Beiträge von inspirare

    Ausnahmsweise mal n-tv, bemerkenswert wie ich finde:

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    Polens stellvertretender Premier Krzysztof Gawkowski wirft dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj vor, Polen mit in den Krieg ziehen zu wollen. "Selenskyj will, dass Polen Raketen über der Ukraine abfeuert, was bedeutet, dass er will, dass Polen in den Krieg eintritt", behauptete Gawkowski in einem Interview mit Radio ZET. Selenskyj wolle, dass "Polen mit Russland Krieg führt". "Kyiv Independent" zufolge bat Selenskyj Polen kürzlich erneut, russische Raketen abzuschießen, vor allem um ein Gaslager in Lwiw nahe Polen zu schützen. "Ich finde, dass die letzten Worte von Präsident Selenskyj - ein Politiker, der Polen viel zu verdanken hat - eines Präsidenten unwürdig sind", sagte Gawkowski.

    Berichtigt mich, aber nach den Arbeitsmarktdaten müssten Gold und Silber eigentlich durch die Decke gehen. Das erste Mal seit gefühlt Corona ein Minuszeichen vor dem Stellenzuwachs außerhalb der Landwirtschaft. Das Stellenwachstum der Regierung ist natürlich in sozialistisch angehauchten Ländern verläßlich positiv. [smilie_happy]


    Nun kann man natürlich das ganze mit der Wetterlage und den Streiks relativieren. Ob es zielführend ist sei dahin gestellt. Aber so kurz vor der Wahl solche katastrophalen Zahlen? Soso......

    Sicher nicht die schlechteste Idee Gewinne einzusammeln, wenn sie anfallen Caldera :)


    Ich ziehe aus dem Marktumfeld auch kurzfristig Konsequenzen. Alle angedachten Kauflimits gestrichen, bei BAT und Kraft die Limits nach unten angepaßt und bei den Anleihen hoffe ich, dass bis zum Kupondatum 15.11. der Markt nicht um Käufe bettelt.

    Aktuell sieht es mir doch danach aus, dass die Marktteilnehmer Cash brauchen. Da spiele ich mit.

    Ich verstehe Deine Strategie nicht ganz...'unter pari' ist ja ein sehr weit zu fassender Begriff. Wenn Du heute unter pari kaufst und die Anleihenkurse weiter fallen/Zinsen steigen , bist Du mit Deinem Anleihenportfolio der Mops. Schau mal zurück '75 - '80 ...

    Wenn es von heute an nur noch steigende Zinsen - und damit fallende Anleihekurse - geben sollte woernie, dann wäre ich tatsächlich der Mops. Bis 5,5% Rendite würde ich gestaffelt noch weiter kaufen und damit das Mops - Dasein noch verschärfen. Darüber müsste ich zugeben, dass meine Depotliquidität für weitere Käufe nicht mehr ausreichend wäre. Dann würde ich bei rund 85% Depotanteil der US- Anleihen mit einer geschätzten Durchschnittsrendite von rund 4,8 - 4,9% liegen (ich kalkuliere meine Anleihen mit 1,15 €/$) und den weiteren Ereignissen tatenlos zusehen müssen. Es gibt schlimmere Vorstellungen.


    Damit 4,8- 4,9% (plus BAT- Dividenden aktuell) Jahresrendite auf das Depot nämlich einer Katastrophe gleichkommen, müssten gleichzeitig die Zinsen in den Staaten heftigst darüber liegen. Und würden sie das, dann wären die Zinsen im Euroraum aber mindestens in diesem Bereich. Sofern es den Euro dann noch geben sollte. Ergo, der Dollar würde massiv aufwerten, was meine Kursverluste durch Währungsgewinne zwar vielleicht nicht komplett ausgleichen würde, aber deutlich hilft. Nicht umsonst kaufe ich US- Anleihen und keine europäischen Staatsanleihen.


    Was in einem solchen Szenario an den Aktienmärkten los wäre muss ich sicher nicht ausführen. Die würden ihr Erstgeborenes für knapp 5% Rendite Plus opfern, wie du immer so schön sagst.


    Aber ich gehe nicht davon aus, dass dieses Szenario als nächstes eintritt. Ich denke, es gibt vor diesem Szenario noch eine Zeitspanne. Eine, in der die Notenbanken, wodurch auch immer ausgelöst, massiv mit den Zinsen runter müssen. Und ich würde mich auch nicht wundern, wenn dies mit in Verbindung mit QE passiert.

