Beiträge von mesodor39

    Goldmund: Menschen.


    Das sind wir alle. Nicht mehr und nicht weniger.


    Keine Tiere, aber auch keine ausschließlich rational handelnden Vernunftswesen.


    Manchmal, wenn wir glauben etwas durch den Schleier der Gegenwart zu erkennen, dann sind wir sogar SPEKULANTEN.

    Wenn das hier stimmt, dann könnte dem sehr bald so sein:


    http://www.faz.net/s/Rub42AFB3…Tpl~Ecommon~Sspezial.html


    Auch hochriskante Spekulationen müssen nicht aufgehen. Im Gegenteil: je höher das Risiko und je komplexer die Thematik, desto größer die Wahrscheinlichkeit der Fehlinvestition.


    Ich bleib bei physisch Silber, weil das im Falle einer Weltwährungskrise durch den Markt remonetarisiert werden dürfte. Genau so wie GOLD. Da kann es mir gleich sein, ob die Unze Silber 2007/2008 bei 7 oder 18 Dollar notiert.... Sie bleibt solange dort, wo sie ist, bis man richtig viel Gegenwert dafür kriegt :)

    Papierbanken und Papieremittenten sind dann, wenn Silber und Gold wieder (einmal) Geld sind wahrscheinlich schon längst pleite gegangen.


    Ich setze direkt auf den einzig sicheren, globalen Megatrend, der alle anderen Entwicklungen an den Finanzmärkten überlagert: den stetig sich beschleunigenden Niedergang von Fiat-Money wie wir es kennen im Kondratieffwinter.


    Man könnte es auch "Zinseszinseffekt" oder "Schneeballsystem" nennen: Jedes Zinseszinssystem und jedes Schneeballsystem muss zwangsläufig kolabieren. Das ist genau so gewiss, wie das Amen in der Kirche.


    Die Option mich bereits jetzt mit dem zukünftigen Geld billigst einzudecken habe, will und werde ich mir von keinem potenziell vertragsbrüchigen Schuldner, keinem "Wolfspack", keiner KO-Schwelle oder Commex-Klausel nehmen lassen.

    In einem Umfeld fallender Kurse würde ich ums Verrecken keine Produkte mit Knock-Out-Schwelle erwerben wollen.


    Warten, bis sich ein verlässlicher Boden gebildet hat und die Volatilitäten sich deutlich reduziert haben. Das ist mein Ratschlag.


    Über den Sinn und Unsinn von Anlageprodukten mit Knock-Out-Schwelle möchte ich hier keine Kommentierungen abgeben.

    Zitat

    Original von ich
    Wirklich schön. Habe eben mal bei Münzauktion geschnuppert. Das sind wohl keine vergleichbaren Preise hier ein Beispiel,


    ...und vor allem: keine vergleichbare Qualität!.


    Münzen aus Kupfer, Bronze und Messing waren mal eines meiner Spezialgebiete.


    Aus dem Internet gibt es meist nur geputzte und verschlimmbesserte (überarbeitete) Möhren.


    Die Stücke sind das beste aus ca. 20 Jahren unplanmäßiger Suche auf Münzenbörsen. Innerhalb von ein paar Minuten findet man sowas nur schwer und wenn, dann zu einem Vielfachen. Ein Stück, das meinen qualitativ nahe kommt hatte ich kürzlich noch für 85 EUR auf der Münzenbörse in Moers gesehen. Ein Erstabschlag (20 Heller 1916 T scharf geprägt, grün-schwarze Patina, neue Stempel mit wahnsinnig starken und scharf ausgeprägten Riefen der Patzitze ) hatte ich noch 2005 für 20 EUR dort erworben. Natürlich haben Erstabschläge dieser Stücke keinen Spiegelglanz, zeigen aber allerfeinste Details. Dies nur so am Rande.


    PS: niemals alte Münzen in Rähmchen kaufen und erst recht keine, die online in Rähmchen abgebildet sind - da kann man sein blaues Wunder mit erleben!.


