Auf drei Dinge gebe ich wenig:
(1) Charttechnik - Null Aussage in einem hochgradig manipulierten Markt. Und das haben wir hier.
(2) Förderkosten - demnach lägen wir bei 12 bis 15 Eruro die Unze.
(3) Zahlenwerke/Statistiken
Verbrauchszahlen: Das sind bestenfalls Schätzungen. Mehr oder weniger schlechte.
Eine Sache zählt: wird echt mehr verbraucht, als angeboten wird, muß der Preis steigen - Punkt.
Investment-Nachfrage (Horten) zählt nicht zum echten Verbrauch und die Schmucknachfrage auch nur zum Teil. Erst wenn Lager lehr sind und keiner mehr verkaufen will, wird es so lange teuer, bis die Reste zusammengekratzt und angeboten werden.
So, wie beim Rhodium, so, wie beim Palladium.
Bis dahin bestimmt der Papiermarkt den Preis zu 100 Prozent. Darüber brauchen wir nicht zu diskutieren. Schon dann, wenn deutlich mehr auf Papier, als in echt gehandelt wird, ist das so. Papier zu Metall 10:1 - schon dann weiß jeder, der klar denken kann, wo der Preis "spricht", wo er sprechen muß. Und wo nicht.
Papier zu Metall: 400:1 - völlig diskussionsunwürdig, wer und was hier den Preis zu mehr als 99 Prozent macht.
Folgen:
Der Krug geht so lange zu Brunnen, bis er bricht. War der letzte hochgezogene Krug noch so voll, wie alle vorherigen, ist das, was nach dem Bruch hochgezogen wird völlig leer.
Das ist wie ein Schalter: Ein - Aus. Hell - Dunkel.
Oder wie eine Bombe, die als Blindgänger im Boden liegt: die geht irgendwann hoch, oder sie tut es nicht. Sei es, weil sie vorher entschärft wurde, sei es aus anderen Gründen.
Anders ist das in einem nicht manipulierten, idealen Markt: Hier sind alle Marktteilnehmer jederzeit wahrheitsgemäß informiert und Preise entstehen durch das freie Spiel echten Angebotes und echter Nachfrage. Es gibt keinen Terminmarkt und damit auch Null dadurch verursachte Verzerrungen. In solchen Märkten kündigen sich Knappheiten langsam an und Preise steigen lange, bevor es zu Versorgungsausfällen kommt. Auch hier gibt es Abitrage und zyckliche Schwankungen. Aber: hier wackelt der Hund mit dem schwanz und nicht andersherum: der Schwanz mit "Hund" und dem "Herrchen" noch dazu.
In einem echten Markt verdreißigfachen sich Preise nicht innerhalb von fünf Jahren, so wie beim Rhodium, um sich danach wieder zu sechsteln.
Informationen:
Wir wissen alle, was China Nachrichten zufolge in Bollivien gelungen ist, was es auch in Mexiko macht und wohl auch demnächst in Peru: langfristige Verträge und das Silber als angereichertes Erz ankaufen.
Wir wissen alle, was Indien Nachrichten zufolge an Silber gekauft hat und wohl auch weiter kaufen wird.
Wir wissen alle, was als Nachfrage für 2024 und 2025 prognostiziert ist.
Wir alle wissen auch, dass wir nichts von dem nachprüfen können und dass in der Vergangenheit gelogen und manipuliert wurde, dass sich die Balken biegen. Krösus weist uns genau darauf hin.
Wir alle wissen auch, dass Silber für Wehrtechnik absolut notwendig ist und das da teils extrem viel Metall drin enthalten ist, was nach dem Gebrauch nicht mehr rückgewinnbar sein wird. Und daher wissen wir auch, dass hier mit allen Mitteln vorgegangen werden wird, um an das dafür benötigte Metall zu kommen.
