Das von Mandelbrot Buch das hier empfohlen wurde ist wirklich zu empfehlen. Fraktale sind die Lösung bei diversen Börsenproblemen. E-Waves sind ja auch Fraktale, nur leider glaube die EW-Theoretiker nur an das Abspulen von Wellen anstatt einen Zufallsfaktor einzubauen.
Was wäre wenn?? Wenn 2003 der Irakkrieg nicht stattgefunden hätte. Jener unglückselige Tag. Wo jeder gleich wußte: wenn die Kanonen donnern kaufen. Der Bärenmarkt ist vorbei. Ja, die letzten 3 Jahre Kursanstieg kamen wirklich mit Ansage, sehr sehr außergewöhnlich.
Inzwischen bieten US-Aktien gerade mal 1.77% Dividendenrendite. Wer kauft so etwas?
"Sinn" hätte es gemacht, wenn seit 2003 die Kursbewegung genau umgekehr verlaufen wäre. Also genauso nur mit umgekehrtem Vorzeichen. Seht einen S&P500 Langfristchart an und spiegelt einfach die Bewegung seit 2003 nach unten. Der S&P wäre dann 6 Jahre gefallen. 1/3 des 18-jährigen Bullenmarktes. Er wäre jetzt bei 250. Der Dow wäre bei ca. 3500. Fundamental wäre alles billig. Gold/Dow-Ratio wäre bei 5. Es wäre die Zeit gekommen, in Aktien zu investieren.
Aber leider leider wurde diese Entwicklung komplett invertiert. Jetzt ist die historische Chance zum Verkauf bei Aktien.
In jedem 20 Jahreszeitraum hat der Dow 11% on equity verdient. 1995 bis 2005 waren es 18% dank der Globalisierung. 2006 bis 2015 könnten es durchaus 4% sein, so daß der langfristige Durchschnitt erreicht wird. Das ist nur wieder aufgrund der Globalisierung möglich, Anlass muß also ein internationales Ereignis sein. 4/18 sind 22%, d.h. die Unternehmensgewinne werden vermutlich um 78% fallen. Derzeit werden 33% der Gewinne als Div. ausgeschüttet. Das Problem ist, daß von 22% nicht mehr 33% ausgeschüttet werden können. Selbst wenn sich das Ausschüttungsverhältnis auf 66% der neuen Gewinne erhöht verbleiben 56% weniger Dividenden. Damit aber würde die Dividendenrendite nur noch 0,78% betragen. Nun ist die Frage was passieren wird. In einem Deflationsszenario steigen die KGVs eher (Werte mit stabilen Gewinnen kann man m.E. sogar weiter kaufen, nur woher weiß man das im voraus). Sagen wir mal KGV 21, dann wären wir immer noch bei -75%. Gerechnet von dem jetzt fairen S&P von 250 wären das aber pro Jahr ca. 10% Anstieg wenn man für 2010 einen S&P von 350 als Tief annimmt, also die normale Aktienperformance.
Gold sollte sich eigentlich relativ zu den Aktienmärkten halbieren. Sagen wir mal Gold 730, S&P 250 wäre unser jetziges Alternativszenario. Dann würde ich für 2010 S&P 350 und Gold 510 (-220) erwarten. Wenn Gold auch so einem Schicksalstag wie dem Beginn des Irakkrieges bei den Aktien unterliegt, würde ich mir auch eine Inversion vorstellen. Also statt 730-220 wäre es 730+220, also 950. $950 bei einem Dow von ca. 3000.
Solange die Unternehmensgewinne nicht stark bis extrem fallen bleibt das ganze natürlich nur Spinnerei. Aber ich denke jeder weiß, daß Unternehmensgewinne nicht einfach zufällig sind, daß Gewinen manipuliert werden können und daß sie mit hilfe von gehaltenen Finanzanlagen wie Unternehmensanleihen oder Aktien (Allianz z.B.) steigen oder fallen können.
Gruß
S.