    Immer vor dem Kauf rausnehmen lassen. Meist kommt es dann nicht zum Kauf, wenn man die durch die Folie des Rähmchen kaschierten Fehler erkennt.....


    Nun ist aber schluss mit dem unedlen Metallschrott - sonst werd´ich glatt noch mal rückfällig :)

    Alle Stücke haben original-belassene Oberflächen, keine Korosionsschäden und sind weder geputzt, getaucht, noch mit Kunststoffkügelchen oder Maisschrot geglättet worden.


    Es ist sehr schwer, Messing- oder Kupfermünzen mit original-belassenen Oberflächen zu bekommen, die frei von Verkrustungen und Korosion sind.


    Dabei muß man wissen, daß die Schrötlinge zum Teil leicht porös waren, echten Prägeglanz wie wir ihn kennen gibt es nicht. Top-exemplare haben eine stumpfe bis schwach-matt-glänzende, ebenmäßige Oberfläche.


    Wichtig sind die feinen Details (Riefen der Patritze, die mit größer werdendem Abnutzungsgrad von Stempel und Patritze extrem variieren.


    Überarbeitete Stücke weisen solche feinen Details meist nicht mehr auf.


    An den Rändern kann man - wegen des Stempelverschleisses, de rzuweilen Abnutzung vortäuscht) oftmals am besten erkennen, wie die Stücke erhalten sind.

    Zitat

    Original von ich
    @mesedor39 .....
    Deutsche Kolonialmünzen sind doch sehr teuer......


    Das kann man so nicht unbedingt behaupten. Prägefrische Kupferheller aus DOA habe ich schon zu 6 EUR erworben, top erhaltene, nicht durch Reinigung entstellte 20-Heller-Stücke aus DOA schon für 5 bis 10 EUR das Stück. Das hier zuerst abgebildete hatte Anfang der 90er Jahre 30 DM gekostet (Herkunft: Münzhandlung Vogel, Mönchengladbach).


    Mal schaun, ob ich ein paar weitere Pics hochladen kann.....

    liberty: dann schauen Sie sich mal 15-Rupien-Stücke aus Deutsch-Ost-Afrika an.....


    Das ist doch mal eine Münze. Leider jedoch sehr fälschungsgefährdet und Originale sind leider weit mehr wert, als das Metall (750er Gold)


    Das Stück ist nicht von mir. Zu teuer und zu riskant. Da bleibe ich lieber bei Krügers, derem man bis vor kurzem vier zum Preis einer DOA-15-Rupien-Münze bekam. Mittlerweile hat der gute, alte Krüger auf knapp drei verkürzt....

    Zitat

    Original von Albus

    Genau. Kann ich auch sagen:
    Gold- Preis = nomineller Wert und
    Gold-Wert = Kaufkraft je Unze? Also, bei der phys. Goldanlage ist Gold- Preis bzw. nominellen Wert immer irrelevant!



    Wo kann ich denn sowas nachlesen? Bzw. wie hat sich denn die Kaufkraft je Unze im Lauf der Geschichte (ge)ändert? Z.B. wo und wann hatte eine Unze am meisten und am wenigsten Kaufkraft in den letzten 100-300 Jahren? Gibts da einen Chart?


    Es war wohl ehr 1922/23 statt 1928/29.


    Der Blick in die Vergangenheit ist zwa rinteressant. Jedoch warne ich vor 1:1-Vergleichen und der Hoffnung, daß sich Gelegenheiten exakt wiederholen.

    Zitat

    Original von TeeKay
    .....Aber sollte eine bedeutendere Bank pleite gehen und Anleger ihre Gelder aus dem Marktsegment abziehen, triffts auch ganz schnell die besser aufgestellten Institute.


    Das kann dann passieren, wenn eine bankrotte Bank - ohne sich abzusichern - massiv long oder short gegangen ist (ohne den Gegenwert zu besitzen (Shortstrategie) oder die Mittel um den zu kaufen (Longstrategie)) und andere Banken viele Kontrakte dieser nun bankrotten Bank Kontrakte gekauft haben, die denen wiederum als Sicherheit für andere Kontrakte diente.....


