Auszug: © Prof. Dr. Max Otte auf Goldseiten.de
Die Regierungen auf der ganzen Welt haben es nicht gerne, wenn die Menschen eine solide Währung, die nicht von den Staaten manipuliert werden kann, als Sicherheit verwenden.
Grotesk, aber nachvollziehbar, wenn man überlegt, wie Notenbanken und große Teile der Finanzbranche ticken. Physisches Gold ist physisches Gold. Das können Sie nicht manipulieren. Und damit ist es bei Regierungen und spekulativen Finanzmarktakteuren unbeliebt. So flossen seit Jahresbeginn 565 Tonnen - immerhin 22 Milliarden Dollar - Gold aus ETFs ab. Mit physischem Gold wären solche spekulativen Bewegungen übrigens nicht möglich. Auch daher empfehle ich physisches Gold. Es zwingt zur Ruhe und Besonnenheit.
Ich weiß aber folgendes:
1) Das Welt-Bruttoinlandsprodukt beträgt mittlerweile 70 Billionen US-Dollar. Noch 2006 hatte es ca. 50 Billionen betragen. Ist die Welt zwischenzeitlich um mehr als ein Drittel reicher geworden? Wohl kaum. Eher kommt die höhere Zahl von Inflation, gestiegenen Preisen und mehr Papier- und Buchgeld.
2) Die gesamte Goldmenge der Welt beträgt ca. 170.000 Tonnen. Bewertet mit 1.200 Dollar je Unze sind das ungefähr 6,7 Billionen Dollar. Die Goldmenge der Welt ist also ungefähr ein Zehntel der aktuellen jährlichen Wirtschaftsleistung wert.
Es bleibt jedem selbst überlassen, einzuordnen, ob das viel oder wenig ist. Für mich ist es für das wertbeständigste Zahlungsmittel, das die Menschheit je hatte, eher wenig. Und wenn die Krise sich verschärften sollte, dann wäre Gold sowieso das ultimative Wertaufbewahrungsmittel.
Irgendwann werde ich Ihnen empfehlen, Gold zu verkaufen. Aber bestimmt nicht jetzt. Bestimmt nicht in dieser Welt, die täglich ein bisschen verrückter wird. Behalten Sie Ihr Gold. Und wenn Sie noch nicht genug haben, stocken Sie auf. Sie schlafen mit Gold ruhiger. Garantiert.
Grüße von der Ersatzkasse