Beiträge von DarkMatter

    Man kann im Edelmetallbereich einen Teil in physischem Material, wie ich als Notgroschen auch als größere Anlage halten, aber eben auch am Markt zocken. Gewinnt ist die Freude groß, verliert man das Gejammer.
    Solange man die Balance hält, wird man aber nicht untergehen und beim nächsten Gewinn ist der Verlust schnell vergessen.
    Ich lese da stellenweise etwas mit und eure Gefühlausbrüche sind teilweise schon heftig, oder auch nur übertrieben?


    Ob ich mal Sammler werde?
    Hübsch anzusehen sind einige Münzen ja schon, aber wenn dann eher im Silberbereich, da mir die Wertbindung bei Gold zu hoch ist. Ein gutes Stück Fleisch oder leckeres Gemüse aus dem Garten ist mir jedoch wert, was etwas was dann sicher nur in Schrank liegt.

    Leute, viele von euch glauben noch an ein Spiel „ich kauf ne Dose Ravioli und bin Prepper“.Nein! Die Axt ist am Baum, was da die Flut, wird hier der Blackout oder Cyber Polygon sein.
    Das ist kein Videospiel, haut ab oder sorgt vor!

    Vielleicht hast du Recht @Salorius II, was eine dustere nähere Zukunftsprognose betrifft. Ich hoffe es nicht, auch wenn ich einiges ähnlich sehe.


    Aber "haut ab oder sorgt vor" ist leichter gesagt als getan, denn die meisten Menschen haben dazu keine Chance. Es fehlt ihnen an grundlegenden Kenntnissen und Fertigkeiten, häufig auch auf der psychischen Seite, aber vor allem an der Bereitschaft ihre Komfortzone zu verlassen, oder diese auch nur als bedroht zu sehen.


    Eine Nahrungsmittelvorrat, Stromaggregat, Fluchtauto, usw. wird ihnen nicht helfen, ein Verlassen das Landes ebenso wenig. Ein großer Teil von Ihnen wird sterben, und das beginnt bei mir schon im Verwanden- und Freundeskreis. Das ist eine Tatsache, die ich mir mittlerweile klar gemacht habe.

    Das ist genau das, was ich meinte, als ich von persönlicher Situation schrieb!


    Eine Familie, die wie wir am Wasser wohnt, in der Freizeit viel und gerne in der Natur ist und dort mal kocht, grillt, ab und an auch übernachtet, ist aus der Sicht anderer oft schon ein Hardcore-Prepper, dem es nachzueifern gilt. Der sog. Preppen ist irgendwie zum Volkssport ohne Sinn und Zweck geworden, also Preppen um seiner selbst willen - ohne Wissensbasis und grundlegende Kenntnisse, Fertigkeiten.
    Ich sehe mich nicht als Prepper und würden wir nur 500m weiter wohnen, würde sich eine alternative Stromversorgung maximal auf den Betrieb der Kühl- und Gefierttechnik beschränken (wenn überhaupt). Ein Nahrungsmittelvorrat und Rotation ist in ländlichen Regionen schlicht üblich, weil niemand für jedes Päckchen Nudeln, 10km oder mehr zum nächsten Supermarkt fährt.
    Kenntnisse um die Natur bekommt man hier ebenso wie die Arbeit im Garten oder den Umgang mit dem Schweißgerät schon in die Wiege gelegt.


    Aber in den heutige, unsicheren Zeiten machen wir uns natürlich zunehmend weitergehende Gedanken. Vieles aus unserem täglichen Leben und Dinge die der Freizeit und Spaß dienen, erscheint nun auch in einem anderen Licht. Das was man für einen Ausflug in die Natur benötig, ist das Selbe, was auch bei einer Flucht oder Evakuierung einpacken würde. Und nachdem die Sachen auch irgendwo aufgeräumt werden müssen, bietet sich der Rucksack einfach an.


    Ich habe den Ball "Stromaggregat" aufgenommen, weil es etwas ist, was wir zwingend mehrmals im Jahr benötigen und ich hierzu etwas aus meiner persönlichen Erfahrung beitragen kann. Selbst wenn die Infos grundsätzlich hilfreich erscheinen, muss jeder am Ende selbst entscheiden was für ihn sinnvoll ist!


    Heute wird jeder halbwegs naturverbunden Mensch oder Landbewohner häufig gleich als Prepper bezeichnet. Ich mach mir in letzter Zeit häufiger Gedanken, wann die Bewunderung in eine Ablehnung umschlägt. Dies ist etwas, was mir ehrlich mehr Sorgen bereitet als eine mögliche Katastrophe.

    Wäre eine RFB keine Alternative?

    Möglichkeiten gibt es viele, aber die Anlage wurde über viele Jahre immer weiter optimiert und hat sich bewährt, weshalb ich keine grundlegende Änderung vornehmen möchte.


