Nachdem ich mit dem ganzen Perpperoni-Zirkus nicht wirklich etwas anfangen kann und darin auch wenig Sinn sehe, möchte ich einfach mal eine Blick auf früher zurück werfen:
Früher stand bei uns im Flur ein Schuhschränkchen auf dem wiederum ein Korb stand. Jeder warf wenn er nach Haus kam seinen Schlüssel und seine Brieftasche (Geldbeutel) dort hinein. Damals waren diese beiden Dinge das, was man außer Haus immer mit sich führte und so wusste auch jeder wenn er in den Korb schaute wer Zuhause und wer unterwegs war. Abends gabs dann den Kontrollblick bevor die Haustür verschlossen wurde..
Mit der Zeit änderte sich vieles, aber das Prinzip dieses Körbchen blieb immer erhalten. Heute mit Handy und anderen Sachen sind es eben Taschen und Rucksäcke und auch das Schuhschränkchen ist heute einem Regal gewichen...
Warum schreib ich euch das?
Weil das wesentliche in unserem Leben unser körperliches und seelisches Wohl ist, ebenso wie das der Menschen die uns wichtig sind. Es geht nicht vorrangig um technische Geräte, Besitz oder Vermögen, sondern um die Familie und Freunde. Es sind nur sehr wenige materielle Dinge die man im Ernstfall wirklich braucht!
Diese Dinge die uns wichtig sind und wir immer noch mitführen, wenn wir das Zuhause verlassen. Die Dinge die wir als unverzichtbar und so nützlich ansehen, dass wir diese immer griffbereit haben wollen, die Dinge die uns Sicherheit und Zugehörigkeit geben..
Heute nennt man dies neudeutsch EDC bzw. Flucht- oder Notfallgepäck und ich denke fast jeder von euch hat unbewusst auch so etwas ähnliches, was er immer bei sich hat, wenn er Haus und Familie verlässt.
Im Fall einer "gewöhnlichen Krise/Evakuierung", von der Bombenentschärfung bis zum Hochwasser, bleibt nur wenig Zeit und dann ist es gut wenn man nicht erst zu überlegen und zu suchen beginnen muss. Auch sollte man sich bewusst sein, dass der 30L Rucksack (Bordgepäckgröße) dann das Limit darstellt was man mitnehmen kann. Für mich ist dies mein kleiner Wanderrucksack.
Ich habe immer wenn ich das Haus verlasse Geldbeutel (inkl. Ausweis, Führerschein, div. Bank-/Kreditkarten, SD-Karte, usw.), Schlüssel, Multitool, kleine LED-Lampe, Rettungsdecke und EW-Handschuhe und ab und zu das Handy dabei. Die wenigen Sachen hab ich in einem kleinen Täschchen von etwa der doppelten Größe des Geldbeutels (das Handy steckt bei Bedarf in einer Außentasche davon) und nicht wirklich mehr als der Geldbeutel belastet.
Geht es weiter weg, ob nun Geschäftsreise, Urlaub oder Ausflug hab ich meinen kleinen Rucksack, in dem ich die Wanderausrüstung aufbewahre. Das Täschchen kommt dann mit in den Rucksack und ich hab mit wenigen Handgriffen alles dabei, um zur Not auch paar schwierige Tage über die Runden zu kommen.
Für den einen ist das vielleicht schon Preppering, für mich einfach Ordnung (da ich recht suchfaul bin) und rein gar nichts mit der Erwartung apokalyptischer Zustände zu tun.
Sicher hat dieses Vorgehen einiges mit unserer Lebensweise (Spontanität, Lebensfreude, Naturverbundenheit,..) zu tun. Aber ich denke, bevor man sich Gedanken über wilde Szenarien macht und diesen Hausbau quasi mit dem Dach beginnt, ist es zweckmäßiger an der persönlichen Basis, am Fundament, zu beginnen. Ich habe schon gelernt, wie schnell das als sicher eingeschätzte Haus weg sein kann..
Egal wie die Zeiten sich entwickeln wird man das Haus immer wieder verlassen müssen und dann sollte man auch das Mögliche für die sichere Rückkehr geschaffen haben.