Was meint ihr, mit den ganzen Bestimmungen für PV Anlagen ab 2023, gewerblich ja schon 2022
Wird das zu einem enormen Anstieg führen?
Aus einem Artikel 2021 Februar.
Für die Photovoltaik-Industrie wird prognostiziert, dass sie in diesem Jahr 105 Millionen Unzen Silber kaufen wird – ein deutliches Wachstum im Vergleich mit etwa 88 Millionen Unzen im Jahr 2020 und rund 93 Millionen Unzen im Jahr 2019. „Obwohl die Silberfrachten weiter nach unten driften, wird der Sektor von einer wachsenden Anzahl von Ländern profitieren, die neue Photovoltaik-Kapazitäten installieren“, so der Analyst zu der steigenden Nachfrage.
Zur Frage wie Photovoltaik sich auf Silber auswirkt gehe ich da fundamentaler ran:
1. Frage "Braucht man Silber für PV auch zukünftig und wenn wie viel pro erzeugter Strommenge?"
Da dies eine technisch physikalische Frage ist lässt sie sich recht eindeutig beantworten. Ich habe darüber intensiv recherchiert z.B. hier https://www.pv-magazine.com/
Alle technischen Fachartikel wo das Wort "silver" darin vorkommt. Fazit: Man hat immer versucht den Silberanteil da deutlicher Kostenfaktor zu senken. Das ist mit besserer Drucktechnik auch gelungen (dünnere Bushbars also quasi die Leiterbahnen wo der Strom von der Zelloberfläche abgegriffen wird. Andererseits ist bei neuen Herstellungsverfahren mit dem Ziel den Wirkungsgrad zu erhöhen sogar mehr Silber notwendig und es schaut so aus als ob die Art der Zellen sich durchsetzen. PV-techniken wo man ganz ohne Silber auskommt sind offenbar am Markt chancenlos. Pro installierter Erzeugungsleistung könnte der Silberbedarf sogar zukünftig leicht steigen.
2.Frage "Wie entwickelt sich PV weltweit?"
Da dies eine wirtschaftliche Frage ist wird es da schon schwieriger. Rein von den Erzeugungskosten pro kWh ist PV extrem wettbewerbsfähig. Und es gibt viele Länder wo auch zeitlich der Stromverbrauch mit PV-Erzeugung gut übereinstimmt. (Halt anders wie in Deutsch wo es klar abzusehen ist, dass der PV erzeugte Strom Mittags im Sommer schlicht wertlos ist.
)
Fazit: weltweit gibt es noch ein riesiges Potenzial rein wirtschaftlich vernünftig PV auszubauen. Mit steigenden Wohlstand in südlichen Schwellenländern und Nachfrage nach mehr Raumklimatisierung steigt sogar der Stromverbrauch zeitlich passend zur PV-Stromerzeugung.
3.Frage "wird PV den Silberpreis hochtreiben"
Mal ganz grobe Zahlen: 1000 Millionen Unzen pro Jahr werden gefördert.
100 Millionen Unzen davon werden zur Zeit für PV verbraucht
300 Millionen Unzen gehen zur Zeit in Richtung Finanzanlage (werden also nicht "verbraucht" sondern eher gehortet.)
Fazit: Mehr Silberverbrauch für PV ist zumindest eine solide Stütze für den Silberpreis. Kurz und mittelfristig dürfte aber das Vertrauen in Fiat-Money für den Silberpreis in der Bedeutung gegenüber PV deutlich überwiegen.
Ich persönlich sehe sogar eher ein Problem durch den Silberbedarf für die PV. Sollte der Silberpreis z.B. auf 100$ steigen könnte der Silberbesitz und Erwerb religiös geächtet werden: PV die heilige "Klimakuh" verhungert, weil böse Spekulanten... .
Zumindest für Deutschland und Europa sehe ich schwarz in Zukunft überhaupt Silber als normaler Bürger legal noch kaufen zu können. Silberbesitz wird quasi doppelt böse. Zerstört nicht nur den Euro sondern auch das Klima. 
Was den schwachsinnigen Aktionismus unser Regierung betrifft:
Ich denke das ist auf den Weltmaßstab gelegt nicht so bedeutend. Wenn hier volkswirtschaftlich schädlich im Klimawahn mehr PV angeordnet wird, wird gleichzeitig auch volkswirtschaftlich schädlich z.B. in Indien anstatt PV ein neues Kohlekraftwerk gebaut, weil damit mehr Schmiergelder abzugreifen sind.
Ich denke letztlich entscheidet doch die Physik und Wirtschaftlichkeit gegenüber kurzfristiger politischer Einflussnahme.
Was die zukünftige Stromerzeugung in Europa betrifft ist unter physikalischen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten die Sache sehr eindeutig:
Enormer Zubau von PV in Südspanien und Portugal überwiegend mit Westausrichtung (man verschiebt damit den Peak der Erzeugung Richtung Abend wo der Verbrauch höher ist). Dort liefert die PV auch im Winter im Gegensatz zum Standort Deutschland ordentlich Leistung. Dazu natürlich Hochspannungsgleichstromübertragung (HGÜ) von Spanien über Frankreich nach Deutschland. Die Kosten dafür sind saubillig pro übertragene kWh und Kilometer wenn man richtige Leitungen baut (8-10 Gigawatt pro Trasse) wie es die Chinesen längst haben für den Ost-West Transport (Wasserkraft im Westen zu Verbrauchern im Osten) Im Gegensatz dazu stehen die neuen sauteuren Nord-Süd HGÜ "Klingeldrähte" (2 Gigawatt) in Deutschland um Windkraftstrom nur von Norddeutschland nach Süddeutschland zu bringen.
Und Deutschland in der Mitte Europas ist der ideale Standort für fossile Kohle und Gasverstromung. Warum ausgerechnet bei uns zuerst die Kohlekraftwerke abgeschaltet werden ist wirtschaftlich nicht nachvollziehbar.
Per Zwangsverordnung unter enormen Kosten ein paar PV-Module auf einzelne Hausdächer zu bauen ist fast so irre wie EE-Strom über Wasserstoff zwischen zu speichern. Angesichts der physikalischen Wirkungsgrade und der Anlagekosten ist bei letzterem nur die Frage ob man die Leute die das fordern in die Psychiatrie einweisen sollte, oder als preisgünstigere Therapie in ein Sack steckt und fleißig draufhaut. 