Eine Wärmepumpe ist im Prinzip ein umgedrehter Kühlschrank. D.h. einem Medium, Luft oder Wasser, wird die Wärme entzogen und über ein Kompressionssystem (Pumpe) dem Heizkreis zugeführt. Dabei ist der Heizkreis nichts anderes wie das Kühlelement hinten am Kühlschrank.
Dieses System beruht auf einfachen physikalischen Gesetzen, die definieren, wie viel Wärme dem Speisemedium entnommen und dem Heizkreis zugeführt werden kann. Einfach ausgedrückt: Je kälter das Speisemedium bereits ist, desto weniger Wärme kann diesem entnommen werden und desto höher ist der Energieaufwand für den Transferprozess.
Eine Wärmepumpe erzeugt keine Wärme, sondern kann immer nur Wärme aus dem Speisemedium entziehen!
Die sog. Hochtemperaturwärmepumpen wenden nun eine kleine Trick an, indem hier einfach 2 Wärmepumpen in Reihe geschaltet werden. Die angegebene Rentabilität ist dabei nur ein Taschenspielertrick, denn an der Physik ändert dies auch nicht.
Der Verbrauch an Elektrischer Energie ist etwas geringer als bei einem einfachen Elektroheizstab, was jedoch durch höhere Anschaffungskosten, etc. schnell aufgewogen wird.
Ob sich so ein System letztlich rechnet hängt von der individuellen Situation/Nutzung und stark vom Speisemedium/Wetter ab. Bei vermieteten Immo stellt sich die Sache nochmal anders dar, solange Kosten auf dioe Mieter umgelegt werden können.
Aus Sicht der Fördermöglichkeiten kann sich die Sache etwas positiver darstellen, aber für eine gute und zuverlässige Lösung bräuchte es keine staatliche Förderung und jeder würde zu dieser greifen.
In dem Moment wo der Staat etwas fördert, sollten immer alle Alarmglocken läuten und die Suche nach dem Haken an der Sache beginnen - Meine langjährige Erfahrung!
Eine Empfehlung in die Zukunft, auch wenn es nur 2-5 Jahre sind bringen dabei nichts, da sich die Rahmenbedingungen u.U. schneller ändern können. Außerdem muss man auch immer sehr genau das jeweilige Objekt sehen.. Selbst bewohnt oder Vermietet, Wohnung oder Schlafstätte, Zustand des Gebäudes insgesamt (Dämmung,. Fenster, Lage,..)
Bei einer selbst genutzten Immo würde ich immer zu Gunsten der Betriebssicherheit entscheiden und Kosten weiter hinten anstellen. Bei einer Ertragsimmo natürlich umgekehrt.