Beiträge von Saccard

    Bre-X läßt grüßen.


    M.E. ist Novagold nur wegen Bre-X so billig. Ohne diese Erinnerung würde der Kurs so richtig losmarschieren.


    Immerhin ist Novagold jetzt ein risikoloses Goldinvestment für Wahltaktiker.


    Geht vor den Wahlen (also dieses WE) der Krieg mit Iran los, wird der Goldpreis hochgehen und Novagold wird normal steigen wie alle Minen (da ja nur wenige Prozent ihre Aktien abgegeben haben udn somit kein squeeze out oder sonstiges droht).


    Wenn gar nichts passiert, ist man mit den $16 nach unten abgesichert.


    Schade daß das Angebot nicht länger läuft. Würde sich für US$ Investoren doch anbieten. US$ + 1-2% Prämie, auf Sicht von einigen Monaten kann das mit Anleihen mithalten. Kracht es im Gebälk und der US$ stürzt, so ist man über die Goldmineneigenschaft ebenfalls abgesichert.


    Gruß
    S.

    Da ich's hier angesprochen auch hier mein Kommentar zu Minefinders. Natürlich ist das keine DRDGold. Trotzdem werden die $225 cash costs nicht gehalten werden können, schlechter als Gammon auf jeden Fall (dafür aber auch günstiger bewertet).


    Inzwischen heißt es ja Q3/2007. Also Oktober. Produktionsbeginn. D.h. so ca. im Januar/Februar 2008 kommen dann die Meldungen von den ersten Produktionszahlen. Cash costs m.E. dann so ca. $700/oz. zu Beginn sind heap leaching mines ja immer sehr teuer. Voller Produktionsaufwand aber durch die zeitverzögerung kommt nur ein Teil der normalen Produktion unten heraus. Enttäuschung wird dann einsetzen und Angst ob die $225 überhaupt machbar sind. Also können selbst 2008 sich Käufe noch lohnen, vielleicht mehr als heute. Bei Agincourt ist es das Finanzierungsproblem usw.


    Trotzdem ist das Minefinders Management strohdumm. Wie kann man bloß wieder und wieder Verwässern. Vielleicht hätte man ja lieber über Schulden finanzieren sollen und hätte auf die hedging requirements was scheissen sollen. Lieber etwas Goldpreispotential aufgeben und weniger Verwässerung. Goldpreis kann - muß aber nicht - steigen. Verwässerung ist immer schädlich.
    Mit der Kapitalerhöhung dieses Jahr und der Finanzierungszusage von BNP hätten die die Mine nach Projektion doppelt errichten können. gut, ohne working capital. Aber jetzt nochmal 85 mio aufnehmen ist dreist. Und dann ist die Rede von nur 40 mio working capital. Übrigens waren frühere Kapitalerhöhungen ja auch schon für Exploration UND Bau der Dolores Mine gedacht. Wenn man wie in Rußland erstmal Jahrzehnte alles wie einen Schweizer Käse durchlöchert..
    Vielleicht sollte man mindestens so schlau sein und die Exploration von den anderen Schrottprojekten erstmal einstellen. Könnte man in 2 Jahren wieder aufnehmen und aus dem laufenden cash flow von Dolores bezahlen.


    Gruß
    S.

    Ach was haben wir nicht alles erlebt mit der guten DRDGold. Ich erinnere mich noch an WO 2005. Kursrutsch auf 34 cent an einem Tag. DRDGold ist die einzige Aktie, die -30% innerhalb 24h 3x im Jahr schafft (übertrieben gesagt, obwohl lieber im Chart nachsehen, vielleicht ist es nicht übertreiben).


    Nun also beginnt das nächste Kapitel für DRDGold. Ich sehe schon Roger Kebble mit einem Wünschelrutengänger durch die untersten Stollen von Blyvoor irren auf der Suche nach Bretts versteckten Schätzen. Irgendwo müssen die Millionen ja geblieben sein.


    Trotzdem muß ich dem Patrone hier widersprechen. Kapital wurde für höchst wichtige Projekte erhöht. Z.B. die hedge Rückkäufe im Jahre 2002. So ziemlich genau am Goldpreistop in Rand.


