Daher sollte man Minen auch stets nur mit engem Stopp-Loss halten
Das halte ich wie schon öfter dargestellt für falsch. Gerade an der TSX.
Ein paar schnelle, unsortierte Gedanken zu meinen Stop-Loss Prinzipien
- Situationsabhängig – Jeder Trade verlangt eine individuelle Stop‑Loss‑Festlegung, angepasst an Marktvolatilität, Zeithorizont und persönliche Risikotoleranz.
- Trailing‑Stop bevorzugen – Der nachlaufende Stop folgt dem Kurs nach oben (bei Long‑Positionen) und sichert Gewinne automatisch, ohne ständiges Nachjustieren.
- Individuell & manuell mit Kursalarmen – Nutze Smartphone‑Push‑Benachrichtigungen, um selbst zu entscheiden
- Enge Stops (sagen wir ca 3‑5 %) bei volatilen Titeln sinnlos – In stark schwankenden Märkten führt ein zu enger Stop häufig zu vorzeitigen Ausstiegen durch normales Kursrauschen.
- Stop‑Loss kann abgefischt werden – Manche Marktteilnehmer jagen gezielt Stop‑Orders („Stop‑Hunting“) und lösen sie künstlich aus, um daraus Profit zu schlagen.
- Slippage – Bei schnellen Kursbewegungen wird die Order oft zu einem schlechteren Preis ausgeführt als das gesetzte Stop‑Niveau.
- Risiko des Rebounds nach dem Ausstoppen – Ein zu eng gesetzter Stop kann mich aus einer Position drängen, kurz bevor sich der Kurs erholt
In einigen Banken/Depots setze ich gelegentlich extrem hohe Verkaufs‑Limit‑Orders.
Dadurch werden die betreffenden Aktien für das Verleihen (Securities‑Lending) gesperrt, weil sie als zum Verkauf angeboten gelten.
Die meisten Positionen kaufe ich über Broker meine Bestände nicht verleihen(von Haus aus oder Opt-Out).
Wenn mit meinen Aktien schon geshortet wird möchte ich davon Profitieren, also lasse ich mich für den Verleih bezahlen(„Lending‑Income“).
Hier mal eine Broker Übersicht, fehler vorbehalten.
Broker‑Übersicht: Wer verleiht deine Aktien – und wer zahlt dir dafür?
| Broker | Securities‑Lending‑Programm | Opt‑Out‑Möglichkeit | Vergütung (typisch) | Hinweis zur Nutzung |
|---|
| Interactive IBKR (Interactive Brokers) | Ja – globales „Stock‑Loan“‑Programm. Du kannst einzelne Titel auswählen, die du verleihen willst, oder das gesamte Portfolio ausschalten. | Ja (Einstellungen → Account Settings → Securities Lending) | Zinsen, die je nach Aktie und Marktbedingungen variieren (oft 0,5 % – 3 % p.a.). Auszahlung erfolgt monatlich auf das Cash‑Balance‑Konto. | Ideal, wenn du volle Kontrolle über jedes Wertpapier haben willst. |
| DEGIRO | Ja – „Securities Lending“ wird automatisch für ausgewählte, liquide Aktien aktiviert. | Nein (derzeit kein Opt‑Out). | Einnahmen werden anteilig an die Kunden ausgeschüttet; typischer Bereich 1 % – 2,5 % p.a., abhängig vom Titel. | Gut für kostengünstige Konten, aber du hast keinen manuellen Ausschluss einzelner Positionen. |
| Trade Republic | Ja – seit 2022 gibt es ein optionales „Share‑Lending“‑Feature. Du kannst im App‑Menü das Lending aktivieren bzw. deaktivieren. | Ja (einfach per Schalter ein-/ausschalten) | Durchschnittlich 1 % – 2 % p.a.; die Auszahlung erfolgt quartalsweise in Euro. | Sehr nutzerfreundlich, aber das Angebot gilt nur für ausgewählte, stark gehandelte Aktien/ETFs. |
| Flatex (jetzt flatex depot) | Ja – Flatex bietet ein „Securities‑Lending‑Programm“ für bestimmte Aktien/ETFs. | Ja (über das Kunden‑Portal lässt sich das Lending pro Titel deaktivieren) | Renditen liegen meist zwischen 0,8 % – 2,2 % p.a.; Auszahlung monatlich. | Für deutsche Anleger praktisch, weil alles in Euro abgewickelt wird. |
| Comdirect | Ja – „Securities‑Lending“ ist für alle Depotkunden aktiv. | Ja (im Online‑Banking unter „Depot → Verleihoptionen“ kannst du einzelne Positionen sperren) | Zinsen variieren stark (0,5 % – 3 % p.a.) und werden halbjährlich gutgeschrieben. | Kombiniert klassische Bankservices mit einem relativ transparenten Lending‑Report. |
