Das bezieht sich auf ein knapp fünf Stunden langes Interview. Interessant, daß das a) jetzt kommt und b) sogleich den Weg in den Mainstream findet. Wenn das im Artikel richtig wiedergegeben wird
Bennett flog daraufhin zunächst nach Deutschland, um mit Bundeskanzler Scholz zu sprechen, anschließend unterrichtete er den französischen Präsidenten Emmanuel Macron, den britischen Premier Boris Johnson sowie die amerikanische Regierung. ... Bennett habe seine Bemühungen dabei „bis ins kleinste Detail mit den USA, Deutschland und Frankreich abgestimmt“
fragt es sich, warum in dieser Reihenfolge? Logisch wäre es genau umgekehrt gewesen. Und warum das Getue mit D und F? Offiziell haben die ja nichts zu melden. Oder doch? Aber geschenkt. Die wesentliche Aussage ist, daß die westlichen Verbündeten die Initiative letztlich blockiert haben.
Boris Johnson habe damals die „aggressive“ Position vertreten, dass „man Putin weiter bekämpfen müsse“, wogegen Scholz und Macron eher pragmatisch eingestellt waren. In der US-Regierung seien beide Positionen vertreten gewesen.
Falls sich jemand berufen fühlt, das verlinkte Interview anzuschauen (Untertitel mit dt. Übersetzung wählbar), wäre es interessant, ob das wirklich in dieser Abstufung gesagt wurde. Im Grunde ist es aber egal. Die Aussage, daß Scholz in seiner Funktion als Kanzler eine kurz vor dem Erfolg stehende Friedensinitiative unterlaufen hat, ob nun "eher pragmatisch" oder nicht, ist mehr als brisant. Damit wird das Verhalten der Ampel in den letzten Monaten zur aktiven und willentlichen Teilnahme am Krieg.
Die Tatsache, daß das Interview bereits drei Tage her ist und noch kein Verfahren gegen Scholz und seine Mitscholze läuft, macht die ganze Exekutive bösgläubig. Da hängt jetzt im Grunde jeder mit drin, der ein halbwegs relevantes Amt innehat und hinterher nicht nachweisen kann, wann und wie er sich davon distanziert hat.