Beiträge von Saccard

    Pauli, das ist alles schön und gut geht aber an meinem Argument vorbei.


    Auch nach einer Preisblase bleiben die neuen Minen in Betrieb und das Angebot geht weiter. Nun eben nicht bei Palladium sondern bei Basismetallen. Auch ein Kupferpreis von $1.50 oder weniger würde nicht zu Rückgängen bei der Kupferproduktion führen. Bis der Preis bei $1.50 liegt werden aber jede Menge neue Minen den betrieb aufnehmen. Und viele davon fördern eben z.B. Silber als Nebenprodukt, somit wird auch nach Ende eine Preisblase bei den Basismetallen die Silberproduktion unverhältnismäßig hoch bleiben.


    Die Nachfrageseite ist dann wieder etwas ganz anderes.


    Ich denke Silberbullen und -bärenmärkte sollte man anhand des Gold/Silber Ratios festmachen.


    Gruß
    S.

    Zitat

    Also keine Sorge vor steigender "Nebenförderung" von Silber. GERADE wenn der von Veneroso vorhergesagte nukleare Anlagerwinter bei den Basismetallen kommen sollte, wird eher WENIGER Silber als Nebenprodukt gefördert werden.


    Denke ich eher weniger. Er führt das Beispiel Palladium mit der Blase im Jahr 2000 an. Trotz Preisverfalls von immer noch 70% hat sich das Überangebot nicht gebessert, Die nachfrage liegt bei ca. 70-80% des Angebots und die Lagerbestände sind ca. 10x so hoch wie im Durchschnitt der letzten Jahre/Jahrzehnte.


    Gruß
    S.

    Nicht was sonder wie kauft man?


    Transaktionskosten. Da wären zum einen Spesen, zum anderen bid/ask spread.


    Spesen: Bei Aktien fallen eher hohe Spesen, so daß es sich lohnt größere Order auf einmal aufzugeben statt vieler kleinerer. Bei Edelmetallen hat man dagegen keine Spesen, wenn man z.B. bei Eurochange in Hamburg kauft/verkauft (die Reisebank wollte 30 Euro Transportspesen haben, es muß ja geprüft werden, der ältere Herr in Hamburg konnte das auch so im Hinterzimmer).


    Bid/ask spread (bid = Geldkurs = zu diesem Kurs kannst du verkaufen, ask = Briefkurs = zu diesem Kurs kannst du kaufen, ask ist immer höher als bid). Hier handelt es sich um eine Entlohnung des Händlers, damit der einen Anreiz hat, einen Markt aufrecht zu erhalten. Bei physischen Edelmetallen ist diese Spanne relativ groß.


    Der Unterschied ist nun, daß bid/ask prozentual immer das gleiche ist, d.h. wer das doppelte kauft zahlt auch das doppelte. Dadurch werden kleinere Käufe sinnvoller.


    Bei Edelmetallen sollte man auch auf Fälschungssicherheit achten. Bei Goldmünzen ist das gegeben. Wenn Maße und Gewicht stimmen sind es garantiert echte Goldmünzen.


    Ich würde daher empfehlen, ganz normale Krügerrands zu kaufen. Nicht auf einmal sondern nach und nach. Die Handelskosten würde ich mit ca. 5-10% pauschal beziffern, d.h. man kann nicht mal eben kaufen und verkaufen, sondern sollte langfristig halten. Das aber heißt man kann sich nicht erlauben zu teuer zu kaufen. Daher nach und nach kaufen und nicht zuviel. Man sollte nicht vergessen, daß Gold sich schon von den Tiefs mehr als verdoppelt hat, vor einigen Jahren war die Entscheidung jedenfalls einfacher.


    Gruß
    S.

    Was für Arbeitssuchende? Das ist ja immer die Frage.


