Beiträge von Schwundgeldfluechter

    ...Da hast du eine 200 Euro Goldmünze und dir fehlt ein Echtheitszertifikat.

    Also kauft man sich eins, was aber ja die Echtheit einer ganz anderen 200er bestätigt.


    Muss man dann nicht beim Verkauf dazu schreiben, dass da eine Echtheit laut Papier garantiert wird, dieses Papier aber die Echtheit einer anderen Münze garantiert.

    Es kann ja gut sien, dass beide Parteien davon nichts wissen, wenn Münze und Zerti schon durch mehrere (verschiedene) Hände gegangen sind.


    Bei dem modernen Gedöns ist die Echtheit halt schwer feststellbar, besonders wenn man die Stücke nicht anfassen darf, besser keine Klangprobe machen solte und man eventuell sogar gar nicht mehr rankommt, ohne eine Kapsel o.ä. zu zerstören.


    Trotzdem würde ich auch in diesen Fällen auf ein Zerti Wert legen, falls existent. Ahnungslosen Erben z.B. kann es helfen, schneller schlau zu werden. Jedenfalls in den 98% der Fälle, in denen das Zerti "passt" :) .

    Es zählt nur der innere Wert!

    Nun kommt das Aber.

    Beispiel Reichsgold. Mit nem Willi orientiert man sich am Spot. Kommt der Kini, Otto, Karl und wie sie alle heißen daher, kann man nen Fuffi drauflegen. Den sieht man in der Regel beim Verkauf wieder, egal wo sich der PoG rumtreibt. Auch bei der LMU, wenn man den Unterschied zwischen einem ersten Napoleon und dem dritten betrachtet.

    Das mit dem Fuffi extra könnte auch so eine Sache sein. Für Sammler kein Thema, ein Stück gerne, und noch ein zweites zum Tauschen. Ob es aber eine gute Idee ist, sich von einzelnen Münzen jeweils ein halbes oder ganzes Dutzend als Wertanlage hinzulegen, wer weiß?


    Das "investierbare Münz-Universum" wird ja immer größer, die 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts ist z.B. noch gar nicht entdeckt. Münzen aus der Zeit, als die meisten europäischen staatlichen Prägestätten in einen Dornröschenschlaf verfallen waren, da kamen private wie Pobjoy Mint (auch schon wieder Geschichte), Franklin Mint etc., haben Münzen für exotische Länder und in Währungen geprägt, die z.T. auch schon wieder Geschichte sind.


    Oder die Euro-Vorgänger, sehr witzige Sache, ECU-Münzen in Gold, Silber und Blech ab 1987, Euros aus Isle of Man und Bosnien-Herzegowina 1996 bis 1999. Echte Münzen, jaja, die in einer Flut von Medaillen aus anderen Ländern untergehen.


    Es bleibt spannend.

    Das mit dem "IMMER" deutlich über Kurs verkäuflich wackelt aber auch schon ein wenig. Wenn ich als Newbie in München 20 Phillies verkaufen wollte (AG), habe ich heute die Wahl zwischen PA, Auragentum (je ca. Spot +0,5%) und Degussa (Spot - 2%).


    Und ob die wohl aktuell wirklich 5 oder 10 Masterboxen nehmen würden?

    Trotzdem gucke ich traurig, wenn das digitale EM mehr wert ist, als das physische EM.

    Was das "digitale EM" angeht, da irrst du dich. Lass dir mal so ein Teil auf den Fuß fallen, dann merkst du das (Spot-Preis gleich Preis für 400-Unzen-Barren, Lieferung per Freihafen London "heute" oder "morgen"). Du verwechselst das mit den Furures (Lieferung in X Monaten), die tatsächlich weit überwiegend Cash gesettled werden, und in die Zukunft "gerollt", wie z.B. Verkauf Furure mit Lieferung in 15 Tagen, Kauf Future mit Lieferung in 6 Monaten).

    Ist ja auch kein Wunder, jedes Jahr kommen Unmengen an Neuprägungen hinzu, Euro-Gedenker, Bullions, ganze Berge von Sammlergedöns, alle natürlich äußerst selten selten, in "kostbarster Ausführung", und 30 Jahre später werfen die Erben 80% davon auf den Markt. Die Schmelzpreise von ca. 10% unter Spot beim Silber und etwa 3% beim Gold stellen da eine natürliche Grenze dar (zumindest für diejenigen, die sich auskennen).


    Traurig muss man da allenfalls sein, wenn man viel Geld in Sammlergedöns mit hohen Aufschlägen investiert hat. Könnte aber schlimmer sein, wie waren nochmal die Schmelzpreise für Briefmarken, Telefonkarten, Perserteppiche, Ölgemälde, alte Möbel, Porzellan, ... ^^ ?

    Die meisten von euch erschrecken mich eher mit ihren Antworten...


    Goldverbot....

    Lass dich nicht kirre machen, auch da gibt es Ideen zur Vorbereitung, hab da mal ein paar gesammelt (im Beitrag 521):


    Was passiert …..wenn die BRICS + von heute auf Morgen beschließen und verlautbaren, dass der Dollar als Währung nicht mehr akzeptiert wird?

    Eher könnte man Rom an einem Tage erbauen, als diese Systeme von heute auf morgen umstellen, schätze ich. Vor allem nachdem die zugrundeliegenden Währungen solche Highflyer wie "indische Rupie" etc. umfassen.


    Aber Alternativen werden allmählich eingeführt, Abhängigkeiten reduziert.


    Effektiv bewirkt dies den wirtschaftlichen Ausgang dieser Staaten aus ihrer selbstverschuldeten Unmündigkeit.