    Irgendwie erinnert mich eine kanadische Gesellschaft immer mehr an DRDGold. Großes Vorkommen in Mexiko. Natürlich erstmal so ca. 10 Jahre drillen und Kapital zu schlechtesten Bedingungen aufnehmen. Dann nochmal Kapital aufnehmen und nochmal.. und dann nochmal convertible notes über $85 mio ausgeben. Sollte sie auch irgendwann von uns gehen, unsere geliebte DRDGold, so werden wir in der Gewissheit fortleben, daß DRDGolds Geist auf dieser Welt in vielen anderen Minen fortbestehen wird.


    Gruß
    S.

    Egal wie man es dreht, die USA stehen doch verdammt gut da. Steigt der US$ - behalten sie ihr Weltwährungsmonopol. Sinkt er - werden sie größerer Netto-Gläubiger der Welt.
    Demographie - exzellent. Selbst ohne Einwanderer. Die können locker nochmal 1/3 zulegen in den nächsten Jahrzehnten. Die Demographie ist besser als die Chinas und in wenigen Jahrzehnten haben die USA evtl. mehr Einwohner als die Küstenregion Chinas. Europa dagegen steht extremst schlecht da. Demographie im Eimer UND Aufspaltung der restlichen jungen Bevlkerung in ca. 50% Einheimische und 50% Ausländer / Muslime (wobei man sagen muß, daß einem nur die unangepasstebn auffallen und somit 50% gar nicht mal so viel sein muß). Trotzdem lieber Hispanics als Araber. Japan hat nur das Demographie Problem ohne Ausländerproblem/-chance (sie können auch keine Einwanderung zulassen).


    Der Dollar hat eine höhere Kaufkraft als der Euro, fairer Wechselkurs ca. 1:1, geringeres Geldmengenwachstum, höhere Zinsen usw.


    Was mich am meisten bei den US$ Gegnern stört: diese unglaubliche Verlogenheit. Ich habe vor wenigen Jahren auch mehrere Hunderttausend Shortpositionen gegen den US$ gefahren. Aber in Yen. Ich verstehe diese Logik nicht. Japan und China macht alles besser als die USA. Deswegen fällt der US$, der gekoppelte Yuan gleich mit und der Yen noch stärker während der Euro mit noch schlechteren volkswirtschaftlichen Daten als die USA steigt.


    Gruß
    S.

    Gold ist dort auch ein großes Thema, allerdings mit Lieblingen wie Vedron und Blue Pearl (leider auch Agincourt). Sollte einem ja eigentlich Sorgen machen.


    US$: Man liest immer noch nur weiterer Fall, slide, US$ collapse usw. Heute habe ich etwas interessantes gelesen. 1980 haben die USA als Nettogläubiger 30 Mrd. mit ihrem Auslandsvermögen eingenommen. 2005 aber auch 30 Mrd. Das Problem ist, daß seit 1980 kumulativ 5 Billionen Handelsbilanzdefizite angehäuft wurde. Diese 5 Billionen müßten bei 5% Zinsen eigentlich 250 Mrd. pro Jahr kosten. Tun sie aber nicht, im Gegenteil, die USA verdient weiterhin mehr vom Ausland als das Ausland von den USA. Erklärt wurde das vor allem mit Direktinvestitionen, die wesentlich mehr Ertrag bringen als Anleihen. Würde man alle Assets nicht nach ursprünglichen Kosten sondern nach Ertragswert bewerten, wären die USA immer noch Nettogläubiger der Welt. Scheint jedenfalls was dranzusein. Je schwächer der US$ jetzt wird, desto mehr werden die USA an ihren Auslandsvermögen verdienen, da ja ihre Auslandsinvestitionen gerade nicht in US$ nominiert sind während die Ausländer US$ Bestände halten, die wertloser werden.


    Gruß
    S.

    Das war es nun, Anfang vom Ende..


    Ich habe immer einen Thread bei WO als Kontrasignal betrachtet. Depotbesprechung->Strategie 2006 - Wir möchten Gewinn erzielen.


