Das Problem besteht aus genau zwei Teilen:
(1) Das Wachstum der ungedeckten und unbesicherten Verschuldung und damit der aus der Luft erzeugten Geldmengen. Man kann auch sagen: die Herstellung von Falschgeld, früher hätte man es als Münzverschlechterung bezeichnet.
(2) Die geostrategische Entwicklng weg von zwei Blöcken und hin zu mehreren mächtigen Nationen, von denen zwei, China und die USA die Spitzen- bzw. Vormachtstellung beanspruchen. Darunter eine Menge an Stellvertreterkriegen und Handelskriegen und darunter teils als Unfall kaschierter Mord und Todschlag. In beiden Systemsphären.
(1) ist einzig und alleine vernatwortlich für den Anstieg einer Unze Gold von 35 Dollars auf etwa 1.800 Dollar. Das macht etwa 98 Prozent Geldverschlechterung seit 1971 aus. Das ist genau so viel, wie die Reduktion des Silbergehaltes des Denars von Augustus (nahezu reines Silber) bis zum Ende der Herrschaft des Gallienus (auf 2 Prozent Silber und teils auch darunter). Das ist da, wo wir noch im Januar dieses Jahres letztmalig standen.
(2) arbeitet schon seit einigen Jahren im Verborgenen, spätestens seit dem Beginn des Ukraine-Krieges und den dadurch ausgelösten beschlagnahmungen und Enteignungen ausländischer Vermögenswerete war es logisch und nur eine Zeitfrage, dass das geschehen musste. Seit dem Anstieg von 2024 ist es praktisch so, dass es die Spartzen von den Dächern pfeiffen.
Die weiteren Auswirkungen von (2) sind:
- die Zölle der USA gegen China-Produkte und vielleicht dadurch ausgelöste Zölle Chinas gegen westliche Produkte und Zölle der EU gegen China-Waren.
- die auf hohem Niveau verharrenden US-Zinsen, die vor allem China hart treffen. Dort sollen Banken Dollarkredite in gigantischem Umfang aufgenommen haben. Kollateralschäden werden sich auch bald in westlichen Ländern zeigen.
Insofern ist noch lange nicht klar, wie schnell der Goldpreis steigen wird. Das er mittelfristig und unter Schwankungen weiter "steigt" ist sicher, solange sich von den USA und anderen westlichen Staaten weiter steigend verschuldet wird.
Thema rückwirkendes Gold- und Edelmetallverbot: Durch die Registrierung aller Käufe über 2.000 Euro in Deutschland ist das bereits umgesetzt, weil damit aufgrund der Aufzeichnungen eine Ablieferungspflicht durchsetzbar ist.