    Die Kunden der vielen Banken wollen dann ihre Gewinne, die Banken können sich zwar nun ihrerseits an ihren Kontrahenten wenden - der hat aber nichts. Und vielleicht sind dann auch die anderen fällig für den DEFAULT.


    Genau das ist das qualitative Risiko, das sich hinter JEDER schuldnerbehafteten Anlage verbirgt.


    Weswegen sonst spielen große Zentralbanken den Ausfall einer bedeutenden Bank bei einem Börsencrashszenario exemplarisch durch?.


    Warum werden die Ergebnisse dieser Studien nicht veröffentlicht?.

    Zitat

    Original von silberling3000
    mesodor39:
    ...... Aber das Risiko, was bei Riesterrenten besteht, wird ganz außer Acht gelassen. .....


    Es gibt KEIN Risiko bei Riester & Co:


    Die Gelder wandern entweder in Anleihen, und werden incl. aller Erträge aber nach Abzug aller Steruen und Abgaben wertmäßig niemals dem Anleger voll zurückfließen.


    Oder es werden Aktien davon gekauft, die das Management just zum Tiefstkurs oder nahe dem Tiefstkurs umschichtet. Natürlich um zu retten, was zu retten ist.


    Das zumindest ist meine feste Überzeugung.


    Meiner Meinung nach besteht nicht das RISIKO, das bei diesen AS-Formen vieles falsch läuft, sondern beinahe schon die Gewissheit, das dem so sein wird. Von einem RISIKO würde ich nur dann sprechen wollen, wenn ich eine realistische Chance sehe, daß der RISIKOFALL nicht eintritt. Eine solche sehe ich aber NICHT. Um das mal ganz klar zu formulieren.


    Und hier die Begründung dazu:
    Ähnlich wie es wohl wieder kommen dürfte war es doch mit den Lebensversicherunggesellschaften 1999-2003: Bei höchstkursen kräftig zugekauft, bei Tiefstkursen in Panik und aus Notwendigkeit Ansprüche zu verdienen mit riesen Verlusten verkauft. Dann Werte in der Bilanz eingestellt - ging dank neuem Pro-Bilanz-Frisierer-Gesetz aus Berlin - die zu dem Zeitpunkt nicht an der Börse realisiert hätten werden können um ganz schnell Kapitalerhöhungen machen zu können, die eine INSOLVENZ gerade noch rechtzeitig abwendeten....

    Eine Firma, die Vermögenswerte auch mal deutlich über Verkehrswert angab, das war die Beteiligungs-boutique WCM AG mit ihren nahezu wertmäßig 100 Prozent beliehenen (Schrott?-)Immobilien. Ich erlaube mir, von dieser Aktien-Klitsche bereits jetzt in der Vergangenheit zu schreiben, ist sie jedoch jederzeit für neue Überraschungen gut. WCM ist gesteren mal wieder "angenehm" aufgefallen. Diesmal mit "Steuerrückstellungen". Viele Versicherungen haben möglicher Weise ähnlich viele Leichen im Keller, werden aber von der Politik und der Finanzwirtschaft (Deutschland AG) geschützt - so meine Befürchtung (keine Tatsachenbehauptung). Zumindest ist deren Transparenz vergleichbar mit der der hier namentlich benannten Aktienklitsche, die vielleicht deswegen exemplarisch von den Banken fillettiert wurde, weil sie einen der ihren fillettieren wollte (Commerzbank) und dabei die anderen störte, die selber gerne da rangegangen wären.....

    Zitat

    Original von Yousuf810
    Hast wohl Goldfinger gesehen,(Gerd Fröbe) er ist schon klasse.Aber die Atomare Verseuchung ist doch nach 60 Jahren abgeklungen,in der Zeit kann man es beleihen,und der Preis wird astronomisch hoch sein.Egal,der Preis wird weiter steigen,weil die Währungen immer schwächer werden,und was hat man davon wenn die Unce 35.000,-$ kostet,und man dafür nicht mehr kaufen kann als heute?