    Die Eigenschaft der Bleibatterien, die bei uns zum Austausch führt ist bei allen Batteriezellen mehr oder weniger vorhanden. Bei den modernen LiFePO4-Batterie ist diese derart ausgeprägt, dass hier ein Batterie-Management-System (BMS) zwingend erforderlich und eine Reihen-/Parallelschaltung nur begrenzt möglich ist.
    Da die Bleibatterien relativ günstig und sehr zuverlässig sind, sind diese für mich immer noch die erste Wahl, und der Austausch eines Blocks geht schnell und einfach. Wenn ich sehe, was wir über die Jahre für die Batterieblöcke investiert haben, so komme ich auf nicht mal 50€ im Monat.
    Einen Ausfall einer Insel hatten bisher nur ein einziges Mal, wahrscheinlich als Folge eines nahen Blitzeinschlag?. Nach wenigen Sekunden hat das Aggregat übernommen und es kam zu keinem weiteren Schaden. Die 24V Versorgung war wegen der robusten Bleibatterien nicht betroffen, was bei LiFePO4-Batterien mit integrierter Elektronik evtl. anders gewesen wäre?

    Weis nicht ob das in diesem Zusammenhang interessant ist oder auch anderswo gemacht wird?


    Ich komme fast täglich an einem der Trinkwasserbrunnen hier vorbei und bekomme so die Pumpenwartungen, etc. meist mit. Doch vor 3 Wochen herrschte dort rege Bautätigkeit: Eine Fläche neben dem Steuerschrank wurde gepflastert, ebenso der Fahrweg zur Straße, und auch an der Technik wurde über paar Tage eifrig gearbeitet. Außerdem wurde ein weitläufiger Zaum samt Stacheldraht und Videoüberwachung um den Brunnen gezogen.


    Aus diesem Anlass hab ich unseren Wasserwart gefragt, was da los war und erfahren, dass die Fläche für eine Notstromversorgung gebaut wurde und der Brunnen nun auch dezentral betrieben werden kann. Die anderen beiden Brunnen sollen ebenso umgebaut werden.
    Auf die Nachfrage nach dem Aggregat meinte er, dass dieses soweit er mitgeteilt bekam "im Bedarfsfall zur Verfügung gestellt wird".


    Nachdem wir letztes Jahr einen neuen Bürgermeister bekommen haben, kann das auch daran liegen, aber offensichtlich sensibilisiert dadurch, fallen mir nun immer öfter derartige Baustellen hier in der Gegend auf. Also die aufwendige Sicherung von Einrichtungen durch neue Zäune und Video.


    Ist das bei euch auch so oder täuscht mich da mein Gefühl.

    Der Endpunkt der prognostizierten Lebensdauer wird von den Herstellern bei etwa 40% Kapazitätsverlust definiert. Wodurch sich bei vom Hersteller definierter Nutzung, je nach Ausführung eine Lebensdauer von etwa 6-14 Jahren ergibt. Dies ist jedoch immer auf eine Batterie gesehen und basiert auf definierten Lade-/Entladezyklen!


    Im üblichen Verbund, wie bei uns, mit 2 Batterien in Reihe und 4-8 parallel, greifen diese Datenblattangaben nur noch bedingt. Hinzu kommt, dass es diese definierten Zyklen in unserer Praxis nicht gibt, da die Ladung erfolgt wenn die Sonne scheint und die Entladung, wenn Strom gebraucht wird. Im Notfall kann es auch unvermeidbar sein einen Block mal etwas tiefer entladen zu müssen, was auch eine Verkürzung der Lebensdauer mit sich bringt.
    Zur Erfassung des Zeitpunkts für den Austausch haben wir eine Überwachung die die Klemmenspannung jeder Batterie im Block permanent erfasst und eine Asymmetrie beim Laden oder Entladen meldet. Die Kapazität und Leistungsfähigkeit des gesamten Blocks hat zum Zeitpunkt des Austauschs, idR nach 5-6 Jahren um etwa 20% abgenommen.
    Die Batterien sind zu diesem Zeitpunkt aber nicht kaputt, sondern haben zueinander im Block nur unterschiedlich nachgelassen (gealtert), wodurch diese Asymmetrien entstehen. Im Block würden die Batterien sich zeitnah, in weniger als einem Jahr gegenseitig zerstören. Bei Einzelverwendung sind sie jedoch noch lange nutzbar und keineswegs verbraucht.


    @Smithm Bei einem Gewicht von 36kg pro Batterie können diese nicht verschickt werden, aber solange wir in der Bucht mehr erlösen als den Schrottwert lohnt sich der Aufwand. Wobei die Käufer immer die selben sind.