    "Ich habe die Grafik auch gesehen ... max 6205 schätzen die und danach aufwärts... das wäre nen netter Long "


    "bin long beim dax: AA0BKQ EK 1,84 4000 stück"


    "Bin auch Long Wünsche uns diesmal genauso viel Glück... auf die 6290"


    "meint ihr es geht heut noch aufwärts..?? hm.. 50 50.. na schön.. auf den AA0BKQ"


    Lauter Blue PEarl und co. Lemminge. Bisher waren die immer short. Kaum geht es ein paar Punkte runter wird long gegangen. Volle Kanne long.


    Ich denke daß all die Contrarians mit ihren Sentiment-Analysen falsch liegen. Prinzipiell liegen sie schon richtig, sie sind nur zu dumm das Sentiment richtig zu deuten. Heute scheinen alle Contrarians zu sein, am top sind alle pessimistisch (wie z.B. im Mai!), am Boden (Juni) alle optimistisch. Es ist doch ganz logisch. So lange es aufwärts geht ist man skeptisch, das Sentiment eher schlecht. Nun aber geht es zum ersten mal runter. Die Skeptiker fühlen sich bestätigt und kaufen, werden sogar optimistisch. Doch leider stoppen die Kurse hier nicht sondern fallen weiter.


    Gruß
    S.

    Wichtig wäre noch das "Black Friday" intermezzo.


    http://www.nytimes.com/learnin…/onthisday/harp/1016.html


    1869 war der Goldpreis kurzfristig auf $162 gestiegen aufgrund der Manipulationen von Fisk und Gould.


    Wichtig ist, daß damals der Preis ganz anders gemeint war. $162 heißt nicht $162/oz sondern $162/$100 Gold. D.h. $20/oz war schon gültig. $100 entsprachen somit 5 ozs. $162 Goldpreis heißt nichts anderes als daß $100 = 5 ozs das offizielle Umtauschverhältnis war, am Markt aber $162 für 5 ozs bezahlt werden mußten. Somit entsprechen $162 in Wirklichkeit $32.50. Geht man von Inflationsbereinigt $520 2006 = $20 1930 und davor aus, entspräche das einem heutigen Goldpreis von $850.


    Gruß
    S.

    Wer für 260000 eine 160 qm Immobilie kauft ist selber schuld. Selbst in den USA wo nach der Immo-Bubble die Preise beim doppelten vom historisch normalen liegen, kostet so ein Haus neu jetzt 217000 US$. In Deutschland liegen die Preise also immer noch höher.


    Gruß
    S.

    Schwer zu sagen.


    Goldpreis war immer $20/oz. Dann ab 1932 plötzlich $35/oz durch Roosevelt festgelegt. Erst Ende der 60er ist dann mittels London Gold Pool Zusammenbruch endgültig "freie" Preise (die westlichen Regierungen haben den Goldpreis durch Manipulationen versucht bei $35 zu halten was aber mangels physischem dann irgendwann nicht mehr geklappt hat).


    Der Goldpreis soll teilweise auch schon vorher am Schwarzmarkt/Ausland bei $25 und höher gelegen haben.


    Klar daß die Minen gut performt haben. Nehmen wir mal an bei $20/oz Preis hatten die Minen Kosten von $17/oz. Der Preis ist fix, die Kosten stabil (leichte Deflation in den 20ern), somit dürften die Kosten nicht allzu sehr unter dem Goldpreis gelegen haben. Drüber kann ja auch nicht sein, sonst wäre nichts gefördert worden.


    Plötzlich fallen die Kosten wegen der Deflation um ca. 10% auf $15 und der Goldpreis wird auf $35 angehoben. Aus $3 Marge werden $20 Marge und das ist auch die Performance, die die Minen so umgefähr hingelegt haben.


    Ich denke für uns heute interessant aber irrelevant. Eben doch ein Unterschied ob Homestake in den Black Hills im heimischen Hinterland fördert oder "XYZ Ressources" irgendwo im zentralasiatischen nirgendwo.


    Gruß
    S.