    Gold kann aufgrund seiner DICHTE UND DER GESCHLOSSENEN OBERFLÄCHE GARNICHT RADIOAKTIV VERSEUCHT WERDEN.


    1 x mit einem feuchten Lappen abgewicht und entseucht ist :)


    ansonsten ist der Bond-Klassiker gut gemacht ....

    [quote]Original von juergenlangen
    .....Mehrwertsteuer sollte eher eine geringere Rolle bei der Entscheidung sein....quote]


    Sich von einer einmal zu entrichtenden Steuer in seinen Anlageentscheidungen beeinflussen zu lassen ist nach meinem Dafürhalten eine der fatalsten Fehler, die ein Anleger überhaupt machen kann.


    Steuer kommt von Steuern... und wenn das Schiff in Richtung Wasserfall gesteuert wird, dann sollte man rechtzeitig von Bord springen und versuchen, schwimmend seine Haut zu retten.


    Lasst euch niemals vom Staat über Steuern dahin lenken, wo ihr selber eigentlich garnicht hinwollt!.


    Bewahrt eure mentale Unabhängigkeit!


    Lasst euch lieber "besteuern", als "steuern":


    Kauft genau das, was ihr kaufen würdet, wenn es keine Mehrwertsteuer gäbe!


    silberling3000: sehr ausgewogene Mischung. 1/3 (werthaltige) Aktien (sofern es keine Minen- oder Rohstoffwerte sind) vertragen sich sicherlich gut mit den restlichen beiden Dritteln, Immobilien und Edelmetall. Da kann man langfristig wenig falsch machen und hält sich sehr viele Optionen offen.


    Rational betrachtet haben Sie Recht. Aber Märkte und Menschen handeln oftmals wenig rational.


    Gegenfrage: wie fängt man einen Affen?.


    Man geht zu einen Termitenbau, macht darin eine Öffnung, die so groß ist, daß gerade eine Affen-Hand reinpasst und legt, während man vom Affen beobachtet wird demonstrativ ein paar leckere Samen / Nüsse da rein. ein paar Leckereien lässt man vor dem Bau mit dem Loch liegen. Und geht bei Seite. Weit genug, daß der Affe kommt, die Früchte auf dem Boden aufnimmt und isst....


    und die Hand in das Loch steckt, die Leckereien umklammert indem er die Hand zur Faust formt - die dann abe rnicht mehr durch das Loch passt.. Dann kommt man auf den Affen zu, der noch fleihen will aber nicht ohne seine Beute..... Angst & Gier in Reinstkultur und zum Anfassen ist das, was sich dann abspielt: der Affe will ums Verrecken seine Beute nicht loslassen und er läuft nicht fort, weil er die Faust nicht öffnet, nicht loslassen will, nicht loslassen kann.... er steckt somit fest und nur so kann ihm fangen oder gar töten.


    Der Affe ist genau so wenig ein Vernunftswesen wie der Mensch. Über 97 Prozent des Erbgutes von Affen und Menschen sind identisch. Und die Fehler, die der Affe macht, die macht auch so mancher Anleger, wenn auch vielleicht die Falle etwas raffinierter ausgelegt ist.


    Und genau darum kommt es immer wieder zu extremen Situationen an den Finanzmärkten. Von Zeit zu Zeit setzt sich der Affe im Menschen durch.....


    Ein weiteres Experiment, bei dem ein Affe mehr als 50 Prozent aller Fondsmanager outperformte schlägt in die selbe Kerbe: Ergebnis des Experimentes: ein glücklicher oder leicht überdurchschnittliche intikkigenterr Affe (wir wissen es nicht, warf er doch Dartpfeile auf den Börsenteil einer Zeitung) hat das Zeug, es mit studierten und angeblich erfahrenen, hochqualifizierten und erfolgreichen Börsenprofis jederzeit aufzunehmen. Und er wird in mehr als 50 Prozent aller Fälle als Sieger hervorgehen (!) Sein einziger Vorteil ist, daß er seine Anlegeentscheidungen nicht in Frage stellt, nicht in Frage stellen konnte....