    Sorry, da kann ich nicht mitreden, aber wie @Salorius II schreibt "...hat wohl das Forum verwechselt ".
    Andererseits wird hier über sehr vielmehr als nur Edelmetalle in verschiedenen Formen diskutiert und wenn einige Gefallen an den Bildchen haben, war das Einstellen wenigstens nicht umsonst ^^


    Also an die Einen: "ignoriert es" und die anderen: "erfreut euch dran" [smilie_blume]

    @Smithm
    Ich komme beruflich aus der Elektrotechnik und versuch den fachlichen Ball bewusst flach zu halten.
    Unsere Inseln haben noch einige Funktionen, die schwer für Fachfremde zu erklären sind. Es geht mir auch nicht darum eine Richtung oder Lösung zu empfehlen, sondern einfach die Breite der Möglichkeiten, aber eben auch der grundverschiedenen Anforderungen und persönlichen Situationen mit einzubinden. Anfangs hat man vieles nicht gleich auf dem Schirm.
    Als ich mit der Vorsorge begann war das Thema noch nicht so populär wie heute und vieles musste einfach selbst ausprobiert werden. Hab dabei einiges an Lehrgeld bezahlt, weil die Lösung an sich schlecht war, aber auch oft weil sie für meine Situation nicht geeignet war.


    Dein letzter Absatz ist nicht ganz korrekt: Gute Laderegler arbeiten mit 12V und 24V. Die Pufferspannung wird automatisch erkannt und der Regler stellt sich entsprechend ein. Bei den Wechselrichtern macht dies wegen der Verluste weniger Sinn, weshalb hier üblicherweise 100-1200W als 12V und 600-2000W als 24V-Geräte hergestellt werden.
    Eine komplett kaputte Batterie hatten wir noch nie. Wenn die Leistung nachlässt, also spätestens bei 40% Kapazitäts- oder Leitungsverlust verkaufen wir den gesamten Block als einzelne Batterien in der Bucht und installieren einen komplett neuen Satz. Das Mischen von neuen und älteren Batterien geht nicht gut, da sonst die stärkste die schwächste Batterie in kurzer Zeit zerstört.

    Nachtrag:


    Die Anlage aus der Anzeige würde ich nicht kaufen, weil:


    1. Man sollte immer einen 24V-Puffer (Batterieblock) verwenden, weil der Ström und damit auch Verluste weitaus geringer sind, als bei 12V. Die Stromentnahme aus der Batterie bei 1000W liegt bei 12V bei mind. 85A, wodurch die Batterie einiges an nutzbarer Leistung verliert, aber auch die Lebensdauer stark verkürzt wird. Bei einen 24V Puffer liegt die Stromentnahme lediglich bei der Hälfte. Wenn man 12V benötigt bietet sich ein Spannungsregler aus dem LKW-Bereich an (24 -> 12V/20A kosten etwa 40-50€)


    2. Ein MPPT-Laderegler ist zwar die energetisch wirtschaftlichste Lösung, hat aber große Nachteile. Ein MPPT-Regler basiert auf einem Schaltregler, der die Solarleistung optimal auf die Batterien anpasst. Nur erzeugt dieser Schaltregler massive HF-Störungen, die beispielsweise einen Funkbetrieb auf 100m Entfernung unmöglich machen können. Besser hier zu einem SDM-Linearregler greifen, der zwar nicht ganz so wirtschaftlich ist, aber auch keine weiteren Nachteile hat.


    3. Für 860€ ist eine Anlage zu teuer, bzw. wäre hierfür eine leistungsfähigere Anlage mit 24V Puffer realisierbar.

    nein
    aber die "übliche" Leistungsangabe einer PV-Anlage ist die Peakleistung der Module!
    also in dem genannten Beispiel 310 Watt


    und nicht die mehr als 3-fache Leistung des hinten an der Anlage dranhängenden Wechselrichters ...

    Bei einer für die Einspeisung konzipierten Anlage ist dies auch korrekt, aber nicht bei einer Inselanlage.
    Bei einer Inselanlage ist primär der benötigte Spitzenverbrauch entscheidend. Also welche Spitzenleistung und welche durchschnittliche Leistung über welche Zeit benötige ich. Die Spitzenleistung ergibt den Wechselrichter, die Durchschnittsleistung und Zeit die Pufferkapazität. Die Bemessung der Solarpanels muss sehr differenziert gesehen werden, denn einerseits muss man die erzeugte Leistung puffern können und andererseits muss diese für eine akzeptable Nachladung sorgen, Weiterhin muss man auch berücksichtigen, dass ein Teil der Nachladekapazität direkt vom Wechselrichter verbraucht wird. Am Ende landet man wieder beim persönlichen Szenario.


