an, wenn vor allem Inder Gold kaufen steht Gold ganz unten in der Kette. Höhere Zinsen sind nur gut wenn die Inflation höher als die Zinsen bleibt. Sehr konfus das alles. Ich sehe das auf jeden Fall positiver für Gold als das übliche Rezessionsszenario.


    Seit Mitte 2005 haben Anleihezinsen immer höhere Tiefs gemacht, jetzt die Hochs aus 2006 überboten und sind kurz vor den Hochs aus 2004. Bei 6% Zinsen hätten wir alles seit 2000 überboten. Es dürfte feststehen, daß wir wirklich die Trendwende gesehen haben und daß 2003 2005 der Doppelboden war, so daß nun ein wirklich langfristiger Zeitraum höherer Zinsen folgen könnte. Die Gerade 95-00-06 ist jedenfalls durchbrochen worden, deutlich sogar.


    Denk auch daran Eldo, daß die Zinsen einfach immer weiter steigen könnten und das ganze langsam in die Inflation abgleitet ohne daß wir es so richtig merken.


    Gruß
    S.