Beiträge von DarkMatter

    Die Lücken werden einfach immer weiter geschlossen und auch wenn der Staat nicht gleich alles erwischt, so gehen ihm bei jeder Aktion immer wieder einige neue Fische ins Netz.


    Zu meinen, dass Edelmetalla dabei langfristig außen vor bleiben ist mMn eine Illusion. Ich denke dass hier sehr genau zwischen privatem und gewerblichem Besitz unterschieden wird und das private holt Staat sich dann zuerst.
    Ob dies nun über ein Handelsverbot für Privat oder weitreichendere Wege geht ist egal und dieses Vorgehen ist auch keineswegs neu.
    Der Staat strebt die vollständige Bürgerkontrolle durch eine rein digitale, klima- und verhaltensprägende Sozial-Währung an, da hat Bargeld in privater Hand ebenso wenig Platz wie Aktien oder Edelmetalle. Es ist also nicht die Frage ob, sondern nur wann der Sack zugemacht wird.


    Das ist die Realität, doch wie man nun damit umgeht etwas anderes. Denn aktuell ist sicher vieles im Busch, aber eben nichts beschlossen. Und wenn etwas kommt kann man immer noch darauf reagieren.
    Während der Veränderungen werden Edelmetalle sicher nicht die erste Wahl des Zahlungsmittels sein und für die Zeit danach hilft auch erst mal vergraben. Und wenn gar nichts mehr geht, fliegt das Zeug in den nächsten Fluss - Hauptsache die "Freunde in Berlin" geht leer aus.


    Naja, und es gibt viele schöne, lebens- und liebenswerte Fleckchen auf dieser Erde. Wenn ein Leben in Deutschland nicht mehr möglich ist, zeiht man halt weiter...

    Ich sag es mal ganz pragmatisch..


    So ein Schließfach gehört der Bank und ich bin Mieter. Ich zahle eine Miete für die Nutzung dieses "sicheren Ortes" und damit endet die Geschichte auch schon.
    Denn wenn es die Bank leer räumt, geschieht das in einem Umfeld in dem auch gesetzliche Grundlage entsprechend angepasst wurde. Am Ende schaut immer der selbe Vertragspartner in den leeren Kasten und kann nicht mal im Ansatz beweisen was da drin war [smilie_blume]


    Die Frage ist viel mehr, ob man so einen "sicheren Ort" überhaupt braucht oder ob es nicht auch andere Möglichkeiten gibt.

    Das liegt hauptsächlich daran, dass die nächste Generation ansteht und für die Produktion eh keine Teile da sind.
    Nachdem Ravin die 500er vor gut einem Jahr auf den Markt gebracht hat, wurde noch kein Stück (außer Mustern) ausgeliefert. Nun sollen wohl welche produziert werden aber nicht viele, weil es keine Teile gibt...
    Auf der anderen Seite wird bereits die Nachfolgeserie beworben.


    Alles ein vollkommen kranke Welt...
    Du kannst nur bestellen und hoffen, dass mal irgendwann was kommt :wall: - Stornieren wäre aber kein Thema..
    Die RS470 hatte auch ein Jahr Lieferzeit! Diese baue ich übrigens für einen Bekannten auf, ist also streng genommen nicht meine, hab ich nur zum Aufbau/Testen in Benutzung.
    Ich hab eine 500er Ravin seit Herbst 2020 direkt beim Hersteller im Laufen, soll die nächsten Wochen endlich kommen - Mal abwarten..


    Momentan sieht es auch nach einer Änderung der rechtlichen Situation aus - dass diese Armbrüste anders ins Waffenrecht eingegliedert werden. Zwar mehr Gerüchte, als Tatsachen, aber so fängt das ja meist an. Von der Leistung wäre eine KK Gleichstellung aber nachvollziehbar.
    Diese Unsicherheit zusammen mit der katastrophalen Liefersituation bringt immer mehr Händler dazu diese Geräte aus dem Programm zu nehmen. Mit Ersatzteilen ist die Versorgung ja noch viel schlechter...

