Beiträge von urai

    Mit CLQ habe ich mich auch seit längerem befasst. Sunrise ist ein Super-Projekt und CLQ beabsichtigt die ganze Wertschöpfungskette vertikal aufzubauen.


    Es gibt jedoch ein grosses ABER:
    Die Definitive Feasibility Study (DFS) 2018 geht von folgenden Preisen bei Nickel und Cobalt aus:
    - Ni: US $24,200/t resp. US$ 11/lb; aktuell ca. US$ 8/lb
    - Co: US$59,200/t resp. US$ 26.80/lb; aktuell ca. US$ 17/lb


    Die Produktion von Scandium hättte nur einen geringen Anteil am Verkaufserlös. Etwa 5% vom By-product credits zu Nickel. Der grösste Teil der By-product credits wäre Cobalt.


    Also wer auf Scandium setzen möchte, müsste das Original nehmen, welches am weitesten fortgeschritten ist: Scandium International. Scandium dürfte das Next Generation Metall sein. Mit Scandium können Fahrzeuge (Pw, Lkw) aber auch Schiffe und Flugzeuge leichter gebaut werden. Scandium ist für Aluminium gleich wie Niob für Stahl: Sc erhöht die Festigkeit.


    Nach Kupfer ist jetzt Nickel en vogue. Ich habe mich Anfang Januar für Conic Metals entschieden. Conic Metals ist quasi ein Produzent mit einem direkten Anteil von 8.56% resp. nach Rückzahlung der Debt 11.3% an der produzierenden Ramu Mine in PNG. Conic Metals wird den Namen in Nickel 28 wechseln.


    Zudem besitzt Conic Metals ein Portefeuille an Royalty-Assets. Werthaltig ist insbesondere das Nickel-Projekt Dumont in Kanada, NSR 1.75% Shovel ready. Auch Giga Metals hat gewisse Aussichten; ist jedoch in der Entwicklung weit hinter Dumont zurück. Zudem besitzt Conic u.a. eine GRR (Gross Revenue Royalty) von 1.7% auf Scandium International.


    urai
    P.S. Diejenigen welche Cobalt 27 hatten werden wahrscheinlich mit Conic Metals resp. Nickel 28 Mühe habe. Dies nur zur Info.

    Der Denkfehler ist insofern, als Flow-Through Aktien immer zu einem höheren Kurs verkauft werden, als der effektive Kurs der Aktien. Der Grund liegt darin, dass die abzugsfähigen Explorationskosten vom Investor geltend gemacht werden können; das Unternehmen kann diese Kosten nicht mehr steuerlich abschreiben.


    Oder auf dem Punkt: Das Unternehmen verzichtet auf den Steuer-Abzug der Explorationskosten; diese Kosten kann der Investor abziehen und dadurch seine Steuerbelastung reduzieren. Dafür zahlt der Investor einen höheren Preis. win-win.


    https://www.pwc.com/ca/en/indu…/flow-through-shares.html


    urai

    Heute ging es bei Trans Siberian Gold über 13% auf 112p hoch.


    Der Grund dürfte der Folgende sein:
    https://www.southbankresearch.…ter-Dec-20-Issue-22-1.pdf


    Ich kann die Qualität des Newsletter nicht einschätzen. Aber es ist Fakt, dass dieser Newsletter von Trans Siberian Gold NICHT bezahlt wurde,


    Das grösste Risiko in TSG besteht offenbar in der erhöhten Wahrscheinlichkeit von Erdbeben. Kann ich nachvollziehen. Daher auch die vorteilhaften Grades mit Deposits vulkanischen Ursprungs.


    Hier noch das Fazit des Autors, neben der wahrscheinlichen Dividendenrendite von >8% p.a.:


    "I rate it a buy up to 115p. My12-month target is 200p and my five-year target is 1,000p.That is based on the assumption that the dollar will trend lower for another five years, the gold price responds as I expect and the company reaches its 100,000 oz per annum goal."

