Gut, Benzin gehört jetzt für mich nicht so ganz zu den Lebensmitteln
und ich bin auch kein Aldi-Käufer.
In Klammern die letzten Angebotspreise
Butter in 2020 1,99 (1,49) zu heute 2,29 (1,49), wobei diese immer irgendwo im Angebot erhältlich ist.
Eier sind preisgleich 2,50 der Karton, kommen vom regionalen Hühnerhof. Die Hühner sind etwas teuer geworden, weil hier bei der Schlachtung viel investiert werden musste.
Milch ist auch fast preisgleich, 1,07 zu 1,09€ also +2 Ct/l, (0,99€/l)
Frischer Fisch ist schwierig, weil wir hier keinen großen Bedarf haben. Außer Bratheringe die aber auch nur minimal teurer geworden. Vielleicht 10%?
Brot backen wir selbst - Getreide scheint jedoch recht Preisgleich zum Vorjahr zu liegen. Die Ernte beginnt ja erst. Warum Mehl teurer geworden ist kann ich nicht nachvollziehen.
Beim Fleisch hab ich noch nie auf den Preis geachtet. Wir sind keine Vegetarier, essen aber nicht oft Fleisch und wenn, dann soll es vorrangig gut schmecken. - Kommt vom Bauern aus dem Nachbarort.
Selbst die unvermeidbaren China-Konserven liegen im selben Rahmen wie letztes Jahr.
Was teurer geworden ist (oft auch über die Packungsgröße):
Waschmittel +20%, Hygieneartikel teilweise +25% und mehr, Whisky wobei das auch nichts Lebensnotwendiges ist.
Was günstiger geworden ist:
Kaffee1 Den gibt es hier seit März fast permanent im Angebot, etwa -25%. Keine Ahnung woran das liegt, ist aber nicht nur im Supermarkt sondern auch bei unserem örtlichen Röster so.
Können natürlich auch regionale Unterschiede sein?
So ist das Trinkwasser bei uns deutlich teurer geworden, was aber nichts mit Inflation zu tun hat, sondern eher Kostenumlage der Verwaltung aus der Kanal/Kläranlagensanierung. Ebenso alles Kommunalabgaben wie Grund- und Gewerbesteuer, oder auch Parkgebühren +250%
Die Inflation sehe ich eher Bereich der nicht wesentlichen Sachen: Restaurant, Kino, Hotel bzw. Übernachtungen, etc. Hier sind +20-50% sicherlich realistisch. Die Reduzierung der Löhne ist natürlich auch ein Gefühl von Inflation, wobei meine Frau durch das Homeoffice effektiv etwa 600€ mehr im Monat hat.
Edelmetalle?? wurden ab 2019 massiv teurer und ich glaube nicht, dass ich nochmal ein Vreneli für um die 200€ kaufen kann.
Doch ich denke im Herbst/Winter werden die Lebensmittelpreise ansteigen und den Vorsprung der anderen Güter/Leistungen aufholen. Durch Entlassungen und Unternehmensschließungen werden auch die zur Verfügung stehenden Mittel in den Familien weniger werden. Hier in der Region ist viel Automobil-Zulieferindustrie, wo bereits intensiv über Entlassungen und Schließungen diskutiert wird..
Ich denke nicht, dass ein einzelner Parameter wie Preiserhöhungen bei Lebensmittel zu Problemen führen werden, sondern die Kombination unterschiedlicher Faktoren zu einer Absturzspirale führen könnten.