Beiträge von Saccard

    Interessant auch wie wir hier nur so dumm sein konnten und glauben konnten das Platzen der Immo-Bubble wäre schelcht für Aktien.


    Nein!


    Natürlich steigen Aktien dann.


    Es ist ganz logisch. Konsumenten besitzen entweder Immobilien oder kaufen welche. Verkauft wird nicht in nennenswerter Zahl, man will ja irgendwo wohnen.


    Die Besitzer der Immobilien verkaufen nicht. Sie wollen nicht. Oder können nicht, weil keiner zum gefragten Preis kauft. gesenkt werden die Preise aber auch nicht. Solange die offiziellen Preise so bleiben, fühlt man sich wohl und kann wohl imemr noch einige Kredite auf die Immobilie aufnehmen.


    Nun aber die Käufer. Die Hauspreise sind real wohl um ca. 20-30% gefallen. Nun können die Baufirmen dummerweise diese Preise nicht am Markt verlangen, weil man dann einen Preiseinbruch hätte. Man will ja schließlich noch weitere Häuser verkaufen und die Spekulanten nicht vergraulen. Trotzdem müssen die Dinger weg. Also: incentives. Kücke mit rein, Auto dazu, $10000 in cash als Taschengeld, Karibikkreuzfahrt.


    Resultat: Die gefallenen Immopreise führen dazu, daß die neuen Käufer Geld sparen. Doch können die dieses Geld nicht auf's Konto legen, sie werden von den builders dazu gezwungen, daß Geld für Konsumgüter wie Autos auszugeben, was natürlich die Konjunktur ankurbelt. Offiziell bleiben die Immopreise dann natürlich stagnierend und fallen nicht. Und die builders können schöne Gewinne verbuchen, denn schließlich waren die Ausgaben für Reisen, Autos, Küchen ja nur "einmalige" Sondereffekte für ein kleines Werbeprogramm.


    Das geht solange gut bis irgendwann mal die Realität einsetzt. Sprich genug private Verkäufer da sind oder die Kredite nicht mehr bedient werden können.


    Gruß
    S.

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    Schlußfolgerungen möge jeder selbst machen.


    Gruß
    S.

    Die Gefahr des US$ Absturzes wird schon lachhaft übertrieben dargestellt. Ist psychologisch das gleiche wie Erdbeben in Kalifornien. Es wurden in den USA Personen danach gefragt wie stark sie die Gefahr für Erdbeben in Nordamerika einerseits und in Kalifornien andererseits einschätzen. Heraus kam, daß die Gefahr eines Erdbebens in Kalifornien wesentlich höher eingeschätzt wurde, was natürlich nicht sein kann, da Kalifornien ein kleiner Teil Nordamerikas ist.


    Gruß
    S.

    Warum soll der US$ nicht steigen?


    Das würde dann eine Krise hervorrufen.


    USA ist wegen Immos sowieso bald in einer Rezession. Steigender US$ heißt teurere chinesische Importe und teureres Öl für Europa, also mehr Inflation. Das könnte der letzte Tropfen in das Faß Italien sein.


    Man kann doch nicht die Augen verschließen und so tun als ob der US$ nur fallen könnte. Daß nicht einmal an einen steigenden US$ und die Folgen gedacht wird macht einen schon nachdenklich.


    Gruß
    S.


    Soltle das einem nicht zu denken geben, wenn der Goldpreis trotzdem so schwach ist - trotz guter Absätze in Indien? Wie sieht das erst aus, wenn die Nachfrage in Indien sich wieder normalisiert?


    Und Heiko Thieme empfiehlt auf N-TV Newmont Mining zum Kauf.


    Ob das nun der Boden gewesen ist? Ich bezweifele es irgendwie. Obwohl Heiko Thieme ja auch damals Philip Morris zum Kauf empfohlen hatte.


    Gruß
    S.

    Lange geht das Spiel nicht mehr gut. Die Renditen sind schon wieder um 0.3% im letzten Monat gestiegen. Inzwischen sind Gold / Anleihen / Rohstoffe stark überverkauft, die Liquidität haben die Aktienmärkte eingesaugt.


