Beiträge von mesodor39

    Wenn man Freude daran hat, kann man so eine Münze kaufen. Wenn man es nahe am Metallwert kriegt: um so besser. Leider geht das mit dem Metallkauf bei dem Zänker-Pfennig nicht. Den bekam ich auch nur, weil in der "Bucht" kaum einer mitgeboten hatte; der Verkäufer kommt aus Finnland - vielleicht war das der Grund. Wen es interessiert, was sowas sonst kostet, kann gerne googeln. Die Preisvorstellungen sind teils gigantisch und in meinen Augen teils frechdreist. Nicht nur bei dieser Münze.


    Das sieht nach gewaltigen Korrekturen aus. Ich vermute, dass es einige so richtig übel treffen wird, denn die Kaufkraft der Einkommen ist in den letzten Jahren nicht so gestiegen, wie manche Preisvorstellungen.


    96 Euro für ein wunderschön erhaltenes, unverätztes Stück, dass sogar noch die Abziehspuren des Stempels und Reste von Edelrost zeigt, gehen meiner Ansicht nach in Ordnung. Eine Münze mit so vielen feinen Details aus dieser Zeit muss man erst einmal finden. Und dann auch noch bezahlen können.


    REGENSBURG, KÖNIGLICHE MÜNZSTÄTTE, Heinrich II. der Zänker, Denar o.J. (985-995).

    VS: HEMRICUS DUX, Kreuz, in zwei Winkeln je 1 Kugel, in einem Winkel Ring.

    Rs: REGINA CIVITAS, Kirchenfront, darin Münzmeistername ELLN, 1,70 g.

    Normalerweise sollte man das (gemeint ist der Kauf von Münzen, von denen man nichts versteht und die man noch nicht mal lesen kann) nie tun. Schnell macht man sich zum Elch und sitzt Fälschungen auf. Ab und an schlage ich über die Stränge, nehme mit, was ich kriege und gebe es auch nicht mehr her. Da kommt wohl der Wickinger durch.


    Die neu erworbene Münze ist aus dem Mittelalter und von Prüfmarken am Rand und Prüfhieben in den Feldern übersät. So, wie das für eine Münze aus dieser Zeit üblich und zu erwarten ist.

    Meinen Rechechen zufolge, die auch grob fehlerhaft sein können, gibt es über diese Münze folgendes zu sagen:

    Breite, silberne Rupie des Islam Schah (1545–1552), aus Bengalen, Sultanat Delhi, Indien, mit „sechszackigem Stern“ von 1477“ (rechte Abbildung). Legenden auf beiden Seiten: Shahada, Namen der vier Kalifen am Rand / Al-Sultan bin al-sultan jala al-dunya wa'l din abu'l muzaffae Islam shah bin Sher Shah sultan khallada allah mulkahu innerhalb eines Quadrats. Die Zahl „1477“. " in arabischen Zahlen am oberen Rand der Vorderseite (hier rechts abgebildet; die Bedeutung ist unbekannt), gefolgt von einem Davidstern, ca. 32 mm Durchmesser, Gewicht: ca. 11,25 Gramm.

    Islam Shah war der Suri-Sultan von Delhi, aber seine Macht erstreckte sich bis nach Bengalen, wo während seiner gesamten Regierungszeit Münzen in seinem Namen ausgegeben wurden. Die Bedeutung der Zahl „1477“, gefolgt von einem Davidstern (sechszackiger Stern), ist unbekannt. Diese Münze stammt vermutlich aus der bengalischen Provinzausgabe.


    Die Rupie lag schon eine ganze, lange Zeit in der Bucht, eine "alte Bekannte" sozusagen, die mir bei elendig langen und leider fruchtlosen Recherchen über indische Rupien der Kolonialzeit (etwa 1890 bis 1930) erneut über dem Weg lief. Die gab es noch zu "alten Preisen", 67 "Teuronetten", umgerechnet etwas weniger, als 1 Gramm Gold, und nun ist sie bei mir.