    Alfy, du vergißt das wichtigste. Die 300 Euro Prämie pro ha in der EU. Ukraine gehört nicht zur EU und wird es auch niemals. Ganz einfach. Wenn die Ukraine als Agrarstaat beitritt, fließen zuviele Suv´bventionen dort hin. Weg von Spanien, das mit 40% an den gesamten EU-Zahlungen beteiligt ist. Das wird Spanien niemals zulassen. Irgendwie schon erschreckend, daß Deutschland heute stärker belastet wird als zu Zeiten von Versailles. Hier Schulden aufnehmen und in Spanien mit höherer Inflationsrate als den deutschen Zinsen investieren. In deinen prognostizierten 25 Jahren wird es m.E. keine EU mehr geben, zumindest nicht so wie heute. Das Problem zeichnet sich ja schon ab, daß die Leistungsträger Deutschland verlassen und z.B. nach Spanien, Schweiz oder Norwegen gehen, wo sie von Leistungsträgern und Bezahlern des europäischen Systems gleich zu Leistungsempfängern und Abkassierern werden (Banken, Öl, EU-Subventionen an Frankreich, Spanien, Italien). Dazu die Überalterung.


    Nun, bezüglich Gold war ja heute dann auch wieder ein schlechter Tag. HUI und XAU haben schlecht geschlossen. Intraday reversal direkt an der 200 Tage Linie. Der US$ ist auch schon wieder etwas stärker geworden und ist überverkauft. Anleihen sind überkauft, spricht auch für einen festeren US$. Die Aktienmärkte sind wohl endgültig aus dem rising wedge raus. Sieht also alles nach fallenden Kursen aus und ich denke, die Goldpreise könnten mitgerissen werden. Immer noch keine Kaufzeit für Gold, obwohl jetzt eine gewisse Mindestposition Pflicht ist. Wahlen und Börsenturbulenzen sind ja gute Anlässe für Ablenkungsoperationen im Ausland.


    Gruß
    S.

    Zitat

    Und das, was Banken und Versicherungen als Renditen angeben, das stimmt alles hinten und vorne nicht. Bankgebühren und Steuern, Depotkosten usw. bleiben bei den Milchmädchenrechnungren außen vor. Ebenso die GELDENTWERTUNG.


    Genau erkannt. 4% real ist nicht wenig. US-Aktien haben 4.5% pro Jahr + Dividenden (auch ca. 4.5%) abgeworfen. US-Inflation in den letzten 100 Jahren auch 4.5% pro Jahr. Macht ca. 4-5% Rendite pro Jahr. Minus Depotgebühren, minus Transaktionskosten (Dow ist kein starrer Index), minus Steuern. Nicht zuletzt war der Dow 1900 unterbewertet und ist heute überbewertet. Ohne diesen Effekt wären es nochmal 1% weniger.


    Und der reale Anleger hätte nicht den Dow gekauft. Er hätte schon den Dow gekauft - aber neben argentinischen, deutschen, französischen, russischen etc. Aktien. Fast alle diese Märkte sind einfach verschwunden (yukos läßt grüßen). Ich würde über diesen Zeitraum mit einer Ausfallquote von 60 bis 70% rechnen! Schwupps, nochmal 1% an Performance weg.


    Langfristig liegt somit die reale Aktienrendite bei maximal 2%, eher 1.5%.


    kann sich ja jeder ausrechnen was ich von heutigen Aktien erwarte - bei 1.8% Dividendenrendite.


    Gruß
    S.

    Ich denke in Zukunft werden Nahrungsmittel schon teurer werden und insbesondere die klassischen Kornkammern somit wertvoller, also Ukraine, Argentinien usw.


    5-10 cent pro qm ist so billig aber nun auch nicht. Bei uns in Nordeutschland kostet 1 qm ca. 1 Euro. Da habe ich noch den Vorteil, daß so manches 4 ha Grundstück mehrere Immobilien kontrolliert, da in unmittelbarer Nachbarschaft. Ohne Land ist es eben nichts mit Pferdehaltung usw., gegenüber liegt nur noch ein Wald. Liebhaberpreis für ein solches grundstück dürfte wohl um ein vielfaches höher liegen, 2-4 Euro pro qm vielleicht.


    Landwirtschaftlich gerechnet hat das Land aber nur einen Wert von 30 cent pro qm, 300 Euro pro ha * 10 / 10000 qm/ha.


    Ertrag ist ca. 7t Weizen pro ha im Schnitt, bei unseren sandigen Böden unter 5. Mag sein daß es in der Ukraine auch 10-15 sein können.