    Unsere Inseln haben Puffer mit einer Nennkapazität von 9,6kWh, bei maximaler Stromentnahme batteriebedingt jedoch bis zu 20% weniger. Der Wechselrichter, der die 230V generiert liefert eine Dauerleistung von 1200W und Kurzzeitig 2200W (120 Sekunden). Die 24V-Pumpen haben beziehen direkt aus dem Puffer bis zu 800W. Der Solarteil besteht nur aus 3 parallelen Panels mit 220W/270W Peak.
    D.h. wir können dauerhaft über 2000W aus dem Puffer entnehmen, aber nur 800W bei voller Sonnenstrahlung für die Nachladung erzeugen!


    Auf den ersten Blick unlogisch, aber für uns! sinnvoll, denn wenn die Pumpen laufen scheint idR keine Sonne. Die benötigte Leistung muss also alleine durch den Puffer gedeckt werden. Wenn die Sonne wieder kommt, speisen die Panels nahezu alleine die Pumpen. Die Nachladung ist also nicht relevant.


    Was einen Datenblatlt-Leistungswert angeht kann man nun diskutieren wieviel Leistung unsere Inseln haben. Erzeugung von 810W oder Bereitstellung von mehr als 2000W?
    Für mich ist die bereitgestellte Leistung jedenfalls entscheidender.

    Danke für eure Antworten und die nette Aufnahme [smilie_blume]


    Jeder hat seine eigene Lebenssituation, Erwartungen und damit individuellen Sichtweisen, auch auf Edelmetalle. Ein generelles Richtig oder Falsch gibt es da nicht, außer man hat gar keine!
    Ich bin der Meinung, dass in jeder Vorsorge Edelmetalle einen festen Platz haben müssen. Es ist schließlich der einzige finanzielle Wert, der unabhängig von allen Landeswährungen und nahe weltweit einsetzbar ist und zudem leicht transportiert werden kann.
    Die Größenordnung ist jedem selbst überlassen, aber für paar Monate Deckung der Grundbedürfnisse sollte es nach meiner Meinung schon reichen. Für mich als jemand der in finanzieller Richtung nur wenig Vorsorge betreibt, ist der Umfang im Vergleich zu vielen hier sicher sehr bescheiden, weshalb mich steigende und fallende Notierungen auch eher kalt lassen. Es reicht mir, wenn mein Notgroschen real gesehen einen einigermaßen konstanten Tauschwert behält.


    @Heike_Katrin und @Helmut1
    Über die +Mitgliedschaft hab ich noch gar nicht nachgedacht. Nachdem Bier trinken nicht so meine Sache ist, ich schon sexy Frauen habe und wir zu Impfungen und Medizin generell kritisch eigestellt sind, reicht mir erstmal das hier ohne + [smilie_happy]

    Die Frage ist, was man als professionell ansieht. Profitechnik ist es mit Ausnahme der Mehrstoffaggregate nicht, auch wenn die gleichen Aggregate (Honda 2,2kVA Inverter um die 10000€/Stück), hier bei Feuerwehr und Katastrophenschutz vielfach verwendet werden.


    Wenn man auf ein zentrales Aggregat setzt ist die Überlegung zu einem professionellen Gerät sinnvoll. Eine umfassende Insekten- und Nagersicherheit, wie geschützte Leitungen und Schläuche sind dabei ebenso wie ein leicht zu reinigender Filter ein Muss und kein Diskussionspunkt!
    Die Lösung mit einem Profiaggregat 10-20kVA und einer Versorgung für die bestehende Hausinstallation setzt immer eine funktionsfähige Installation voraus. Ob dies im Wohnumfeld und vor allem in einer Krisensituation überhaupt realistisch machbar ist? Die Aufstellung eines solchen Zentralaggregats ist zudem sichtbar und müsste wegen des Gewichts im Garten oder zumindest ebenerdig erfolgen. Scheidet bei Überflutungsgefahr also aus.
    In der Notsituation weckt zu viel Komfort schnell das Interesse und Begehrlichkeiten. Aber man ist selbst auch ein Stück weit auf die Nachbarn angewiesen, spätestens wenn nach einigen Stunden die ersten Plünderer kommen. Nur krank, was da bei uns abläuft - Das Wasser geht und die "Helfer" sind schon in den Startlöchern.


    Die Praxis hat mir einem, für meine Situation effektiveren Weg gezeigt, weshalb ich nicht auf ein Zentralaggregat, sondern eine modulare Lösung setze.
    Vor der Frage nach der Art der Ersatzstromversorgung sind viele, über das Thema Stromversorgung hinaus gehende Überlegungen notwendig, die jeder für sich und seine ganz persönliche Situation entscheiden muss. Egal, wofür man sich am Ende entscheidet, sollten die Anschaffungskosten jedoch eine untergeordnete Rolle spielen. Wichtiger ist die Wartung und Reparatur, welche man im Notfall alleine durchführen muss. Ebenso wie die Lagerung von Ersatz- und Verschließteilen, Hilfsstoffen (Öle und Schmiermittel) sowie den notwendigen (Spezial-)Werkzeugen.
    Einen Filter- und Ölwechsel sollte man auf jeden Fall im Vorfeld schon mal alleine gemacht haben, die Wartungsintervalle sind schließlich recht kurz und oft unter einer Woche.