    In dieser Phase, so die Strategie, sollen die Anleihen verkauft werden.


    Alternativ zu den Anleihen fällt mir aktuell am Aktienmarkt nämlich wirklich nichts ein. Selbst meine Kraft Heinz, die ich vor ein paar Tagen verkauft habe ( die Umstände sind ja nachzulesen) könnte ich derzeit knapp 8% billiger zurück kaufen. Ich habe es bisher nicht getan.

    Ach, habe ich gerade wieder gelacht. Bei dpa kam die Meldung, dass die neue britische Finanzministerin ihre Ideen vorgestellt hat. Ist ja eine eher linke Regierung, eigentlich hätte man es vorher wissen können: Steuern für Unternehmen hoch, Mindestlohn erhöhen. Kein Wort von Reduzierung des Staates. Das klappt hundertprozentig! [smilie_happy]

    Weswegen ich es hier schreibe, u.a. Erhöhung der Kapitalertragsteuer. Die Einschläge kommen immer näher. Vollständiger Text für die, die es interessiert:

    Und die nächste Schwelle bei den 20- jährigen US - Anleihen, die unter pari kaufbar sind, ist heute Morgen gefallen. 4,625% konnte man unter Nennwert haben. Leider gibt es davon nur die Mai/November Ausgabe, weswegen ich eine Etage tiefer gekauft habe. Die Stückzinsen rund 2 Wochen vor Kuponzahlung tut man sich ja nicht an. Depotanteil jetzt knapp 50%. Lange her, das ich so "einseitig" unterwegs war.


    Aber ich bleibe dabei, dass es bei diesen Zinssätzen nur eine Frage der Zeit ist bis die Verbrauchernachfrage in Folge der fehlenden Finanzierungsmöglichkeiten so signifikant einbricht, dass diese Sätze nicht mehr haltbar sind. Ich bin gespannt wie lange es noch dauert bis die FED ihre derzeit noch praktizierte Bilanzreduzierung aufgeben muss und sich um 360 Grad dreht, wie gewisse Leute jetzt sagen würden.

    Aber, ich verstehe auch jeden, der auf Aktien setzt. Es gibt gute Argumente dafür. Mir ist es jedoch zu heiß.

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    Wobei mir in diesem Fall die Nordkoreaner schon fast wieder leid tun, weil sie in einem Krieg verheizt werden, der sie gar nichts angeht.

    In einem Krieg werden meines Wissens nach immer nur Menschen verheizt, die dieser Krieg nichts angeht. Diejenigen, die für Kriege verantwortlich sind, befinden sich im Regelfall nicht an der direkten Frontlinie. Und daher ist es kein Unterschied ob die Toten Ukrainer, Russen, Afrikaner, Israelis, Araber, Polen, Deutsche, Amerikaner...sind. Sie haben etwas gemeinsam, sie alle sind Opfer.

    womit/wovon?


    Einen Haushaltsüberschuß haben sie nicht (war das zu Alans Zeiten anders/möglich?)

    Massive Steuererhöhungen dürften auch nicht so gut ankommen.

    Neue Schulden unter Nennwert zum Rückkauf auszugeben wäre ein Nullsummenspiel.

    Womit/ wovon hängt ganz entscheidend davon ab, wer "wir" in dem Satz "werden wir sie unter Nennwert kaufen" ist.

    Aber davon abgesehen wäre ein Nullsummenspiel für die eine Seite bei gleichzeitigem Verlust der anderen Seite auch ein Gewinn, oder?

    Und, es gibt genügend Anleihen, die man aktuell für 60, 70% kaufen kann. Gegenfinanziert mit ultrakurzer Laufzeit idealerweise zu einem Zeitpunkt wo man vorher genau weiß, dass die Zinsen ganz bald massiv gesenkt werden...hat was diese Vorstellung.


    Fest steht, die USA geben aktuell Anleihen im Prinzip nur noch in kurzen Laufzeiten raus. Offizielle Begründung, die Nachfrage nach ihnen sei erheblich höher als bei langfristigen Titeln. Lass ich mal so im Raum stehen. :)

    Kann es sein, dass in einigen Kommentaren mehr der Wunsch der Vater des Gedanken ist?