Wir wissen alle, worin Silber verbaut wird. Und diese Information ist die einzige, die nachprüfbar ist und die mit 100 % Wahrscheinlichkeit stimmt. Nur die benötigten Mengen - die kennen wir NICHT.
Ergebnis:
Jetzt kannst Du wetten, ob es so weit kommt, dass der Schalter umgelegt werden wird und wenn Du meinst, das passiert, kannst Du wetten wann der Punkt erreicht ist, an dem der Schalter umgelegt wird. Und wenn das so kommen sollte, wie groß die Chance ist, und was genau man tun muß damit man davon profitieren kann.
Und wenn Du Dir darüber eine Meinung gebildet hast, kannst Du Dir überlegen mit welchen Erwartungen und in welchem Umfang Du in Silber rein gehst.
Wie und warum kann man sinnvoll in Silber gehen, wenn man nicht spekulieren will?
Abseits der Spekulation:
Jeder weiß auch, dass derzeit in einem Krügerrand oder einer Zehntelunze so viel Kaufkraft steckt, dass man damit in Krisenzeiten keine haushaltsüblichen Dinge kaufen kann, Man hat dan ein Wechselgeldproblem. Auch Silberunzen sind relativ unhandlich. Münzen zu 1/10 bis 1/4 Unze sind da schon besser. Bis 10 Gramm ist ok, 15 Gramm gehen auch noch. Ich denke, das ist (Schrottsilber) eine sichere und risikolose Möglichkeit, da Krisenvorsorge. Vieles ist verderblich und nicht länger lagerbar. Solche Silbermünzen sind es nicht. Kaufen, liegenlassen vergessen. Ich muss mich nicht jeden Tag auf den weltuntergang vorbereiten und ständig alten Kram fressen, damit der nicht schlacht wird. Das ist kein Leben mehr. Silber kann da helfen, Exzesse zu vermeiden und dennoch ruhig zu schlafen.
10 oder 20 Silbereuromünzen als "Notgroschen" statt 3 Monatsgehälter mehr auf der Bank oder als Banknoten im Tresor oder unterm Kopfkissen ist auch so eine Möglichkeit. Das ist besser, als nichts.
Silberbecher und -schalen sind antibakteriell, Silberlöffel und Gabeln auch. Silberleuchter sind dekorativ, wen auch antiquiert. Beim Stromausfall kann ein Leuchter Sinn machen. Leuchter aus Eisen oder Zinn tun es aber genau so. Wer also Spaß dran hat.....
Meinung:
100% in Silber und dann noch auf Kredit ist entweder Harakiri oder ganz einfach ein genialer Zock, der aufgeht. Zu 99% ist es das erste.
100% Silber long mit Eigenkapital kann man machen. Dann aber muss man die Manipulation aushalten. Und sich ihr ausliefern.
Erfahrungsgemäß weiß man zwar ungefähr, was in nächster Zeit kommt, aber nicht im Detail. Dafür, dass man nun besser weder Mietimmobilien, noch deutsche Industrieaktien wie VW oder Dollar- und Euro-Anleihen kauft, muss man nicht überdurchschnittlich klug sein.
Nicht nur, weil wir eine "besonders gute Regierung haben", sondern auch, weil es anderswo ganz einfach "besser und sicherer ist und freier zugeht". Wer kann, der geht hier schnell weg, so einfach ist das. Und selbst, wenn das mal irgendwann wieder anders (wirtschaftlich freier und besser) werden sollte, ist dann immer noch Zeit genug, das (Aktien, Immobilien kaufen) zu tun.
Wer hier bleiben will oder muss, der braucht eine sehr gute Strategie.
Die meisten haben keine Strategie oder eine, die so schlecht ist, dass sie ihr Geld lieber jetzt für sich ausgeben sollten. Das ist dem Grad der Information und der Nachrichtenqualität und der finanziellen Bildung geschuldet. Und hier sehe ich dreimal Bereiche, die sehr nahe an Null liegen.