    "Ich bewerte (TSG) als Kauf bis zu 115p. Das 12-Monats-Ziel ist 200 Pence und das Fünfjahresziel ist 1.000 Pence.
    Dies basiert auf der Annahme, dass der Dollar für weitere fünf Jahre nach unten tendieren wird, der Goldpreis wie erwartet reagiert und das Unternehmen sein Ziel von 100.000 Unzen pro Jahr erreicht."


    urai
    P.S. 10 GBP in 5 Jahren wären nicht schlecht; träumen darf man ja; ich wäre - neben der Rendite - schon mit der Hälfte zufrieden.

    Im Nachbarforum w:o hat peterhuber91 einen Brief mit Fragen an TSG geschickt; diese Fragen haben wir mit anderen Interessierten entwickelt. Anstelle einer Beantwortung der Fragen wurde uns sehr kurzfristig ein Investor-Call offeriert. Peterhuber91 und ich nahmen daran teil. Anschliessend haben wir eine Zusammenfassung der Erkenntnisse aus dem Call geschrieben und TSG zur Genehmigung vorgelegt. Selbstverständlich gab es keine Insider-Informationen; sämtliche Informationen sind recherchierbar.



    Zusammenfassung Investment Case
    (Zoom Meeting vom 24.11.2020 von 18:00 bis 19:00 MEZ)


    Gesprächspartner: Stewart Dickson, Director TSG


    Das Gespräch/die Informationen basieren auf der ppt-Präsentation vom 1.10.2020:


    http://www.trans-siberiangold.…-results-presentation.pdf



    1. Einschätzung Business Case


    Die strategische Ausrichtung ist durchdacht und kann für private Investoren verständlich kommuniziert werden. Hilfreich sind die auf den Punkt gebrachten Slides Nr. 7 und 18.


    Slide No. 7:
    a) die bestehende Operation in der Asacha Mine wird laufend nach den Prinzipen der Best Practices verbessert. Dies erfolgt u.a. durch die Anstellung von erfahrenem Personal ex Kinross


    b) Mit dem 2019 neu erworbenen Deposit Rodnikova mit JORC 1moz Gold besteht eine äusserst erfolgversprechende Plattform, um das Produktions-Potenzial von TSG mittelfristig auf rund 100koz Gold zu erhöhen. Rodnikova ist ca. 50km von der Asacha Mine entfernt. Die Infrastruktur ist noch nicht sehr ausgebildet. Strom sollte wie bei Asacha aus Dieselgeneratoren bzw. geothermischer Energie erzeugt werden.


    c) Die M&A-Bestrebungen (Meger&Acquisition) sind primär auf die Qualität ausgerichtet. Grundsätzlich ist man offen, Opportunitäten überall auf der Welt zu prüfen. Massgebende Kriterien sind u.a: Geologisches Moddell, Kompatibilität mit vorhandenem Know-how bei TSG, sicher Jurisdiktion, stabile politische Lage, etc.



    Slide No. 18:
    Der Business Case kann in zwei Bereiche geteilt werden:

    1. Die laufende Operation in der Mine Asache effizient und effektiv betreiben. Dabei wird der LoM (Life of Mine) sukzessive erweitert. Sehr zukunftsfähig dürfte sich die Vein 25 erweisen.


    2. Die Zukunftsfähigkeit von TSG stärken. Haupttreiber ist das Deposit Rodnikova.




    2. Operation/Exploration Asacha
    (massgebend sind die Slides Nr. 16 und 17)


    In diesem Jahr waren die Grades tiefer. Grund dafür waren die schwächer werdenden Grade in der Main Zone. Durch das Blending der neuen High Grade Vein25 mit den Erzen der Main Zone konnten die Processing Grades in q3/20 wieder ‚normalisiert‘ werden und somit die Oz Produktion wieder im Vgl. zu H1 gesteigert werden. Das realistische Ziel ist, den Mill Feed zwischen 8 und 8.5 Au g/t zukünftig stabil zu halten. Recovery auf gleich bleibendem sehr hohem Niveau.