    Bisher konnten sich die Unternehmen aufführen wie im Harem. Passt die Nase nicht wird es der nächste Kandidat. Das hat dazu geführt, daß auf jedem Posten jemand sitzt, der eigentlich eien Gehaltsstufe höher einzustufen wäre. Die Nichtskönner sind dann nach unten rausgefallen. Natürlich alles stark pauschalisiert, weil es in Deutschland z.B. gar keinen flexiblen Arbeitsmarkt mehr gibt. Komisch, woanders klappt es mit 1000 oder 2000 Euro mehr gehalt auch ohne Arbeitslosigkeit (Irland z.B.), könnte ja auch mit dem Euro zusammenhängen.


    Wir haben jetzt einen Kapitalmarkt in der EU, Hauptkapitalgeber ist Deutschland mit seinen fleißigen Sparern. Die Kapitalkosten sind also überall gleich. Wo investiere ich nun das Geld? Logisch, in dem Land mit der höchsten Inflation, da ich dort die geringsten Realzinsen zahle (zur Zeit negativ in weiten Teilen der EU). Man man das mal auf die Zahl der Arbeitnehmer in Deutschland umrechnet, kommt man auf gut 1000 Euro pro Arbeitnehmer.


    Irgendwann geht es einfach nicht mehr, wenn keiner mehr im Büro ist wird eben auch nichts geschafft. Logisch, daß die Löhne nicht steigen werden solange es so viele Arbeitslose gibt. Aber ein weiteres Absinken der Löhne halte ich für ausgeschlossen, unmöglich da dann keiner mehr arbeiten gehen würde.


    Ich sehe es ja an mir selber. Von 3000 brutto bleiben 1000 netto, hohe Steuerquote, da die Freibeträge schon durch Kapitalerträge aufgezehrt werden. Davon noch Zweitwohnung ab und Fahrtkosten. Wenn einem die Arbeit nicht Spaß macht, lohnt sie sich nicht mehr.


    Wie wird nun jemand über seine Löhne verhendeln, wenn er genau weiß daß er ohne Lohnerhöhung sowieso pleite ist und die Immobilienraten nicht mehr zahlen kann? Wird so jemand Einkommenseinbußen hinnehmen? Höhere Steuern (Sozialsysteme)werden auch fällig und damit auch irgendwann höhere Löhne. Mehr als 100% kann man den Leuten noch nicht abnehmen.


    Gruß
    S.

    4.7 mrd weniger, Öl ist für 3.1 mrd verantwortlich.


    Ölimporte von 29.4 auf 26.3 mrd gefallen, Preis von 66.12 auf 62.52 gefallen. D.h. von den 3.1 mrd weniger Ölimporten gehen 1.6 mrd auf den Preis und 1.5 mrd auf eine Reduzierung der importierten Ölmenge zurück.


    Der Ölpreis ist damit nur für 1.5 mrd, also 32%, des Rückgangs verantwortlich.


    Und um alles Gold der Welt zu kaufen bräuchte man noch immer 2.7 Billionen und nicht 1 Billion.


    Gruß
    S.

    Zitat

    das stimmt schon, dann muss erst den Pessimisten das Genick gebrochen werden, damit Optimisten draus werden. Dann kommt ein Crash - oder auch eine Salamischeibe abwärts nach der anderen, - wie auch immer, eine Trendwende eben.


    1987 und heute. Können viele Parallelen aufweisen. Ich persönlich erwarte ein Deflationsszenario, allerdings nicht so wie in den 20ern sondern eher positive Deflation. Sinkende Preise vor allem auf Kosten der Unternehmen. Die Löhne werden stabil bleiben, da sie schon seit jahren gedrückt wurden wo es ging. Die Börse kann prinzipiell alles machen.


    1987 wird als Vergleich erst NACH einem Crash interessant. mal angenommen Dow und Dax würde an einem Tag ca. 10% verlieren. Sofort würde der Vergleich mit 1987 gezogen. Rückblickend würde man natürlich alles wieder erklären können, die Bären würden sich bestätigt fühlen. Das wichtigste aber ist, daß der Crash 1987 eine wahnsinnig gute Kaufchance war. Dieser Fakt wird von den Bullen (zum Verkaufen zu spät) und von den Bären (Shorts eindecken) zur Kenntnis genommen werden. Nur 2006 ist nicht 1987 und ein Crash wäre heute nur der Auftakt zu etwas längerfristigem.