    Vielleicht wäre sogar eine Zinserhöhung morgen möglich. Schließlich haben sich ja Konsumklima und Immobilienmarkt zum positiven gewendet, Dow auf neuem ATH.


    Wenn es morgen/übermorgen keine Zinserhöhung gibt, kann man immerhin wieder Anleihen kaufen.


    Gruß
    S.

    Die "Experten" sind mal wieder alle bärisch:
    http://f17.parsimony.net/forum30434/messages/366591.htm


    Ich denke mal, daß das genau den Punkt trifft. Die Dax-Stände rufen Skepsis hervor, obwohl die zuletzt sehr klein geworden ist. Bei 5700 oder 5000 will man dann wieder kaufen im Mai nächsten Jahres, Jahresende dann 7000. Bravo.


    Es wird natürlich genau anders kommen. Die Kurse werden fallen, aber eher zögerlich. Während dieses Falls werden die jetzigen Skeptiker immer mehr zu Käufern. In Wirklichkeit macht es aber keinen Unterschied ob 5000 oder 6000. Wer auf baisse spekuliert, spekuliert auf unter 3000 Punkten im Dax. Die Skeptiker werden also dann trotzdem voll von der Baisse getroffen wenn sie kommt.


    Ich gehe entweder vom 1929er Szenario oder 73/74er Szenario aus. Die Märkte sind jetzt am Ende eines rising wedge. Es dürfte 1 bis 2 Monate dauern bis der Dax wieder unten ist (5200). Gibt es *dann* einen Crash (-35 bis -50% vom top) haben wir das 1929er Szenario. D.h. nach dem Crash käme dann nochmal eine Erholung von ca. 50% der Kursverluste. Danach dann der mehrjährige Bärenmarkt. Das 73/74er Szenario dagegen wäre ohne Crash. Einfach mehrere Jahre Dauersturz mit -50% bis -70% am Ende. Dieser Dauersturz könnte direkt mit dem Fall aus dem rising wedge beginnen oder aber nach einer kleineren Aufwärtskorrektur ca. zum Jahresende.


    Alternativ sind aber auch sogar steigende Kurse drin. Das wäre dann der Beginn einer Hyperinflation, wo man dann lieber Gold als Aktien besitzen sollte.


    Fundamental gesehen werden die monatlichen Zahlungen der US-Investoren und Rentensparer aber bis 2010 anhalten, den Markt also tendenziell eher stützen. (Gut, danach fallen diese Summen weg und verkehren sich sogar in Nettoverkäufe - bis 2030). M.E. hat die Immobubble dieses Gefüge jedoch gestört und den Investitionszyklus bis 2010 verkürzt, da ja Immobilieninvestitionen eben auch Investitionen sind. Und wenn da was platzt, werden wohl eher die Aktien als das eigene Haus verkauft.


    Warten wir es ab. Die Zukunft ist nicht in Stein gemeißelt und wenn ab spätestens 2010 pro Jahr 1.3 Billionen an Aktien verkauft werden, wird man das am Markt wahrnehmen und die Entwicklung von 20 Jahren in wenigen Jahren vorwegnehmen. Da bei einer Unterdeckung der Pensionspläne wohl mal gleich alle Gewinne von 2000 bis heute rückwirkend auf 0 abgeschrieben werden dürften, kann man eher von einer Hyperinflation (mit realwirtschaftlicher Deflation) ausgehen. Ab einem bestimmten Prozentsatz der Unterdeckung müssen die Unternehmen die Pensionskassen wieder auffüllen. Das können sie aber kaum aus zukünftigen Gewinnen machen, da dann über viele Jahre hinweg gar keine Gewinne auszuweisen sein werden - was den Aktienoptionen des Managements nicht gut bekommen würde. Also wird es earning restatements der vergangenen Jahre geben. Klar auch, daß es dann zwar Scheingewinne geben wird, aber die Pensionspläne doch auf den cash flow durchschlagen, was die Möglichkeit von Aktienrückkäufen und größeren Dividenden praktisch ausschließt.


    Ich werde auf jeden Fall keine "Blue Chips" mehr kaufen. Nette Umschreibung für Krisenkonzerne mit Pensionsplänen in Schieflage. Klar auch, daß newcomer am Markt extrem gute Chancen haben werden, da sie ja die Pensionsproblematik nicht haben.


