Beiträge von Schwundgeldfluechter

    Tower :


    M.E, kannst du in zwei Schritten vorgehen:


    1. Überlege, wie du deine Ersparnisse in Abwesenheit jeglicher Sammelleidenschaft prozentual so anlegen solltest, dass du dich wohlfühlst, also Prozentsatz Aktien/Immos/Festverzinsliche/EM/Cash. Die Aufteilung sollte einigermaßen unabhängig von aktuellen Kursen sein, weil wir zumindest gefühlt ohnehin in einer "alles ist überbewertet"-Blase leben. Wer z.B. in seinen ersten 5 Berufsjahren mal ein paar günstige Anteile an Aktienfonds und/oder EM günstig geschnappt hat, und den Rest seines Berufslebens nur auf dem Tagesgeld sparen würde, macht definitiv was falsch, sagt die Erfahrung der letzten Jahrzehnte ganz klar.


    2. Einen Prozentsatz vom Gesamtvermögen bestimmen, der in nur schwer oder gar nicht zurückzubekommende Sammleraufschläge fließen darf. Das kann man dann ja zum EM-Budget dazutun (Ideelle Werte können sich leider komplett auflösen, gestern hatte ich Kaffeebesuch, die Wohnung der Mutter wurde gerade aufgelöst, für Briefmarken ein Preis von 80 Cent pro Kilo genannt. Hat sie dem Entrümpler geschenkt, als Zugabe zum Zinn).


    Dann musst du 1 und 2 nur noch diszipliniert umsetzen ^^ .


    Ansonsten bin ich bei taheth : man kann auch ganz wunderbar spotnah sammeln/anlegen.

    Schönwetter"autark".

    In der Tat, leider, bei aller Sympathie für das Prinzip. Bei Schönwetter den eigenen Überfluss zu dem im Netz vorhandenen Überfluss dazuspeisen, bei allgemeiner Knappheit Strom aus dem Netz holen.


    Und das wird - noch - nicht finanziell ausgeglichen. Kommt aber früher oder später zwangsläufig.

    Zitat: "3. Mai, Samstag (3. Tag des 5-tägigen Feiertagswochenendes)

    Ehrlich gesagt kann ich nicht verstehen, wie Menschen in einem solchen Umfeld #Gold kaufen können."

    Ist bei uns auf den Briefmarken-, Münz- und Edelmetallmessen doch auch nicht viel anders.


    Wobei, in der Ecke der Briefmarkenverkäufer mit den traurigen Augen (Altergruppe 80+) ist die Diskretion vollkommen gewahrt ^^ .

    Weil bei mehrfachen bzw. vielen Verkäufen unter Umständen Gewerbliches handeln unterstellt werden könnte.

    So wie bei Ebay.

    Jein. Bei vielen Privatverkäufen könnte man das unterstellen (aber ich würde immer noch argumentierten, dass der Erwerb ja zwischen z.B. 5 und 25 Jahre zurücklag und sich kein Händler seine Ware so lange auf Lager legen würde), beim Verkauf an Händler würde ich außerdem sagen: seht ihr doch, ich bin privater Laie und muss daher an Händler verkaufen, weil mir die Prüfgeräte fehlen und ich außerdem keinen privaten Kundenstamm habe.

    Was ist genau der Hintergrund für die Quittierung beim Verkauf bzw. Handy-Foto der Münze beim Verkauf, das verstehe ich nicht ganz!?

    Wenn der Händler dein Gold annimmt, dir dann 20k überweist, und die Bank nachfragt, woher das denn kommt, kannst du entweder An- und Verkaufsbelege vorzeigen, oder statt der Ankaufsbelege wenigstens plausibel machen, dass dein Gold im Laufe vieler Jahre zusammengspart wurde (und du das nicht etwa letzte Woche als Entlohnung für eine LKW-Ladung an Drogen/Waffen o.ä. erhalten hast).

    Ich habe mich oft gefragt, wie man in so einem Fall mit regelmäßigen Verkäufen, Probleme mit dem FA, der Geldwäsche oder Probleme mit den Käufern etc. am besten umschifft... Du hast hier offenbar schon einiges an Erfahrungsschätzen.

    Es wäre vermutlich für viele hier interessant was Du jemanden mit Minipension und regelmäßigen Verkäufen raten könntest bzw. wo Du verkaufst...