    So wie es jetzt steht kann man nichts machen außer relativ zu investieren, bestimmte Aktien long, am breiten Markt short. Ich halte meine paar Shorts weiter. KGV 20 ist überteuert. KGV 25 ist aber nicht weniger überteuert als KGV 20. Die Märkte sind überbewertet aber nicht verrückt überbewertet wie Marc Faber sagen würde.


    Gruß
    S.

    "Trade Deficit Narrows by Most in 5 Years"


    Es kommt genauso wie ich es schon seit Mai beschreibe. Fallende Konsumentenausgaben und damit fallendes Handelsbilanzdefizit. Der Dollarkurs ist für das Defizit relativ egal.


    Ich bin mal gespannt was die Währungsmärkte aus den kommenden Daten machen werden. Stagnierendes bzw. negatives Wachstum, fallende Konsumentenkredite, höhere Sparquote, fallende Zinsen, sinkendes Handelsbilanzdefizit.


    Die Euro Bullen haben sich zuweit aus dem Fenster gewagt und seit Mai wieder und wieder Positionen hinzugekauft. Die commercials sind mega long im Dollar. Das kann böse Überraschungen geben. Kurzfristig vielleicht auch für Gold.


    Gruß
    S.

    Dkann man keinen sicheren Gewinn machen.


    Wenn der Kurs weit über $16 steigt.. gut. Keine Übernahme.


    Wenn er weit unter $16 fällt, werden mehr als 50% das Angebot annehmen. Für die gibt es $16.


    Bleibt der Kurs auf jetzigem Niveau und weniger als 50% nehmen das Angebot an, so kann es passieren, daß Barrick die Aktien gar nicht annimmt. Man kann also nur noch am Markt verkaufen. Deswegen ist Novagold auch keine sichere Arbitrage.


    Gruß
    S.

    Ich bin ja schon seit ca. 5850 short. Nicht seit Herbst sondern seit Mai. Nun gut, eine sehr kleine Position und ursprünglich als hedge von Aktienbeständen gekauft. Die Aktien habe ich im Laufe des oktober verkauft.


    Das Problem beim shorten ist, daß uns hier in Deutschland keine Shortverkäufe möglich sind. Diverse Scheinchen aber laden zu Überengagements ein. Einfach überlegen: wieviele Aktien kann ich mir von dem und dem Betrag (=xx% des Portfolios) leisten? Man geht also von einer Longposition aus. Nun wird das ganze einfach umgedreht. Dieser Betrag geteilt durch den Hebel eines möglichen Zertifikates und man hat seine Position.


    Das Beispiel 1999/2000 hat doch gezeigt, daß man im Prinzip seit 1998 hätte short sein können. Früher oder später gibt jeder Bullenmarkt die meisten seiner Gewinne wieder ab. In der Zwischenzeit können sich aber sehr große Verluste türmen und deswegen bin ich immer sehr skeptisch gegenüber shorts.


    Trotzdem lohnen sie sich vor allem für Edelmetallbesitzer unter der Voraussetzung, daß der Markt überteuert ist (wovon ich bei einem KGV von über 20 ausgehe). Denn die Hauptgefahr für Shorts wäre eine Hyperinflation und dieses Risiko wird durch die Edelmetalle aufgefangen.


    Statt meine shorts auszubauen kaufe ich derzeit Aktien von einigen ausgesuchten Firmen, die m.E. 40-50% unter ihrem fairen Wert notieren, evtl. sogar absolut und nicht in Relation zum Markt. Eine davon ist Jojnson & Johnson. Langfristiges Gewinnwachstum, gute Qualität der Gewinne und durch die Größe (200 Mrd.) einigermaßen außer Reichweite diverser Manipulateure und hedge fonds. Wachstumsaussichten m.E. ähnlich gut wie bei vielen kleinen Firmen: johnson und Johnson besteht aus vielen relativ unabhängigen Divisionen und lebt auch von Übernahmen. Warum sollen dutzende kleine Firmen nicht wachsen können nur weil sie in einem großen Konglomerat gebündelt sind? Und das wichtigste: J&J ist kein reiner Pharmakonzern (Patentprobleme, Forschungskosten) sondern setzt auch auf Medizintechnik und Konsumentenprodukte wie Listerine Mundspülung, Neutrogena Hautcreme usw.