    @Salorius II das Thema SEA/Aggregate bzw. Stromversorgung im Allgemeinen ist zumindest für uns wichtig. Dabei sind die Anforderungen aber sehr unterschiedlich und es wird auch Menschen geben die hierin wenig Sinn sehen. Für viele wir es vorrangig nur um Kühltechnik und Kommunikation geht, bei uns ist das Thema Hochwasser primär.


    Unser Energiekonzept ist zugegeben umfangreich, wobei im Notfall Kochen und Heizen nicht elektrisch erfolgen.
    Wir verwenden zwei identische Solarinseln mit 9,6kWh Puffer, mit je ein Benzinstromaggregat (AC230V/2,2kVA oder DC24V/40A) als Backup. Weiterhin zwei Mehrstoffaggregate die mit Sonnenblumenöl, Heizöl, Petroleum,.. betrieben werden können. Das eine Aggregat liefert 230V/2,2kVA für die Stromversorgung der Wohnung, das anderen Kleinspannung DC24V/80A heute als Universalaggregat/Reserve (versorgte vor den Solarinseln das 24V Netz().


    Die beiden Inseln sind permanent in Betrieb und versorgen als Grundlast die Kühl-/Gefriergeräte, dienen aber vorrangig der Stromversorgung der Wasserpumpen. Bei Unterspannung schalten diese automatisch aufs öffentliche Stromnetz bzw. die Backup-Aggregate um. Die Backupaggregate laufen mindestes einmal im Jahr, zu Beginn des Hochwassers.
    Wegen der jährlichen Hochwasser haben wir zudem ein komplettes 24V Kleinspannungsnetz und auch entsprechende Pumpen und Beleuchtung installiert. Damit müssen wir uns keine Sorgen bezgl.. Kurzschlüsse und Stromschläge machen, selbst wenn die Technik absäuft und wir im Wasser hantieren. Von der Leistung wäre eine Insel ausreichend, aber die zwei Inseln bieten einfach mehr Sicherheit und durch die Leistungsaufteilung auch eine höhere Lebensdauer.
    Das 230V Mehrstoffaggregat versorgt im Notfall die Wohnung im Dauerbetrieb und wird manuell zugeschaltet, wenn die Stromversorgung ausfällt. die Rückschaltung erfolgt erst, wenn das Stromnetz wieder konstant über einige Stunden verfügbar ist. Dies ist vor allem dem Hatz Mehrstoffmotor geschuldet, der häufige Starts nicht so gerne hat. Das 24V Mehrstoffaggregat ist ein Relikt der Vergangenheit, wird aber dennoch sehr oft und universell verendet: von der Batterieladung, Starthilfe, etc., bis zur Ersatzversorgung über einen Wechselrichter, oder auch Party am See :thumbup:


    Würde ich heute über ein Konzept zur sicheren Stromversorgung nachdenken, würde ich auf jeden Fall wieder kleine Standard-Aggregate und eine Solarlösung realisieren. Solar ist geräuschlos und wartungsfrei, die Aggregate sind günstig, flexibel und für den Notfall völlig ausreichend! Jemand ohne Hochwassergefahr wird sicher kein Kleinspannungs-Stromnetz benötigen, oder die 24V einfach am Puffer abgreifen?
    Die Mehrstoffaggregate würde ich nicht mehr anschaffen, auch wenn diese unter Krisengesichtspunkten einige Vorteile haben (können), ist der Wartungsaufwand eines Mehrstoffmotors nicht zu unterschätzen! Preislich liegen diese zudem beim 4-5fach Preis eines Standardaggregats. Die Wohnung würde ich heute, wenn überhaupt, auch mit einem kleinen Standardaggregat mit automatischen Start und Umschaltung realisieren. Wahrscheinlicher aber eines der Backup-Aggregate Zweckentfremden.

    Diese Herangehensweise hatte ich auch mal. Heute weiß ich, dass dieser Ansatz falsch und unzweckmäßig ist.