    Während der laufenden Operation wird weiter (mit 2 Bohrgeräten vor Ort) exploriert. Aufgrund der klimatischen Bedingungen kann das ganze Jahr über - auch im Winter - gedrillt werden. Das Bohrprogramm läuft auf Hochtouren und es ist mit weiterem Newsflow zu rechnen.


    Zusammenfassend war die Exploration sehr erfolgreich und die Explorationskosten/oz befinden sich im untersten Quartil weltweit.




    3. Abwertungen von Ressourcen in 2018/2019


    Diese waren auf Änderung des geometrischen Modells, geografischer Lage und nicht zufriedenstellenden Graden zurückzuführen. Das Management konnte absolut überzeugend darstellen, dass eine geänderte operative Ausrichtung dies in Zukunft vermeiden sollte. Auch die Einstellung dies zu nicht zu verschleiern ist sehr löblich. Es wurde neues Humankapital auf allen Unternehmensebenen aquiriert. TSG ist jedenfalls heute technologisch und personell und vor allem bzgl. der Qualität der Ressourcen ein ‚anderes‘ - qualitativ-hochstehenderes Unternehmen als noch 2018.



    4. Was kann 2020 noch erwartet werden:


    - Bis Ende Jahr sollte die Scoping Studie (PEA) für Rodnikova vorliegen.
    (Unterschiedliche Szenarien wie eigene Mill oder auch Zulieferung reines Konzentrats zur Asacha Mine werden gerade bewertet.)
    - Das BoD wird die Guidance für die Dividende für das Geschäftsjahr 2020 bekanntgeben.



    5. Share structure


    TSG verfolgt einen genauen Plan bezüglich Share-Structure. Eine höherer Float soll die Möglichkeit für institutionelle Anleger erhöhen und die Liquidität erhöhen. Größere Deals – wie z.B. jener mit Mr. Spencer – werden gemanaged und nicht einfach - den Aktienpreis belastend - auf den Markt geworfen.



    6. Fazit


    Trans Siberian Gold legt grossen Wert darauf, auch die privaten Investoren über den Business Case mit dem aktuellen Geschäftsgang sowie den strategischen Stossrichtungen auf dem Laufenden zu halten. Wie schon die RNS sowie die ppt Präsentationen zeigte das Gespräch die hohe Professionalität und die Glaubwürdigkeit, mit welcher die Verantwortlichen kommunizieren. Besonders bemerkenswert ist die zukunftsfähige Entwicklung des Business unter Beibehaltung der Dividenden-Fähigkeit und Wachstumsstrategie. Der nächste Katalysator wird die Veröffentlichung der Rodnikova Scoping Study in naher Zukunft sein.


    urai

    Exploration Drilling Update Further High-Grade Results at Asacha Gold Mine


    Link:
    https://ir.q4europe.com/Soluti…cle.aspx?storyid=14853854


    Ich bin nicht Spezialist im Interpretieren von Bohrresultaten. Selbstverständlich sind die Ergebnisse hochgradig, jedoch nicht übermässig lang und breit. Es handelt sich um die Vein 25; Ich gehe davon aus, dass diese Vene das Minenleben der Asacha Mine weiter verlängern kann. Die V25N ist in der Länge nach Norden und in der Tiefe offen.


    Mehr Klarheit wird die neue Ressourcenschätzung per Ende 2020 bringen. Inzwischen wird weiter gedrillt. Vom wirtschaftlichen Punkt aus gesehen sind die Drillkosten von ca. $14.29/oz akzeptabel.


    urai

    Q3 Production & Operations Update[


    Q3 Highlights
    · Total gold doré production of 11,570 oz. (Q2 2020: 11,419 oz.)
    · Average gold grade stable at 7.4 g/t (Q2 2020: 7.6 g/t)
    · September 2020 recorded an average gold grade of 8.9 g/t
    · Average realised gold price increased by 9.2% QoQ to $1,899/oz. (Q2 2020: $1,738/oz.)
    · Gold revenue increased by 6.5% QoQ to $21.0 million (Q2 2020: $19.7 million)


    Link:
    https://ir.q4europe.com/Soluti…cle.aspx?storyid=14848177



    Die Vorgaben wurden eingehalten. Die Transition sollte friktionslos verlaufen. Die Grades steigen wieder, per September 8.9g/t. Die Vein 25 sollte halten, was man vor ihr erwartete. Covid-19 hat nur einen geringen negativen Impact.