    Der wirkliche Zeitpunkt zum shorten kommt m.E. aber erst dann, wenn der Markt von hier aus schon 11% gefallen ist und der DJIA und DJTA neue kurzfristige Tiefs machen.


    Empfehlen würde ich auch einen Dax-Short. Derzeit spielen die deutschen Anleger verrückt wegen einstelligen KGVs bei Münchner und Allianz (auf Basis nächstes Jahr), die vor allem durch 50-120% Gewinnanstieg pro Jahr (zyklisch), leverage Effekte auf Aktienportfolio und Bonds (Münchner Rück hat 120 Mrd. in Wertpapieren bei 30 Mrd. eigener market cap) und einem weitgehend naturkatastrophenfreien Jahr 2006 entstanden sind.


    Bin schon mal auf das Gejammere gespannt, da man diesmal ja alles richtig gemacht hatte (niedriges KGV beim Kauf), ich denke diese Erfahrung wird dann viele Anleger zur endgültigen Kapitulation zwingen.


    Vor allem hält der deutsche Markt für Shorter sehr viele Überraschungen bereit:
    1. MAN, Thyssen, BASF, Daimler, VW reine Zykliker (Gewinneinbruch)
    2. Allianz und Münchner: Leverage auf Aktien, gilt auch nach unten
    3. Deutsche Bank: Ackermann Prozess
    4. Eon & co.: Versorger kriegen Probleme wegen Preisen und Netzinvestitionen
    5. Generierung der Gewinne auf Kosten von Arbeitnehmern nun schon seit zig Jahren, der Trend wird sich umkehren bzw. weitere Einsparungen sehr begrenzt, außerdem wenig Steuern.
    6. Verschuldung/Bewertung: Daimler wird mit dem 37 fachen des Ebit bewertet, wenn man enterprise value betrachtet (market cap + Schulden - cash).
    7. Wenn der Euro fällt ziehen ausländische Anleger ihr Geld aus dem Dax ab.


    Gruß
    S.

    Und noch einige Überlegungen.


    Was ist mti Novagold seit 2005 passiert? Wo wäre der Kurs ohne Barrick?


    Im Frühjahr 2005 hat Novagold US$10 pro Aktie gekostet.
    Das Junitief war auf Schlußkursbasis ca. $12. HUI-äquivalent wäre der Kurs also bei $14 wobei man auch argumentieren könnte, daß Novagold als besserer Wert auch überproportional hätte steigen sollen und somit ungefähr auf jetzigem Niveau liegen sollte.


    Warum ist der Kurs von Anfang 2005 wichtig? Nun, im yahoo Forum wurde richtig darauf hingewiesen, daß seit diesem Zeitpunkt sich der Wert aller Metalle im Boden durch Ressourcenausweitungen und Preissteigerungen vervierfacht hat. Somit wäre bei gleicher Bewertung auch eine Vervierfachung des Aktienpreises möglich gewesen. Durch Hebeleffekte (Goldpreis - Kosten) wäre nochmehr drin.


    Kurz gesagt, Novagold ist ein Value Wert geworden, war es Anfang 2005 aber nicht. $20 wäre meine Bewertung mit margin of safety und das will schon was heißen. Ich habe mir mehrere dutzend Aktien genauer angeschaut, knapp 1000 nicht so genau und extrem viel mit verschiedenen tools gescreent. Einziger Wert der m.E. wirklich absolut ein value investment ist, wäre Sega-Sammy aus Japan. Johnson & Johnson ebenfalls, liegt preislich knapp über der 50% Grenze des fair value den ich mir vorstelle. Hoya und Graco sind weitere Werte, aber irgendwo bei 70% der Bewertung und somit keine value investments mehr. man sieht also wie selten so etwas ist.