    Ich meine, daß einem beide Experimente zu denken geben sollten.


    Vielleicht wichtiger als alles andere ist:


    Niemals ums Verrecken an etwas festhalten wollen.

    Die Regeln von William D. Gann beinhalten sehr viele, gute Gedankengänge und dementsprechend sehr viel Weisheit.


    Jedoch können alle Regeln der Welt nicht verhindern, daß Menschen immer wieder dieselben Fehler machen, als da wären:


    - Klumpenrisiken eingehen
    - zu gierig werden und dabei hedes Maß für Realität verlieren
    - sich ihrer Sache viel zu sicher zu sein.



    In sich geschlossene Ex-Post-Analyse der aktuellen Situation:


    Die derzeitige Korrektur bei den Rohstoffen oder nennen wir es auch Kursverfall oder "Krise" hat auf den zweiten Blick überhaupt nichts mit Rohstoffen zu tun (schade nur, daß die meisten nur auf den Kurs starren und nicht wissen, wie sie sich winden sollen.....).


    Ursächlich für die Kursrückgänge sind die Kursrückgänge bei den Aktien, die erst mit ein paar Tagen Nachlauf auch das Ende der kurzfristig sogar heißlaufenden Gold- und Silberhausse einläutete.


    Und ursächlich für die Aktienkursverluste weltweit sind steigende Zinsen, also Verluste bei Anleihen und vor alem bei Anleihen-Derivaten
    also bei "Zinsoptionsscheinen".


    Verluste in den (kreditfinanzierten) Anlagen, die ein Anleger beibehalten will bedingen Abgaben anderer (meist viel besser gelaufener Anlagen) um es nicht zu einer Unterdeckung der Kredite kommen zu lassen (Folge davon wäre die Zwangsexikution / Zwangsliquidation des beliehenen Wertes durch den Kreditgeber: Also immer schön flüsig bleiben :) )


    Erste schmerzhafte Verluste bei den Anleihen und auch bei den US-Immobilien sind Folge des steigenden Renditeniveaus, welche wiederum Folge der seit etwa einem Jahr steigenden Dollarzinsen sind.


    In Island und Neuseeland und auch auf der arabischen Halbinsel kam es schon vor einiger Zeit zu Kursverwerfungen, die mit Carry-Trade-Geschäften zu tun haben, die im größeren Stil glattgestellt wurden, weil die Motivation hierfür, Zinsdifferenzen zwischen Anlagen in Fremd- und Heimatlandwährung zunehmend dadurch geringer wurden, daß unter anderem die kurzfristigen Dollar-Zinsen und nun auch die kurzfristigen Euro-Zinsen angehoben wurden und wohl auch noch eine Zeit lang weiter angehoben werden müssen, um die Inflation (und damit indirekt auch den Goldpreis) nicht zu stark steigen zu lassen.


    Die ersten Anzeichen für das Ende der Carry-Trade-Expansion wurden jedoch hartnäckig vom MArkt ignoriert. Ebenso der Zinsanstieg von 1 Prozent bis etwa 4,25 Prozent im Dollar-Raum. Langsam kehrt die Realität auch in das Bewusstsein vieler Anleger zurück. Und das tut sehr weh.


    Gelder werden also auch aus Edelmetallderivaten abgezogen, um Verluste bei Aktien- und Anleihen und vor allem bei Immobilien und Aktien- und Zinsderivaten zu kompensieren.


    So einfach ist das.


    Das Geld geht in derartigen Situationen zuerst dort weg, wo noch der größte Profit zu holen ist um die Löcher zu stopfen, die am meisten in der Tasche brennen......