    Ich habe mir die Äußerungen eines gewissen Herrn Greenspan sehr gut gemerkt: Sinngemäß:

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    Die USA werden ihre Schulden nicht zurück zahlen. Sie werden alle anderen durch Zinsen und Dollarknappheit dazu zwingen ihre Schulden zu bezahlen. Wenn dadurch alle gezwungen sind US- Anleihen zu verkaufen, werden wir sie unter Nennwert kaufen.

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    Und nun schauen wir doch mal was seit 2022, dem "Beginn" der multipolaren Welt, passiert ist. Die FED hat die Zinsen massiv erhöht und stets über den Sätzen der anderen westlichen Zentralbanken belassen. Das hat den Dollar stark gemacht.

    Die Staaten, die aus dem Dollar raus wollen, können seit dem nur noch zu deutlich niedrigeren Kursen im Vergleich zu ihren Einstandskursen verkaufen. Sie müssen aber, damit sie die Dollarnachfrage für ihre (im Wert massiv gestiegenen) eigenen Dollarschulden bedienen können. Vergleiche Satz 1 von oben.

    Und jetzt, wo das globale System frontal auf Deflationskurs ist, und die meisten Staaten beginnen mußten ihre Zinsen zu senken, macht die FED nur auf Nachzügler. Das Ergebnis ist wieder das gleiche, ein starker Dollar und im Kurs verfallene US- Anleihen.


    Und nebenbei bemerkt, welchen Anteil hat denn die nichtwestliche Welt noch an den US- Anleihen? Soooo viel ist es ja nicht mehr. China auf Rang 2 noch 775 Mrd., Rang 12 Indien mit 246 Mrd. und dann kommt Brasilien mit 233 Mrd. auf Rang 15. (Stand 08/24). Damit hat der zweite Teil des obigen Zitats ein gutes Stück des Weges hinter sich...

    Bsp Ray Dalio, der sein Vermögen mit Anleihen gemacht hat - als kein Goldbug, sagt das Ganze geht ein Jahrzehnt, was willst Du jetzt schon absichern oder verkaufen?

    In 10 Jahren kann ich dir mit 100%- iger Sicherheit sagen, ob er richtig lag.

    Jetzt kann ich es nicht. Und es war noch nie verkehrt mehrere Pfeile im Köcher zu haben. Ein einziger kann auch mal daneben gehen, und womit lädst du in dem Fall nach?

    Danke für deine Antwort vatapitta . :)


    Was du vorgeschlagen hast meinte ich weniger. Ich suche eher nach Möglichkeiten, wie man diesen Anstiegen "etwas entgegen stellen" könnte. Ohne Hebelinstrumente natürlich. Die mag ich einfach nicht. Mir fällt nur nichts ein und im Forum habe ich auch keine Idee gefunden. Deshalb die Frage ganz speziell.


    Wenn mir/uns in Zukunft weiterhin nichts einfällt wird allerdings nichts anderes übrig bleiben als etwas zu verkaufen. Allerdings glaube ich kaum, dass in diesem Profiforum jemand meine 0815 - nur auf das Material kommt es an - Teile haben möchte. [smilie_happy] Und selbst wenn, wäre noch zu klären, wie ich mit meinem grandiosen ebenfalls 0815 Account je eine private Nachricht verfassen sollte.

    Aber das ist jetzt alles OT. Sorry dafür. Aber wenn jemand was einfallen würde, wäre das wirklich gut.

    Mein Gott, langsam wird es grenzwertig mit mir. Nachdem heute so schön die Anleihen zu 4.5% ins Depot gekommen sind, wollte ich noch die Limits für BAT und Kraft eingeben. BAT ging ja unfallfrei. Und bei Kraft habe ich bei der Verkaufsorder zu 34,50 doch den Zusatz "stop loss" dran gehängt. Warum auch immer. Geistige Umnachtung wahrscheinlich. Jedenfalls sind die natürlich sofort raus. Statt geplanter 10% Rendite nur 6,5%. Wenn es nicht so traurig wäre, könnte man ja feiern bei so viel Dämlichkeit. Order falsch eingeben. :wall:

    Und immer immer wieder spart die globale Diskussion aus:


    An wen gehen denn die Zinsen?

    WER ist denn final der Gläubiger?

    Stimmt doch gar nicht. Wurde doch schon zig mal geschrieben, letztmalig mit Zahlen in diesem Artikel.


