Beiträge von Schwundgeldfluechter

    Der Krüger steht unter den Anlagemünzen inzwischen tatsächlich als 916er alleine da, alle anderen sind aus Reingold. Die haben allerdings auch ihre Tücken: Rotpunktkrankheit, kratzempfindlich, bekommen beim Runterfallen leicht Dellen, die notwendigen Kapseln verspröden mit der Zeit und bekommen Kratzer und Risse, ...


    Dort, wo Gold nach wie vor als Handelsgold genutzt wird, sind nach wie vor ausschließlich 900er und 916er am Start (Piaster, Atatürks, Azadis, ...), es gibt dort keine "Dekandenzprägungen" aus Reingold . Und auch keine Unzen, sondern kleinere Einheiten in den bewährten Größenordnungen von 5g bis 8g fein. Ich mag daher die Vorgänger des Krüger, 2 Rand und Sovereigns, und nehme die immer mal mit, wenn sie günstig sind, manchmal sogar noch einen Tick günstiger als die Bullions.


    Aber weder mit Krüger noch mit Reingold-Bullions kannst du viel falsch machen, wenn du sie nahe am Spot einsammelst, der Schmelzpreis liegt (wenn du direkt an Scheidenanstalten verkaufst) ja nicht weit darunter.


    Interessanter Artikel:

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    The decline of the rial is increasing rents and forcing many residents in Tehran to leave the city
    www.middleeasteye.net

    Wobei man wissen muss, dass die Germania Mint außer Medaillen auch Münzen prägt, z.B. die 5 Euro Malta "Knights of the Past".

    Wir nähern uns 😀, die 5 Euro sind aus Silber. Gibt es aber auch als 100 Euro Malta als Goldmünze. Als Neuware teuer, aus 2. Hand geht vielleicht was.

    Was sollen sie machen ausser rufen und Polizei aufmerksam machen? Sich erschiessen lassen?

    Bevor die Luft bleihaltig wird, verdufte ich, so schnell es geht, selbst mit Kniearthrose schaffe ich noch etwa 5m pro Sekunde. Bei einem Pistolenschützen hätten ja 50m Abstand gereicht, bei einem Präzisionsgewehr dürfen es schon mehrere hundert Meter sein.

    Eben war ich bei unserem Juwelier und Goldexperten.

    Er meinte, ein Rothschildbarren hat nur den Materialwert und keinen Sammlerwert.


    Bin jetzt ein bisschen verunsichert.

    Weil alle immer sagen, die sind sehr selten geworden.

    Soll wohl heißen, die Händler kaufen zum Materialpreis an, verkaufen die Rothschilds aber i.d.R. teurer als die Standard-Barren, sofern sie sich da auskennen.


    Da sind die Margen höher (O-Ton Künker am Dom, München, in anderem Zusammenhang).

    das gilt für den Käufer allerdings mit umgekehrten Vorzeichen…

    Ich zahl bei einer vernünftigen Menge lieber nen tacken mehr als mir „17 x 5DM, 9 x 10 DM .625, 14 x 10 DM .925“ Paketpreis-Angebote zusammenzustückeln.


    Paketpreise sind sowieso ne Unart. Transparente, schnell überprüfbare Angebote schau ich mir an. Bei Paketpreisen unterstelle ich immer, dass der Anbieter aus der nicht offensichtlichen Transparenz zu meinen Lasten einen Vorteil schlagen will und schau nicht mehr näher nach.

    Das o.g. Paket/Konvolut kann der Verkäufer ja spielend einfach transparent machen, indem er "gesamt xyz Gramm fein, kostet abc, das sind 0,yx Euro pro Gramm fein"dazuschreibt.


    Nachrechnen bei güntigen Angeboten wär halt immer noch angebracht :) .

    Also meine trüben Augen sehen nach Vergrößern der Grafik beim S&P einen Anstieg von 287%, macht 5,8% Rendite. Beim Gold Anstieg um ca. 700% (und das wird von gold.de bestätigt, in Dollar), macht 8,45% Rendite.