    Eine in den frühen 90ern erworbene, andere Rupie (damals als "Tanka" bezeichnet ) aus Bengalen (Dahoud Shah Kararani) jedoch ohne Prüfhiebe in den Feldern füge ich auch noch an. Die Münze hatte damals 200 DM, und damit etwa den Wert einer Viertelunze Gold, gekostet. Ohne Prüfhiebe in den Feldern muss man die erst mal finden. Das ist dann etwas ganz anderes.


    Ob man sie heute noch für eine Viertelunze bekommen würde? Vielleicht. Sicherlich aber nicht mehr für lange. Länder wie Indien können, was die Numismatik angeht, in wenigen Jahren dort sein, wo Russland vor 20 Jahren war und wo China heute ist.... Teils (Mohure in guten Qualitäten) sind die Preise schon stark angezogen.


    Altdeutschland ist momenten weniger mein Gebiet; jedoch: läuft mir ein Stück wie dieser mit 145 Euro bezahlbare Madonnentaler von 1768 über den Weg, dann sage ich mir, so wie letzten Freitag: ja, den will ich haben!

    Das Stück ist nicht vollständig ausgeprägt und zeigt viele Details, die nur vorzüglich besser erhaltene Stücke zeigen. Es stammt wahrscheinlich aus einem Gebäude- oder Bodenfund und hatte Kontakt mit Erdreich oder Staub/Schmutz, wodurch sich wahrscheinlich mit dem Kupfer aus der Legierung eine sehr harte Kruste bildete, wie man an einer minimalen, verbliebenen Anhaftung erkennen kann. Zumindest erfolgte die hier notwendige Reinigung professionell und substanzwahrend, was die Münzhaut angeht. Danach lag die Münze wohl längere Zeit in einer Sammlung, vielleicht in einem Schrank aius Eichenholz und die Vorderseite lief wunderbar an.

    Die bis ins extreme übersteigert farbverstärkt, abgedunkelt und kontrastierte Rückseite zeigt endlich die feinsten Details, die auch mit bloßem Auge und Lupe bei Tageslicht kaum sichtbar sind.

    Interessant ist auch die so erst erkennbare, in Entstehung befindliche Tönung.


    Viel Freude beim Betrachten!

    Kein gutes Zeichen:


    Thailands 38-Milliarden-Dollar-Fonds setzt auf Gold


    Diese Käufer will man auf keinen Fall sehen. Das ist noch schlimmer, als Zentralbenken als Käufer.


    Normalerweise sind solche Käufer nicht die hellsten Krezen auf der Torte und schmieren anderen mit ihren Käufen den Allerwertesten. Früher nannte man das "Dummes Geld" und wenn man beschönigen wollte: "Schwache Hände".


    Zu deren Ehrenrettung muss man sagen:

    Immerhin haben die Fondsmanager so viel Verstand und Eier dass sie ihre Unfähigkeit, Gegenparteirisiken zutreffend einzuschätzen erkannt haben und das auch offen zugeben.


    Das mit den Renditen hat nicht geklappt. Auch das räumen sie ein. Ihre Erwartung von 3 % für das kommende Jahr ist niedrig, aber sie haben ja wohl nicht ausschließlich Gold. Auch Gold kann für einen konkreten Jahreszeitraum keine 3 Prozent generieren, gewiss.


    Jedoch und bei allem Respekt: für mehrjährige Durchschnittsrenditen von 1,5 oder 3 Prozent per anno schiebe ich keinen Hampler mein Geld in den Hintern. Da sol er sich selbst für bücken, recken und strecken und weiter auf Dummenfang gehen! Sowas macht nur jemand, der Gegenparteirisiken auch scheinbar "sicherer" Schuldner völlig ausgeblendet hat. Was sie ja auch zugeben, in dem sie einräumen, diese nicht beziffern zu können.

    Es ist ganz einfach: die drei Speichen haben ausgedient.

    Platin-Gold-Silber-Palladium-Rhodium da kann man mit Kleingeld noch spielen.


    Alles andere wird ganz oder überwiegend enteignet werden, solange uns Sozen regieren.


    Und solange es genug korrupte Kriegstreiber gibt, die Kriegsverbrecher hoffieren, kann es bei Immobilien auch sein, dass sie ausgemerzt (kaputtgebombt) werden.


    Was kann man machen?