    1 bushel entspricht beim Weizen ca. 27 kg und kostet ca. $5/bushel. Macht einen Preis von $185/t, wir waren auch schonmal bei $3/bushel.
    Bei 10t/ha wären das 18.5 US-cent Umsatz pro qm, davon müssen dann noch alle Kosten abgezogen werden.


    Wenn sich die Preise verzehnfachen würden (real) auf 1 Euro bzw. 127 US-cent pro qm und man von 10 cent Kosten pro qm ausgeht, dann bräuchte man für eine Verzinsung von 10% nur einen Weizenpreis von gut $6/bushel (real), wenn sich die Ukraine demokratisch entwickelt und nicht von Rußland mal wieder annektiert wird, ist so eine Verzehnfachung sehr realistisch.


    Gruß
    S.

    Nein, ich glaube nicht, daß Gold damals eine größere Kaufkraft hatte. Gold ist NICHT inflationssicher. Jedes Jahr neue Minenproduktion.. Gold fällt im Wert kontinuierlich. Es ist aber kaufkraftstabil, da die Preise ja ebenfalls real immer fallen aufgrund der steigenden Produktivität.


    Hätten wir ein stabiles Geld, absolut stabil und stabiler als Gold, so wären die Preise in den letzten Jahrzehnten um 80% gefallen (!!). Das Volk wurde de facto um die Deflation betrogen. 80% geringere Preise bei gleichem Lohn wohlgemerkt..


    Hätte wäre wenn und viele abers, wer über extrem lange Zeiträume überhaupt eine reale Rendite erzielt hat auch immer Glück gehabt. Kein Mensch kann so etwas vorhersagen. Aktien - in den USA als Amerikaner ja. Als Deutscher? Enteignet. Russische, argentinische oder deutsche Aktien? Mehrmals wertlos geworden. Grundstücke werden langfristig auch immer wertlos für einen Investor, da früher oder später immer enteignet wird. Gold ist auch nicht das Allheilmittel. Z.B. für einen deutschen Juden wäre es egal gewesen wenn er nicht rechtzeitig abgehauen ist, wo dann Gold wieder nützlicher war als andere Vermögenswerte. Wirkliche Langfristprognosen traue ich mir nicht zu. So sehe ich z.B. einige kleine aber feine Unterschiede bei der demographischen Debatte, Vergleich Japan Europa:


    Japan hat keine Ausländer.
    Japan kann keine Einwanderer in großem Stil ins Land lassen.
    Japans Bewohner können aufgrund der Sprache nicht ohne weiteres auswandern.


    Europa hat ein Ausländerproblem, da in den Städten bereits jetzt bei den bis 40-jährigen und in wenigen Jahrzehnten im Landesschnitt der Ausländeranteil bei 40% liegt.
    Europa kann beliebig Einwanderer ins Land lassen. Mittlerer Osten + Afrika.
    Europas Eliten können in die USA oder nach Kanada auswandern.


    Zudem gibt es ja noch einige Umweltprobleme. Natürlich wird China niemals den gleichen Ölverbrauch pro Kopf haben wie die USA. Zum Glück. Es fehlt nicht nur das Öl sondern vor allem die Atmosphäre die diese Abgase verkraftet. Alternativ könnten Verlagerungen stattfinden, d.h. unser Lebensstandard sinkt sehr stark während China das Öl kaufen kann und an unserer Stelle alleine entwickelte Welt wird. Tendenziell wird das Land mit der stabilsten Währung Gewinner. Es könnten sich auch alternative Energien durchsetzen mit sehr negativen Folgen für ölexportierende Länder. Oder aufgrund von Rohstoff- und Nahrungsmittelmangel Bürgerkriege und Zerfall von Staaten. Jared Diamond, "Kollaps" sollte man mal lesen.


    Um auf das Grundstück zurückzukommen. Ca. 165000 Euro kurz nach der Inflation (!!) zu haben.. solche Leute sind nicht gerade arm gewesen. Das Interessante am Kapitalismus ist ja gerade das vererben. Natürlich ist es ungerecht gegenüber denen, die gar nichts erben. Aber natürlich ist es auch am wahrscheinlichsten, daß die Erben von intelligenten Menschen ebenfalls am besten mit Geld umgehen können. Im Zweifel für den Angeklagten. Die Geschichte hat immer wieder gezeigt, daß dumme und verschwenderische Erben auch die riesigsten Vermögen in einer oder zwei Generationen wieder durchbringen. Zufälliges Glück wird durch zufälliges Unglück wieder ausgeglichen, zumindest über Generationen. Man sieht ja, daß alfy sich so seine Gedanken macht und mit dem Vermögen sehr gut umgehen kann. Bei diversen Lottogewinnern, Milliardärswitwen oder Rennfahrererben kann man genau das Gegenteil beobachten.


