Ich kenne sogar noch das sog. NATO-Alphabet (Alpha, Bravo, Charly, Delta, Foxtrott.....).....wenn ich mal nachts nicht einschlafen kann, sage ich das immer im Kopf auf. Hilft
Ich bin bisher nur am Rand auf die "Dinge die man fürs Funken beherrschen muss" eingegangen - Schließlich wollte ich niemand schon im Vorfeld verschrecken, denn das ist mehr als man denkt ![smilie_blume [smilie_blume]](https://goldseiten-forum.com/wcf/images/smilies/smilie_blume1.gif)
Die Bedienung des Geräts versteht sich von selbst, wobei man diese nicht nur im Schlaf, sondern auch im Dunkeln beherrschen muss. Das Problem ist dabei, dass die meisten Funkgeräte keine beleuchteten Tasten besitzen.
Bevor man ans Funken geht müssen die Geräte Installiert und die Antenne abgeglichen werden (entfällt bei Handgeräten). Die Anpassung wird als SWR-Verhältnis oder SWR-Wert bezeichnet und drückt aus, wie viel der Sendeleistung abgestrahlt und welcher Anteil wieder zurück ins Funkgerät reflektiert wird. Ist der SWR-Wert zu hoch wird das Funkgerät beschädigt und evtl zerstört!
Je kleiner das SWR-Verhältnis desto besser ist idR auch die Abstrahlung Ein SWR von 1:1 - 1:3 ist dabei in Ordnung, während Werte über 1:1,3 kritisch sind und vermieden werden sollten.
Im deutschen Sprachraum sind 4 Alphabete gängig:
1. Das internationale Alphabet (auch NATO-Alphabet) mit dem man überall zurechtkommt.
2. Das DIN5009 Alphabet welches in DE etwa genauso viel wie das NATO-Alphabet genutzt wird. Dies ist auch das gängige BOS-Alphabet
3. Das österreichische Alphabet Nach ÖNORM A 1081
4. Das Schweizer Alphabet welches zivil wie militärisch genutzt wird.
Es ist kein Problem, wenn man mit einem anderen Alphabet antwortet wie die Gegenstation gerade verwendet, aber verstehen muss man natürlich alle. Allgemeine Sprachkenntnisse in Englisch setze ich mal als gegeben voraus.
Dazu kommen dann die für die Kommunikation unerlässlichen Abkürzung, auch Q-Codes genannt. Darüber hinaus gibt es noch eine ganze Reihe von Abkürzungen die man mit der Zeit lernt und die auch lokal unterschiedlich sein können.
Und letztlich wird noch ein möglichst eindeutiger und einfacher Rufname (Skip) für den Funkverkehr benötigt. Funkamateure bekommen ihr Rufzeichen von der Bundesnetzagentur zugeteilt, freie Funker dürfen sich selbst eines aussuchen. Der Phantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt,
Wenn man diese Grundlagen erfüllen kann, geht es ans praktische Funken. Dies hier allgemeingültig zu erklären ist sehr schwierig, das Situation und Gesprächspartner verschieden sind.
Am Einfachsten startet man seine Funker-Karriere mit einem allgemeinen Anruf auf einem der freien Kanäle:
"CQ CQ hier spricht die Station "Rufzeichen" " und wartet dann auf Antwort.
Danach paar Minuten warten und dann wieder versuchen. Wenn man nach mehreren Anläufen keinen Erfolg hat den Kanal wechseln und von vorne.
Meldet sich eine Gegenstation ist dann meist ganz entspannt, wobei zu Anfang das Rufzeichen, der Vorname und der Standort QTH ausgetauscht werden. Danach dann die Empfangsqualitätsdaten, der sog. S/R Wert. Der S-Wert oder "Santiago" entspricht dabei der Anzeige des S-Meters (0-9, bzw. 9+10... usw) des eigenen Funkgeräts und der R-Wert "Radio" der Verständlichkeit in 5 Stufen (R1= schlecht/teilweise verständlich bis R5 = Radioqualität).
Danach folgt dann das mehr oder weniger ausführliche Gespräch zu diversen Themen ums Funken.
Bitte dabei beachten, dass es im Funk auch Verzögerungszeiten gibt! Also die Gegenstelle ausreden lassen, 2 Sekunden Pause und erst dann antworten. Auch darauf achten, dass die Durchgänge kurz sind und keinen Roman erzählen, denn die Gegenstelle muss die Infos auch aufnehmen können.
Die Gepflogenheiten und den "Funker-Slang" lernt man einfach in der Praxis - wenn man etwas nicht versteht ist auch keine böse wenn ein Neueinsteiger nachfragt.
Darüber hinaus muss man sich auch mit der technischen Seite recht ausführlich befassen. CB-Funk ist Kurzwelle und die hat es in vielerlei Hinsicht in sich.
Vorrangig geht es dabei um die Fragen, wo ein guter Standort und wie die Abstrahlung der Antenne ist, ebenso wie die Ausbreitungsbedingungen zur aktuellen Tageszeit sind.
Hierzu wurden schon unzählige Bücher geschrieben und ich will eigentlich kein weiteres hier schreiben.
Besser ist es natürlich, wenn man den Einstieg zusammen mit einem Funker macht, der einen Einführt und unterstützt. Aber es geht auch alleine..
Noch ein paar Worte direkt zum Notfunk:
Es gibt einige Organisationen, die sich mit dem Thema befassen und auch eigene Rufzeichen vergeben.
Die meiner Kenntnis nach derzeit größte Vereinigung ist die Hotel-November Group mit rund 1900 Mitgliedern, die auch über die deutschen Grenzen hinaus tätig ist. Diese vergibt Rufzeichen bestehend aus dem Landeskenner, für DE ist die die 13, gefolgt von "HN" und einer laufenden Nummer. Also z.B. 13 HN 1234
Diese Rufzeichen dienen zum gegenseitigen Erkennen beim Funkverkehr, aber auch für diverse Testbetriebe, Wettbewerbe, usw.
Wenn man sich im Funkbereich mal etwas etabliert und Erfahrung gesammelt hat, kann man in solchen Organisationen mitarbeiten.
Das waren jetzt mal die wichtigsten Dinge, die mir gerade so eingefallen sind und natürlich gibt es noch wesentlich mehr. Aber für den Anfang sollte dies erstmal ausreichen...