    Wie Wärs mit den 3 Oskar-Speichen:


    Fressen, saufen, v*****


    so kriegt man sein Geld auch angelegt: in schönen Erfahrungen und ganz schnell auch ausgegeben. Für sich selbst. Sollen die Sozen es anderen klauen.


    Den Bankern sollte man es nicht in Rachen & Rekuts stecken.....

    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne Ihre Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklären Sie sich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.


    Ein sehr gutes Video.


    In einem Punkt widerspreche ich: China hat nichts falsch gemacht. Der Kauf von US-Staatsanleihen in der Vergangenheit verhinderte Gegenmaßnahmen und begünstigte die Abwanderung der Industrie aus den USA und Europa nach China.


    Nicht immer ist der Preis, der an etwas steht, auch das, was es wirklich kostet. Zumindest ist das in diesen Dimensionen so. Die Verhinderung von Gegenmaßnahmen des Westens hat es China erst ermöglicht, Weltmacht zu werden.


    Wer sich an der Spitze halten kann oder diese erobert, das wird die Zukunft zeigen.


    Deutschland und Europa sind auf lange Zeit ganz klar erledigt. Da muss man sich nichts vormachen. Die EZB-Zinssenkung zeigt dies ganz klar.

    Welchen Prozentsatz des Portfolios in physische Edelmetalle tauschen?


    Eier in den Korb legen, ist genau so, wie andere für sich denken zu lassen.


    Eier gehören zwischen die Beine, da, wo die Schenkel zusamenkommen und der Denkaparat, der gehört zwischen die Ohren, zwischen die eigenen Ohren wohlgemerkt.


    Auf gut Deutsch:

    Kaufe ich Staatsanleihen, kaufe ich März, Scholz, Harbeck, Bärbock und Lindner, weil die das Geld ausgeben.

    Kaufe ich Mietimmobilien, kaufe ich März, Scholz, Harbeck, Bärbock und Lindner, weil die diese besteuern.

    Kaufe ich Aktien, kaufe ich März, Scholz, Harbeck, Bärbock und Lindner, weil die den Firmen in die Tasche greifen und wegekeln, sodass für mich nichts bleibt.

    Kaufe ich Ackerland, kaufe ich März, Scholz, Harbeck, Bärbock und Lindner, weil die es mit Einmal- und Vermögensabgaben beliebig besteuern und mich so ausplündern können.


    Und so weiter.


    Kaufe ich Edelmetall für mehr als 2.000 Euro oder bezahle übers Konto, kaufe ich..... weil: die können es einem jederzeit wegnehmen.


    Bei allem Respekt: Wer das tut, der hat auch keine Eier mehr bzw. er braucht keine! Weil: man schneidet sie ihnm ab!


    Der hat das Zeichen des Tiers auf der Hand und auf der Stirn. Der tut und der denkt, was man ihm sagt. Der fährt zur Hölle! So, wie es in der Biebel steht.


    Wenn das, was zwischen den Ohren ist, funktioniert, dann kommt man darauf, dass man anonym Gold in kleinen Mengen dann kauft, wenn man der Regierung nicht vertraut und glaubt, sie fährt Währung und Wirtschaft vor die Wand. Denn das ist, gut versteckt, relativ spitzbubensicher.


    Wenn man darüber hinaus auch noch Eier in der Hose hat, man nicht alles auf die 17 setzen und "investieren" will, dann kauft man zusätzlich zum Gold noch Platin. Warum: ich muss, wenn oder bevor die Wirtschaft anbspringt, nicht in Aktien sein, wenn ich das besitze, was die dann sehr schnell brauchen, weil es ziemlich knapp wird, dann kann es auch Platin sein. Schaut euch die Gold-Platin-Ratio der späten Wirtschaftswunderzeit an. Alles, was man mit Aktien hätte verdienen können, das wäre auch mit Platin gegengen, dass man dann zwischen 1969 und 1972 verkauft und in Gold gewechselt hätte. Bei einer Gold-Platin-Ratio größer 2 brauche ich NULL Aktien. Denn auch das ist, gut versteckt, relativ spitzbubensicher.