    Nix für ungut, aber wenn ich einen Euro 24 Jahre lang mit 5,8% verzinse, habe ich am Ende 3,87 Euro, also 287% mehr als zu Beginn.

    Große Mengen für kleinen Preis bekommt man immer schnell weg. Es geht darum größere Mengen zum sinnvollen Preis zu veräußern.

    Dann musst du den Großverbrauchern in der Industrie das anbieten, was dort gesucht wird. M.W. sind das Barren von z.B. 400 Unzen, die sie sich z.B. im Freihafen London zum Spot abholen können (Lieferung/Abholung "heute" oder "morgen").


    Dein Unzen-Kleingedöns und noch mehr das Sammlergedöns ist davon ja weit, weit davon entfernt. Die o.g. EKG, Kinesis, ETFs oder ETCs sind wohl zumindest nahe dran. Bei denen musst du halt auf Dritte vertrauen.

    0815-Gedenk und Bullion, Standardsortiment jedes mittelgroßen EM-Händlers.

    Sofern keine Schmelware/Junk sollte 90% vom Spot doch der Mindestpreis eines Händlers sein.


    Gruß

    GeldIstGelb

    Naja, da muss man schon gucken. Z.B. Olympiade Moskau 5 Rubel:


    MP: Verkauf Spot, Ankauf Spot -8,5%.

    Heubach: aktuell nur Ankauf Spot - 21,5%.

    ESG: Ankauf Spot -21%, wird eingeschmolzen, kein Verkauf.


    Die mittelgroßen Händler sind wohl eher weniger attraktiv.

    Danke KROESUS.

    Umso mehr man sich damit befasst das Glitzerzeug zu einem vernünftigen Kurs zu verkaufen desto frustrierender wird das Ganze.


    Gruß

    GeldIstGelb

    Was hast du denn so an "Glitzerzeug"? Je exotischer, umso schwerer, Ankaufspreise von Händlern zu finden. Dadurch ist es dann leider auch schwierig, ein paar Lots z.B. zum Mittelkurs im Forum anzubieten. In einer Silberhausse musst du auch davon wahrscheinlich noch ein paar Prozent nachlassen, damit einer anbeißt.

    Ich weiß ja nicht, wie es euch geht.

    Aber bei den Preisen bekommt man ja Bauchschmerzen, wenn man übriges Fiat in Au investieren will. Man hat ja noch die Preise im Kopf, die man vor wenigen Monaten für eine bestimmte Münze zahlte.

    Natürlich ist es schön, wenn der Bestand vom Buchwert steigt. Aber jetzt noch weiter investieren tut schon weh. Aber das teuer von heute ist wohl das billig von morgen....

    Ja schon, hilft aber nichts. Wenn du z.B. noch an Anfang oder in der Mitte vom Vermögensaufbau bist, und du monatlich/jährlich einen bestimmten Euro-Betrag ansparst, dann solltest du schon investieren. Entweder hast du dann die Zielvorstellung, dass da x% in EM gehen sollten, und du ziehst das auch durch, oder du stehst in ein paar Jahren mit ziemlich viel Fiat da, oder du verplemperst das anderweitig.


    Immerhin kannst du noch investieren! Viel Glück und Erfolg!

    Interessanter Faden, danke für die Diskussionseröffnung.


    Zuerst ist aus meiner Sicht Realismus angesagt. Bei kurzfristigen Dips sind die Aufgelder meist hoch und man bekommt kaum Material, bei kurzen Peaks wollen viele verkaufen und die Aufgelder sind im Keller, die Spreads vielleicht höher als normal.


    Manche Händler schalten offenbar die Verbindung zur Aufgeldtabelle (Ankauf) ab, wenn ihr Bestand zu groß wird, d.h. sie bieten zwar noch einigermaßen vernünftige Preise, annoncieren das aber nicht mehr. Da kann es sich lohnen, in einer ruhigen Minute - besonders am Wochenende, wenn die Preise unverändert bleiben - mal händisch das knappe halbe Dutzend der üblichen Verdächtigen einzeln durchzugucken.


    Und marktgerechte Angebote im Forum finden auch noch den einen oder anderen Käufer. Zumindest die günstigeren darunter ^^ .