    Die Vorbereitung auf eine Krisensituation geht evtl. beim jährlich auftretendem Hochwasser, und dann kann man deine Fragen Punkte explizite für deine Situation beantworten. Es gibt aber sehr viel mögliche Krisenszenarien, die mit unterschiedlicher Wahrscheinlichkeit eintreffen können. Jede Familie oder Gruppe, jede Lebenssituation, jede Umgebung und Möglichkeiten sind anders. Natürlich kann man versuchen sich auf jeden erdenklichen Fall vorzubereiten, aber ob dies zur Gänze gelingt, glaube ich nicht. Dafür gibt es zu viel Unbekannte und natürlich auch KO-Szenarien: Meteoriteneinschlag, weiträumige Katastrophen, Krieg, usw. in denen vorrangig das Glück entscheidet.


    Für die wahrscheinlicheren Krisen ist es unerheblich um welche Krisenursache es im Detail geht. Die Auswirkung sind dann sehr ähnlich: Störung der gewohnten Abläufe: Lebensmittelversorgung, Stromausfall, keine Wasserversorgung, vergiftete Luft,...
    Je nach Schwere erfolgt nach einigen Tagen eine Versorgung über Verteilpunkte, Nahrungsverteilung oder Evakuierung in Sammellager. In vielen Fällen kann man versuchen so lange es eine Fluchtmöglichkeit gibt zuhause zu bleiben. Ist dies nicht mehr der Fall kommt eine Flucht zu Verwandten, Freunden oder in ein Sammellager.


    Aus dieser Überlegung haben wir unsere Vorbereitung aufgebaut. Es ist egal, wie die Krise aussieht, welche Ursache diese hat, solange wir uns zuhause versorgen können. Aber nacheiner gewissen Zeit wird es zu Unruhen und einem Zusammenbrechen der öffentlichen Ordnung kommen. Spätestens dann ist der Zeitpunkt zum weggehen gekommen. Ob dies noch mit einem Fahrzeug oder nur zu Fuß geht, weil die Straßen verstopft bzw. blockiert sind, weis ich nicht? Aus diesem Grund konzentrieren wir uns auf den persönlichen Rucksack, in dem alle wichtigen Dinge sind.
    Die notwendige Reaktionszeit ist durch den vorgepackten Rucksack bei unter 5 Minuten, da nur wenige persönliche Dinge ergänzt werden müssen. Wir die Rucksäcke aber auch für verschiedene Freizeitaktivitäten und spontane Wochenendausflüge, so dass dies etwas Gewohntes ist.


    Das wichtigste ist die Ruhe und Rationalität zu bewahren und ein eigener Schlafsack oder eignes, gewohntes Geschirr und Besteck, geben auch in einer Sammelunterkunft etwas Vertrautheit und dämpfen die Ängste.

    Lässt sich gut an, Willkommen hier! über die Rhemen Wirtschaftspolitik/ Vorsorge kommt man früher oder später eh zu Gold/Silber oder eben umgekehrt.

    Ich denke mal, dass die Masse hier Gold und Silber primär als Geldanlage oder Investment sieht.
    Für mich war es einfach Zufall das Forum hier zu finden, denn wer denkt schon an derart sachliche und weitreichende Überlegungen zu Themen wie Krisenvorsorge, wenn es primär um Geldanlagen geht?


    Gold und Silber haben für mich eine hohe Bedeutung in der Vorsorge, da diese die einzige internationale Währung darstellen und physikalisch äußerst robust sind. Ein paar Euro wird man im Notfall sicher immer in der Tasche haben. Im Notfall können ein paar Münzen vielleicht entscheidend sein, vor allem wenn den Euro keiner mehr will?


    Die Menge wird aber aus dieser Intention, so wie bei mir, trotz Erbschaft eher in der Größenordnung einer Handvoll bleiben, und im Vergleich zu einer richtigen Vermögensanlage sehr klein sein. Naja, ich reduziere lieber meine Arbeitszeit und genieße das Leben, als mir Gedanken über Geldanlagen zu machen... muss jeder für sich entscheiden und solange er damit glücklich zu zufrieden wird ist alles gut :thumbup:

    Erstmal Danke für den Faden an SaloriusII.


    Ich bin nicht so groß ins Detail gegangen, weil das Meiste eben nicht aus einer Liste entnehmbar ist, sondern sehr individuell auf die persönliche Situation abgestimmt werden muss. Was ich aber zum Ausdruck bringen wollte und mir offensichtlich nicht so geglückt ist, ist die Einbindung der Vorbereitung in das tägliche Leben und keine Alleinstellung.
    Der Camper und Naturfreund hat hier natürlich eine ganz andere Ausrichtung als der Stadtmensch, was aber weder Vor- noch Nachteil ist.


    @Dark-End Die 1000l Wasser sollten nur als Beispiel dienen, wie vergleichsweise einfach es ist Nahrung im Gegensatz zu Wasser zu lagern, sowie die Grenzen darzustellen. Mit den Wasserfiltern hast natürlich recht, aber dafür musst du die Wohnung verlassen, was ein gewisses Risiko birgt. Außerdem wird das Oberflächenwasser im Krisenfall schnell verschmutzt sein, so dass dir der Wasserfilter auch nur wenig hilft. Wir verwenden die Katadyn Pocket Filter die bei sauberem sehr gut sind, aber gegen industrielle Verschmutzungen, Heizöl, etc. wirkungslos.