    2020 sollte noch die Scopy Study (PEA) für Rodnikova kommen. Offen ist noch die neue Dividenden-Policy des BoD; sollte auch noch 2020 kommen.


    urai

    Ja wäre tatsächlich interessant. Nur dazu müsste man in die Tiefen der SEC-Filings gehen. Und auch dann wäre es schwierig, dies nachzuvollziehen.


    Die ganze Transaktion ist schon sehr kompliziert. Zuerst hat die börsenkotierte Investmentfirma Mudrick MUDS, Hycroft gekauft - alles Assets und alle Schulden. Anschliessend wurde refinanziert u.a. mit Sprott, MUDS in HYMC umtransferiert - und anschliessend HYMC an die Börse gebracht.


    Der damals (Sommer 2020) ermittelte Wert wurde mit 10$ festgelegt. Dies entsprach damals ca. 0.28x des NAV. Bei einem Goldpreis von $1,300 und einem Silberpreis von $17.33.


    Die ganz entscheidende offene Frage ist nicht finanzieller, sondern technischer Natur: Gelingt es Hycroft das im Pilotbetrieb getestete Leaching-Verfahren mit Soda Asche profitabel in die grosstechnische Anwendung mit 110ktpd erfolgreich zu überführen.


    Aktuell sind sämtliche Voraussetzungen dafür gegeben: 18moz AuEq Reserves, alle Permits, Finanzierung, neuer CEO mit entsprechender Expertise, Gold- und Silberpreis. Sollte dies mittelfristig gelingen, dann wäre Hycroft hochprofitabel.


    urai

    Dachte es wurden auch Optionen zu 10,50$ ausgegeben


    Ja das stimmt; es sind Warrants. Aber diese Warrants haben jetzt noch keinen Einfluss; sie sind aus dem Geld. Es macht keinen Sinn, Warrants einzulösen und Aktien zu 10.50$ kaufen und diese anschliessend zu rund 7$ wieder zu verkaufen. Mir ging es darum zu erkennen, woher der Verkaufsdruck gekommen ist. Der konnte nur von einem Institutionellen kommen, der seine Position reduziert hat - und logischerweise auch an der KE nicht teilgenommen hatte. Das wäre jetzt geklärt. Die Kleinanleger hatten ja vor der KE nur 600k Aktien.
    urai

    Aktueller Lagebericht


    Der Kurssturz von HYMC, seitdem die genauen Konditionen mit 9$ bekannt sind - erahnen konnte man sie schon vorher - war trotzdem "bemerkenswert". Für Investierte >10$ frustrierend. Die Ausgangslage vor der Kapitalerhöhung war wie folgt:


    - 50,160,042 Aktien, 100% Free-Float,
    - davon 98.8% bei institutionellen Investoren
    - daher 1.2% resp. 600k bei unbekannten Klein-Anlegern.


    Link:
    https://www.marketscreener.com…DING-CO-42075757/company/



    Allein an der Nasdaq wurden seit 1.10.2020 (1 Tag vor def. Ankündigung der Konditionen) bis gestern ca. 3.6m Aktien gehandelt. Dazu kommt noch das Volumen auf anderen Handelsplattformen.


    Die Kapitalerhöhung ist jetzt durch und die ersten Details dazu sind ersichtlich. Es ist so, wie Hycroft es im letzten Monat gesagt hat: Zwei Hauptaktionäre haben ihre Unterstützung für eine Finanzierung zugesagt und eingehalten



    Anzahl Aktien aus Kapitalerhöhung: 9,583,334 zu 9$ brutto


    Mudrick Capital Management, L.P.
    Bestand vor KE: 21,981,235 (43.8%)
    Beteiligung KE: 3,222,222, resp. 29m$



    Highbridge MSF International Ltd.
    Bestand vor KE: 6,906,880 (13.8%)
    Beteiligung KE: 833,333, resp. 7.5m$



    Die beiden Hauptaktionäre haben daher 4m Aktien, resp. über 42% für 36.5m$ übernommen.