    Ich persönlich bin ja sehr skeptisch geworden bezüglich der Minen und weiß immer noch nicht, ob ich da jemals wieder größere Mengen Geld reinstecken werden. Zu groß sind die Unwägbarkeiten, z.B. wird m.E. ganz Westafrika in Bürgerkriege verstrickt werden, ob da Ghana eine Ausnahem bilden wird? Ich denke Marc Faber hat recht und inzwischen sollte man Gold gegenüber den Minen vorziehen abgesehen von ganz wenigen Ausnahmen. Gefährlich finde ich hier im Forum die Preisparolen. $700 bis Jahresende. $800 in 12 Monaten. $450 Korrekturziel. Geschehen kann das alles. Gold ist immer noch im Dreieck und das Dreieck entstand gleichzeitig mit einem rising wedge bei den Aktienmärkten. Wenn es bei den Aktien kracht, dann wohl auch beim Gold. Kupfer kann sich imemr noch nicht zwischen Inflation und Deflation entscheiden. Ich denke aber , daß die jüngsten Daten meiner Einschätzung vom Mai recht gegeben haben und daß wir eher auf eine Deflation hinsteuern. Und daß Gold wegen Deflation und Pleitewellen steigen wird. Dazwischen erfolgt eine Preiskorrektur, weil der Markt erstmal die neue Situation erkennen muß. Vielleicht hatten wir die Korrektur, vielleicht geht sie noch weiter. Wenn Gold über 615 oder 620 steigen sollte, wären wir wohl aus dem Dreieck draußen. Egal wie das endet, ich denke selbst mit Kursziel 450 oder 400 sollte man jetzt versuchen, Gold zu akkumulieren. Die nächsten 12 Monate einfach jeden Monat 5-10% in Gold investieren. Ich kann mir kaum vorstellen, daß der Goldpreis Ende 2007 niedriger steht als Anfang 2007 oder Mitte 2008 niedriger als Mitte 2007.


    Gruß
    S.

    Ein gutes Investment war das Grundstück ja nicht gerade.


    1 Goldmark = Euro 5.46 bei den jetzigen Goldpreisen


    4.2 mio Euro / 0.1638 mio Euro = 25.64


    25.64^(1/82) = 1.0403, entspricht also 4.03% reale Rendite pro Jahr.


    Natürlich schön, daß die Vorfahren mal überhaupt investiert haben. Man sieht, daß bereits gerigne Realzinsen reichen, um langfristig hohe Vermögen entstehen zulassen. Da gehört jede Menge Glück dazu. Wäre das Grundstück z.B. in Ostpreußen gewesen, wäre es nichts mit den Millionen.


    Gruß
    S.

    Zitat

    Unternehmen, welches ja einen Sachwert darstellt.


    Da sehe ich einen kleinen Denkfehler.


    Unternehmen sind eben keine Sachwerte!


    Ein Unternehmen besitzt bestimmte Sachwerte, mit denen das Geschäft betrieben wird. Damit werden Einnahmen generiert. Zudem ist Wachstum möglich.


    Überlegen wir mal was ein Unternehmen wert ist.


    Es ist das wert was die Sachwerte wert sind. Nur wieviel ist das? Wenn das Unternehmen dauerhaft Verluste macht, leider nur der Schrottwert. Eine Goldmine z.B. ist bei dauerhaften Verlusten praktisch nichts wert, man kann die Infrastruktur ja nicht einfach abbauen und woanders wieder aufbauen.
    Wenn das Unternehmen dauerhaft Gewinne macht, sind die Sachwerte natürlich mit dem zu bewerten, was ein Konkurrent für die gleichen Dinge ausgeben müßte. Also erheblich mehr.
    Dann haben wir den Ertragswert. Der ist der normalisierte Unternehmensgewinn (in einem durchschnittlichen Jahr unabhängig von Konjunkturzyklen, "Einmaleffekte" auf den Durchschnitt gerechnet, Kosten für Wachstum herausgerechnet, Abschreibungen wieder dazu gerechnet und Kapitalkosten für den Erhalt des Unternehmens wieder abgezogen.