    Schuldner und Gläubiger


    Auszug:


    Wer sind diese Darlehensgeber/Anleihegläubiger? Das Finanzministerium führt darüber Buch (es ist immer gut, seine Kreditgeber zu kennen). Die folgenden Berechnungen stammen von Wolf Richter vom Wolf Street Blog, der die aktuelle Situation letzte Woche sehr schön zusammengefasst hat. Beginnen Sie mit der Gesamtsumme: Die neuesten Daten zeigen eine Gesamtverschuldung des Bundes von 34,7 Billionen Dollar. (Schulden in Hülle und Fülle ist ein markttechnischer Begriff.)

    Von diesen 34,7 Billionen Dollar werden etwa 7,1 Billionen Dollar vom Social Security Trust Fund und verschiedenen staatlichen Pensionsplänen gehalten. Diese Anleihen werden nie gehandelt; die Fonds kaufen sie direkt vom Finanzministerium und halten sie bis zur Fälligkeit. Sie haben keinen Einfluss auf den Markt, zählen aber dennoch als "Schulden".

    Damit verbleiben 27,6 Billionen Dollar an "Schulden im Besitz der Öffentlichkeit". Ein Teil davon sind nicht gehandelte Sparbriefe; die restlichen 26,9 Billionen Dollar sind Staatsanleihen, Anleihen, inflationsgeschützte Staatsanleihen (TIPS) und variabel verzinsliche Schuldverschreibungen, die zusammen den "Staatsanleihemarkt" ausmachen. Wir nennen sie "Wertpapiere", weil sie genau wie Aktien oder Unternehmensanleihen gekauft und verkauft werden können.

    Von diesen 26,9 Billionen Dollar an Schatzpapieren besaßen ausländische Inhaber zum Ende des ersten Quartals 8 Billionen Dollar (29,7%). Dazu gehören ausländische Regierungen, Zentralbanken und Privatanleger. Die Aufschlüsselung nach Ländern wird weiter unten dargestellt. Die verbleibenden 18,9 Billionen Dollar befanden sich im Besitz amerikanischer Investoren und Institutionen, wie folgt:


    • Investmentfonds: 4,8 Billionen Dollar
    • Federal Reserve: 4,6 Billionen Dollar
    • Einzelpersonen: 2,6 Billionen Dollar
    • Banken: 2,2 Billionen Dollar
    • Staatliche und lokale Regierungen: 1.7 Billionen Dollar
    • Pensionsfonds: 1,2 Billionen Dollar
    • Versicherungsgesellschaften: 510 Milliarden Dollar
    • Andere: 400 Milliarden Dollar

    Auch hier galt der Stand vom Ende des ersten Quartals. Es hat sich bereits geändert, aber die Grundzüge dürften immer noch ähnlich sein.

    bezüglich LVMH...

    Mein System meinte Kauf der Bude bei 580 mit Ausstieg 630. Alternativ Nachkauf 540 mit dann Ausstieg bei 620. Ich habe es überstimmt und auf 550 Erstkauf umgestellt. Mal sehen, wer die bessere Entscheidung getroffen hat, das System oder ich. [smilie_happy]

    Ich gratuliere meinem System (mal wieder) zu einem Sieg gegen mich. Jetzt hätte ich eben manuell bei 629 den Verkaufsknopf wegen Freitag gedrückt und den Trade abgeschlossen.

    Was lernen wir daraus, ein emotionsloses System ist einfach besser als so ein menschliches Wesen, was eh nur Mist in der Birne produziert. Und ich würde fast jede Wette annehmen, dass wir die 635 noch sehen...


    Ich muss mal tief in mich gehen und ernsthaft darüber nachdenken einfach das System machen zu lassen. Egal wie bescheuert es mir in der jeweiligen Situation auch vorkommen mag. [smilie_happy]

    Das nächstliegende Orderlimit des Systems sind übrigens die 4,5% Rendite bei den 20-jährigen US-Anleihen als Kauforder und ebenfalls eine Kauforder BAT bei 31,20. Nächstliegende Verkaufsorder ist übrigens Kraft bei 34,50€. Bei allen drei werden ich mich mal an meine eben beschlossene Huldigung meines Systems halten. Ich bekomme jetzt schon Anfälle beim bloßen Gedanken daran...

    Danke für die Info BGInvestor . Mich wundert bei den Franzosen nichts mehr. Allein die 0,3% Finanztransaktionssteuer bei der Anschaffung, ohne Kommentar...