    Jetzt ist immer noch die Frage: Warum der Kurssturz.


    Sehr bedenklich wäre, wenn Hycroft - wie in der Vergangenheit - operationelle Probleme hätte, welche als Gerüchte durchgesickert sein könnten. Das dürfte jedoch nicht der Grund sein.


    Seit gestern besteht mehr Klarheit. Es handelt sich um Verkäufe des zweitgrössten institutionelle Aktionärs Whitebox Advisors LLC:
    Bestand vor KE: 13,012,516
    Verkauf während KE: 4,102,158
    Bestand nach KE: 8,910,358


    Link:
    https://sec.report/Document/00…/0000919574-20-006294.txt


    Es ist jetzt gut möglich, dass die Verkaufswelle durch ist. Offenbar hat sich bei Whitebox Advisors LLC die Interessenlage geändert und die Verantwortlichen haben die Chance genutzt - dank dem höheren Volumen, jedoch zu sinkenden Kursen - ihren Anteil um 4m Aktien zu reduzieren. Unter Berücksichtigung der Kapitalerhöhung hält Whitebox Advisors LLC immer noch 14.9%.



    Als nächsten Meilenstein steht das Reporting für das 3. Quartal 2020 an. Viel wichtiger dabei wird sein, wie die neue CEO Diane Garrett die zukünftige Entwicklung beurteilt. Alleine mit der Kapitalerhöhung - ohne Warrants - dürfte HYMC jetzt für 2 Jahre durchfinanziert sein und die gemäss FS geplanten - und für den Aufwuchs notwendigen - Investitionen tätigen können. Ich bleibe investiert und habe diese Woche um 7$ aufgestockt.


    urai

    Heute - vordergründig - eine "kleine" Kursschwäche - die Kursgewinne dieser Woche werden wieder abgegeben.
    Aber heute ist Ex-Dividende. 8USc resp. 6GBX pro Aktie werden in GBP am 6.11.2020 ausbezahlt. Dies zur Info.
    urai

    Ich kommen nochmals auf das Verfahren zurück, welches von ehemaligen ANV-Aktionären und jetzigen Warrants-Inhaber von Hycroft Mining bei der Börsenaufsicht SEC anbegehrt werden soll.


    Ausgangslage war: rund 17% von Hycroft vor Mudrick Transaktionen resp. Finanzierungen war für die ehemaligen ANV-Aktionäre reserviert. Dafür wurden 12,721,623 warrants ausgegeben.


    Vor der Mudrick-Transaktion waren die Konditionen wie folgt:
    - 1 Warrant für 1 Aktie zu einem Preis von rund 11.50$


    Nach der Mudrick-Transaktion - und vor allem Refinanzierung - sind die Konditionen wie folgt:
    - ca. 4 Warrants für 1 Aktie zu einem Preis von 44.82$


    Also selbst wenn die Kläger recht bekämen, wovon ich aktuell nicht ausgehe, müssten die Warrant-Inhaber zur Zeit massiv mehr bezahlen als wenn sie die Aktie am freien Markt kaufen würden - Kaufpreis 11.50$, resp. Aufpreis über 50%. Aktuell planen die ehemaligen ANV-Aktionäre eine Informationsoffensive in Radio, TV und Social Media.


    Das ist für mich als jetziger HYMC-Aktionär ein absoluter Non-Event. Massgebend ist jetzt, dass das Closing der KE fristgerecht und wie geplant per 6.10.2020 erfolgt und die Mine basierend auf den Parametern der FS stetig hochgefahren werden kann. Mit den jetzigen Gold- und Silberpreisen wäre Hycroft damit in rund 3 Jahren eine Cashcow.


    urai

    Ich gehe weiterhin davon aus, dass der Grund für den Kursrutsch gestern und in der letzten Woche mit den eher enttäuschenden Konditionen für die Kapitalerhöhung liegen dürfte. Es war aber klar, dass Hycroft eine Initial-CAPEX von 61m$ für 2 Jahre braucht. Für 5 Jahre sind es 225m$. Ein Teil der CAPAX nach 2 Jahren kann - wenn technisch alles klappt - mit Free Cashflow finanziert werden.