    Sollen sich andere mit dem Kantholz ihr Fre**brett von Politikern, die gegen Wählerinteressen handeln, richten und sich mit Anleihen und anderen Dreck mästen und wie die Weihnachtsgänse ausnehmen lassen.


    Wer darüber hinaus spekulieren oder zocken oder eine rudimentäre Absicherung will, der kauft zusätzlich zum Gold auch Silber. Man kann darauf spekulieren, dass Silber stärker steigt, als Gold. Man kann darauf spekulieen, dass es eine Phase gibt, in der Geschäfte nichts mehr gegen Fiat-Geld hergeben und so weiter. Egal, ob es aufgeht oder nicht: Unauffällig und in kleinen Mengen gekauft, ist es besser, als garnichts.


    Ansonsten: das Leben genießen und eine schöne Zeit haben. Ändern, was kommt, kann man als Einzelner nicht.


    Und: sich nicht belügen lassen:

    Schon immer haben Regierungen, Politiker und Behörden gelogen, dass sich die Balken biegen. Im alten Rom gab es um 274 nach Christus eine Münzenreform, in dessen Zuge ger Kaiser Aurelian über 5.000 korrupte Münzbedienstete, Amtsträger und Politiker, darunter sogar Senatoren umbringen ließ. Eigentlich, so sollte man meinen, hätte das den Ratten auf viele Jahre eine Lehre sein müssen, der Bronze für die zusätzlich sehr dünn zu versilbernden "Aureliane" 5 % Silber zuzugeben. Bei dem mit dem Tempel, haben sie es auch getan, der hat einen ganz schwach silbernen Klang. Der mit der Figur (Pax) auf der Rückseite nicht. der wurde nur sehr dünn versilbert und macht "plopp" statt "pling". Und genau so geht das Spiel bis etwa 310 nach Christus weiter: Manche Münzen, die eigentlich zu 5 % aus Silber bestehen sollen, machen "plopp", andere klingen. Kluge Leute, darunter auch einfache Menschen, die kaum oder garnicht Zugang zu Goldmünzen hatten, wussten das. Wenn sie Münzen über längere Zeit zurücklegten, dann haben die Klugen die Klangprobe gemacht (die haben ihrem Gehör, statt dem Kaiser und sienen Beamten vertraut) und die anderen (die mit dem Mahl-Zeichen auf Hand und auf Stirn) eben nicht. Anders ist es wohl kaum erklärbar, dass der Silbergehalt mancher Hortfnde deutlich größer ist, als der von Streufunden oder Legions- / Kriegskassen oder Funden von Münzen, die Kassenbestand waren und in größter Not verborgen wurden. Kluge und Dumme gab es schon immer.

    Das mit den "Notgeldvorräten" ist schon OK. Denn: wenn "hätt ich..." kommt ist "Hab ich" weg. Die, die heute drüber lachen werden die ersten sein, denen das Lachen so richtig vergeht.


    Wichtig ist die private Vorratskammer. Nicht nur, um Sonderangebote auszunutzen, auch um mal drei bis vier Wochen ohne Einkäüfe überleben zu können. Bischen "Handgeld" in Form von Spitituosen, die man selbst auch trinkt, schadet nicht. Stichwort: Tauschhandel. Und paar frei erhältliche Medikamente.


    Das mit dem Silber zum Tausch kann gehen, muss aber nicht. Gold ging immer und zu jeder Zeit als Tauschmittel in Notzeiten. Unzen sind da viel zu unhandlich. Und gängiges Umlauf- oder Handelsgold, Sovereigns oder Doppelkronen, das geht mittlerweile schon ganz schön ins Geld.


    Zum Silber

    Im Mittelalter war das anders: Da war Silber das Geld und Gold, das kannten in West-Europa meist nur wohlhebande Kaufleute und Menschen der Oberschicht. Die silbernen Brakteaten sind schon fast sowas, wie Papier- oder Schwundgeld, das sie immer wieder in Verruf gerieten und ungünstig umgetauscht werden mussten. Manche haben sie trotz Strafandrohung dennoch behalten und versteckt, des Silbers wegen. Nach ein paar Jahren eingeschmolzen war das sehr lohnender, als dauernd mit hohen Verlusten umzutauschen.

