Beiträge von Katzenpirat

    Zwischenbericht aus chartechnischer Sicht


    Wir haben eine Umkehrformation nach Lehrbuch hingelegt. Einen Evening Doji Star und sind 45 $ in die Tiefe gestürzt. Alle Fibo Retracments als potentielle Unterstützungen wurden zerschmettert. Die nächste (und letzte) Unterstützung liegt bei 70 $. Die sollte unbedingt halten, sonst sehen wir wohl die 50 $ wieder.


    Die Volatilität bei Silber von +/- 15 % innerhalb von 24 Stunden geht mir langsam aber sicher auf den Sack. :cursing: Für die Minen ist das komplett destabilisierend! Um vieles besser wäre ein kontinuierlicher Aufstieg Richtung 100 $ über Monate gewesen.


    Aber das Leben ist kein Wunschkonzert und es war im Prinzip absehbar, dass es ein wilder Ritt wird. Also zurücklehnen und Tee trinken... :saint:


    Damit rechnest du schon einmal 100 mal besser als ein gewisser Jens Rabe, der vor 3 Tagen ausgerechnet in einem Video mit dem Titel „Inkompetent“ seine Fachexpertise unter Beweis stellen wollte. Und dabei bei der Umrechnung von Kilogramm in Unzen einen Divisor von 35,274 heranzog (und daher das Gewicht einer Haushaltsunze und nicht einer Feinunze zugrunde legte). So kommt er vorwurfsvoll zum Ergebnis, dass die Preise in Shanghai gar nicht höher lägen.

    In der Tat. Ganz, ganz peinlich! Hier das Video:


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    Brechen wir jetzt nach unten weg? Eher nicht. An der Shanghai Gold Exchange werden aktuell 114 $ für die Unze physisch bezahlt!


    25’500 RMB pro Kilogramm Silber an der SGE.

    1. Kilogramm → Unzen (troy)

      1 kg Silber = 32.1507466 troy oz.

    2. Preis pro Unze (in RMB)

      25’500 RMB / 32.1507466 ≈ 793.5 RMB/oz.

    3. Umrechnung RMB → USD

      Aktueller Wechselkurs: ca. 1 RMB ≈ 0.1435 USD.

      ⇒ 793.5 RMB × 0.1435 ≈ 113.8 USD/oz.


    Die Antwort von ChatGPT auf die Fragestellung: (habe nicht nachgerechnet).


    Einordnung der Endeavour-Silver-Guidance (Kosten vs. Silberpreis):

    Viele stolpern über die Passage, dass sich bei jedem +1 $ Silberpreis die „direct costs per tonne“ um +0,90 $ (Terronera), +3,80 $ (Guanaceví) bzw. +0,50 $ (Kolpa) erhöhen. Das klingt dramatisch, ist es aber nicht.

    Wichtig:

    Diese Zahlen beziehen sich auf Kosten pro Tonne Erz, nicht auf AISC pro Unze. Dahinter stecken preisabhängige Abgaben wie Royalties, Zölle und Third-party-Ore-Käufe – keine operativen Kostenexplosionen (Löhne, Diesel, Chemie etc.).

    Wenn der Silberpreis steigt, kassieren Staat und Partner stärker mit – das ist normal. Gleichzeitig steigt aber der Metallwert pro Tonne Erz viel stärker, weil in jeder Tonne mehrere Silber- (und Gold-)Unzen stecken. Der zusätzliche Erlös überkompensiert die höheren Abgaben deutlich.

    Beispielhaft gedacht:

    +50–100 $ mehr Abgaben pro Tonne stehen schnell +500–1’000 $ zusätzlichem Metallwert pro Tonne gegenüber, wenn Silber von ~36 $ auf 75–90 $ steigt.

    ➡️ Marge und Cashflow steigen massiv, auch wenn AISC rechnerisch etwas höher aussehen können.

    Fazit:

    Das ist keine Kostenexplosion, sondern normale Preis-Mechanik bei hohen Metallpreisen. Für Endeavour Silver bedeutet ein hoher Silberpreis klar mehr Umsatz und deutlich höhere operative Marge – die Passage ist schlecht formuliert, aber ökonomisch kein Warnsignal.