    Mit der aktuellen Kapitalerhöhung nimmt HYCM 75m$ ein. Zusätzlich dürften die 1.25m Einheiten à 8.505$von den Underwritern ausgeübt werden; gibt zusätzlich 10m$.


    Unschön ist, dass HYMC im Juni zu 10$ an die Börse gebracht wurde und der Emmisionspreis jetzt unterhalb dieser 10$ liegt. Auch der dazugehörende Warrant ist mit einem Ausübungspreis von 10.50$ auf 5 Jahre eher bescheiden. Aber er stellt sicher, dass in der Initialphase von 5 Jahren nochmals 87m$ eingenommen werden können.


    Brutto handelt es sich bei dieser Kapitalerhöhung inkl. Warrants um 185m$ (USD). Andere Miner rennen einer solchen Finanzierung jahrelang hinterher - wenn ich so an KEFI mit seinen 221m$ denke. Das Closing wird per 6. Oktober 2020 erwartet.


    Gestern konnte jeder - der an das Potenzial von HYMC glaubt - zu unter 8$ kaufen. HYMC ist eine gigantische Wette darauf, dass es Diane Garrett gelingt, die Mine gemäss FS hochzufahren. Dann könnte sich HYMC mit den aktuellen Parametern (gestiegene Gold- und Silberpreise) und den angestrebten neuen Paramtern (höhere Recovery) - gegenüber der FS - als hoch profitabel erweisen.



    urai
    P.S. Ich habe meinen Bestand gestern wieder auf das Ursprungsniveau erhöht. Gegenüber den anderen Minern, welche ich besitze, habe ich hier zum Teil neues Kapital eingeschossen.

    Auch wenn der Vorgang schon viele Jahre zurückliegt: Die Beschwerden der Kläger klingen zumindest vernünftig und lassen vermuten, dass Hycroft die Benachteiligungen irgendwie wird kompensieren müssen.

    Ich habe den Case studiert. Grundsätzlich geht es darum, dass die alten ANV-Aktionäre Warrants mit einem Verwässerungsschutz erhalten haben. Dabei wurde ihnen ein Anteil von rund 17% an der Mine Hycroft garantiert.


    Durch die Transaktionen und dem Investment von Mudrick von 200m USD soll jedoch gemäss dem Warrant-Agreement der Fall "Fundamental Change" (Grundlegende Änderung) eingetreten sein. Folglich soll der Verwässerungsschutz nicht mehr anwendbar sein.


    Hier die Antwort des Rechtsvertreters von Hycroft:
    https://investorshub.advfn.com…aspx?message_id=158509832


    Es ist wirklich eine Auslegungsfrage. Ohne Zweifel wurden die alten ANV-Aktionäre von Mudrick und den ex ANV resp. ex Hycroft Managern Randy Buffington und Stephen M. Jones "über den Tisch gezogen".


    Ob sich da Ansprüche durchsetzen lassen, ist im amerikanischen Rechtssystem absolut offen. Falls die Position von Hycroft schwach wäre - was ich nicht glaube - gäbe es einen Vergleich. Andernfalls eine jahrelange juristische Auseinandersetzung.


    Ich denke nicht, dass dieser Case für den gestrigen und heutigen Kursverfall verantwortlich ist. Es sind eher die enttäuschenden Konditionen für die Kapitalerhöhung, unterhalb des Ausgabepreises von 10 USD bei Börsengang vor ein paar Wochen.


    urai

    ... Das PP zu 9 $ US sollte nicht die Ursache sein...

    Ich habe keine andere Erklärung. Die 9 USD waren absehbar. Vorinfo waren 65mUSD mit 7.2m Shares. Ich hatte bei 11 USD reduziert; und jetzt zu 7.90 USD wieder zurückgekauft. Ich denke unter 9 USD kann man mit Hycroft nicht viel falsch machen. Nächster Meilenstein dürften die Info für das 3. Quartal und den unmittelbaren Ausblick sein. Dann mit der neuen CEO Diane Garrett.
    urai

    Ja, das klingt richtig vernünftig und bekräftigt meine Einschätzung aus Beitrag # 1.