    (Kurz) nachgereicht warum die Abschirmung der Eingangskreise so wichtig ist:


    Eine Antennen-Analyzer besteht aus wir funktionalen Einheiten.
    Das ist zum Einen ein breitbandiger Sender mit sehr geringer Leistung aber sehr großer Bandbreite. Im Fall des NanoVNA 50kHz bis 2 (3) GHz und ein hochempfindlicher Messempfänger für den selben Frequenzbereich.
    Wird nun ein Frequenzbereich mit dem Analyzer gemessen, so teilt dieser den Bereich in 100 Teile und sendet nacheinander auf den so ermittelten 100 Frequenzen ein Testsignal an die Antenne. Da dabei keine Aussendung erfolgen soll, ist die Leistung dieses Testsignals äußerst gering.


    Hier muss man auch sehen, dass Antennen teilweise eine sehr hohe Verstärkung aufweisen können, was eine noch weitergehende Reduzierung der Leistung erforderlich macht.
    Während das Testsignal an der Antenne liegt, wird die Antenne über den Eingangskreis gemessen, Danach geht der Testsender auf die nächste Frequenz und misst dort - bis die 100 Messpunkte ermittelt sind.
    Diese Messpunkte werden dann graphisch auf dem Display dargestellt.


    Da die Eingangskreise die Messung nicht verfälschen sollen, sind diese noch um ein vielfaches empfindlicher ausgelegt als das ohnehin schon kleine Testsignal. Was diese aber wiederum sehr empfindlich für Störungen macht. Aus diesem Grund müssen die Eingangskreise getrennt voneinander in kleine Metallgehäuse verpackt werde.


    Da die Antenne aber nicht in einem abgeschirmten Raum steht, sondern iwo installiert ist, werden während der Messungen auch Signale aus dem Äther gefischt und zusammen mit dem Testsignal auf die Eingangskreise gelegt, wobei diese Signals wesentlich größer als das Testsignal sind. Die Aufgabe des Eingangskreises ist nun das Testsignal vom Rest zu trennen um so eine genaue Messung zu ermöglichen.
    Wenn nun die Eingangskreise nicht ausreichend abgeschirmt sind, übertragen sich die Signale ungehindert von einem auf den anderen Eingangskreis und beeinflussen massiv die Messung.


    Aus diesem Grund ist die Abschirmung so wichtig, aber eben auch teuer!

    STOP!!!! - Das Teil ist Schrott.. selbst für die 43 $ noch zu teuer.


    Der NanoVNA wurde vor einigen Jahren entwickelt und ist ein sehr gutes Messgerät. Mittlerweile gibt es leider unzählige Nachbauten, wie dieses, von vollkommen indiskutabler Qualität ins Soft- und Hardware!
    Das was den Preis treibt sind präzise Bauteile, Filter und Abschirmungen. Bei ersteren spart man und die anderen beiden lässt man einfach weg - schon sind die großen Kostentreber weg. Die Softwarbugs runden dann das ganz noch ab.


    Das Original kostet mit rund 150-200€ etwas mehr, ist aber auf den messtechnischen Stand eines RigExpert, kann aber etwas mehr, wie 4-Pol-Messungen an Filtern, Bandsperren/-pässen, etc. Die Beschaffung ist aktuell etwas schwierig, da es keinen richtigen Import gibt (kein CE-Zeichen) und die Messen, wo die Geräte früher verkauft wurden nicht mehr stattfinden.
    Die Frage ist aber generell, für wen sich die Anschaffung lohnt, denn diese Messungen gehen schon sehr tief in die Hochfrequenz/Funktechnik und überfordert bereits so manchen Funkamateur.

    @Larix die Leopro ist eine anderes Prinzip. Zwar ähnlich aber die Unterschiede liegen im Detail..
    Das Prinzip der aktuellen Hochleistungsarmbrüste ist bei den großen Herstellen fast gleich und eine Weitentwicklung der Compund-Technik. Ob die Spannarme nun nach vorne oder hinten spannen ist von den Eigenschaften egal, aber der Aufbau ist bei rückwärtigem Zug wie der RS470 noch sehr neu.
    Ich bin immer noch begeistert von der Armbrust, aber ob das System die Haltbarkeit und vor allem Langzeitstabilität einer Ravin haben wird, hab ich so meine Zweifel.