    Hier ist eine einfache Mini-Rechnung

    (vereinfachtes Beispiel, nur zur Mechanik)


    Mini-Rechnung: Silberpreis ↑ vs. Kosten ↑ (Endeavour-Logik)

    Annahme (vereinfacht):

    • 1 Tonne Erz enthält 15 oz Silber

    • Fokus auf Terronera (niedrigster Kosteneffekt)

    🔹 Fall 1: Silberpreis 36 $

    • Erlös pro Tonne:

      15 oz × 36 $ = 540 $

    • Preisabhängige Zusatzkosten:

      0 $ (Basisannahme)

    • Brutto-Spielraum: ~540 $

    🔹 Fall 2: Silberpreis 75 $

    • Erlös pro Tonne:

      15 oz × 75 $ = 1’125 $

    • Zusatzkosten laut Guidance:

      +0,90 $ × (75–36) ≈ +35 $ pro Tonne

    • Brutto-Spielraum:

      1’125 – 35 = ~1’090 $

    ➡️ +550 $ mehr Erlös

    ➡️ nur +35 $ mehr Kosten

    🔹 Fall 3: Silberpreis 90 $

    • Erlös pro Tonne:

      15 oz × 90 $ = 1’350 $

    • Zusatzkosten:

      +0,90 $ × (90–36) ≈ +49 $ pro Tonne

    • Brutto-Spielraum:

      1’350 – 49 = ~1’300 $

    ➡️ Kosten +49 $

    ➡️ Erlös +810 $

    🎯 Was man daraus lernen muss

    • Die Kosten steigen linear

    • Der Umsatz steigt exponentiell pro Tonne, weil mehrere Unzen enthalten sind

    • Marge & Cashflow explodieren, nicht die Kosten

    Die Passage in der Guidance beschreibt staatliche & vertragliche Mitnahmeeffekte, keine operative Kostenkrise.

    Fazit:

    Ein Silberpreis von 75–90 $ ist für Endeavour Silver kein Problem, sondern der Kern der Equity-Story.

    Die Formulierung ist sperrig – die Ökonomie ist eindeutig positiv.

    Wenn du willst, mache ich dir die gleiche Rechnung für Guanaceví (wo die 3,80 $ pro Tonne viele verunsichern) – dort sieht man den Effekt noch klarer.


    Das sind schon eigenartige Zeiten. Jahrzehnte wurde gewartet, aber wenn dann es soweit ist, nimmt man es einfach so hin.

    Und man weiss gar nicht so genau was machen. Daytraden? Umschichten? Zuschauen? Münzen polieren? Staunen? Urlaub planen? PEA und FS von Explorern studieren? Eine Flasche Wein auf machen? Es geht alles rasend schnell, die Warrants laufen davon. Nur die Minen sind in Schockstarre... [smilie_love][smilie_denk] :hae: [smilie_blume]

    Nachtrag: keinen eigenen Faden zu SVE gefunden, daher packe ich es mal hier rein, Meinungen dazu + zur Aktie an sich?

    Es gibt einen. Manchmal findet man sie besser, wenn man über die Suchfunktion von google geht: "Goldseitenforum" + "gesuchte Mine". Schade, dass das nicht besser funktioniert.



    Ich bin schon lange dabei. 10 Jahre haben sie fast nichts unternommen, nur die Resourcen verwaltet. Jetzt kommt langsam Bewegung rein. Die Verwässerung gestern war ein Dämpfer.

    Man findet sie recht gut mit der Suchfunktion im Forum. Hier 2019 hattest du einige von ihr erwähnt. Ich habe einige immer noch im Depot, z. B. Integra und Troilus. Nighthalk und Highgold wurden übernommen, die hatte ich auch. Auch Pure Gold hatte sie schon:

    Und hier ein paar:


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    Gwen Preston hatte wohl zu viel Explorer in der Frühphase, auch wenig Schwächlinge gefeuert, aber ansonsten gutes Feeling.

    EM, hattest du nicht damals ihren Minenbrief verfolgt? Hast du noch einen Auszug von 2020/2021 mit den Titeln, die sie in ihrem Portfolio hatte? Die Entwicklung ihrer Werte rückzuverfolgen wäre interessant...

    Gwen mit Helm! [smilie_happy]  :love: Jetzt ist sie ein richtiger Bergmann/Bergfrau. Wünschen wir "Glück auf!"


    Ob sie die Werte aus ihrem Minenbrief noch hat? Sie musste auch stark Federn lassen 5 Jahre lang...


    Ich bin nicht investiert, ich traue dem Braten noch nicht so ganz und habe mein Geld primär in Silber. Aber ich beobachte eng.