in Norwegen naheliegend:
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Equinor – Energie‑Mix (nach Quelle ClientEarth)
| Energieträger | Anteil am Gesamt‑Energie‑Mix* |
|---|---|
| Konventionelles Öl (inkl. Tiefsee‑Öl) | ≈ 55 % |
| Erdgas (inkl. Schiefer‑/Fracking‑Gas) | ≈ 41 % |
| Erneuerbare Energien (gesamt) | ≈ 4 % |
*Die Zahlen stammen aus dem ClientEarth‑Report “The Greenwashing Files – Equinor”, in dem Equinor selbst angibt, bis 2026 einen Renewable‑Share von nur 4 % zu erreichen, während 55 % des Mixes aus Öl und 41 % aus Gas bestehen.
Was lässt sich über die einzelnen Teilbereiche sagen?
| Teilbereich der Erneuerbaren | Verfügbare Information |
|---|---|
| Photovoltaik (Solar) | Erwähnt als „On‑shore Solar“, aber kein konkreter Prozentwert. In den letzten Jahresberichten macht Solar nur einen sehr kleinen Teil der erneuerbaren Kapazität aus (ein‑bis‑zwei % der Gesamtkapazität). |
| Windkraft (On‑shore & Offshore) | Hauptfokus von Equinor im Bereich Erneuerbare. Das Unternehmen betreibt das weltweit größte Portfolio an Floating‑Offshore‑Wind und plant bis 2026 4‑6 GW neue Offshore‑Windkapazität. Der Großteil der 4 %‑Renewable‑Share stammt also aus Wind (Schätzungen liegen bei ≈ 70‑80 % des erneuerbaren Anteils). |
| Wasserkraft | In Norwegen stark vertreten, aber bei Equinor wird Wasserkraft nicht als eigenständiger Geschäftsbereich ausgewiesen – sie wird eher als Teil des Strombezugs aus dem norwegischen Netz betrachtet. Der Anteil ist daher vernachlässigbar (< 5 % der erneuerbaren Kapazität). |
| Sonstige Low‑Carbon‑Lösungen (z. B. Wasserstoff, CCS) | Nicht im klassischen „Energie‑Mix“ enthalten, sondern als separate Investitionsbereiche. |
Warum keine detailliertere Aufschlüsselung verfügbar ist
- Unternehmensberichte (Jahres‑/Nachhaltigkeitsberichte) geben nur aggregierte Kategorien (Öl, Gas, Renewables) an.
- Keine öffentlichen Daten zu den genauen Anteilen von Schiefer‑/Fracking‑Öl, Tiefsee‑Öl, oder einer feinen Aufteilung innerhalb der erneuerbaren Quellen (PV vs Wind vs Hydro).
- Die ClientEarth‑Analyse fasst die wichtigsten Punkte zusammen, liefert jedoch keine weitergehende Granularität.
Norway – Strom‑/Energimix (letzte veröffentlichte Daten, 2023/24)
| Erzeugungsart | Anteil am gesamten Strommix* |
|---|---|
| Wasserkraft | ≈ 92 % |
| Windkraft (on‑shore + off‑shore) | ≈ 6 % |
| Gas (inkl. Import‑ und Backup‑Kraftwerke) | ≈ 1 % |
| Kohle | < 0,1 % (praktisch vernachlässigbar) |
| Öl | < 0,1 % (nur sehr geringe Notreserve) |
| Photovoltaik (Solar‑PV) | ≈ 0,5 % (wenige MW, steigender Trend) |
| Kernenergie | 0 % (kein Kernkraftwerk in Betrieb) |
*Die Zahlen ergeben sich aus den aktuellsten Statistiken von Our World in Data und dem Norwegischen Energie‑Fact‑Sheet (2023‑2024). Dort wird angegeben, dass rund 90 % – 93 % des Stroms aus Wasserkraft stammen, 5 % – 8 % aus Wind und etwa 1 % aus Gas. Kohle, Öl und Kernenergie werden praktisch nicht mehr genutzt; Solar‑PV trägt nur einen Bruchteil eines Prozentpunkts bei, wächst jedoch kontinuierlich (Stand 2023 ≈ 300 MW installierte Leistung).
Kurz erklärt
- Wasserkraft ist das Rückgrat des norwegischen Netzes – das Land besitzt die größte Speicherkapazität Europas und kann flexibel auf Schwankungen reagieren.
- Wind hat in den letzten Jahren stark zugelegt (insbesondere On‑shore‑Windanlagen an der Küste); Offshore‑Windprojekte befinden sich noch im Aufbau.
- Gas dient ausschließlich als Reserve‑ oder Ausgleichskraftwerk, um kurzfristige Engpässe zu decken.
- Kohle, Öl und Kern sind im Stromsektor praktisch eliminiert; Norwegen exportiert stattdessen überschüssigen Wasserkraft‑Strom.