    Generell ist das mit den Ersatzteilen immer so eine Sache und eine zweite gleich als Ersatzteilspender zu kaufen bei manchen Modellen keine schlechte Idee. Hier liegt auch der Große Unterschied zwischen Herstellern: Die einen, wie Ravin verwenden identische Sehnen, Abzüge, etc. und variieren nur den Aufbau und die Spannarme, während andere vollkommen eigenständige Modelle bauen zwischen den nichts passt.
    Ist eine Frage der Philosophie, aber der Ravin-Weg hat auch seine Nachteile, zumindest im absoluten HighEnd-Breich.


    Die Armbrustjagd ist in vielen Ländern kein Problem und wird dort mit der klassischen Bogenjagd gleichgesetzt.
    Entsprechende Kontaktadressen für Gastjäger findest du immer wieder in Zeitschriften oder Foren. Die jeweiligen Auflagen, Kosten, etc. muss dann im jeweiligen Fall klären, was aber keine große Sache ist.
    Das was ich mache ich traditionelle Jagd mit Armbrust oder Bogen, was etwas komplizierter ist und idR über lokale Gruppen, Reservationen läuft. Dort ist der Zugang sehr schwer und geht nur über langjährige persönliche Kontakte.

    Total spannend! Welche Bolzen verwendest Du bei der TenPoint Vapor RS470?

    Meist die 16" Evo X Premium Center Punch (Carbonbolzen) mit Hardkern-Feldspitze (380 grain).
    Die Bolzen sind gar nicht so entscheidend, da hierbei nur das Gesamtgewicht relevant ist. Der Unterschied in der Geradlinigkeit (0.001 oder 0,003) hat dabei weniger Auswirkungen als der Zustand der Befiederung.
    Vorsicht ist hier nur bei günstigen Bolzen geboten! Wenn der Preis zu weit unter die 15€ geht wird meist minderwertiges Carbon verwendet, bei dem sich der Bolzen auch schon mal in der Armbrust zerlegt.
    Dies ist auch ein Grund, warum die Hochleistungsarmbrüste oft einen Käfig um den Bolzen haben, wie bei der R500. Die RS470 nutzt dazu, durch die umgedrehte Konstruktion die Bogenarme..


    Für die Jagd (wenn ich mal wieder die Chance dazu bekomme) kommen dann spezielle Jagdspitzen, abhängig vom Wild zum Einsatz. Meist die TrophyTaker A (Klingensystem) oder NAP Spitfire 3X (Hakensystem, ähnlich einer Harpune). Für Hasen und anderes niederes Wild primär Dumper. Die Dumper sind keine echten Spitzen sondern einfache flache Scheiben, die nur durch den Prellschlag töten.
    Aber dabei hat jeder so seine Vorlieben, je nach Armbrust, Entfernung und Wild. Deshalb nur mal exemplarisch die Spitzen di ich immer dabei habe - Schieße aber auch einige andere

    Nachdem @skeptisch4ever schon so schön den Bogen geschaffen hat, greif ich den Ball mal auf..
    "wurden diese nicht gerade zu dem Zweck erfunden, Ritterrüstungen UND den darin enthaltenen Brustkorb zu lochen?"


    Ich hab in meinem letzten Kommentar bisschen was zur Leistung einer Armbrust geschrieben und dass diese im, bzw. über dem Bereich von Schusswaffen liegt.
    Der wesentliche Unterschied liegt darin, dass Schusswaffen zwar eine höhere Projektil-Geschwindigkeit, jedoch bei wesentlich geringerem Projektil-Gewicht erreichen. D.h. der Bolzen einer modernen Jagdarmbrust ist zwar rund 30% langsamer, hat jedoch eine wesentlich höhere Masse beim Einschlag. Während das Projektil für eine sehr kurze Zeit eine sehr hohe Energie abgibt, die zur mechanischen Verformung führt, ist die Energieübertragung des Bolzens geringer aber dafür wesentlich länger andauernd und führt zu keiner mechanischen Verformung des Bolzens. Absolut betrachtet ist es aber die gleiche Energiemenge die dort abgebaut wird!