    Ja, Nebelparder. So wie es aktuell aussieht, hast Du da wirklich eine aussergwöhnliche - und vor allem - hochprofitable Kleinst-Perle gefunden; welche sogar noch Aufwuchs-Potenzial besitzt. Ohne Dich wäre ich auf jeden Fall nicht auf TSG aufmerksam geworden. Vielen Dank.
    urai

    Long Term Incentive Plan


    Vor gut einem Monat hat Trans Siberian Gold einen Long Term Incentive Plan für ihr Management eingeführt. Man kann auch sagen: Share-based Compensation (Aktienanreizsystem). Macht Sinn; die Post-Kommunisten lernen (kleine Joke), nicht schnell bei TSG, aber sie lernen.


    Das Ziel ist klar: Shareholder Value steigern, indem die Verantwortlichen zu (sehr) guten Entscheiden "motiviert" werden.


    Link:
    https://files.q4europe.com/new…SiberianGold_14795483.pdf



    Interessant sind die Bedingungen:


    - Das Programm ist auf 3 Jahre, d.h. bis 23. August 2023 festgelegt


    - Die effektive "Belohnung" ist an den Shareholder Value gekoppelt, bestehend aus höherem Aktienkurs und bezahlten Dividenden.


    - Die Berechtigten erhalten die Aktien zum Preis (Nominalwert) von 0.1 GPB


    - Sie werden nur bei einem Minimalkurs per 23.8.2023 von 1.09 GBP ausbezahlt (25%) und erhöht sich dann linear auf 100% bei einem Kurs von 1.50 GBP.


    - Die zugeteilten Anzahl Aktien werden mit 1.5 multipliziert, wenn der Aktienkurs per 23. August 2023 1.9 GBP oder höher notiert.


    - Das aktuelle Programm umfasst 1.3m Aktien, plus evtl. 50% (siehe oben).



    Das ist jetzt wirklich ein intelligentes Programm, welches mit den Interessen der Aktionäre vereinbar ist. Wenn ich da an die kanadischen Programme denke, wo sich Directors und Officiers zu Kursen bedienen, weit unterhalb des jeweiligen Aktienkurses und ohne geringste Koppelung an die Performance. Und das meistens, indem Directors (Aufsichtsrat)/Officers (Management) Doppelfunktionen ausüben. Mit den entsprechenden negativen Konsequenzen für die Aktionäre, da die Dilution (Verwässerung) überproportional zunimmt.



    urai

    Auf den ersten Blick waren die Finanzzahlen für das 1. Halbjahr nicht sehr gut. Angesichts der massiven Dividendenerhöhung lohnt sich, genauer hinzuschauen. Ich habe mir jetzt die Zeit genommen, den Abschluss per 1. Halbjahr 2020 im Detail anzuschauen.


    Am Schluss von Mining, Processing, Refined zählt schlussendlich - und nur das zählt, wieviele Unzen Gold konnten verkauft werden. Diese Schlüsselzahl ist dann auch massgebend, die AISC zu berechnen.


    Im 1. Halbjahr 2019 konnten 22,062 Unzen Gold und im zweiten Halbjahr 17,194 Unzen Gold verkauft werden. Eine Differenz von minus 4'868 ozAu oder minus 22.1%. Demgegenüber blieb der Umsatzerlös +/- gleich bei rund 30mUSD. Dies darum, weil der durchschnittliche Goldpreis von 1,312 USD/oz auf 1,691 USD/oz gestiegen ist.


    Jetzt stellt sich die Frage nach dem Grund für die Minderproduktion. Obwohl mehr Erz (Ore) abgebaut werden konnte, sank die Produktion. Dies hängt mit den tieferen Grades zusammen - 2020: 6.4g/t, 2019: 8.6g/t. Bedingt durch die tiefere verkaufte Menge Gold stiegen logischerweise die AISC per oz. gold auf $1,021/oz. (H1 2019: $850/oz.)