    Das besondere ist nun, daß Novagold relativ unabhängig vom Goldpreis ist mit cash costs weit im negativen Bereich bei Galore Creek. Ja, Abhängigkeit vom Kupfer ist gegeben, $1.50 liegt schon weit genug unter dem aktuellen Kupferpreis von ca. $3.40, die commercials sind z.Z. sogar netto long beim Kupfer. Also ist der Kupferpreis zwar eine kleine Schwachstelle, die man im Hinterkopf behalten sollte, aber nichts gravierendes. Sollte der Kupferpreis auf $1.50 sinken, so haben wir immer noch ein margin of safety von 50% bei der Bewertung von Novagold (was aber dann nicht mehr 50% Preisverfall beim Kupfer entsprechen würde).
    Wie gesagt, der Goldpreis kann durchaus noch auf $450 oder $400 fallen. Trotzdem kaufe ich eine Novagold, das würde an der Bewertung nichts ändern. Die Konsolidierung von Galore Creek hat eben extrem viel Wert geschaffen, der nur zum Teil in den Aktienkursen reflektiert ist.


    Nun zur Übernahme.
    Es gibt drei Möglichkeiten.


    1. Barrick erhält >50%, somit wäre Novagold de facto zu $16 verkauft. Egal was die anderen Aktionäre machen, Barrick kommt an alle Aktien.
    2a. Barrick erhält weniger als 50% und entscheidet sich, die Aktien nicht zu kaufen.
    2b. Barrick erhält weniger als 50%, übernimmt aber die angedienten Aktien für $16.


    Im Fall 2a. wäre zum Kurs das zu sagen was oben weiter schon beschrieben wurde. Vielleicht $14, vielleicht gar kein Fall, vielleicht auch mehr. Ein anderer Bieter hätte es dann sehr leicht! Die "Investoren", die ihre Aktien Barrick angedient haben, müßten nun am Markt verkaufen, was auch Arbitrageure sehr hart treffen würde (weshalb vielleicht auch gar nicht so viele Arbitrageure im Markt sind).


    Im Fall 2b. würde Barrick garantiert nicht unter $16 verkaufen (sonst hätten sie die Aktien nicht genommen). Ein anderer Käufer könnte auftauchen, müßte aber einen höheren Preis bezahlen, da Barrick schon so viel kontrolliert. Alternativ könnte Barrick auch versuchen, an der Börse nach und nach den fehlenden Rest bis 50% nachzukaufen. Kurse über $16 wären eigentlich garantiert, Abwärtspotential kurzfristig auch gegeben, aber limitiert.


    Wie man sieht ist eigentlich Fall 1 der negativste, denn wenn die anderen Aktionäre ihre Aktien Barrick andienen, dann wird man praktisch für $16 enteignet.


    Man kann also sehr gut argumentieren, daß die Übernahme eher den Kurs begrenzt. Man sollte einfach nochmal höhere Summen bereithalten, um einen evtl. Kurssturz ausnutzen zu können (den schon zu viele erwarten..)


    Novagold ist m.E. der beste Minenwert z.Z. Eine Agincourt (stellvertretend für andere) muß noch finanzieren und dilutieren und wäre bei $450 Goldpreis im Gegegnsatz zu Novagold fundamental erheblich weniger wert als jetzt - abgesehen von geopolitischen Argumenten (die alle zentralasiatischen Gesellschaften wie Oxus, Avocet usw. aus dem Rennen geworfen haben).


    Gruß
    S.

    Die "Kalkulationen" (eher ja Schätzungen) sind nichts besonderes, da gibt es viel interessanteres. Das besondere ist eben wie gesagt die geopolitisch absolut sichere Lage. Einmalig. Und die schiere Größe. Wenn der Kupferpreis weit unter $1.50 fallen sollte ist Galore Creek auch nicht mehr so profitabel. Aber dennoch extrem wertvoll.


    Der Haken an dem ganzen war ja immer die Finanzierung. 3.3 Mrd. insgesamt!!