| ING‑DiBa (ING Deutschland) | Ja – ING bietet ein „Securities‑Lending“ für ausgewählte Titel an. | Ja (Im Konto‑Dashboard lässt sich das Lending pro Aktie an- bzw. ausschalten) | Typische Rendite 0,7 % – 2,5 % p.a.; Auszahlung jährlich. | Einfach zu bedienen, aber das Angebot ist nicht für alle Produkte verfügbar. |
| Swissquote (Schweiz) | Ja – umfassendes „Securities‑Lending“ für internationale Aktien/ETFs. | Ja (Optionen im „Portfolio‑Management“) | Zinsen je nach Markt 1 % – 4 % p.a.; Auszahlung vierteljährlich. | Besonders attraktiv für Schweizer Kunden, die in globale Märkte investieren. |
| Saxo Bank | Ja – „Saxo Share‑Lending“ für ein breites Spektrum an Aktien/ETFs. | Ja (im „Account Settings“ lässt sich das Lending global deaktivieren) | Renditen 1 % – 3 % p.a.; monatliche Gutschrift. | Sehr umfangreiche Plattform, geeignet für erfahrene Trader. |
| Robinhood (USA) | Ja – „Cash‑Management“ nutzt automatisch deine nicht‑verwendeten Aktien für Lending. | Nein (kein Opt‑Out). | 1 % – 2 % p.a. (je nach Titel); Auszahlung monatlich. | Nur für US‑Kunden, aber ein gutes Beispiel für ein vollständig automatisiertes Modell. |
Was du beachten solltest
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Opt‑Out‑Funktion
- Wenn du verhindern willst, dass deine Aktien verliehen werden, wähle einen Broker mit klarer Opt‑Out‑Möglichkeit (z. B. Interactive IBKR, Trade Republic, Flatex, Comdirect, ING‑DiBa).
- Ohne Opt‑Out (z. B. DEGIRO) werden deine Titel automatisch verliehen, sobald sie im Programm gelistet sind.
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Vergütungsmodell
- Die Höhe der Zinsen hängt stark vom jeweiligen Titel, seiner Liquidität und dem aktuellen Markt‑Nachfrage‑Angebots‑Verhältnis ab.
- Viele Broker teilen die erhaltenen Leihgebühren zu 70 % – 90 % an ihre Kunden aus; die restlichen Prozentsätze behalten sie als Service‑Gebühr.
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Steuerliche Behandlung
- In Deutschland gelten die erhaltenen Lending‑Erträge als Kapitalerträge und unterliegen der Abgeltungssteuer (25 % zzgl. Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer).
- Einige Broker stellen Jahresbescheinigungen bereit, die du in deiner Steuererklärung angeben musst.
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Risiko‑Aspekte
- Beim Verleihen deiner Aktien gibst du dem Entleiher das Recht, Stimmrechte (z. B. bei Hauptversammlungen) auszuüben.
- Sollte der Entleiher ausfallen, wird das Collateral (Sicherheiten) liquidiert, um deine Position zu decken – das Risiko ist jedoch bei etablierten Brokern gering.
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Kombination beider Strategien
- Du kannst hohe Verkaufs‑Limit‑Orders in deinem Hausdepot (z. B. bei deiner Hausbank) setzen, um das Verleihen dort zu blockieren, und gleichzeitig über einen anderen Broker (z. B. Interactive IBKR) dieselben Titel aktiv verleihen lassen.
- So behältst du die Flexibilität, je nach Marktlage zwischen „Sperren“ und „Verdienen“ zu wechseln.
Schnell‑Checkliste für dich
| Ziel | Empfohlener Broker |
|---|
| Keine Verleih‑Möglichkeit (nur Halt) | Interactive IBKR (Opt‑Out), Trade Republic (Schalter), Flatex (Deaktivierung) |
| Passives Einkommen durch Verleih | DEGIRO (automatisches Lending), Swissquote (hohe Renditen), Saxo Bank (große Auswahl) |
| Beides flexibel kombinieren | Halte das Depot bei deiner Hausbank (mit hohen Verkaufs‑Orders) und eröffne ein zweites Konto bei Interactive IBKR oder Trade Republic, wo du gezielt verleihen kannst. |
Fazit:
Die meisten großen Online‑Broker bieten heute ein Securities‑Lending‑Programm an – manche erlauben dir, einzelne Positionen zu sperren, andere laufen komplett automatisch. Wähle den Anbieter, der zu deiner gewünschten Balance zwischen Kontrolle (keine Verleih‑Risiken) und Ertragsoptimierung (Zinsen aus dem Verleih) passt. Wenn du weitere Details zu einem konkreten Broker (z. B. Anmeldeprozess, Gebührenstruktur) brauchst, sag einfach Bescheid!