    Wenn man mit beiden nun auf unterschiedliche Materialien schießt, erkennt man schnell die Auswirkungen dieses Unterschieds. Das Projektil baut sehr viel seiner Energie durch die mechanische Verformung ab, während der Bolzen durch die schnelle Geschwindigkeitsänderung zu Schwingen beginnt, was zu einer Art bohrenden Bewegung führt.
    Hängt man in 30cm Abstand 10 Handtücher auf die Wäscheleine so wird der Bolzen bereits nach 4-7 Tüchern sicher von diesen gehalten. Dias Projektil durchdringt diese jedoch, da die Bewegung der Tücher zu träge ist um dessen Energie aufzunehmen. Schieß man dagegen auf Bleche, bei denen eine .22 oder.38 Projektil eine Delle verursacht und herunter fällt, so wird dieses vom Bolzen mühelos durchdrungen. Womit wir wieder bei Rittern und deren Rüstungen wären.
    Aber dieser Vergleich ist nun keinesfalls fair, denn zwischen diesen Extremen liegen noch viele praktische Möglichkeiten bzw. Anwendungen und der Punkt, an dem der Bolzen ins Hintertreffen kommt ist sehr nah den Handtüchern!


    Zur persönlichen Sicherheitsausrüstung von Sicherheitsdiensten gehören heute weltweit weichballistische Schutzwesten SK1/2, also ohne schwere Keramik oder Stahlplatten. Diese sind 5-8mm dick und aus mehreren Schichten Kevlar oder Aramid-Gewebe in einer textilen Hülle aufgebaut.
    Hängt man so eine Schutzweste nun auf einen Bügel und schießt darauf passiert meist nicht viel. Zieht man die Weste jedoch einer Schaufensterpuppe an, so kann der Bolzen zumindest die vordere Lage durchschlagen.
    Dies liegt daran, dass der Handtucheffekt quasi ausgeschaltet wird und die Schutzweste zwar im Test besteht, aber in der Praxis versagt. Doch auch wenn der Bolzen die Schichten nicht durchdringt, verursacht er schwere Trauma und Rippenbrüche. Bei unserem Dummy waren das dann mehrere Zentimeter große Löcher im Kunststoff.


    Übrigens bieten diese Schusswesten auch bei Messerangriffen nur einen geringen Schutz, abhängig von der Klinge und Stichtechnik. Der physikalische Hintergrund ist dabei der selbe wie beim Armbrustbolzen - Mittlere Energie über einen längeren Zeitraum.
    Dieser Effekt ist auch den Herstellen der Westen bekannt, weshalb man dort auch Stichschutzwesten entwickelt hat. Diese können zwar durchdringende Klingen besser abhalten, jedoch keine Bolzen oder Projektile.
    Ein besserer Schutz wird erst durch Schutzwesten SK3/4 (gegen Langwaffen) erreicht, aber dies habe ich mit aktuellen Armbrüsten noch nicht getestet.


    Ich hab vor einigen Jahren mal intensiv mit dem Thema befasst, da ich einen geeigneten Körperschutz für mich selbst suchte. Gefunden hab ich nichts brauchbare: Entweder war die Schutzwirkung zu gering oder das ganze nicht mehr tragbar...



    Auch wenn dieses Thema hier sicherlich etwas fehl am Platz ist, denke ich dass es für den Einen oder Anderen recht interessant ist. Wenn Interesse besteht kann ich gerne noch etwas dazu schreiben oder Fragen beantworten, ansonsten belasse ichs mal dabei

    Eine Zielscheibe für eine Armbrust ist einfachst selber herzustellen.

    Wenn du im Spielzeugsegment bleibst sicher, aber keinesfalls für eine Sport-/Jagdarmbrust!


    Und hier liegt auch der wirkliche Grund, warum Parcours-Betreiber keine Armbrustschützen mögen. Die Energie ist so hoch, dass die Targets auf die kurze Distanz zerstört werden. Das gleiche gilt auch für Sportbögen wie den Invicta.