    Nur, wenns nicht zu persönlich oder zu offtopic wird....Danke.

    Servus Reblis,


    man muss die Problembereiche kennen (falls die Bank was sehen will, wenn öfter mal Überweisungen von EM-Händlern reinkommen):


    Geldwäsche? Nein, ich habe über 20 oder 30 Jahre in EM angespart, und hier sind ein paar Kaufbelege...


    1-Jahresfrist? Nein, hier meine Kaufquittungen von 1980 bis 2010 (oder so)...


    Gewerblicher Handel? Nein, ich habe während meines Berufslebens gekauft, siehe Quittungen, und nun verkaufe ich als Rentner immer mal wieder, aber ich handele nicht mit EM (kein An-/Verkauf im gleichen Zeitraum).


    Wenn du keine Quittungen mehr hast? Lass dir wenigstens den Verkauf quittieren, z.B. 1 Krüger von 1978 plus 1 Sovereign 1982 plus 1 Philharmoniker 1995, alle nicht erst kürzlich erworben. Bei Barren sagst du ganz cool: das sieht man doch an der Nummer, dass der schon alt war, wenn man sich auskennt. Falls der Händler nichts belegen mag, erstelle dir sicherheitshalber einen Eigenbeleg: Handy-Photo vor jedem Verkauf.


    Und was sollten private Käufer dir für Probleme machen? Keine. Auch da könnte allenfalls die Bank nachfragen, woher die 5-stelligen Geldeingänge am Giro kommen. Und dann, siehe oben...

    Hab noch ne Büchse voll. Der Bauer wird entzückt sein.

    Spass bei Seite, von welchem Bauern reden wir eigendlich? In der Regel sind das Agrarproduzenten. Da wird angebaut was die höchsten Subventionen bringt. Mal Raps dann Energiemais usw. Selbst der Herr des Schweine-KZ mit hunderten Sauen wird nicht weich werden.

    Den Bauern von dem wir träumen, gibts nicht mehr!

    Du solltest die Not eines Bauern mit 300 schlachtreifen Schweinen, dem das Futter ausgeht und der in der Krise die Hälften nicht mehr vernünftig verkauft kriegt, nicht unterschätzen.

    Also scheint der big one ja gar nicht so schlimm zu sein. [smilie_happy]


    Vielleicht haben wir einfach unterschiedliche Vorstellungen, vom big one.


    Meine ist die Umkehrung der Geometrie der Exter Pyramide. Also die writgehende Wertlosstellung sämtlicher Luftnummern (es wird von Billarden an Derivaten gesprochen) die auf den Realgütern aufgetürmt wurden. Angesichts der Aussicht auf einen völligen Wertverfall dieser ganze Papiere wird kein Preis zu hoch sein, wenn die Stampede losrollt.

    Die Derivate halte ich nicht für ein großes Problem. Vereinfacht gesagt, heben sich Shorts und Longs gegenseitig auf, an beiden verdient die Bank eine Marge, netto hat sie ein Risiko von (annähernd) Null, und ihr Hauptrisiko besteht darin, dass diejengen dämlichen Spekulanten unter ihren Kunden, die falsch gelegen haben, auf Falschberatung klagen, und hin und wieder mal recht bekommen (z.B. deutsche Städte und Gemeinden, welche Zinsinstrumente gekauft hatten), und dann die Verluste erstzt werden müssen.


    Der weltweite Kreditberg ist dagegen ist kaum hedgebar; dass man jede Mene Kreditrisiko in "strukturierte Papiere" steckt, diese von S&P mit AAA stempeln lässt und an vollblinde Privatpersonen und europäische Dummköpfe verkauft, ist ja auch schon eine Weile her.

    Ich kann dem nur zustimmen, es ist der big one.

    The big one, könnte schon sein.


    Andererseits, Verschuldung, Defizite, Sanktionen und Embargos sind den Finanzmarkten schon länger bekannt und "eingepreist", die Zölle sind relativ neu, kamen aber jetzt nicht aus heiterem Himmel. Muss man sehen, wie die verdaut werden.


    Wobei diese Verdauung wohl davon abhängt, wie die Spieler ihre nächsten Züge im Kartenspiel machen ^^ .