    Gruß
    S.

    Bei Mines Management wäre ich eher vorsichtig. Kupfer + Silber, viele "would be" Formulierungen. Dann gibt es noch die Unsicherheiten bezüglich Silber und Kupferpreisen im Verhältnis zum Gold.


    Ich denke da bringt eine Rechnerei wenig, viel wichtiger sind da andere Fragen.


    Bin auch etwas zu faul zum rechnen, weil der Wert mir persönlich nicht gefällt ;)


    Gruß
    S.

    Zitat

    Dann sprechen wir uns in 30 Jahren wieder. Ich bin davon überzeugt das der Dow in der Zeit mindestens 5% p.a. Realrendite erwirtschaftet.


    Leider leider wäre das historisch einzigartig.


    Von 1900 bis 2000 hat der Dow im Schnitt 4.5% zugelegt. Plus Dividende. Nach Inflation blieb nur die Dividende. Also nichts mit 5% real.


    Der Dax hat von 1960 bis heute 5.6% pro Jahr inklusive Dividende erreicht, Inflation muß hier auch nochmal abgezogen werden.


    In beiden Fällen waren Aktien zu Beginn sehr günstig bewertet. Nicht weit über dem historischen Durchschnitt so wie heute.


    Und trotzdem haben alle diese Rechnereien immer noch einen massiven Fehler!!


    Im Rückblick kann man natürlich sagen was wäre wenn man in den Dow investiert hätte. In Wahrheit aber hätte kein Investor 1900 sein Geld nur im Dow angelegt. Es gab ja neben den USA noch andere Länder. Rußland, Deutschland, Argentinien, Österreich-Ungarn. In diesen Ländern sind die Aktieninvestments wertlos geworden. -100%.


    Realistisch müßte man also rechnen:
    20% USA
    20% Deutschland
    20% UK
    usw.


    Von den 40% USA/UK hätte man dann real 4.5% pro Jahr gemacht. Das wären dann immerhin 3.5% real auf 100% bezogen.


    Langfristig kann es keine reale Rendite >0% geben, der Josephspfennig läßt grüßen. Der Zwang zum timing ist also immer vorhanden.


    Die Märkte bergen mehr Risiko als man denkt.


    Gruß
    S.

    HIghtekki, das KGV beruht nicht auf Schätzungen. Einfach den Gewinn des letzten Jahres nehmen. Heute natürlich wird nicht die Schätzung des aktuellen Jahres sondern des nächsten verwendet!


    Mal angenommen man hat einen wirklichen Wachstumswert, der mit 20% wächst. Peter Lynch sagt ja KGV 10 wäre hervorragend, 20 fair. Er hat die alten KGVs verwendet. Heute wäre ein typisches verwendetes KGV von 20 bei Peter Lynch schon ein KGV von 24.


    US Steel KGV 20-25 ist natürlich in einer Hausse viel zu teuer. Max. 10 sollte man für einen Zykliker bezahlen. Und selbst dann dürfte man 50% verlust machen wenn die nächste rezession kommt. Der Trick bei den Zyklikern ist, bei hohen KGVs (z.B. 30) in der rezession zu kaufen und dann bei 10 zu verkaufen (der Kurs ist dann vielleicht 3 mal so hoch). Also nichts neues.


    ROIC hatte ich vor einiger Zeit für Bijou Brigitte mit ca. 100% berechnet. Hier zeigt sich, daß zu hohe ROIC Werte ebenfalls sehr gefährlich sind. gerade in Deutschland sucht man so einen Wert sonst vergebens. In den USA hätten sie schon längst Konkurrenz bekommen (selbst Moody's schafft das nicht mit quasi-monopol). Nun kommt scheinbar extrem viel Konkurrenz, z.B. aus Dänemark. Modeketten und Ketten wie Rossmann bieten ja inzwischen auch billigen Modeschmuck an. Das wichtige an Kennzahlen ist also, sich klarzumachen wie sie entstehen und wann solche Gründe sich ändern.