    Der Grund für die tieferen Grades ist folgender, Zitat(Alexander Dorogov, CEO of TSG):
    "...a year of transition from the Main Zone to the East Zone of the Asacha Gold Mine. As anticipated and in line with our mining plan, we have mined lower grades in the first half of this year. We successfully adjusted for this during the second quarter, when we began to process high-grade ore from Vein 25 North ..."


    2020 war ein Jahr des Überganges von der Hauptzone in die Ostzone der Asacha Goldmine. Dadurch wurden im 1. Halbjahr - im Einklang mit dem Minenplan - tiefere Grades abgebaut. Im 2. Quartal 2020 wurde mit der Verarbeitung von höherwertigem Erz aus der Vein 25 Nord begonnen.


    Und ganz wichtig:
    "Firmly on track to achieve full year production guidance of 38,000-42,000 oz."

    "Fest auf dem richtigen Weg, um die Produktionsprognose für das Gesamtjahr von 38.000 bis 42.000 Unzen zu erreichen."



    Zur Dividenden-Erhöhung:
    Wenn eine Dividende so drastisch erhöht wird, stellt sich unweigerlich die Frage, ob TSG sich das auch leisten kann. Zur ausserordentliche hohen Interims-Dividende, Kommentar CEO TSG:
    "Angesichts der Stärke der operativen Leistung und des günstigen Handelsumfelds ist das BoD zuversichtlich, dass die erwartete Cash-Generierung im zweiten Halbjahr 2020 erfolgt."


    Die aktuelle Cash-Situation sieht wie folgt aus:
    The cash balance increased by 31% from $8.7 million at 31 December 2019 to $11.4 million. Also per 30. Juni besass TSG Cash in der Höhe von 11.4mUSD. Die Dividendezahlung beansprucht rund 7mUSD. Eine neue Dividenden-Policy wird aktuell erarbeitet.




    Und jetzt zum alles entscheidenden Ausblick; das 3. Quartal ist ja bereits gelaufen:


    "Current Trading & Outlook:
    The Group’s operational performance in Q3 2020 to date has been in line with Q2 2020 during which it produced 11,419 oz. of gold with an average feed grade of 7.57 g/t."

    "Aktueller Handel und Ausblick:
    Die bisherige operative Leistung des Konzerns im dritten Quartal 2020 entsprach dem zweiten Quartal 2020, in dem 11.419 Unzen produziert wurden. Gold mit einem durchschnittlichen Gehalt von 7,57 g / t.



    Fazit:
    Im 3. Quartal haben sich die Grades tatsächlich wieder erhöht. Mit dem gestiegenen Goldpreis kann von einer Steigerung des Umsatzerlöses ausgegangen werden. Falls der Goldpreis auf diesem Niveau bleibt, ist TSG eine wahre Cashcow.



    urai

    Ich habe eine Frage zur AIM in London.


    Schon als ich Mkango kaufte und verkaufte hatte ich gewisse Schwierigkeiten mit der Abwicklung. Bei KEFI Gold and Copper gingen die Käufe und die Teilverkäufe recht zügig.


    Gestern versuchte ich zusätzliche TSG zu kaufen. Obwohl ich den Kauf mit dem Ask-Preis plus 1p limitierte, wurde ich nicht bedient - obwohl Aktien (unter diesem Preis) gehandelt wurden. Und das über Stunden. Auch das Nachziehen der Limite ergab keinen Abschluss. Heute die Kursreaktion in der ersten Stunde - höflich ausgedrückt - extrem bescheiden. Aber ich bin fast sicher, dass ich keine TSG zu den abgeschlossenen Kursen erhalten hätte.


    Jetzt zur Frage - dies betrifft vor allem Titel mit relativ enger Marktbreite: Weiss jemand von Euch, nach welchen Prioritäten Aufträge bei der AIM abgewickelt werden - und warum gibt es diese Schwierigkeiten?


    Für ein Feedback bedanke ich mich bestens.
    urai