    Ich hab mit einem Betreiber hier in der Gegend mal Versuche dazu gemacht:


    Das klassische Target ist nach 2-3 Schüssen kaputt, wobei die Bolzen dies wie Butter durchdringen.
    Unser Aufbau 50x50x19cm Targetwürfel - 15mm Buche Multiplex-Leimholz 16cm Hochfestes Filzmaterial (ca. 30 Lagen) und hinten nochmals eine 15mm Multiplexplatte.
    Ab einer Entfernung unter 20m durchschlägt der Bolzen das Target und wird am Weiterflug nur durch die Zerstörung der Federn im Filz gehalten. Aber selbst bei 40m geht die Spitze noch durch die 2. Multiplexplatte.
    Also sag bitte auch dazu, bis zu welcher Leistung dein "einfachster Bolzenfang" funktioniert!


    Das Einzige was einigermaßen zuverlässig bis zu etwa 200 Joule funktioniert, sind 25cm Spezialschaumwürfel in der Preisklasse von 300€ (50x50x25cm). Und diese auch nur wenn die Eindringstelle noch intakt ist. Wenn du 3x den Robin machst, geht die Bolzenspitze bereits durch!


    Zum Selbstbau von Bolzen gilt im Prinzip das Selbe. Die enormen Kräfte die dort am arbeiten sind sollte man nicht unterschätzen. Das merkst du spätesten wenns dir mal nahe dem Abschuss zerlegt.
    Ich hab mal einen Bolzen bei der Jagd in etwa 2m durch einen Haselnussast gejagt und hatte danach einige Carbonsplitter im Gesicht. Wäre ohne Schutzbrille und Maske sicher böser ausgegangen.



    Nachtrag (wenn auch preislich OT):
    Aktuell schieße ich eine TenPoint Vapor RS470 ein (Montag bekommen) - ab 25m geht JEDER! Schuß durch den Würfel. Nach meiner Messung bringt die RS470 einen 310grain Jagdbolzen auf nahezu 600km/h was einer Abschussenergie von rund 285J entspricht. Dies liegt im energetischen Bereich einer .38 Smith & Wesson, wobei diese jedoch nur 1/3 des Gewichts hat. Zum Vergleich erreicht ein .22 Projektil rund 200J bei 4,5g (70 grain).


    Die passend Optik: Garmin Xero® X1i digitale Zieloptik für Armbrustschützen | Entfernungsmessung
    Denn mit einer manuellen Optik sind diese Entfernungen und ballistischen Flugbahnen nicht mehr machbar.



    Ich kann hier leider keine Fotos einstellen, sonst könnte ich einige Fotos der letzten Tage einstellen - Auch im Vergleich zur .38er (9mm)
    Aber ich denke das Ergebnis ist auch so erkennbar und auch dass eine Armbrust wohl auf Grund ihres historischen Konzepts häufig unterschätzt wird!

    Thema ist doch "Prepper" / "Vorsorge" ...
    wie wäre da das "Anwendungsszenario" :hae:

    Gar nicht [smilie_blume]
    Wenn du auf dieses Thema hinaus willst, musst du einige Dinge beachten:
    (Und das unabhängig ob wir nun von einem Bogen/Armbrust oder einer Schusswaffe sprechen)


    1. Die rechtliche Situation wird auch in einer Krise nicht verschwinden und wenn du auf jemanden schießt ist das mindestens versuchte Körperverletzung und schlimmstenfalls Mord.
    2. Selbst wenn du es schaffst alle 5 Sekunden ein Treffer zu landen, gehen dir die Bolzen wahrscheinlich schneller aus als die Gegner.
    3. Selbst bei einem Warnschuss ziehst du sehr wie viel Aufmerksamkeit und Interesse mit so einer Aktion auf dich. Bin mir nicht sicher ob das nicht recht schnell nach hinten los geht.


    Selbst bei mir sehe ich das sehr kritisch, denn einerseits ist bekannt dass ich Armbrust schieße, was aber andererseits auch Begehrlichkeiten wecken könnte?


    Selbst aus Preppersicht stellt ein Kampf immer die aller letzte Option dar und würde nur umgesetzt wenn wirklich alles andere scheitert. Zu groß das Risiko selbst verletzt zu werden und zu unvorhersehbar der Ausgang insgesamt.