    Dann noch ein interessanter Link.
    http://www.the-great-retirement-experiment.com/


    Die Frage ist, ob man in Zukunft überhaupt noch Blue-Chips kaufen sollte. Ich meine inzwischen nein. Denn das Problem sind die Angestellten. Unglaublich viel haben die Unternehmen auf Kosten der Angestellten verdient. Das wird sich ändern. In China verdient ein Ingenieur schon jetzt $1000 mit einer Kaufkraft von 4000 Euro. brutto=netto. In 1 - 3 Jahren oder wenn der Euro auf $1.05 sinkt ist es soweit, der Chinesische Ingenieur verdient dann auch nominal mehr als ein europäischer Akademiker netto. Höhere Arbeitskosten werden sich jedenfalls nicht mehr vermeiden lassen und wenn man da 100000 Angestellte hat.. Zudem werden bald die ersten Blue-Chips pleite gehen. Nehmen wir mal GM. Nur als Beispiel. Wenn GM pleite geht und sich somit von der Schulden- und Pensionsproblematik entlasten kann, können sie die Preise um mehrere tausend US$ pro Fahrzeug senken. D.h. die verbleibenden "Schatzgalleonen" Daimler-Chrysler Ford usw. werden es dann mit einem Geisterschiff aufnehmen müssen. Sie werden früher oder später ebenfalls in die Pleite gehen müssen, um konkurrenzfähig zu bleiben. Man wird also eher in jüngere, kleinere Firmen investieren müssen, die Piraten und Korsaren sozusagen.


    Wer Neuengagements sucht: zur Zeit kaufe ich immer mal wieder Sega-Sammy und Zwack-Unicum. Sega-Sammy 253 Mio Aktien ausstehend, 3100 Yen pro Aktie, 600 Yen cash pro Aktie und 260 Yen Gewinn im letzten Jahr. KGV knapp 10, allerdings sieht das Pachinko Geschäft in Japan nicht gerade rosig aus zur Zeit, man sollte sich also die neueren Zahlen mal genauer ansehen. Zwack-Unicum hat ein noch niedrigeres KGV, dafür hat Ungarn aber auch 9% Zinsen und nicht 0.5% wie Japan. Div-Rendite übrigens nach 15% Quellensteuer ca. 7% für diejenigen die nicht in Ungarn ihren Wohnsitz haben.


    Gruß
    S.

    Der Dow ist ganz simpel noch im rising wedge. Es ist nun sehr eng geworden, es kann vielleicht morgen nochmal nach oben gehen. Es könnte aber auch schon soweit sein. Nun ja, wenn er dann aus dem rising wedge rausfällt, geht es min. bis zum Ursprung zurück. Also 11000 oder 10700, kommt darauf an wo man den Anfang hinsetzt.


    Wenn es aber unter 10700 geht und der Transportation Index ebenfalls die Tiefs unterbietet, hätte man einen Bärenmarkt nach Dow Theory. D.h. Shortpositionen könnten nun sehr lukrativ sein.


    Nach oben hin sind es die 5000 die der DJTA braucht, dann wäre der Bullenmarkt bestätigt.


    Sentimentmäßig schätze ich es so ein: Euphorisch z.Z. mit immer noch vielen Bären. Der Markt dürfte langsam fallen bei gleichzeitiger Zunahme des Optimismus (hat man am Juni-Tief schön gesehen, die Masse war am Tief am positivsten gestimmt). Wenn es dann unter die alten Tiefs geht (die ersten 11% also schon hinter uns liegen), dann droht akute Crashgefahr. Nach einem möglichen Crash erwarte ich eine Erholung bis zum Frühjahr/Sommer und dann den Beginn eines mehrjährigen Bärenmarktes.


    Gruß
    S.

    Die Derivatespekulanten profitieren von so etwas.


    Wenn Kapitalmärkte ineffizient sind, dann vor allem wenn es um das abschätzen seltener events geht. Die black swans. 1987 war so einer.