    Trendbruch bestätigt


    Gold: Trendbruch bestätigt



    von welchem Trend er wohl schreibt?


    von dem seit 1971, von dem seit 2000 oder von dem seit 2013?


    Die jedenfalls sind noch alle intakt.


    Wenn er Gold auf 1, 2 oder 3 Monate tradet: ok. Kann er tun oder lassen. Verdienen wird er damit gerade bei Gold langfristig nichts. Da kann er noch so viel aus seinen Kurven und Charts herauslesen. Die, die ihm seine Kurven malen, die wissen immer mehr als er. Das liegt bei manupulierten Märkten in der Natur der Dinge. Er reagiert nur.

    Es ist das genaue Gegenteil von Zahlungsbereitschaft, die Gold beflügelt.


    Da es mittlerweile auch dem letzten Deppen klar wird, dass Halter von Dollars und anderen Papiergeldwährungen durch deren Ausgeber andauernd "bestohlen" werden, also dafür zahlen müssen, dass sie dieses "Falschgeld" besitzen, ist eher das Bestreben, den "Betrügern" nichts mehr zu zahlen Grund für den Goldpreisanstieg.


    Gold ist eben nicht beliebig vermehrbar. Und viel Gold kann man nur über steigende Marktpreise kaufen. Und sehr viel Gold kann man eben nur über sehr stark steigende Preise kaufen.


    Und irgendwann ist dann auch wirklich "gut", weil man dann - aus Gründen, die einem die wirtschaftliche Vernunft gebieten - besser andere Dinge, als Gold kauft: langlebige Güter und lagerbare Rohstoffe wie Zinn, Kupfer, Nickel, Chrom, Aluminium, Blei usw. Das siond dann die nächsten Preise, die steigen und deren Anstieg sich keiner der in den Mainstream-Medien schwafelnden "Analysten" erklären kann bzw. darf. Bei Kupfer und Zinn ist das schon passiert; bei Nickel bereits auch ab Anfang 2024.


    Letztendlich geht es sich ja nur darum, für das "Entgelt" seiner Waren einen realen und real besitzbaren Gegenwert zu erhalten. Und Papiergeld und alles darauf basierende (Staatsanleihen) ist eben gerade das nicht, sondern real ist es NICHTS, da rein fiktional.


    Julius Bär: Asiens Zahlungsbereitschaft beflügelt Gold

    Seit ein paar Wochen geht nichts mehr beim POG. Ein bisschen hoch, ein bisschen runter, keine echte Bewegung mehr. Ich nehme an, es war eine höchst überfällige Reaktion auf die Drückerei der letzten Jahre. Jetzt erst mal länger Verschnaufpause?

    wenn man sich das hier vor Augen führt: ein ganz klares Nein. Es wird noch in diesem Jahr weiter gehen. Wir werden noch viel höhere Preise sehen.


    Mike Maharrey: Preisinflation ist kein Zufall; sie ist eine Politik


    Auch in der Politik wird noch einiges kaputtgehen. Sowohl im Innen, als auch im Außen. Und was hier im Inland mit der Wirtschaft ist, das schlägt im Herbst und dann nochmals mit aller Wucht und nochmals heftiger kommendes Frühjahr voll durch. Schaut auf die Arbeitslosenzahlen.


    Dass das instututionalisierte Europa das (den Ausfall Deutschlands als Nettozahler) nicht überlebt und dass es Deutschland war, von dem alle profitiert haben und dass das nicht mehr möglich sein wird, und dass viele Länder dann knallhart was anderes machen, als das, was Brüssel meint, das kommt dann im Anschluss. Die Engländer haben das (das hier für sie nichts zu holen ist) schon früh gesehen und sind da ganz schnell raus.


    Das (spätestens in 12 bis 18 Monaten) ist auch dann der Zeitpunkt, ab dem sich der Euro vom Dollar abkoppelt, weil einfach zu viele neue Euros gedruckt und die Zinsen auf nahe Null gesenkt werden und der Euro dadurch im Sinkflug übergeht.

