Bevor man sich noch länger verängstigen, einschüchtern und ausbeuten lässt, sollte man bedenken, dass Strom, Gas und Fernwasser noch gar nicht so lange als etwas selbstverständliches angesehen werden.
Noch vor 50 Jahren war der Ölofen im Zimmer der Standard und Zentralheizungen gab es nicht.
Ich lebe hier recht ländlich, und bei uns wurde erst ab 1977 der Ort mit Strom versorgt. Davor gab es nur zwei kleine Wasserkraftwerke, die einige wenige Häuser und ein paar Straßenlaternen elektrifizierten. Fernwasser kam erst in den 1980er Jahren und die Kanalisation hier wird seit Jahren mit wenig Erfolg versucht zu erfassen.
Heute ist elektrischer Strom ein Komfortfaktor, aber ist er wirklich so lebenswichtig? In der Stadt sicherlich eher, aber bereits hier bei mir eigentlich gar nicht mehr.
Zum Fernwasser sag ich mal lieber nichts, den die Brühe taugt allenfalls für die Toilette oder Waschmaschine. Zum Glück gibt es noch einige Brunnen mit richtigem Wasser. Viele Familien aus dem "alten Ortsteil" gehen immer noch alle 2-3 Tage zum Wasser holen.
"Alter Ortsteil" deshalb, weil in den Neubaugebieten eigentlich nur ausgewandertes Stadtvolk wie in Gettos lebt. Wir hatten hier bis letztes Jahr eine Chronisten der sich u.a. mit den Unterschieden in den Ortsteilen befasste. Schon interessant, welche Unterschiede dabei zu Tage kamen.
In der Natur überlebt nicht der Stärkste oder Schnellste, sondern der der sich am Besten anpassen kann.
Das Leben der letzten Jahrzehnte ist heute in Deutschland Geschichte. Das Umfasst nicht nur die Freizeit, Wirtschaft, Job,.. sondern wirklich jeden Bereich des Lebens. Das Leben von früher wird auch nicht mehr zurückkommen - Sollte jedem klar sein.
Also klammert euch nicht an Gestriges, wie die öffentliche Versorgung mit Strom, Gas, Wasser,.. sondern schaut nach vorne, auf das Morgen und Übermorgen. Sucht nach Alternativen, schaut wie die Menschen hier vor 50+ Jahren lebten und strebt nach einer wirklichen Autarkie. Vieles ist so leicht realisierbar, nur wurde den Menschen das Wissen dazu aberzogen.
Lest, erwerbt Kenntnisse und Fähigkeiten, und spielt einfach für euch mögliche Szenarien immer wieder durch.
Ein Stromaggregat ist beispielsweise ein guter Anfang - Aber welchen Treibstoff wird man im Bedarfsfall haben?
Ein Gas- oder Benzinaggregat ist leise, ein Diesel/Heizöl ist lauter, größer, schwerer und ein altes Hatz/Kirsch/Gecko/Meca Vielstoffaggregat bereits bei 2kW nicht mehr wirklich portabel. Oder doch lieber eine Solarinsel mit Batterien?
Bei der Frage welches gibt es eigentlich nur eine Antwort: Von Jedem etwas!
Lebensmittel, Wasser, Kleidung, etc. es ist überall das selbe Spiel bzw. die selbe Fragestellung und damit auch die selbe Antwort: Nicht was, sondern von allem etwas.
Natürlich ist dies eine gewisse Investition, aber ein Berg Geld wird weder warm noch satt machen! Andererseits reden wir hier von 10-20T€, also nichts utopisches..
Zudem ist wäre die Investition vor einem Jahr wesentlich weniger gewesen und auch schon damals wurde viel darüber geschrieben.
So ist die Investition heute sicherlich doppelt so hoch wie vor einem Jahr und bald werden sich de notwendigen Mittel nochmals verdoppeln. Eine Hatz kostete vor paar Jahren um die 700€, 2021 wurden bereits 1200-1500€ aufgerufen und heute geht unter 2500€ nichts mehr. Wenn man überhaupt noch eines bekommt..