....Wo wolltest du die Krügerrand dann verkaufen, wenn nicht in der westlichen Welt. In den Brics-Staaten? Ich glaube, kaum umsetzbar. Allein der Transport dorthin und der Zoll!
Drei einfache Gegenfragen:
Erste Frage:
wozu willst Du hier Krügerrand verkaufen, solange es keinen freien Markt gibt und solange solche Politiker das Sagen haben, wie derzeit? Worin willst Du unter diesen Rahmenbedingungen den Erlös für das Gold investieren? Dir ist ja wohl klar, dass derzeit Gold in Wettbewerb mit Geld steht, das faktisch Falschgeld ist.
Nächste Frage:
Angenommen Du willst Dir was zum Essen kaufen und es gibt offiziell nichts. Womit willst Du bezahlen? Klar: Du kannst in Fiat-Geld auf dem Schwarzmarkt einkaufen. Dann zahlst Du Schwarzmarktpreise. 2 Tageslöhne für ein Brot, vier Tageslöhne für eine Flasche Schmaps und einen Wochenlohn für 1 kg Rindfleisch - das macht im Zeitraffer arm. Dann ist Dein Geld lange vor Monatsende auf und auch Deine Ersparnisse schmelzen dann wie Butter in der Sonne. Und Du hungerst, genau wie alle danderen. Soweit verständlich?
Übernächste Frage:
Mit einem Krügerrand in der Tasche machst Du einen Deal mit jemanden, der Nahrungsmittel anbaut. Dafür kriegst Du dann innerhalb eines abgesprochenen Zeitraums eine gewisse Menge an Nahrungsmitteln direkt vom Erzeuger. Wer das nicht will, kriegt keinen Krügerrand, Andere werden wollen. Wieder andere werden rausgeben (wollen) oder wechseln können (wechseln gegen Gebühr). Anderes Modell: 10 Zentner Mehl für einen Krügerrand. Und der Bäcker gibt Dir je Zentner 40 Brote. 1,25 kg Mehl gegen ein Brot - das ist dann der "Deal". Klar; mit 1/10 Unze fährst Du in dem Fall besser. Aber: Eine Unze ist auch dann noch immer viel besser, als KEINE Unze. Dass es noch viele andere Fälle gibt, ist Dir klar?
Am Ende ist es, wie es immer war:
Möglich ist nur, was machbar ist. Und mit Gold war in schlechten Zeiten immer ein wenig mehr möglich, als ohne.
Und auch ein Bäcker kann nicht von seinem Lohn leben, wenn Du es nicht kannst. Und auch der Bauer, der Gemüse anbaut, kann Saatgut, das es für Fiat-Geld nicht mehr gibt, nicht für Fiat-Geld kaufen. Auch der wird von seinem Fiat-Lohn und seinen Fiat-Einnahmen seinen Betrieb und sich selbst nicht über Wasser halten können. Nicht nur Du, auch alle anderen Leistungserbringer werden sich nach der Sonne strecken und "ihr Ding" machen, um zu überleben. Legal - illegal, das ist dann s*****egal. Keiner von denen wird Dir das offiziell sagen, aber: wenn man Dich vom Sehen her kennt und Du mal zu einer Zeit da aufkreuzt, wo wenig los ist und was gelbes blinken lässt, kann man schon ins Gespräch kommen. Gramm oder Zehntelunze für´s erste wäre besser, als direkt ein dicker Klopper. Klar auch: wenn alle Hungern und Du nicht, kannst Du das nicht, wenn Du jede Vorschrift beachtest. Daher heißt es auch: Not kenne kein Gebot.
Noch was zu Investitionen:
Investments, an denen Du kein Eigentumsrecht in Verbindung mit Besitzrecht erwerben kannst, sind keine. Das sind nur Entignungsmechanismen. Faktisch kann man nur noch börsennotierte Firmenanteile kaufen, die in verbreifter Form erwerbbar sind (so genannte "effekltivce Stücke") und die muss man sich in Papierform aushändigen lassen. Ansonsten besteht die Gefahr, dass der "Investor" über Banken- und Verwahrer-Pleiten alles verlieren kann.
"Inhaberschuldverschreibungen" sind bei Insolvenz des Inhabers illiquide und ggf. völlig wertlos.
"Dinglich besicherte Darlehn" sind bei Währungsentwertung wertlos.
Und auf Gold lautende, schuldrechtliche Verhältnisse sind in der Regel unwirksam. Schon alleine, damit es keine Möglichkeit gibt, sich vor Enteignung durch Inflation zu schützen.