    @michi1


    Es kommt einfach darauf an, welche aktive Distanz du benötigst und was genau du damit vor hast.


    Alles unter 100 lbs ist Spielzeug (sorry @Marek), mit dem du nicht wirklich etwas anfangen kannst. Das Problem entsteht dabei aus der geringen Geschwindigkeit der Bolzen und damit hohen Windanfälligkeit und instabilen Fluglage. In geschlossenen Räumen oder Hallen (Schießständen) ist das nicht so schlimm, aber im freien wird dann jeder Schuss selbst bei mir zum Glückspiel.


    Andererseits mach eine Sportarmbrust keinen großen Sinn, wenn du nur 25m Schussdistanz benötigst. Gibt natürlich auch Ausnahmen.. Außerdem ist Schnelligkeit nicht die Liga der Sport- und Jagdgeräte, da hier die Kadenz bei und bis zu 10 Sekunden liegt.


    Ein guter Kompromiss und Einstieg liegt bei 130 lbs, womit du einen 150 grain (10g) Bolzen auf sehr stabile 250 km/h beschleunigen kannst. Die effektiv wirksame Reichweite liegt dann bei rund 50-70m.
    In diesem Bereich schießen (bzw. schossen*) viele Einsteiger, aber wir zum Spaß sehr gerne mit der EK Archery RX (einfach, unkompliziert, günstig).
    Ich hatte diese auch schon jagdlich im "Einsatz", wobei sie sich aber selbst auf 25m als nicht wirklich brauchbar erwies. Der Unterschied zur Ravin/TenPoint ist riesig, was vor allem Lautstärke und Leistung betrifft. Durch das Abschussgeräusch und die geringe Bolzengeschwindigkeit nutzt das Wild die Chance zur Flucht, was einen sauberen Schuss fast unmöglich macht.


    Das Spannsystem der EK RX ist mit einem Hebelarm sehr einfach und viel schneller spannbar, wes eine Kadenz von 2-4 Sekunden ermöglicht. Der Preis liegt bei rund 250€, komplett mit vernünftiger Optik und auch die Bolzen sind sind mit 2-3€/Stück bezahlbar.
    Die RX zudem einfach zerlegbar und damit auch leicht transportierbar.


    *) Das selbe System baut EK im Modell "Siege" auch mit einem Compound-Bogen, der eine höhere Leistung hat und auch leiser ist. Der Abstand zu dem Sportgeräten ist nicht wirklich groß und beschränkt sich auf Präzision und Langlebigkeit.
    Sei erscheinen der Siege sind viel von der RX zu dieser gewechselt..


    Die Siege kostet inkl. Optik etwa 500€ und kann mit verschiedenen Bolzen geschossen werden. Zudem ist die Leistung einstellbar, was Haltbarkeit und Lautstärke sehr reduziert. Mit speziellen Bolzen, rund 3,50€/Stück, ist diese inunteren Klassen voll Wettkampftauglich und auch zur Jagd auf kleines Wild jedoch verwendbar.
    Sie Beschleunigt einen 280 grain Spezial-Bolzen auf etwa 350km/h - Einen 150 grain Bolzen der RX mit bis zu 400km/h.
    Aus meiner Sicht aktuell die beste Universalarmbrust für relativ wenig Geld - Liegt deutlich über dem Spaßgerät ist aber keine HighEnd-Sport- oder Jagdarmbrust.


    Zu den Preisen musst du bei beiden noch etwa 100-300€ für Zubehör einkalkulieren. Der Nachteil EK's, wie aller Armbrüste in diesem Segment, liegt im Verschleiß der Sehne, die man immer auf Ersatz haben sollte.
    Im Lieferumfang sind einige Bolzen (3 -.6 Stück) enthalten, was jedoch auch nicht genügt - Vor allem als Anfänger.


    Zum Schießen benötigst du zusätzlich einen sicheren Platz! Dieser muss weiträumig einsehbar sein und einen Bolzenfang, also ein massives Hindernis hinter dem Traget haben.
    Ich habe damals im örtlichen Steinbruch angefangen und schieße dort auch heute noch sehr gerne. Ggf. die Erlaubnis vom Inhaber einholen, was aber kein großes Problem sein sollte. Heute ist "mein" Steinbruch nicht mehr im Betrieb und beherbergt mittlerweile auch einen Langwaffenschießstand eines Vereins, was sehr praktisch ist.