    Bei einem guten Unternehmen liegt dieser Ertragswert meistens weit über dem Sachwert, was aber nur dann dauerhaft sein kann, wenn das Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil besitzt. Ansonsten würde es vor konkurrenz nur so wimmeln, denn ein Konkurrent kann ja über den Sachwert die Firma sozusagen reproduzieren und dann ebenfalls höhere Renditen als marktüblich erwirtschaften.


    Ein gutes Unternehmen ist somit wohl kein Sachwert, bzw. nur zum Teil ein Sachwert.


    Wachstum gibt es dann auch noch, das ist aber nur etwas wert, wenn ein Unternehmen höhere Renditen als die Kapitalkosten erzielen kann, was bei dne wenigsten der Fall ist.


    In einer Inflation können Unternehmen sehr trügerisch werden! Die Gewinne und Kosten steigen mit der Inflation, die Marge bleibt gleich. Inflationsbereinigt also +/-0. In einer Hyperinflation wird das Problem, daß man erst die Kosten bezahlen muß, die Gewinne dann aber später mit noch höherer Inflation erhält.
    Kapitalausgaben sind auch so eine Sache. Mal angenommen ein Unternehmen besitzt eine Immobilie. Jedes Jahr wird 1/30 abgeschrieben. Nach 30 Jahren muß die Immobilie erneuert werden. Haben die Abschreibungen gereicht? Nein, denn die neue Immobilie kostet nun ein vielfaches mehr als vor 30 Jahren. Die Inflation hat die Abschreibungsraten künstlich niedrig gehalten. Es hätte jedes Jahr 1/30 des aktuellen Wertes einer vergleichbaren Immobilie abgeschrieben werden müssen. Bei kapitalintensiven Unternehmen können so die Gewinne zum Teil extrem verfälscht sein. Es entstehen (Buch-)Gewinne, die nicht an die Aktionäre ausgezahlt werden können ohne den langfristigen Erfolg des Unternehmens zu gefährden.


    Gruß
    S.

    Zur Zeit ist extreme Vorsicht ratsam, auf keinen Fall Aktien aufstocken.


    Rising wedge scheint gebrochen. Nur ein Anstieg des Dow Jones Transportation um ca. 5% würde nach Dow Theory einen Bullenmarkt generieren/bestätigen. Ein Ausbruch nach utnen aus dem rising wedge heißt, daß wir in 1 bis 3 Monaten unter den Beginn fallen (ca. 10% runter), damit aber wären Industrial und Transportation Index unter den letzten Tiefständen und somit ein längerfristiger Bärenmarkt eingeläutet.


    Gute Einzelwerte dagegen kann man zu vernünftigen Kursen immer kaufen. Ich halte als größere Positionen derzeit nur Zwack-Unicum und Sega-Sammy, beide haben Enterprise Value / EBITDA ratios von ca. 5 was extrem günstig ist.


    Buchempfehlung "Value Investing" von Greenwald kann ich auch noch aussprechen.


    Gruß
    S.

    Immo Bubble platzt, Zinsen sinken auf 0. Aktiengewinne brechen ein, Anleger kaufen Anleihen.


    Japanische Investoren verkaufen Anleihen in US$ und Euro, da die keinen Renditevorteil mehr bieten. Warum Währungsrisiko eingehen? Geld wird repatriiert = starker Yen.


    Doch was machen mit dem Geld? Aktien aus Japan? Anleihen? Waren kaufen? Anleihen können nicht mehr steigen.. also werden einige Aktien gekauft (immer noch zu teuer, kann deswegen nicht die Lösung sein). Waren kaufen? Macht Sinn, Folge ist Inflation.


    Eine Anlagealternative wüßte ich noch.


    In spätestens 3 Jahren sollte es soweit sein. Dann wird zumindes ein Teil der 4 Billionen US$ (!!) der japanischen Auslandsvermögen in Gold getauscht.


    Gruß
    S.