    Novagold hat aber im Gegensatz zu diversen anderen Gesellschaften sehr gutes Management. Sie denken über einen 40% Verkauf von Galore Creek nach. $800 mio wäre das ganze so ungefähr wert, für $400 mio wird man auf jeden Fall einen Käufer finden. Finanzierung sind 2 Mrd., wenn man nur mit 1 Mrd. Bankenfinanzierung rechnet (hedges wären nötig, könnten aber auf den Kupferpreis lauten was m.E. eher positiver wäre als ganz ohne hedges), braucht man mit einem 60% Anteil nur noch 600 mio selbst zu dem 600 mio Anteil am Kredit. $200 mio hat Novagold ja schon und mit den $400 mio aus dem 40% Verkauf wären das dann schon $600 mio. Vielleicht käme man sogar ganz um die Ausgabe neuer Aktien herum. Und ist erst eine Mine in Betrieb ist die Finanzierung der nächsten kein Problem mehr.


    Barrick wäre extrem naiv wenn sie Novagold nicht übernehmen würden. Das ganze erinnert irgendwie an Barricks Nevada-Minen und die Royalties die sie an Franco-Nevada zahlen mußten. Wenn sie Novagold nicht übernehmen, haben wir wohl über kurz oder lang einen neuen strategischen Player im Goldsektor, das wird sie über Jahrzehnte verfolgen.


    Gruß
    S.

    Novagold als value investing..


    $630 Goldpreis
    $1.50 Kupferpreis (wir liegen über 3 zur Zeit)
    70% Donlin
    50% inferred werden zu measured + indicated
    50% m+i werden zu reserves
    $300 mio cash
    107 mio Aktien fully diluted
    andere Minen als Dreingabe
    $2000 mio Kosten für Galore Creek
    $2100 mio Kosten für Donlin
    40% Steuern


    Resultat
    $35/Aktie Galore Creek
    $3/Aktie Donlin
    $3/Aktie cash
    =$41/Aktie


    geteilt durch 2 (margin of safety) = $20.50/Aktie


    Wenn man von 1.4 mio ozs mal 22 Jahre für Donlin ausgeht, kommt man auf $45/Aktie für Donlin, insgesamt also $83/Aktie. Mit margin of safety wären das ca. $40/Aktie. Solange aber noch keine Reservezahlen für Donlin vorliegen, würde ich davon die Finger lassen.
    Goldpreis kann auch steigen und der Kupferpreis kann auch auf höherem Niveau verharren, überall sehr konservativ gerechnet.


    Ich behalte meine paar wenigen Novagolds daher als value investor. Käufe bis $20/Aktie sollten sich längerfristig als profitabel herausstellen und man ist gleichzeitig sehr gut diversifiziert verglichen mit anderen value Werten.


    Gruß
    S.

    Wie schätzt ihr denn die Situation ein, wenn das Angebot ausläuft?


    Barrick verlängert nicht (??), der Kurs stürzt (??) und Barrick will Novagold plötzlich nicht mehr (??).


    Jemand anderer bietet?


    Novagold steigt sogar ohne Übernahme, in 2007 erhält man endgültig 70% an Donlin?


    Ich weiß nicht. Wenn ich Anglogold wäre oder Gold Fields. Ich würde warten bis Barrick das Angebot nicht mehr verlängert und dann auf einen Kurssturz hoffen. Dann würde ich bieten. Mit Aktien (Novagold ist mit 1.5 Mrd. noch relativ klein). Die Kurse der Minen sind zuletzt ganz gut gelaufen und Barrick wird wohl kaum wieder in eine Bieterschlacht einsteigen können nachdem sie verkündet haben, daß sie nicht mehr an Novagold interessiert sind.


    Das wichtigste ist, daß Novagold erstmal bis zur Wahl kaum noch weit unter die $16 fallen kann. Bei wirklich wichtigen geopolitischen Ereignissen und Goldpreisänderungen von $100 werden sie steigen. Eine sehr gute Absicherung m.E. wenn man bis spätestens Dienstag wieder verkauft.


    Das nun wirklich gar keiner außer Barrick interessiert sein soll kann ich nicht glauben. Ich habe jedenfalls erstmal einen 1000er Aktien nachgelegt heute.


    Gruß
    S.