    Im Gegensatz zu China-Fakes sind diese Becker-Fakes ein gesuchter Teil der Münzgeschichte und der damit einhergehenden Geschichte von Fälschungen zum Schaden der Sammler. Mit "Becker" sind weder der wirtschaftlich unglücklich agierende Tennisstar, noch der gleichfalls sehr unglücklich im Umgang mit Platinmünzen gewesene Hamburger Münzenhändler gemeint. Anders, als die beiden modernen "Becker", hat der alte Hofrat Becker ein Gefängnis nie von innen gesehen. Und anders, als bei den beiden modernen, denen andere "drauf gekommen sind" und die bis zuletzt / fast zuletzt stets alles bestritten hatten, hatte man es dem alten Becker seine Missetaten noch nicht einmal dann glauben wollen, als er es von sich aus zugab. Um Kritiker zum Schweigen zu bringen musste er sogar seine Prägewerkzeuge zum Kauf anbieten. Mit denen wurden dann nach seinem frühen Tod (die wissenschaftlich interessanten) teils verzinnten, teils nicht verzinnten Bleiabschläge gefertigt, die natürlich nicht an die Rafinesse der in Silber, Gold und Bronze grprägten Fälschungen zum Schaden der Sammler herankommen. So mancher "Galvano" wurde bereits als Besckesche Fälschung feilgeboten. Wer hier unterwegs ist, der sollte zumindest wissen, was Becker gefälscht hat. Darüber zumindest gibt es Bücher und (danl der vielen Bleiabschläge) auch gute Abbildungen, die die Details der Fälschungen sehr genau und ohne die von Becker nach dem Prägen vorgenommene Abnutzung mit Eisenspänen und Patinierung zeigen. Insofern ist der Hofrat Becker gleichzeitig auch der Erfinder des "Antik-Finish" und war damit siener Zeit voraus. Hier eine der wenigen und durchaus gesuchten Fälschungen des frühen 19. Jahrhunderts zum Schaden der Sammler, die damals oft Fürsten und Könige und andere sehr hochgestellte und finanzkräftige Personen waren.


    PS: Irgendwo zwischen 80 und 500 Euro liegt wohl der aktuelle "Wert" dieser Prägung in Silber, denn "wert" ist sowas immer das, was ein anderer maximal bereit ist dafür zu bezahlen. Preise von vielen hundert Euros für Bleiabschläge sind in meinen Augen Nepp.


    Zur Frage, was ein "Original", also ein Stück, das den Becker zu seinem "Erzeugnis" inspirierte, heute kostet oder kosten kann, wenn denn mal endlich eines aufraucht:


    CNG: Feature Auction Triton XIX. Decentius. Caesar, AD 350/1-353. AR Heavy Miliarense (24mm, 5.24 g, 6h). Treveri (Trier) mint. Struck AD 350/1.


    Hier ein Auktionsergebnis einer Beckerschen Fälschung dieses Types, die vom Fälscher vor dem Verkauf bewusst so abgenutzt wurde, wie sie dort abgebildet ist:


    BECKER FORGERY, ROMAN IMPERIAL. Decentius. Caesar, AD 350/1-353. “AR Miliarense” Forgery (29mm, 10.69 g, 11h). Dies by Carl Wilhelm Becker (1772-1837). VF. | Classical Numismatic Group
    <b>BECKER FORGERY, ROMAN IMPERIAL. <i>Decentius. </i></b>Caesar, AD 350/1-353. “AR Miliarense” Forgery (29mm, 10.69 g, 11h). Dies by Carl Wilhelm Becker…
    auctions.cngcoins.com

    .....Trotz dem gehören sie in eine Römersammlung und sind besser als dann die Folles nach der Münzreform unter Diocletian.

    Ja, da wird es dann richtig schwierig. Nicht unbedingt teuer, aber eben langwierig. Der Diocletian aus Antiochia hat eine wunderschöne schwarze Silbersudpatina und die Felder flackern noch heftig, wenn man die Münze bewegt. In der Münze selbst ist kein oder kaum Silber; sie "ploppt". Beim Maximinus aus Alexandria kann es auch sein, dass der teils keinen Silbersud mehr hatte; dann lag er aber sicherlich in einem Krug in einer trockenen Höhle oder im Wüstensand, sonst wäre er angefressen. Der Licinius hat tatsächlich noch einen so hohen Silberghealt, dass man das bei der Klangprobe auf weichem Kiefernholz hören kann. Also um die 5 % oder mehr noch.