    @fazer es geht beim Fluchtrucksack nicht darum 20km am Tag zurück zu legen, sondern einfach das notwendigste dabei zu haben. Egal ob es um eine Evakuierung geht oder man das Heim wegen z.B. Hochwasser verlassen muss. Das ziel kann auch eine nahegelegene Hütte sein. Was man für seine Familie plant hängt immer vom schwächsten Mitglied ab, egal ob dieses alterbdingte, sonstige Einschränkungen hat oder kleiner Kinder in der Familie sind. Zu lange Märsche schaden zudem Stimmung in der Familie. Der Rucksack dient nur darum, die grundlegenden Bedürfnisse nach Nahrung, Trinken und trockenem Schlafplatz zu erhalten.


    @"Taschenlampe" Wie nutzen Fenix-Taschenlampen und Stirnlampen mit LiIon-Akkus 18650, die in der kleinsten Stufe ausreichend sind den Schlafplatz zu beleuchten und als Orientierungslicht ausreichen. Ist etwa so hell wie der Vollmond bei klarem Himmel und eine Dauerleuchtdauer von weit über einer Woche erreichen. Die Ladung erfolgt über einen Solarlader direkt in der Lampe via USB-Port. Alternativ können diese auch mit Lithiumbatterien CR123 betrieben werden. Diese sind leicht und billig. Die Funkgeräte werden über einen Adapter, bzw. Powerbank ebenfalls mit diesen Batterien betrieben und der USB-Port bietet auch noch andere Lademöglichkeiten.


    @Jocky Ein Schlafsack bis -15° Komfortbereich ist für den diesen Zweck zu groß und auch nicht notwendig. Wenn du im städtischen Umfeld bleibst wirst ebenso wie in der Natur selten unter 0° kommen. Einen Unterschlupf brauchst du immer um trocken und windgeschützt zu sein. In einem Gebäude, Keller, Höhle,.. oder selbst unter dem Tarp im Wald, wird es fast immer frostfrei sein, selbst wenn es draußen richtig kalt wird. Außerdem schläfst du bekleidet, was eine zusätzliche Wärmeisolierung bringt. Wie haben nur noch ganz einfache Schlafsäcke, die offen als Decke dienen, z.B. von Dekathlon 0°/-10° für um die 50€, wiegen etwa 600g und sind sehr klein im Packmaß.


    In der Praxis wird man, wenn man wegen einer Krisensituation die Wohnung verlassen muss nicht zum wilden Waldmenschen, sondern wird einen Sammel- oder Versorgungspunkt ansteuern. Sehr wahrscheinlich ist eine behördliche Evakuierung oder Flucht zu Verwandten und Freunden.
    An erster Stelle bleibt immer eine Notsituation zuhause durchzustehen und die gewohnte Umgebung nur zu verlassen, wenn dies weniger Gefahr bedeutet als zu bleiben. Außerdem dauert eine akute Krise keine Monate, sondern idR eher Tage, vielleicht 1-2 Wochen. Dann wird sich immer eine gewisse Ordnung einstellen, Hilfe von außen kommen oder man wird sein Ziel bei Verwandten oder Freunden erreichen.


    Es geht um vernünftig Vorsorge die wahrscheinlichen Krisensituationen und kein theoretisch mögliches MadMax-Szenario. Die wenigsten Menschen haben die Gene eines MadMax oder Rambo [smilie_blume]

    "Die Vorbereitungsmöglichkeiten sind so vielfältig wie die Krisen und so vielfältig wie die Rahmenbedingungen."
    Die moderne Gesellschaft lechzt geradezu nach fertigen Checklisten, auch wenn sich diese nach 5 Minuten als unzweckmäßig oder sogar undurchführbar für die eigene Situation erweisen.
    Ich war anfangs auch auf dem Irrweg, mit einer fertigen Liste oder fremden Erfahrungen etwas erreichen zu können. Es hat am Ende viel Geld verschlungen und das Meiste davon hab ich mittlerweile über Bord geworfen.
    Die Gemeinsamkeit jeder Krise ist der Bedarf nach sauberem Wasser, Nahrung und einer trockenen Unterkunft. Erst wenn dies erledigt kann! man sich Gedanken über weitere Dinge machen. Dabei darf man nicht vergessen, dass das verlassen der Wohnung u.U. bevor steht und dann die ortsfesten Vorbereitungen obsolet werden. Die wichtigste Vorbereitung ist der Notfall-Rucksack, der im Extremfall das einzige ist, was uns bleibt - auch wenn wir getrennt werden sollten.


