Zitat
Original von Osterhase
Wenn ich für 12 Euro einen 1oz Maple bekomme, müßte ich doch einen an der Waffel haben für 10 Euro (in rauhen Mengen als Anlage) kiloweise Gedenkmünzen mit 1/2 Silbergehalt zu bunkern.
Die Gedenk-10er sind erst bei 26-30 USD/oz interessant, wenn man den Focus auf eine SILBER-Anlage hat. Alles andere kommt einer Selbstbeschneidung gleich 
Gruß Hase
Osterhase, hast Du schon mal etwas von Begriffen wie Liquidität und Barreserve gehört?
Mindestens zwei Netto-Monatsgehälter sollte man in GELD halten. Besser sind jedoch 6 bis 10 Nettogagen.
Willst Du diese langfristig wahrscheinlich unbedingt notwendige und für Edelmetallbesitzer sogar wirtschaftlich überlebensnotwendige Reserve einer Bank in den Rachen werfen um dann wie in Argentinien oder Guatemala dumm in die Röhre schauen zu dürfen???
Kauf Du Dir nur für dein ganzes Geld Silber-Anlagemünzen. Kommt es dann für ein paar Wochen zu Bargeldengpässen, dann melde Dich bei mir. Ich zahle dann 2,50 EUR in Silberzehnern für einen Maple oder eine Unze Feinsilber. Denn: die Zehner die müssen ja als Zahlungsmittel für Zahlungen bis 100 EUR innerhalb Deutschlands angenommen werden. Silberunzen hingegen nicht.
Du möchtest den Deal nicht machen. Macht nichts. Nach ein paar Tagen Hunger denkst Du anders darüber. Ganz gewiss sogar.
Wahrscheinlich machst Du den Deal sogar sehr gerne, denn vielleicht gelingt es Dir ja, Silber zu 1 oder 2 EUR die Unze zurückzukaufen....
Denn: die Börsen haben dann zu. Händle rkaufen bei Geldknappheit auch nichts oder nur zum Bruchteil der Förderkosten und greifen unter Verkaufsdruck stehende ab, bis aufs Blut. Das ist eben dann der freie Markt, bei dem alle durch eine Tür wollen, die dann eben gerade mal Bargeld lautet. Auch im deflationärem Crash, der einer Hyperinflation vorausgehen kann, ist GELD zu verdienen, vorausgesetzt, man ist liquide. Bankguthaben nützen dann nichts. P.g. für alle kontosparenden Geldzähler und Zinsschacherer.
Gewiss: Die Wahrscheinlichkeit, daß es so kommen wird, die ist sehr gering. Aber: kann man solche Szenarien dann völlig sicher ausschließen?
Keiner weis, was kommen wird.
Und nachrechnen, wieviel Silber in einer Unze ist und wieviel in einem Silberzehner - das kann jeder.
Nur: rechnen können alleine, das reicht nicht. Man muss auch strategisch denken und ggf. handeln.
Klar könnte ich auch Banknoten horten. Jedoch: kommt die Hyperinflation über Nacht, dann sind die völlig wertlos. Die Silberzehner verlieren - bezogen auf das Verhältnis 1 Unze Maple-Leaf = 12 EUR aber
nur 3,82 EUR je Stück oder 38,2 Prozent. Und sind für tägliche Besorgungen genau so gut, wie Euro-Banknoten. Und aufgrund ihrer Stückelung in der Hyperinflation = Deflation gegen edelmetall viel besser geeignet als Unzenstücke, deren Kaufkraft dann vielleicht der jetzigen Kaufkraft einer 200 oder 500 EUR-Note entsprechen könnte....
Und stell dir mal vor. Silber fällt -entgegen aller Erwartung - auf 8 oder 9 EUR/Unze. Dann siehst Du mit den Silberunzen aber echt alt aus. Brauchst Du dann Geld, verlierst Du viel.
Brauch eich Geld, kann ich die Zehner auch in größeren Mengen bei der Bundesbank gegen Banknoten eintauschen.....
Ich bleibe in Fiat liquide, habe NULL Silber-Kursrisiko, die Vermögenssubstanz dennoch zu 62 Prozent in Silber steckend, also 62 Prozent Schuldnerfreeiheit und lediglich bei moderat steigenden Kursen außerhalb eines Krisenszenarios einen Massenachteil von 38 Prozent. Und zwar auf das Geld, mit dem ich garnicht spekulieren will / darf, weil es der Notgroschen ist.
Der, der alles auf eine Karte setzt, das ist gewiss ein Narr oder ein Spieler, der vielleicht auch etwas "an der Waffel" hat. Weil er sich 100 prozentig sicher ist. Aber die Lebenserfahrung zeigt, daß es 100 prozentige Sicherheit nicht gibt.