    Man kann es sich heute kaum vorstellen, doch zum Fertigungs-, meist wohl auch noch zum Ausgabezeitpunkt sahen die Münzen aus wie richtige Silbermünzen. Nur eben nicht für längere Zeit.


    PS: Einen beidseitig perfekten Postumus, nicht korrodiert oder verätzt, von noch relativ unverbrauchten Stempeln und dann noch gut ausgeprägt, den würde ich gerne mal sehen. Die beiden Silberlinge, den Domitian und den Kelten-Quinar, die würde ich so lassen, wie sie sind. Kann sein, dass sie mit der Zeit noch nachdunkeln. Zumindest der Diokletian wurde vor langer Zeit auch mal saubergemacht und ist dann wieder wunderschön angelaufen; die Patina hatte er schon Mitte der 90er Jahre, als er gemäß Beipackzettel verauktioniert wurde. Die ist ganz sicher auch nicht schnell gewachsen.

    Adam Rozencwajg: Steht die Goldhausse erst am Anfang?



    Ich denke, dass wenn man in Europa und in den USA so weitermacht, haben wir Ende des Jahrzehnts einen Goldpreis oberhalb von 10.000 Dollars oder Euros (wenn es letzteren dann noch gíbt).


    Momentan sieht es so aus, als ob man den Karren in Europa und speziell in Deutschland mit aller Gewalt bewusst und planmäßig vor die Wand fährt. Dass der Euro das nicht übersteht, und er zu Gunsten des Dollars geopfert werden muss, das ist für mich ausgemachte Sache. Vor allem, nachdem sich die USA hier schamlos bedienen, Stichworte: überteuerte Gaslieferungen und Industrietransfer. Uns verbietet man das, was sie selbst tun: Energie in Russland kaufen. Was wir an "Politikern" haben, das sind in meinen Augen Interessenvertreter der USA.

    Gute Erhaltungen, Münzstätten sind Serdica und Cyzicus.

    Leider, auch in diesen Erhaltungen kaum was Wert, da immer wieder Großfunde mit weit aus mehr als 10.000 Exemplaren auftauchen.

    Trotz dem gehören sie in eine Römersammlung und sind besser als dann die Folles nach der Münzreform unter Diocletian.

    So ist es. Momentan sind aber gute oder halbwegs akzeptable Qualitäten kaum noch erhältich. Das was angeboten wird ist entweder durch Korrosion zerfressen oder entstellend scharf gereinigt, wahrscheinlich weil es nichts kosten darf, den Fundbelag zu beseitigen. Hier noch ein paar schöne / bessere Stücke aus der Zeit nach 245 n. Chr. Das mit den stark zerfressenen Münzen geht nach Gordian III langsam los, noch während und erst recht nach Tranjan Decius wird es deutlich schlimmer. Der Tiefpunkt ist bei Gallienus erreicht und bis zur Münzenreform des Diocletian sind mehr als 95 % der angebotenen Münzen entstellend zerfressen oder verätzt. Hinzu kommen während der Regentschaft von Trajan Decius bis Claudius Gothicus das Prägen mit immer extremer abgenutzten Stempeln, besonders Rückseiten-Stempeln. Valerian, Gallienus und Salonia sind da wirklich extrem, was schlechte Stempel angeht. Erst mit der Münzreform von Aurelian wird das wieder besser. Versilberte Münzen sind aber generell sehr anfällig für Korrosion.

    Ich denke an Dinge wie an Mais und an Weizen. Mit dem Fall der Ukraine dürfte aber auch das Geschichte sein.


    Mit Terminverträgen meine ich zuerst die Terminverträge auf Gold, weil da die meiste Liquidität und die größten Vorräge drin stecken. Ferner noch Terminverträge auf Kupfer, Nickel, Zinn, Zink, Platin, Palladium, Rhodium, ggf. auch auf Luxuswaren wie Kakao und Kaffee.


    Klartext:

    Wenn man den Tisch schnell abräumen möchte, darf man nicht wählerisch sein und man nimmt, was man für sein Geld kriegt, ehe es einem weggenommen wird.