    Mal angenommen man kauft sich einen Dax-OS mit Basis 5200. Wenn der Dax in 2 Monaten auf 4200 fällt (so wie 1987), machst du 18000% damit. Jetzt muß man sich fragen: wie häufig sind solche Crashs? 1 Jahr = 6x2 Monate, 180x = 30 Jahre. Wir hatten 1929 und 1987. Dann könnten 2002, 1998 und 1990 dem Szeneario sehr nahe gekommen sein. 1968 und diverse events in den 70ern gab es auch noch. Vermutlich kommt so etwas also weit häufiger als alle 30 Jahre vor. Wenn man dann noch bedenkt, daß die USA zufällig einen der besten Märkte überhaupt hatten.. Rußland, Argentinien und Deutschland z.B. haben -100% gebracht.


    Es ist also ziemlich logisch an der Börse auf die extrem seltenen events mit gigantischem Gewinn zu spekulieren, wenn man wirklich reich werden will. Crash (Puts). Inflation/Währungsreform (Gold).


    Eines ist gewiss: alles außer vergrabenes Gold macht langfristig immer -100%. Den Josefspfennig gibt es nicht, genau deswegen. Nicht mal real 0,5% sind drin auf extrem lange Sicht.


    Gruß
    S.

    Und eins vergessen: in Ungarn kostet 1 Big Mac 560 Forint, fairer Wechselkurs also ca. 190. Tatsächlicher Wechselkurs zum Euro 265. Wenn die ihre Inflation mal in den Griff kriegen, könnte es wirklich was mit Forint-Anlagen werden. Bestimmte Aktien würde ich schon heute in Ungarn kaufen.

    Mit dem US$ Sturz wird das nichts, gerade mal 1.25 statt 1.36 im Hoch und die small specs sind noch mehr short im US$ als damals.


    Commercials sind übrigens mega-long im Yen und immer noch nahe rekord-short im Euro.


    Wobei ich das auch schon gleich wieder relativieren muß. Mal angenommen der Yen geht Richtung 100 in 3 Jahren, dann hat man nach Zinsen imemr noch das gleiche wie in US$.


    Logisch ist also: US$ wenn man dort die Zinsen fixieren kann (da sie ja bald wieder nahe 0 sinken dürften). Wer keien Anleihen mag sondern Geldmarkt hält, für den sind eher Yen zu empfehlen.


    Für den Euro spricht gar nichts mehr. Contrarian Analyse, fundamentale Bewertung, Inflation oder Zinssätze, überall verliert der Euro.


    Big Mac Preise: USA $3.10, Deutschland Euro 2.99, Japan 250 Yen. Somit faire Wechselkurse nach Big Mac Index
    Euro Yen - 84
    Euro USD - 1.04
    USD Yen - 81


    Auch sehr interessant: Die US-Aktien preisen schon Zinsen von 0 ein. Hat mit FED-model, equity premium puzzle und Wahrscheinlichkeiten zu tun. Mehr dazu vielleicht später.


    Gruß
    S.

    Zitat

    Aber würden die EW-Anhänger auch nur ein einziges nachprüfbares Beispiel 'mal bringen können, wo ihre Theorie systematisch angewendet wurde und einen sicheren Gewinn brachte, wären wir doch alle glücklich, oder ?


    Man kann Märkte nicht vorhersagen, das ist reinster Unsinn. Da ist immer Zufall mit im Spiel. Beispiel: ich will alle meine Aktien verkaufen und habe einen Autounfall. Also verkaufe ich erst am nächsten Tag. Kann man nicht vorhersehen.


    Trotzdem sind Kursbewegungen nicht rein zufällig, das ist eben auch Unsinn. Der genaue Flug eines Vogels ist nicht vorhersagbar, aber nicht zufällig. Jeder baum entwickelt seine Äste, sein Blattwerk zufällig. Trotzdem sieht jeder Baum ungefähr gleich aus. Bestimmte Strukturen sind eben vorgegeben, innerhalb davon passiert viel zufälliges.