    Mein System meinte Kauf der Bude bei 580 mit Ausstieg 630. Alternativ Nachkauf 540 mit dann Ausstieg bei 620. Ich habe es überstimmt und auf 550 Erstkauf umgestellt. Mal sehen, wer die bessere Entscheidung getroffen hat, das System oder ich. [smilie_happy]

    Interessiert wahrscheinlich nicht viele hier, aber trotzdem muss ich mal laut denken.

    LVMH vorhin mit Zahlen für Q3. Im Prinzip komplett unter den Erwartungen, rückläufige Umsätze incl. Trotzdem verdient der Laden noch knapp 15 Mrd. € im Jahr. Eben bei einem Kurs von rund 601€ haben wir eine MK von 300,25 Mrd.€. Rechne ich die Nettoverschuldung vom 31.12. von 27,22 Mrd. dazu, wird der Laden mit aktuell 327,47 Mrd. bewertet. Das auf einen Gewinn von 15 Mrd. bezogen landen wir beim 21,83- fachen des Gewinns. Für ein Wachstumsunternehmen, was es bisher war völlig in Ordnung. Aber für ein Schrumpfungsunternehmen?


    Ich bin echt arg gespalten und habe die Kurse vorhin von knapp unter 590 bewußt nicht zum Einstieg genommen. Irgendwie gefällt mir die Konstellation Märkte ATH vs. LVMH 30% darunter nicht wirklich.

    Man muss auch berücksichtigen, dass viele BRICS-Staaten und Firmen dort Dollarschulden haben. Incl. chinesischer Banken.


    Wird der USD weniger benötigt, fließt er zurück in die USA und verursacht dort richtig Teuerung. Ergebnis: Schulden werden mit viel weniger Waren zurückgezahlt. Das US-Handelsdefizit wird noch größer, der USD fällt noch stärker oder die USA schränken Importe massiv ein.....


    Du sprichst etwas, aus meiner Sicht, sehr wichtiges an. Deinen ersten Satz kann man nicht oft genug wiederholen, und man sollte ihn auch nicht auf die BRICS begrenzen. Das Problem haben noch ganz andere Kandidaten. Für mich ein ganz wesentlicher Grund, warum die FED derart die Zinsen im Vergleich oben hält. Nur damit der Dollar stark bleibt und der Rest richtig Probleme bekommt.


    Und in dem Kontext ist dein zweiter Absatz einerseits aus diesem Grund Zukunftsmusik (wie lange wird es wohl bei dieser Dollarstärke/Zins dauern, bis alle Welt ihre Dollarkredite getilgt hat?) und zweitens ist noch abzuwarten, was die (später) nicht mehr benötigten Dollar aus den Krediten und die heute schon nicht mehr benötigten Dollar aus den Warengeschäften in nunmehr einheimischen Währungen eigentlich machen. Die müssen mitnichten zwingend zurück in die Staaten. Die können durchaus auch an anderen Stellen "Dinge" aufkaufen, die können auch in den Staaten teuerungsmindernde Investitionen tätigen und sie können auch durchaus zur Rückzahlung eigener Dollarkredite genutzt werden. Und letzteres wäre in Verbindung mit den Kredittilgungen der Anderen ein Riesenproblem. Wir alle wissen, dass unser Geldsystem ständig Kreditwachstum braucht, steigendes noch dazu. Wo soll das denn herkommen? Der Rest der Welt will nicht, die Unternehmen wollen/können bei diesen Zinsen nicht und die Privaten können gleich gar nicht (mehr). Es bleibt nur der Staat aktuell.


    Ab und zu würde ich bei der sicherlich zu kritisierenden Schuldenquote mal daran denken. Würden die USA derzeit nicht eine derartige Neuverschuldung fahren, hätten wir schon längst einen deflatorischen Schock vom Feinsten, nur wegen der Systematik des Geldsystems. Nur mal so nebenbei. :)

    Ohje...da kommen Arbeitslosenzahlen, die schlechte Wirtschaftsaussichten implizieren. Dazu Inflationszahlen, die steigende Teuerung anzeigen. Unter dem Strich, das perfekte Stagflationsszenario.

    Früher hätten die Aktien aber locker 2...3% verloren, die Anleiherenditen würden sich Richtung Mond aufmachen und Gold würde grinsen.

    Und was sehen wir? Nichts von dem, bestenfalls, so mit gaaaaaaanz viel Phantasie, zarte Ansätze.

    Was ist bitte heute anders als früher???


    Wieder umsonst die Limits eingestellt, da sind wir meilenweit weg von.