Zukunftsmusik
https://www.goldseiten.de/arti…eine-monetaere-Krone.html
Keiner kann wissen, was kommt. Überhaupt schon vorherzusehen, dass es irgendwann wieder Warengeld als gesetzliches Zahlungsmittel und Wertaufbewahrungsmittel in einem geben wird - das ist schon eine Nummer. Derzeit sieht das ganz anders aus. Das vorab.
Derzeit ist - für jeden übrigens klar erkennbar - Geld reines Zahlungsmittel.
Also muss jeder, der sein Geld nicht für Konsum ausgibt und das auch verstanden hat (denn nicht alles, was klar erkennbar ist, wird auch von jedem verstanden) dieses für Investitionen ausgeben, die die dem Geld innenwohnende, erbrachte Arbeitsleistung und derzeitige Kaufkraft konserviert (erhält) oder gar mehrt.
Banksparer, die über das notwendige Maß der Liquidität hinaus sparen, verstehen genau das schon mal nicht.
Wenn man investiert, dann ist vieles möglich. Ich kann in Menschen und Ideen und in Vertrauen in die Politik (Unternehmen) investieren,
ich lasse das Vertrauen in Menschen und Ideen weg, dann bleiben Immobilien, Wald und Ackerland.
Ich kann aber auch in Sachwerte investieren. Wenn ich glaube seherisch veranlagt zu sein investiere ich in Kunst, Antiquitäten, Edelsteine, Sammlermünzen, Briefmarken usw., also in das, dem ich real Werterhalt oder gar hohe Wertsteigerungen zutraue. Ich kann es auch mit Wein (hochkomplex (Lagerungsbedingungen, Reifung, Verfall) oder mit billigem oder hochwertigem Whisky, Weinbrand usw. machen. Mittel- und niedrigpreisiger Whisky bietet sich an, wenn man Krisen erwartet: gesoffen wird gerade dann. Zu fast jedem Preis.
J E D O C H:
ich kann mir auch, wenn ich einen Pickel auf meinem Knie los werden will, mit einer Bohrmaschine ein Loch in selbiges bohren, was nicht besonders klug ist. Gewiss: der Pickel ist dann weg. Allerdings: im Tausch gegen ein viel größeres Problem.
Also versuche ich es mit selber Denken:
Ein Währungsversagen zieht stets unfreie Märkte und Preisverzerrungen nach sich. Auf allen Löchern, in die man sich noch verkriechen könnte sitzen schon welche, die Eintrittsgelder verlangen, dass einem schlecht wird. Auf fast alle dieser Löcher (Aktien, Immobilien, hochwertige Kunstwerke) hat der Staat seinen Daumen drauf. Transaktionen werden aufgezeichnet und sei es nur über Kontoauszüge. Vermögensregister sind in Vorbereitung.
Also wenn man schon kaum mehr Möglichkeiten hat, muss man genauer hinsehen, rechnen. Ratios sind ein Weg, sich über Preise und Werte eine Meinung zu bilden. Märkte haben meistens Recht.
Gold und Silber beispielsweise sind seit den 90er Jahren gegenüber anderen Waren mit hoher Wertdichte teils kräftig gestiegen (z.B. gegen Indium und Platin). Diamanten sind künstlich herstellbar, die allermeisten wertvollen Edelsteine sind es auch oder es gibt gute Imitate. Betrugsrisiko ist überall. Viel bleibt da nicht mehr.
Das, was man kauft, sollte in Form von Weiterverarbeitung in Produkten eine Schlüsselstellung haben. Nur schwer oder besser: bei gleicher Qualität gar nicht ersetzbar sein. Je mehr Anwendungen, desto besser. Eine hohe, bis mittlere Wertdichte ist nicht schlecht. Alles, was unter einer Million je Kubikmeter liegt, kann Probleme (Lagerung / Sicherheit) machen und bringt hohe, laufende Kosten mit sich.