Wie schon mehrfach in diversen Artikeln angeführt scheint jetzt auch langsam aber unaufhaltsam der "kleine Mann" instinktiv zu spüren das es höchste Zeit wird die Früchte seiner Arbeit in sichere Anlagen zu investieren.
Deshalb werden Kursrückgänge als willkommene Gelegenheit genutzt um sich physisch einzudecken....und das ist gut so.
Die Nachrichten das man keine Gold-Eagles mehr ordern kann und die Lieferzeiten von Silberunzen stark ansteigen, werden ihr übriges dazu tun.
Der Schneeball rollt....wappnen wir uns auf die Lawine. 
Sanfte Grüße
Der Misanthr
p
Volle Zustimmung zu dem ersten Teil:
Der "kleine Mann" scheint in der Tat instinktiv zu spüren das es höchste Zeit wird die Früchte seiner Arbeit zu retten. Warum sonst wohl bieten Banken und Broker selbst hier in D 6 Prozent auf Fest- und Tagesgeld bei Laufzeiten von teils bis zu einem Jahr?
Der Schaden durch Bargeldabhebungen muss bereits immens sein. Je 1.000 abgehobener Euros bedeutet das für die Bankenwirtschaft schätzungsweise: 10.000 bis 20.000 EUR weniger Kreditvergabemöglichkeit......
Eine Barreserve von 3.000 Silberzehnern oder 30 K in Banknoten bedeutet praktisch: 500 K weniger Kreditvergaben und geschätzte 25 K weniger Banken-Rohertrag.....
...das schmerzt ihnen viel mehr, als Goldkäufe, weil beim Goldkauf das Geld ja wieder auf das Konto der Händlers fließt.....
Ich schätze, daß aber 99 Prozent alle derer, die ihre Kohle "retten" wollen, diese zuerst von der Bank abehben und irgendwo als Banknoten verbergen. Damit haben sie zumindest den "Sekundentod" ihres Vermögens durch Bankenpleiten ausgeschlossen oder begrenzt.
Einige ganz wenige haben sogar in Silberzehner umgeschichtet. WIrklich getan hat das vielleicht einer von 5.000 bis 10.000. Diejenigen die selbst hier im Forum mehr als 3.000 Silberzehner haben, die kannst Du wahrscheinlich an einer Hand abzählen....
Physisches Gold und Silber zwecks Anlage dürften vielleicht jeder Hundertste bis jeder Tausendste erwerben. Mehr als 10 kg physisches Gold oder mehr als 200 kg physisches Silber (keine Zertifikate) dürfte hier in D vielleicht einer von 2.000 bis einer von 10.000 besitzen.....
Noch tut sich eigentlich garnichts.
Noch in den 70ern konnt eman in jeder Mitelstadt Gold an einem Edelmetallschalter physisch erwerben. Heute geht das fast nur noch bei Münzenhändlern oder bei den paar Fillialen der hier bekannten Edelmetallhändler.
Wenn die Land unter melden, dann bedeutet selbst das immer noch, daß selbst heute und bei solchen Nachrichten viel weniger Anlagegold gehandelt wird, als zu einem ganz normalen Tag in den 70ern.
Das ist absolut nichts.
Abgesehen von ein paar Münzensamlern, die sich so gut wie nicht für Gold als Anlage, sondern ausschließlich für ihre Sammlermünzen interessieren (siehe Gold-Treads im emuenzenforum), findet praktisch kaum Goldnachfrage statt. Goldbesitz ist, rein statistisch betrachtet ZUFALL, weil, wa sdie Anzahl der Goldbesitzer angeht, das meiste in Münzensammlungen liegen dürfte, somit als Münze betrachtet und gekauft wurde und nicht weil es GOLD ist....
Das psychologische Goldverbot in D funktioniert bestens. Wer zu seiner Bank geht, um Gold zu kaufen, dem wird das meistens schnell ausgeredet bzw. der wird in Papierprodukte "umgelenkt". Da passen die Banken verdammt gut drauf auf.
Die Spur des Goldes geht in eine völlig andere Richtung: als der POG dieses Jahr auf Höchststand war, bekam ein mir bekannter Händler Besuch von Russen (er verkauft auch russische Münzen und hat daher Verbindungen). Die kauften alles Anlagegold nahe dem Höchstkurs (bei über 1.000 $/Unze) auf. Das war Gold im Wert von über 200 K.
Und wer sagt denn, daß die das nicht auch (über Strohmänner) sonstwo machen?
Wie viel von der Goldnachfrage in D geht auf diese Art und Weise nach RUSSLAND?.
Darüber sollte man (gerade mal als mitlesender Deutscher Sparer ohne nennenswerten Goldbesitz was das Gesamtvermögen angeht) mal intensiv nachdenken.....
Next: eine Dame in einem Gold-Ankaufsgeschäft mit Juwelliersortiment gab mir gegenüber auf Nachfrage kürzlich zu, daß sie kaum mehr Schmuck verkauft und das Geschäft praktisch nur vom Gold-Ankauf lebt....
Goldmünzen haben sie noch nie an privat verkauft, sie müsste sich erst erkundigen, ob da wirklich (wie von mir gesagt) keine 19 Prozent Umsartsteuer auf Anlagegold (Feinheit mindestens 900er, Preis unter dem 2,5-fachen des Metallwertes) erhoben wird.....
Auch darüber und darüber, wohin dieses Gold geht, sollte man mal kurz nachdenken.
Meine Meinung dazu, und das sehe ich völlig unabhängig von Kursschwankungen in Größenordnungen von +/- 300 Dollars oder Euros je Unze:
So wie die Menschen in D (un dwahrscheinlich in fast ganz Europa) derzeit ihr (meist Alt-)Gold verschleudern, ist bald kaum mehr etwas da.
Hinzu kommen: Werbung für Goldankauf nun auch im TV, Werbespots in denen Begehrlichkeiten auf Omas Goldmünzenkettchen geweckt werden, weil es auf der Bank ja so gute Zinsen gibt.... usw.
Die Menschen werden unterschwellig dazu verführt, sich von ihrem Altgold zu trennen.
Die Goldwäsche läuft bereits auf vollen Touren.....
wer nun nicht beginnt zuzugreifen, der bekommt später vielleicht kaum mehr Gold für sein Geld....