    Ein heimischer Nahrungsmittelvorrat in Rotation ist einfach zu realisieren, kostet nichts und bringt viel psychische Sicherheit und Ruhe in die Familie.
    Trinkwasser ist schon schwieriger, da in einer Mietwohnung 1000l meist schon eine baustatische Grenze darstellen. Aber 1000l für 4 Personen, bei 5l/Tag ergibt 50 Tage. Der Nahrungsmittelvorrat von 2-3 Monaten, der sich bei der Rotation fast automisch einstellt, reicht demnach länger wie der Wasservorrat. Wenn ein Krise länger als 2 Wochen andauert, wird die öffentliche Ordnung höchstwahrscheinlich zusammen brechen und es ist fraglich, ob man sich überhaupt länger in der Wohnung verstecken kann?


    Stromerzeuger sind nur für einfache Krisen und solange die öffentliche Ordnung besteht, von Interesse. Selbst ein schallgedämmtes Aggregat hört man in nächtlicher Ruhe sehr weit. Alternative ist eine Solarinsel mit Batteriepufferung, die in der heutigen Solarlandschaft weit weniger auffällig ist. Preislich nimmt sich dies nichts und für die Kühl-/Gefriertechnik ist es ausreichend.


    Wir haben etwa einem Jahr unsere Vorbereitung komplett neu und ohne Liste aufgebaut. Dabei haben wir uns an 2 Grundsätzen orientiert:
    1. In der bekannten Umgebung sind die Chancen besser als in der Ferne
    2. bleibe so lange, wie du noch eine Chance zur Flucht hast


    In der Praxis teilt sich die Vorbereitung auf unser Zuhause, eine mobile Alternative und einen Notfall-Rucksack für jedes Familienmitglied.
    Wenn ich zurück blicke, haben sich die Rucksäcke zu den ersten Jahre sehr viel verändert und vieles was wir anfangs für wichtig hielten, haben wir bei keinem Testlauf benötigt. Auch das Gewicht und die Größe sollte man beachten, da im Rucksack das ganze verbleibende Leben steckt und man diesen evtl. lange tragen muss.


    Was ist heute in unseren Rucksäcken:


    Bodenplane, Tarp, Schlafsack, Seile, Klebeband, Kabelbinder
    Kochgeschirr, Kocher, Besteck, "Feuerstarter"
    Wasserflasche und Wasserfilter, Micropur, Teststreifen
    Poncho, Messer und Mulittool, Funkgerät, Taschenlampe, Akkus und Solarlader
    Notnahrung, Erste Hilfe Kit/Medikamente und Hygieneartikel, Geld
    Wichtige Unterlagen auf Papier und USB-Stick


    Dies ergibt zusammen etwa 5kg, Dazu kommen nochmal 2kg persönliche Sachen und Bekleidung sowie der Rucksack selbst mit etwa 2kg. Ein Rucksack über 10kg hat sich in der Vergangenheit als negativ herausgestellt.
    Das fehlende eine Kilogramm ergibt sich aus dem Inhalt der Wasserflasche und Brennstoff für den Kocher.


    Zu unserem Zuhause macht es keinen Sinn viel zu schreiben, weil sicherlich die Wenigsten hier genau diese Situation haben. Aber generell machen wir recht wenig, was ausschließlich der Krisenvorsorge dient. Der Großteil der Maßnahmen ist wie die Lebensmittelrotation einfach ein Teil unseres täglichen Lebens. Ich denk dass dies auch ein sehr wichtiger Punkt bei der Vorbereitung ist, da man sich über die täglichen Sachen keine großen Gedanken machen muss, weil diese ohnehin krisentauglich sind.


    Die mobile Alternative ist eine reduzierte Form von Zuhause, die uns mindestens 1 Woche Autarkie ermöglicht.
    Wobei diese heute mehr der Freizeit dient und hoffentlich nie als Fluchtunterkunft benötigt wird.

    Zitat: Blöd ist das Ganze in NRW und RLP jetzt natürlich auch für Goldbugs, die in Häuser oder auf Grundstücke sichere Verstecke für ihr EM hatten, und dann wird die ganze Wohnsiedlung weggespült und da ist jetzt eine meter tiefe Sandgrube.


    Daher machen mehrere Lagerorte durchaus Sinn (und Arbeit).
    Aber am Ende … der Mensch denkt und Gott lenkt…

    nicht nur bei Wertgegenständen, sondern auch bei der Vorsorge allgemein. Ei letzterem auch "mobil" nicht vergessen.
    Leider lernt die Masse der Menschen aber nicht mal aus schlechter Erfahrung und in absehbarer Zeit redet keiner mehr über Ahrweiler und Co., so wie auch das Oderhochwasser und andere vergessen wurden.