    Wenn du weitere Fragen hast, stell diese einfach..



    Nachtrag:
    Ein einfacher Bogen hat eine Leistung von etwa 70lbs, ein Sportbogen wie der Hoyt Invicta liegt im Bereich der RX bis Siege Armbrust. Durch die abweichende Technik ist hier kein 1:1 Vergleich möglich.
    Wir haben den Invicta mit den Standard Wettkampfpfeilen gemessen und dieser erreichte über 360 km/h.

    @Salorius II musst du mal auf der Seite schauen, ob die auch einem Handelspartner in Ungarn haben.
    In DE ist ist R500 derzeit noch frei ab 18 Jahren verkäuflich, aber in vielen Ländern wird hier bereits stark reglementiert.


    Ich schieße seit vielen Jahren sportlich Armbrüste, u.a. die Ravin Vorgänger R26 und R29X, aber auch TenPoint und andere..
    Zieldistanz liegt bei bis zu 120m, wobei die Bolzen je nach Ausführung wesentlich weiter reichen. Auf dem Langwaffenstand sind auch 200m machbar..
    Ist aber kein Spielzeug und setzt schon eine gründliche Einarbeitung und viel Übung voraus. Mit rund 15€ pro kaputtem Bolzen auch nicht gerade ein günstiges Hobby (Zumindest am Anfang)


    Jagdlich darf man mit der Armbrust leider in DE nicht schießen, aber wofür gibts (oder gabs früher) Urlaub. Armbrustjagd ist wesentlich anspruchsvoller als ein einfacher Distanzschuss mit einem Gewehr, da hier viel mehr Pirschen und Tarnen, aber auch Präzision und Abwägung des Schusses notwendig ist - Schließlich muss der erste Schuss 100%ig sitzen, weshalb die Schussdistanz meist bei 25-50m liegt. Hinsichtlich der Ballistik ist die Armbrust kaum mit einem Gewehr vergleichbar und erfordert ein viel präziseres Bewerten und schnelles Kopfrechnen.
    Ich jage in DE nicht, obwohl ich rechtlich dürfte, weil die Art der deutschen Jagdpraxis mMn dem Wild keinen ausreichenden Respekt entgegenbringt. Die aktiven Jäger hier dürfen mich für die Aussage gerne verurteilen, aber insgeheim wmissen sie sicher was ich meine..

    @Kinderkram "..wirtschaftlich nicht sinnvoll.."


    Von außenstehender Sicht ist das vielleicht so, aber für die "Betroffenen" sieht das etwas anders aus.
    Wir hatten bis 1978 keine Stromanschluss, bis 1986er kein Telefon und wurden 1998 an die Wasserversorgung angeschlossen. Doch verbessert hat sich dadurch nichts, eher das Gegenteil!
    Ich bin 1991 wegen der Liebe und dem Job weggezogen, was aus heutiger Sicht ein riesen Fehler war. Denn ein Zurück ist leider nicht mehr möglich. Das was wir dort besaßen ist lange verkauft, vieles aber auch verfallen oder abgerissen und heute bekommt keiner mehr eine Baugenehmigung..


    Aber dennoch waren meine jungen Jahre in der Pampa (8km zur nächsten Stadt) sehr prägend. Strom ist eine praktische Sache für Kühl- bzw. Gefrierschrank, aber sonst fällt mir nicht viel ein wofür ich Strom bräuchte. Klar wurde auch ich die letzten Jahrzehnte zu dessen Verwendung gezwungen.
    Trotzdem konnte ich mir eine gewisse Unabhängigkeit davon bewahren, und das Wasser für die Küche kommt seit einigen Jahren auch wieder aus dem eigenen Brunnen.


    Aber im Kern, bzw. auf die Messe bezogen stimme ich dir zu:
    "Außerdem lassen sich Stadtbewohner viel besser überwachen, kontrollieren, dirigieren, internieren....als die Landpomeranzen"
    ..und mMn geht es nur allein darum!