    So wie ich es vorgeschlagen habe, ist EW ja vielleicht auch Unsinn, da kann man die Märkte dann gleich fraktal betrachten. Trotzdem interessant, es gibt an der Börse eigentlich nur zwei erfolgreiche Richtungen
    1. Dow Theory
    2. Schamanismus


    Dow Theory ist ja ebenfalls fraktal aufgebaut. Mit Schamanismus meine ich Wandel zwischen den Welten. Anhänger davon sind z.B. Warren Buffett, Peter Lynch im geringeren u.a., es geht darum daß man grundsätzlich alles für möglich hält, selbst einen 30% Crash wie 1987 (Charttechnik kann so etwas nicht vorhersagen). Also wandelt man zwischen Börse und realer Unternehmenswelt. Man kauft günstig. Fällt der Kurs, nicht aber der Unternehmenswert, so verläßt man sich auf die reale Unternehmenswelt, beispielsweise durch Dividenden / Gewinnsteigerungen. Wer genug Geld hat kann auch komplette Firmen übernehmen und zerstückeln. Als Kleinanleger kann man das ganze nur per Dividendenwerte spielen. Wachstumswerte mit Dividende sind auch ok, Werte ohne Dividende aber eben nicht da man da eben nur sein Geld über den Markt realisieren kann.


    Gruß
    S.

    Und nicht nur die Republikaner können politische Börsen machen. Die Demokraten haben ja Soros so wie die Republikaner Goldman.


    Wenn sie gewinnen und die Steuern erhöhen (bei nur 2.1% Defizit), wird das wohl die Inflationserwartungen absinken lassen, so würden die riesigen Positionen 10-jährige Anleihen, die die large specs halten, Sinn machen. Denn die small specs sind short genau wie die commercials, die aber eher nur als Kontraktpartner der large specs fungieren.


    Die Demokraten könnten also sehr gut an vor den Wahlen stark absackenden Kursen interessiert sein. Und falls das PPT im Sommer gekauft hat, muß es die Positionen auch noch abladen (oder versteckt pleite gehen, d.h. nie mehr wieder Möglichkeit zum Markteingriff).


    Gruß
    S.

    Aber da gibt es ja die Alternativszenarien.


    M.E. kann Elliotwave sogar richtig Sinn machen. Man muß eben nur alle/möglichst viele denkbare Alternativszenarien berechnen und dann anhand der Wahrscheinlichkeit und Kurszielen mit Risk-/Reward arbeiten.


    Warten wir es mal ab, wer weiß wo die Kurse Ende November stehen. Es sieht ja sehr nach Sieg der Demokraten aus und somit evtl. Steuererhöhungen.


    Gruß
    S.

    Das von Mandelbrot Buch das hier empfohlen wurde ist wirklich zu empfehlen. Fraktale sind die Lösung bei diversen Börsenproblemen. E-Waves sind ja auch Fraktale, nur leider glaube die EW-Theoretiker nur an das Abspulen von Wellen anstatt einen Zufallsfaktor einzubauen.


    Was wäre wenn?? Wenn 2003 der Irakkrieg nicht stattgefunden hätte. Jener unglückselige Tag. Wo jeder gleich wußte: wenn die Kanonen donnern kaufen. Der Bärenmarkt ist vorbei. Ja, die letzten 3 Jahre Kursanstieg kamen wirklich mit Ansage, sehr sehr außergewöhnlich.


    Inzwischen bieten US-Aktien gerade mal 1.77% Dividendenrendite. Wer kauft so etwas?


    "Sinn" hätte es gemacht, wenn seit 2003 die Kursbewegung genau umgekehr verlaufen wäre. Also genauso nur mit umgekehrtem Vorzeichen. Seht einen S&P500 Langfristchart an und spiegelt einfach die Bewegung seit 2003 nach unten. Der S&P wäre dann 6 Jahre gefallen. 1/3 des 18-jährigen Bullenmarktes. Er wäre jetzt bei 250. Der Dow wäre bei ca. 3500. Fundamental wäre alles billig. Gold/Dow-Ratio wäre bei 5. Es wäre die Zeit gekommen, in Aktien zu investieren.


    Aber leider leider wurde diese Entwicklung komplett invertiert. Jetzt ist die historische Chance zum Verkauf bei Aktien.