    Kommt es dann zum Blutbad und zur Vertrauenskrise geht sehr viel Geld dorthin, wo die geringsten Verluste und die kleinsten Risiken vermutet werden.....


    2002/2003 waren das z.B. in Deutschland Anleihen und Immobilienfonds..... denn der Geldwert galt damals als "stabil". Heute ist das etwas anders. Mal schaun, wo die Gelder hingehen, wenn die Finanzherde erst so richtig nervös wird :D:D:D

    Gewichtsmäßig schaut das bei mir wie folgt aus:


    Ag/Au/Pd/Pt ca. 100 / 7 / 1 / 0,3


    preismäßig müsste ich dauernd alles immer wieder ändern. Das ist mir zu stressig.


    Langfristig strebe ich wertmäßig in etwa an:


    7/10 Immobilien, 2/10 Edelmetall und 1/10 Liquidität.


    Den Edelmetallanteil werde ich -parallel zur Liquiditätsposition daher aus Mietersparnissen der selbstgenutzten Wohnung und Mieteinnahmen langfristig, d.h. auf 5-Jahres-Sicht versuchen aufzustocken.


    Bonds, Aktien, Futures, OS und diverse Zertifikate spielen bei meiner Strategie derzeit keine Rolle.



    Papiergeld gibt es wie Sand am Meer, was dem Normalbürger jedoch nicht auffällt, weil es extrem ungleichmäßig verteilt ist und diejenigen, die genug davon besitzen gewiss nicht mit einem Kontoauszug auf der Stirn herumlaufen :)


    Bei Edelmetall ist das ganz anders: Edelmetall ist wirklich rar, jedoch kann jeder, der das will, Berege von Edelmetall, das neue Besitzer sucht auf Münzenbörsen sehen, weswegen der falsche Eindruck entsteht, es sei genügend für alle Menschen davon vorhanden, was aber ein Trugschluss ist, denn dieses Angebot existiert nur deswegen noch, weil jeder, der diesem Trugschluss aufsitzt auch glaubt, er könne noch warten seine "Reserve" anzulegen.....

    Zitat

    Original von Albus


    Dann schauen wir mal wie es übermorgen aussieht... welchen Goldpreis können sich denn die "alten Hasen", als Tief vorstellen und in welchem Zeitrahmen? Z.B. in den nächsten 3-8 Wochen?
    570, 540, 530-520 $?


    Dagobert "Dann ist es zu spät"/Videos vom Deutschen Historischen Museum Die Schlangen vor der Bank, ich miete nie wieder ein Bankschließfach, wohl auch nicht in der Schweiz.... 8o


    Also ich beobachte schon seit 30 Jahren den Goldpreis - mit Unterbrechungen wohlgemerkt - und dennoch traue ich mir KEINE Prognose für die nächsten 3-8 Wochen zu.


    Was geschehen soll, das wird geschehen.


    Cra$h: Eine Alternative zum "by low-sell high" ist die coast-everage-Methode:


    über mehrere Kaufzeitpunkte immer den selben Betrag anlegen. Ist der Kurs niedrig kauft man mehr Gold, steigt der Kurs werden die teuer eingekauften Goldmengen geringer.


    Angenommen in einem Hahr stünde Gold bei 50 Euro-Dollar und der letzte Eurokurs war achtstellig.....


    dann wäre es ihnen wirklich egal gewesen, ob Sie nun für 500, 600 oder 730 gekauft hätten. Etwas physisches Edelmetall gehört einfach dazu. Ohne ist man vielleicht schneller "nackt" als man das glaubt.


    Und schlimmstenfalls ist das teuerste Gold das gewesen, das man nicht gekauft hatte.... Denn die Entscheidung ggf. nicht unbedingt bei hoch scheinenden Kursen kaufen zu wollen hat dann das gesamte Geldvermögen gekostet. Leisten kann sich solche Entscheidungen nur, wer bereits vernünftig in Gold investiert ist.