    Den "Rest" lässt man stehen, damit es einem weggenommen werden kann und man hofft, dass die den Fehler machen, das zu tun, damit man sich so der Schulden seiner Banken entledigen kann.


    Und wenn kein "Rest" da ist, kauft man in Russland etwas von "des Putins Kram" und sagt denen: das ist nun meines, her mit dem Zaster....

    Auch zwei "Silbermünzen" von mir Gallienus mit einem Mailänder Antoninian von etwa 2 % Silbergehalt, da können China-Fakes von Anlagesilberprodukten mithalten und ein "Aurelianus" (Antoninian des Kaisers Aurelian nach seiner Münzenreform) mit immerhin ca. 5 % Silbergehalt. Normalerweise sind die Prägungen aus dieser Zeit meist stark zerfressen oder sichtbar korrodiert. Das hängt mit der Korrosion auch an sich wenig oder unzirkulierter Münzen zusammen, die als Folge ungleichmäßiger Versilberung infolge des Prägevorgangs in Verbindung mit Bodenkontakt entstehen kann.

    Also, eventuell bin ich kein Profi, aber diese Kursoszillationen zeugen für mich von hoher Nervosität?

    1,5 % Tagesschwankung sind aus meiner Sicht "normal". Bei einem POG von 300 Dollars je Unze wären das 4,50 USD gewesen - keiner hätte ein Wort drüber verloren.


    Zu China:

    da gibt es zwei Nachfragen: die Nachfrage der ZB, die ist für die USA ein Problem, weil sie die Dollars dafür abstoßen.


    Dann gibt es noch die Nachfrage von Privatpersonen in China. Die ist für die USA und für Chinas Regierung ein Problem. Die Regierungs-Chinesen müssen dafür Yuan von ihren eigenen Leuten zurücknehmen und für Exporterlöse Gold beschaffen. Das beißt denen doppelt in die Weichteile.


    In China ist längst nicht alles so "gut" wie man das oftmals liest. Insofern ist das Schicksal des USD auch noch nicht besiegelt.


    Es kann daher sein, dass sich China Taiwan jetzt noch sehr viel schneller einverleiben will, als ursprünglich von denen geplant. Weil sie nach der Sache mit dem Zoll und den US-Zinsen Stärke zeigen müssen, da die Zeit ab sofort möglicher Weise gegen sie spielt und vielleicht auch, weil sie genau das immer weiter schwächt und wirtschaftlich auffrisst. Beschlagnahmen die USA chinesische Reserven, war es das auch mit Chinas Dollar-Zinszahlungen an US-Banken. Das ist dann das Mäntelchen von Recht, dem sie ihren Vorhaben umhängen können und werden. Und damit ist dann das durch. Also ist es "klug", da etwas als Köder "stehen zu lassen".


    Andererseits ist nun, nach der Zoll-Sache "Polen offen", was ungehemmte Goldkäufe Chinas angeht: verkaufen werden sie denen im Westen sowieso nur noch das können, was die USA ums Verecken brauchen. Warum aber sollten sie auch das noch tun? Also ist das (hier und jetzt) doch der Zeitpunkt, um den Check auf den Tisch zu lagen und zu sagen: ich will jetzt Bares sehen. Ist der Check eingelöst, egal ob aus deren Sicht zu 100 % oder zu 10 Cent für den Dollar, hat China alles Gold und anderen Sachwerten, was es hätte bekommen können. Warten bringt es nicht mehr, da sich dieser Handelspartner als nutzlos und die "Goldgrube" als erschöpft gezeigt hat. Und wenn der Westen was von denen will, was er sonst nicht genug kriegen kann, bestimmen die den Preis und die Art womit gezahlt wird oder die behalten ihr Zeugs. Das können sie aber nur dann, wenn sie ihrerseits nichts vom Westen unbedingt brauchen.


    Auch das ganz plötzlich ganz viele Terminverträge "zur Lieferung fällig gestellt werden" halte ich für möglich. Es ist und bleibt also spannend.


    EU-Erpresser?!, neue Entschwärzungen & bald Krieg um Taiwan?!?