    In jedem 20 Jahreszeitraum hat der Dow 11% on equity verdient. 1995 bis 2005 waren es 18% dank der Globalisierung. 2006 bis 2015 könnten es durchaus 4% sein, so daß der langfristige Durchschnitt erreicht wird. Das ist nur wieder aufgrund der Globalisierung möglich, Anlass muß also ein internationales Ereignis sein. 4/18 sind 22%, d.h. die Unternehmensgewinne werden vermutlich um 78% fallen. Derzeit werden 33% der Gewinne als Div. ausgeschüttet. Das Problem ist, daß von 22% nicht mehr 33% ausgeschüttet werden können. Selbst wenn sich das Ausschüttungsverhältnis auf 66% der neuen Gewinne erhöht verbleiben 56% weniger Dividenden. Damit aber würde die Dividendenrendite nur noch 0,78% betragen. Nun ist die Frage was passieren wird. In einem Deflationsszenario steigen die KGVs eher (Werte mit stabilen Gewinnen kann man m.E. sogar weiter kaufen, nur woher weiß man das im voraus). Sagen wir mal KGV 21, dann wären wir immer noch bei -75%. Gerechnet von dem jetzt fairen S&P von 250 wären das aber pro Jahr ca. 10% Anstieg wenn man für 2010 einen S&P von 350 als Tief annimmt, also die normale Aktienperformance.


    Gold sollte sich eigentlich relativ zu den Aktienmärkten halbieren. Sagen wir mal Gold 730, S&P 250 wäre unser jetziges Alternativszenario. Dann würde ich für 2010 S&P 350 und Gold 510 (-220) erwarten. Wenn Gold auch so einem Schicksalstag wie dem Beginn des Irakkrieges bei den Aktien unterliegt, würde ich mir auch eine Inversion vorstellen. Also statt 730-220 wäre es 730+220, also 950. $950 bei einem Dow von ca. 3000.


    Solange die Unternehmensgewinne nicht stark bis extrem fallen bleibt das ganze natürlich nur Spinnerei. Aber ich denke jeder weiß, daß Unternehmensgewinne nicht einfach zufällig sind, daß Gewinen manipuliert werden können und daß sie mit hilfe von gehaltenen Finanzanlagen wie Unternehmensanleihen oder Aktien (Allianz z.B.) steigen oder fallen können.


    Gruß
    S.

    Zitat

    Überall werden mit dem an sich wertlosem Geld Überkapazitäten geschaffen, die dann ruhinösen Wettbewerb und Pleiten erzeugen und so gesamte Volkswirtschaften unter Druck setzen und zerstören können. Alles nur, weil Geld (Kredit) aus dem Nichts erzeugt wird das dann über damit getätigte Investitionen künstlich mit erarbeitetem Geld in einem Wettbewerb tritt, der ohne diesen GELDBETRUG niemals stattfinden würde.


    Arbeitskraft (Lohn) wird dann durch Kapital (Maschinen) verdrängt. Ergebnis: Arbeitslosigkeit, Lohndumping, ruhinöser Wettbewerb. Und das weltweit.


    Eben, Kredit aus dem nichts. Das gab's unter dem Goldstandard auch schon. Charles Kindleberger mal lesen. Früher war es keinen deut besser.


    Arbeit oder Maschine, das ist eine Frage des Zinssatzes. Die Länder wo Arbeit noch mit Maschinen konkurrieren kann (Rumänien - Dacia Logan, Ungarn, China z.B. Verpackung per Hand) haben alle relativ hohe Zinssätze.


    Und die Chinesen sollten wirklich mal Yen kaufen und so den Japanern die Exportbilanz verhageln. Das wäre es doch. Aber die würden dann glatt Yuan kaufen.


    Was wird hier eigentlich zu den Anleihen gesagt, die Commercials sind bei den 10-jährigen extremst short wie seit Jahren nicht mehr. Warum gerade 10-jährige? Warum nicht 30-jährige oder 2-jährigeß Eine simple Zinserhöhung ist es also nicht. Und die commercials gehen ja auch nicht wirklich irgendwelchePositionen ein, die spielen einfach Gegenpart zu den anderen Spekulanten. Irgendwer muß ja Kontraktpartner sein. Entweder da liegen einige hedge fonds ganz schwer schief oder jemand weiß von etwas. Von der anderen Seite betrachtet hätten bei eienr deflationären Entwicklung die 10-jährigen das meiste Potential. Je länger, desto mehr Potential, aber daß die 30-jährigen in die Hyperinflation abgleiten werden könnte offensichtlich sein.


    Fragen über Fragen ?(


    Gruß
    S.